Accons

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Accons
Accons (Frankreich)
Accons
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ardèche
Arrondissement Tournon-sur-Rhône
Kanton Le Cheylard
Gemeindeverband Val Eyrieux
Koordinaten 44° 53′ N, 4° 23′ OKoordinaten: 44° 53′ N, 4° 23′ O
Höhe 476–1.201 m
Fläche 9,87 km2
Einwohner 385 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 39 Einw./km2
Postleitzahl 07160
INSEE-Code

Accons ist eine französische Gemeinde mit 385 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie liegt im Département Ardèche. Ihre Bewohner werden Acconnais(es) genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde erstreckt sich inmitten des Bergmassivs Boutières, einem Ausläufer der Cevennen. Der Hauptort Accons liegt daher am Fuße des Serre-en-Don auf 1200 Metern Höhe. Die nächstgrößere Stadt Aubenas liegt in 30 Kilometern Entfernung in Richtung Südosten. Der Fluss Dorne durchquert das Gemeindegebiet. Nachbargemeinden sind Saint-Martin-de-Valamas und Jaunac im Norden, Le Cheylard im Nordosten, Saint-Christol im Osten, Dornas im Südosten und Mariac im Westen. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Accons und den vier Weilern La Motte, Le Monteil, Les Auches und Chaussinard.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Accons wurde im 11. Jahrhundert als strategischer Standort von den ersten Verwaltern des Landes zur Kontrolle der Täler der umliegenden Flüsse Eyrieux, Dorne und Eysse gegründet. Dabei liegt der Ursprung des Dorfes auf dem erloschenen Vulkan Roche de Brion in 800 Metern Höhe, an dessen Hang Ruinen eines ersten Schlosses zu besichtigen sind.

Bestimmt wurde das Geschehen im Dorf vom Château de la Motte, das im 17. Jahrhundert der Familie Bayle, den Lehnsherren von La Motte-Brion, gehörte, im 18. Jahrhundert aber von den Sassenages und der Familie Vogüé erobert wurde.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
218 277 289 378 375 419 438

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Château de Motte im Renaissance-Stil aus dem 15. und 16. Jahrhundert fällt durch seine militärische Architektur auf, zum Beispiel führen Kontrollwege entlang der Festung. Außerdem verfügt das Gebäude über eine eigene Kunstschmiede sowie drei imposante Türme, sodass das Schloss schon von weitem sichtbar ist. Eine eigens dafür errichtete Brücke aus dem 16. Jahrhundert verbindet die Festung mit dem Dorf. Im Innenhof führt eine gewundene Treppe in die Höhe. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Orte um das Gebäude herum errichtet. 1944 wurde das Schloss im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen in Brand gesetzt, sodass Teile der Festung 1964 restauriert werden mussten.

Die Kirche von Accons ist eine der ältesten der ganzen Region. Aufgrund ihrer Abgelegenheit ist sie von den Unruhen im Vivarais zwischen 1572 und 1628 verschont geblieben. 1982 wurde sie stark beschädigt, aber 1984 waren die Maßnahmen zur Restauration bereits abgeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Accons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. le château de La Mothe auf patrimoine-ardeche.com in Französisch.