Deutscher Golf Verband

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Deutscher Golf Verband
Logo des Deutschen Golfverbandes
Gründungsdatum/-jahr 26. Mai 1907
Gründungsort Hamburg
Präsident Claus M. Kobold
Vereine 859[1]
Mitglieder 643.158[2]
Verbandssitz Wiesbaden
Homepage www.golf.de

Der Deutsche Golf Verband e. V. (DGV) ist der Dachverband für alle Golfclubs und Golfanlagenbetreiber in Deutschland. Er ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund und hat seinen Sitz in Wiesbaden. Mit rund 640.000 Golfspielern und 860 Golfplätzen (Stand: Dezember 2017) gehört der DGV zu den 10 größten Verbänden des deutschen Sports. Nach dem englischen Verband ist der DGV der zweitgrößte europäische Golfverband. Präsident ist seit April 2015 Claus M. Kobold. Er hat Hans Joachim Nothelfer im Amt abgelöst.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Verbandsmeisterschaft 1907 in Wentorf, vlnr. Mr. Hinckley (Sieger), Mrs. Twiss (Siegerin), Alice Knoop (Vizemeisterin), Mr. McMaster (Vizemeister)

Der älteste deutsche Golfclub ist der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee, der bereits 1895 (damals noch als Berlin Golf Club) gegründet wurde.[4]

Der DGV wurde am 26. Mai 1907 auf einem Golftag in Hamburg von folgenden Golfclubs gegründet:

  • Golf Club Baden-Baden
  • Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee
  • Homburger Golf Club (Bad Homburg)
  • Club zur Vahr (Bremen)
  • Hamburger Golf-Club (später Falkenstein)
  • Golf-Club Kitzeberg (Kiel)
  • Golf-Club Gaschwitz (Leipzig)
  • Wentorf-Reinbeker Golf-Club

1945 wurde der DGV von den Alliierten aufgelöst und am 18. Oktober 1949 in Bad Ems für den Westteil Deutschlands neu gegründet. 1990 wurde er um die östlichen Landesgolfverbände erweitert.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DGV gliedert sich in 12 Landesgolfverbände:

  • Bayerischer Golf Verband e. V.
  • Golfverband Berlin-Brandenburg e. V.
  • Baden-Württembergischer Golfverband e. V.
  • Hamburger Golf-Verband e. V.
  • Hessischer Golf-Verband e. V.
  • Golfverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
  • Golf-Verband Niedersachsen/Bremen e. V.
  • Golfverband Nordrhein-Westfalen e. V.
  • Golfverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.
  • Landes Golf Verband Sachsen-Anhalt e. V.
  • Golfverband Sachsen und Thüringen e. V.
  • Golfverband Schleswig-Holstein e. V.

Soziales Engagement der Golfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Golf in Deutschland ist in den letzten 36 Jahren eine Plattform für soziales Engagement geworden. So haben Golferinnen und Golfer in der Bundesrepublik seit Beginn von „Europas größter Benefiz-Golfturnierserie“ im Jahr 1982 rund 7,6 Millionen Euro für die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche KinderKrebshilfe zur Bekämpfung der Krebskrankheiten gespendet. Im Jahr 2017 kamen mit einer Sonderspende der DekaBank als traditionellem Generalsponsor der Turnierserie über 300.000 Euro zusammen. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Krebshilfe, Gerd Nettekoven, würdigte bei der Übergabe des Spendenschecks nach Abschluss der bundesweiten 36. Benefiz-Golfspiele mit 7.500 Aktiven, Deutschlands Golferinnen und Golfer gehörten zu den verlässlichen Förderern der Krebshilfe, um wichtige Vorhaben zu verwirklichen.[5]

Förderung des Leistungssports[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2013 werden Leistungs- und Nachwuchsspieler im Golf Team Germany gefördert, bestehend aus drei Säulen, dem Elite Team Germany (Martin Kaymer, Marcel Siem, Sandra Gal, Caroline Masson) sowie dem National Team Germany und dem Junior Team Germany.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Verband im Kurzportrait. Deutscher Golf Verband, abgerufen am 26. Dezember 2017.
  2. Der Verband im Kurzportrait. Deutscher Golf Verband, abgerufen am 26. Dezember 2017.
  3. DGV Präsidium vom 17. April 2015, abgerufen am 17. April 2015
  4. http://golf.de/dgv/geschichte.cfm?objectid=60073285
  5. [1] Pressemeldung 2017, abgerufen am 5. Januar 2018
  6. http://www.golf/ Team Germany