Breitenbenden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 50° 34′ 52″ N, 6° 40′ 33″ O

Breitenbenden
Höhe: 277 m
Fläche: 1,89 km²
Einwohner: 538
Bevölkerungsdichte: 285 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53894
Vorwahl: 02443
Breitenbenden, Luftaufnahme (2015)
Teilstück der Wasserleitung aus Breitenbenden. 1979 von der Stadt Brühl erworben und dort aufgebaut. Es hat eine Länge von etwa 2.5 m

Breitenbenden ist ein Stadtteil von Mechernich, Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt südöstlich von Mechernich.[1]

Im Ort gibt es ein größeres Seniorenwohnheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die römische Eifelwasserleitung, die das antike Köln mit Wasser versorgte, geht östlich am Ortsgebiet vorbei und weist hier sehr viele Einstiegsschächte auf, die der Wartung der Leitung dienten.[2] In den Jahren 1979 und 1980 musste während des Baus der L165 ein in der Nähe der Eifelwasserleitung liegendes und aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. stammendes römisches Gebäude, vermutlich eine Kanalmeisterei, archäologisch untersucht und konserviert werden.[3]

Breitenbenden wurde 1192 als „Breydenbent“ erstmals erwähnt; der Ortsname wird abgeleitet vom Begriff breite Wiese.[4]

In den Jahren 1871 bis 1876 wurde die St.-Leonhards-Kapelle erbaut.[5]

Am 1. Juli 1969 wurde Breitenbenden nach Mechernich eingemeindet.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten:

  • St.-Leonhards-Kapelle
  • Römische Eifelwasserleitung

Durch den Ort führen die Radfernwege:

Die Stationen 14 bis 17 des Römerkanal-Wanderwegs, der östlich an Breitenbenden vorbeiführt, befinden sich in der Nähe des Dorfes.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort verläuft die Landesstraße 115, am Ortsrand die Bundesstraße 477 nach Mechernich und die Landesstraße 165 als Zubringer zur nahegelegenen Bundesautobahn 1 mit der Anschlussstelle Bad Münstereifel/Mechernich.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 9. April 2017)
  2. Klaus Grewe: Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln. Mit Beiträgen von Werner Brinker, Günther Garbrecht, Hansgerd Hellenkemper, Heinz-Otto Lamprecht, Horst D. Schulz, Edgar Thofern. (= Rheinische Ausgrabungen. Band 26.). Rheinland-Verlag, Köln 1986, ISBN 3-7927-0868-X, S. 79 ff.
  3. Antonius Jürgens: Mechernich-Breitenbenden: Römische Gebäude. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0312-1, S. 541 ff.
  4. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 209.
  5. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 210.
  6. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.
  7. Klaus Grewe und Manfred Knauff: Die lange Leitung der Römer. Der Römerkanal-Wanderweg Nettersheim-Köln. Hrsg.: Eifelverein e.V. 2012, ISBN 978-3-921805-81-7, S. 167 ff.