Deutscher Rollsport und Inline-Verband

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Deutscher Rollsport und Inline-Verband
Logo des DRIV
Gegründet 7. März 1998
Gründungsort Nürnberg
Präsident Egbert Schulze
Vereine 589[1]
Mitglieder 37.865[1]
Verbandssitz Frankfurt am Main
Homepage driv.de

Der Deutsche Rollsport und Inline-Verband e. V. (DRIV) ist der Dachverband aller deutschen Roll- und Inlineskatingsportler. Die Verbandsgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Heroldstatt, juristischer Sitz des Verbandes ist Frankfurt am Main. Bis 1998 firmierte der Verband als Deutscher Rollsport-Bund.[2] Der DRIV ist Mitglied des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), der CERS (Confédération Européenne de Roller Skating) und der World Skate. Das IOC beschloss am 4. August 2016, dass Skateboard ab 2020 eine olympische Sportart sein wird.[3]

Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband gliedert sich vertikal in Landesverbände sowie horizontal in Sportkommissionen (Fachsparten):

Inline Alpin wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband organisiert.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied DRIV sind die Rollsportverbände der einzelnen Bundesländer (Landesverbände). Sportvereine sind in der Regel Mitglied im jeweiligen Landesverband. 2019 hatte DRIV zirka 38.000 Mitglieder. Gestiegene Mitgliederzahlen in den 2000er Jahren wurden vom DRIV vornehmlich auf einen Inline-Boom zurückführt.

Dem DRIV sind folgende Landesverbände angeschlossen:

  • Bayerischer Rollsport- und Inline-Verband e. V. (BRIV)
  • Brandenburgischer Rollsport- und Inline-Verband e. V. (BBRIV)
  • Bremer Eis- und Rollsport-Verband e. V.
  • Hamburger Eis- und Rollsport-Verband e. V. (HERV)
  • Hessischer Rollsport und Inline Verband e. V. (HRIV)
  • Inline- und Rollsport-Verband Berlin e. V. (IRVB)
  • Landesfachverband Rollsport-Inline-Skater Mecklenburg-Vorpommern e. V. (MEVO)
  • Landesverband Rollsport Sachsen-Anhalt e. V. (LVSA)
  • Niedersächsischer Rollsport- und Inline-Verband e. V. (NRIV)
  • Rheinland-Pfälzischer Eis- und Rollsport-Verband e. V. (RPERV)
  • Rollsport- und Inline-Verband Nordrhein Westfalen e. V. (RIVN)
  • Rollsport- und Inline-Verband Sachsen e. V. (RIVS)
  • Rollsport- und Inline-Verband Schleswig-Holstein e. V. (RIVSH)
  • Saarländischer Eis- u. Rollsport-Verband e. V. (SERV)
  • Thüringer Eis- und Rollsportverband e. V. (TERV)

Abweichend von den Landesgrenzen ist Baden-Württemberg in drei Landesverbände unterteilt:

  • Badischer Roll- und Inline-Sport-Verband e. V. (BRISV)
  • Südbadischer Rollsport-Verband e. V. (SRIV)
  • Württembergischer Rollsport- und Inline Verband e. V. (WRIV)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1910 wurde der Bund Deutscher Rollsportvereine gegründet, dieser wurde 1924 Gründungsmitglied der Federation Internationale de Roller Skating (FIRS). Mit der Neuordnung des Sports im 3. Reich erfolgte die Zwangsauflösung und die Neugründung als Deutsche Rollsportbund (DRB) 1949. Der Bund hatte anfänglich drei Fachsparten Rollkunstlauf, Rollhockey und Rollschnelllauf und Sitz in Frankfurt am Main. Die Sportkommission Skaterhockey/Rollhockey (später zu: Inline-Skaterhockey) kam 1990 zum DRB. Nur Rollschnellauf wurde ab 1992 auf Inline-Skates betrieben (bis 1996 wahlweise), ansonsten blieb der DRB den zweispurigen Rollschuhen treu.

Ausweitung auf Inline-Skates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit fühlte sich der DRB nicht zuständig für Inline-Skating, so dass sich am 7. November 1996 der Deutsche Inline-Skate-Verband (DIV) als eigenständiger Verein in Frankfurt gründete. Als Reaktion nannte sich der DRB am 7. März 1998 in DRIV (Deutsche Rollsport und Inline-Verband) um und erklärte sich dann auch für Inline-Skating zuständig.[4] Der DIV hatte zu geringe Mitgliedszahlen und konnte dem Deutschen Sportbund nicht beitreten, weiterhin wollte der DIV Verbandsteitigkeiten mit dem DRIV vermeiden, so dass mit knapper Mehrheit die Mitglieder des DIV einem Anschluss an dem DRIV zustimmten.[5]

Weitere Sportarten, die von der inzwischen umbenannten Sportkommission Skateboard und Inline-Aggressive betreut werden, sind Inline-Aggressive (Stunt-Skating), Inline-Skate-Basketball, Inline-Skate-Cross, Inline-Skate-Slalom, Inline-Skate-Hochsprung, Inline-Skate-Limbo, Inline-Skate-Weitsprung und Inline-Skate-Downhill.

Laut einer DOSB-Veröffentlichung vom 1. Januar 2008 verteilten sich die Mitgliederzahlen damals wie folgt auf die einzelnen Sparten:

  • Rollkunstlauf (7864)
  • Rollhockey (2491)
  • Speedskating (8185)
  • Skateboard, Inline und Alpin (1703)
  • Inline-Skaterhockey (7542)
  • Inline-Hockey (2737)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • driv.de – Offizielle Webseite Deutscher Rollsport und Inline-Verband

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bestandserhebung 2019. (PDF; 545 kB) Deutscher Olympischer Sportbund, abgerufen am 8. November 2019.
  2. DRIV: Chronik. Abgerufen am 27. Mai 2015.
  3. IOC bewilligt fünf neue olympische Sportarten. spiegel.de. Abgerufen am 6. September 2016.
  4. https://www.fachverbaende.de/fachverbaende/365/div-deutscher-inline-skate-verband-e-v, Zugriff am 31. Oktober 2018
  5. Arnd Krüger, Axel Dreyer: Sportmanagement: Eine themenbezogene Einführung, S. 443