DJ Tomekk

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DJ Tomekk (2007)
DJ Tomekk (2005)

DJ Tomekk (* 11. Oktober 1975 in Krakau, bürgerlich Tomasz Kuklicz) ist ein polnischer Hip-Hop-DJ und Musikproduzent.

Biografie[Bearbeiten]

Im Alter von zehn Jahren begegnete Kuklicz zum ersten Mal einem DJ und ließ sich vom „Deejaying“ begeistern. Im selben Jahr emigrierte sein Vater nach Deutschland und er folgte ihm nach Berlin, wo er im Wedding lebte und das Diesterweg-Gymnasium besuchte.[1] Als sein Vater fünf Jahre später starb, war der damals 15-Jährige auf sich allein gestellt. Intensiv übte er das DJ-Handwerk und erhielt noch als Teenager eine eigene Radiosendung auf Kiss FM (sie trug den Namen „Boogie Down Berlin“).

1993 traf DJ Tomekk auf die Hip-Hop-Legende Kurtis Blow. DJ Tomekk führte ein Interview, plante aber, den Star gleichzeitig von seinen DJ-Künsten zu überzeugen. Zufälligerweise brauchte Kurtis Blow kurzfristig Ersatz für seinen ausgefallenen DJ und fragte bei DJ Tomekk an. Nach dem Auftritt wollte Blow, dass er ihn auf seiner US-Tour begleitet. 1994 wurde DJ Tomekk als erster Nicht-Amerikaner für den „1st Annual Rap Music Award“ nominiert. Während er in Deutschland noch kaum bekannt war, trat er in den USA bereits zusammen mit Run DMC, dem Wu-Tang Clan, LL Cool J und KRS One auf.

Zurück in Deutschland legte DJ Tomekk in diversen Diskotheken auf und veröffentlichte 1998 seine erste Produktion - einen Remix für eine Gruppe namens Foesum aus Los Angeles. Nachfolgend entstand 1999 unter dem Plattenlabel „F-Records“ die Produktion 1, 2, 3 Rhymes Galore - eine internationale Kooperation, an der Künstler wie Grandmaster Flash, Flavor Flav (Public Enemy), Afrob, Jazzy Jeff & MC Rene teilnahmen. Dieser Song konnte sich mehrere Wochen in den deutschen Top10-Charts (Höchste Platzierung: 6) halten. Die zweite Single Ich lebe für Hip Hop in Zusammenarbeit mit GZA, Prodigal Sunn, Curse und den Stieber Twins erreichte in den Media-Control-Charts Platz 11. Im Jahr 2000 bekam DJ Tomekk den Comet als bester nationaler Newcomer.

Schon bald folgte eine weitere erfolgreiche Produktion, Return of Hip-Hop, bei der KRS-One, Torch und MC Rene mitwirkten. Kurze Zeit später veröffentlichte DJ Tomekk sein erstes Album, welches ebenfalls den Namen Return of Hip-Hop trug.

Ende 2002 gelang ihm ein weiterer Top 10-Hit in Deutschland mit dem Song Kimnotyze. 2003 ging DJ Tomekk mit seiner Boogie Down Berlin Crew (DJ Noppe, Said, Saeed, Trooper Da Don) auf Tournee, in der er etwa 150 Auftritte absolvierte.

In den folgenden Jahren arbeitete DJ Tomekk zusammen mit Künstlern wie MC Lyte, Xzibit, Sido, Fler, Noreaga, B-Tight, Montell Jordan, Truth Hurts, Horace Brown, Black Ivory und Harry an seinem neuen Album Numma Eyns, welches er schließlich im Jahr 2005 veröffentlichte. Die Single Jump Jump (feat. Fler) platzierte sich auf Platz 3 der Deutschen Charts.

Ende des Jahres 2006 veröffentlichte DJ Tomekk das Mixtape The Next Generation. Dieses Mixtape produzierte er zusammen mit Bushido und zahlreichen Newcomern, um diese zu unterstützen.

Im Januar 2008 nahm er als Kandidat an der dritten Staffel der RTL-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil, die er jedoch vorzeitig verlassen musste, weil er in einem Privatvideo mit Hitlergruß zu sehen war, das aus seiner Sicht lediglich ein „dummer Witz“ war.[2] Da er kein deutscher Staatsbürger ist und die Tat im Ausland stattfand, hat es keine strafrechtlichen Konsequenzen gegeben.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: DJ Tomekk/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen [4] Anmerkung
DE AT CH
2001 Return of Hip Hop 5
(8 Wo.)
49
(4 Wo.)
27
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2001
2002 Beat of Life Vol.1 55
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2002
2004 Beat of Life Vol.2 Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2004
2005 Numma Eyns 39
(4 Wo.)
67
(2 Wo.)
96
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. September 2005
2010 Ehrenkodex Erstveröffentlichung: 2. April 2010
(mit Toony)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1Live Krone

  • 2000: in der Kategorie „Best Producer“

Bravo Otto

  • 2000: „Gold“ in der Kategorie „HipHop National“
  • 2002: „Silber“ in der Kategorie „HipHop National“
  • 2003: „Silber“ in der Kategorie „HipHop National“

Comet

  • 2000: in der Kategorie „Best Newcomer“

Weitere Auszeichnungen

  • 2003: „Rap Music Award“
  • „MC Mega Music Award“

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLinks - Diesterweg-Gymnasium Berlin. In: diesterweg.cidsnet.de. 04/01/2011 10:25:38, archiviert vom Original am 1. April 2011, abgerufen am 1. April 2011.
  2. Spiegel Online: DJ Tomekk bittet um Entschuldigung für Hitlergruß, 23. Januar 2008
  3. Spiegel Online: Das Schweigen im Urwalde, 24. Januar 2008
  4. Chartquellen: DE AT CH