Deutscher Dart-Verband

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Deutscher Dart-Verband
Logo des Deutschen Dart-Verbands
Logo des Deutschen Dart-Verbands
Gründungsdatum/-jahr 21. August 1982
Gründungsort Wiesbaden
Präsidentin Claudia zum Felde
Vereine (ca.) 12 Landesverbände
Mitglieder (ca.) 11 000 (Stand: Dezember 2010)
Verbandssitz Wiesbaden
Homepage ddv-online.com

Der Deutsche Dart-Verband e. V. (DDV) ist der nationale Dachverband für den Dartsport in Deutschland. Er wird von der World Darts Federation, die der Vereinigung der internationalen Sportverbände SportAccord angehört, als allein zuständiger Dart-Verband für Deutschland anerkannt und ist seit Dezember 2010 Mitglied im DOSB.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DDV wurde am 21. August 1982 in Wiesbaden gegründet.

Als erster Präsident des DDV wurde der Kölner Rolf Kahrau gewählt. Aktuell wird dieses Amt von Claudia zum Felde aus Appen bekleidet.[2]

1983 wurde der DDV in das Vereinsregister beim Amtsgericht Wiesbaden eingetragen.

Am 4. Dezember 2010 wurde der Deutsche Dart-Verband bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes in München als 98. Mitglied in den DOSB aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der DDV insgesamt 11 019 Mitglieder vorzuweisen.[3]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 sind über 10.000 Mitglieder in 13 festen Landesverbänden im DDV organisiert. Thüringen ist seit 2016 das 13. Mitglied im DDV. Somit besteht der DDV aus folgenden Landesverbänden:

  • BDV (Bayerischer Dartverband)
  • BWDV (Baden-Württembergischer Dart Verband)
  • DVBB (Dartverband Berlin Brandenburg)
  • HBDV (Hansestadt Bremen Dart Verband)
  • HDV (Hessischer Dartverband 1985)
  • LDVH (Landesdartverband Hamburg)
  • LDVT (Landesdartverband Thüringen)
  • NDV (Niedersächsischer Dartverband)
  • NWDV (Nordrhein-Westfälischer Dartverband)
  • RPDV (Rheinland-Pfälzischer Dartverband)
  • SADV (Saarländischer Dartverband)
  • SDV (Sächsischer Dartverband)
  • SHDV (Schleswig-Holsteiner Dartverband)

Wettkampfsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DDV führt seit der Gründung Einzelranglisten für Damen und Herren. Bei der Deutschen Meisterschaft 1987 wurde erstmals ein Juniorenturnier ausgespielt. Seit der Saison 1995/96 spielen die Jugendlichen getrennt nach Jungen und Mädchen ihre Ranglistenturniere aus.

Die größten und wichtigsten nationalen Turniere sind nach den Deutschen Meisterschaften und den German Masters die drei Weltranglistenturniere Bull's German Open (Bochum), German Gold Cup (Bremen) und Dortmund Open. Die Bull's German Open gehört mit knapp 1600 Teilnehmern im Einzel (Senioren und Junioren) zu den größten Dart-Turnieren der Welt.

Im DDV wird auch Mannschaftssport betrieben. In den Landesverbänden gibt es eine feste Ligastruktur. Bis zum Jahr 2004 haben die Landesverbände immer die jeweiligen Landesmeister und weitere qualifizierte Teilnehmer zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft entsendet. An einem Wochenende wurde dann der Deutsche Mannschaftsmeister ausgespielt.

Seit dem Jahr 2005 richtet der DDV eine Bundesliga aus. In zwei 9er Gruppen aufgeteilt in eine Bundesliga Nord und Süd werden an 8 Spieltagen die Teilnehmer der Bundesligaendrunde ermittelt. In den ersten beiden Jahren haben sich die jeweils zwei Erstplatzierten der beiden Staffeln für die Endrunde qualifiziert. Im Jahr 2007 wurde die Anzahl der Endrundenteilnehmer auf 8 Teams erhöht, nun nehmen die jeweils vier erstplatzierten Teams an der Endrunde teil.

Aktuell (Stand: 1. August 2014) spielen in der Bundesliga die folgenden 18 Teams:

Gruppe Süd:

  • DV Kaiserslautern
  • DC Black Birds Kelheim
  • DC Hotzenplotz Lichenroth
  • 1. DC O.A. Lauffen
  • DC Royal Eifel Welschbillig
  • Dartspub Walldorf
  • DC Rainbow Bad Waldsee
  • DC Dartmoor Darmstadt
  • DSV Finnegan's Harp Nürnberg

Gruppe Nord:

  • SC Diedersen Treble Bull
  • 1. DSC Bochum 1982
  • DSC Goch 1994
  • DC Bulldogs Wolfenbüttel
  • Vikings DC Berlin
  • DC Vegesack Bremen
  • DC Gladiators Berlin
  • Blind Gewinnt Dortmund
  • Hamburger Sportverein

Liste der deutschen Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Männer[4] Frauen[4] Mannschaftsmeister[5][6]
1982 Wolfgang Damm nicht ausgetragen nicht ausgetragen
1983 Peter Hummel
1984 Bernd Hebecker Bianca Schmidt BerlinBerlin Jolly DT Berlin
1985 Rolf Kahrau Birgit Thomas BremenBremen Broadway Bremen
1986 Dieter Sentrup Sabine Eggerer NiedersachsenNiedersachsen Post SV Hannover
1987 Wolfgang Nolte Ela Worms NiedersachsenNiedersachsen Post SV Hannover (2)
1988 Dieter Schutsch Gabi Kosuch NiedersachsenNiedersachsen Post SV Hannover (3)
1989 Rainer Halfmann Gabi Kosuch (2) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Kölner Dartverein
1990 Andreas Kröckel Andrea Leipold Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Kölner Dartverein (2)
1991 Bert Hansen Marion Diehn HessenHessen DC Seligenstadt
1992 Kai Pfeiffer Heike Ernst Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen DSC Essen
1993 Bernhard Willert Heike Ernst (2) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DC Mülheim/Ruhr
1994 Frank Mast Heike Ernst (3) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DC Mülheim/Ruhr (2)
1995 Colin Rice Gabi Kosuch (3) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DC Mülheim/Ruhr (3)
1996 Colin Rice (2) Heike Ernst (4) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DC Mülheim/Ruhr (4)
1997 Olaf Cremer Bianka Strauch BayernBayern Irish Folk Pub München
1998 Olaf Tupuschis Heike Ernst (5) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DC Mülheim/Ruhr (5)
1999 Marcel Schmidt Kerstin Niederau Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DC Mülheim/Ruhr (6)
2000 Thomas Wille Heike Ernst (6) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DSC Bochum
Mai 2001 Ulrich Meyer-Schlüter Heike Ernst (7) HessenHessen DIG Neu-Isenburg
Oktober 2001 Tomas Seyler Bianka Strauch (2)
2002 Andree Welge Trixi Kröckel Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DC Wuppertal
2003 Tomas Seyler (2) Heike Ernst (8) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DSC Bochum (2)
2004 Tomas Seyler (3) Heike Ernst (9) HessenHessen DIG Neu-Isenburg (2)
2005 Andreas Kröckel (2) Heike Ernst (10) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DSC Bochum (3)
2006 Michael Rosenauer Marene Csepeli BremenBremen DC Vegesack Bremen
2007 Colin Rice (3) Bianka Strauch (3) Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen 1. DSC Bochum (4)
2008 Andree Welge (2) Monique Leßmeister BerlinBerlin Vikings DC Berlin
2009 Karsten Koch Karina Känzig BremenBremen DC Vegesack Bremen (2)
2010 Kevin Münch Stefanie Lück BremenBremen DC Vegesack Bremen (3)
2011 Klaus Rohlederer Irina Armstrong BremenBremen DC Vegesack Bremen (4)
2012 Marko Puls Irina Armstrong (2) BremenBremen DC Vegesack Bremen (5)
2013 Kevin Münch (2) Anne Willkomm Baden-WürttembergBaden-Württemberg Dartspub Walldorf
2014 Daniel Zygla Stefanie Lück (2) Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz DV Kaiserslautern
2015 BremenBremen DC Vegesack Bremen (6)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Dart-Verband neues Mitglied im DOSB dosb.de, Abgerufen am 28. November 2014
  2. Homepage des DDV - Kontaktdaten. Abgerufen am 21. April 2014
  3. [1], in: dosb.de, abgerufen am 20. September 2015.
  4. a b Dart Turniere - Deutsche Meisterschaft des DDV, in: dartn.de, abgerufen am 20. September 2015.
  5. Timur Aydin (Niedersächsischer Dart-Verband): NDV-Ligen 1986 bis 2006, in: shakes.info-aktiv.de, abgerufen am 20. September 2015, S. 5.
  6. Chronik der bisherigen Meister und Vizemeister, in: ddv.de, abgerufen am 20. September 2015.