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Elektrische Zigarette

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E-Zigarette der vierten Generation
E-Zigaretten der dritten Generation

Die elektrische Zigarette, auch E-Zigarette oder elektronische Zigarette genannt, ist ein Gerät, das durch eine elektrisch beheizte Wendel eine Flüssigkeit, das sogenannte Liquid, zum Verdampfen bringt. Der entstehende Nassdampf wird vom Konsumenten inhaliert oder gepafft. Im Unterschied zur Zigarette findet kein Verbrennungsprozess statt. 2013 wurden weltweit E-Zigaretten für etwa 2,5 Milliarden US-Dollar verkauft.[1] Das britische Gesundheitsministerium schätzt, dass E-Zigaretten-Konsum ca. 95 % weniger schädlich als Tabakrauchen ist. Das Vereinigte Königreich nimmt als einziger EU-Mitgliedsstaat eine positive Stellung zum Konsum von elektrischen Zigaretten ein, was aber auch Gründe in der Struktur des britischen Gesundheitssystems hat.[2][3]

Unterschiede zwischen Tabakrauch und Nassdampf der E-Zigarette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach „allgemeiner Verkehrsauffassung“[4] ist Rauchen definiert als „bewusstes Einatmen von Rauch verbrennender Pflanzenteile bis in die Mundhöhle oder bis in die tieferen Atemwege und Lunge“.[5] Der grundlegende Unterschied der E-Zigarette zur traditionellen Zigarette liegt darin, dass keine schwelende bis glimmende Verbrennung von Tabak oder anderen Pflanzen stattfindet.[6] E-Zigaretten-Konsumenten bezeichnen sich aus diesem Grund selbst oft als „Dampfer“.

Aus den derzeit verfügbaren Erkenntnissen kann man schließen, dass das Benutzen von elektrischen Zigaretten eine bei weitem weniger schädliche Form der Nikotinaufnahme ist. Es werden bei Rauchern, die von Tabakrauch auf elektrische Zigaretten wechseln, erheblich weniger Gesundheitsschädigungen erwartet, was neben den fehlenden Verbrennungsgasen auch auf das Fehlen des krebserregenden Stoffes Formaldehyd zurückzuführen ist.[7][8][9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept einer elektrischen Zigarette wurde 1963 von Herbert A. Gilbert patentiert.[10] Seine Idee einer rauch- und tabakfreien Zigarette mit erhitzter, befeuchteter und aromatisierter Luft als Ersatz für die konventionelle Zigarette ging allerdings niemals in Produktion.

2003 erfand der Chinese Han Li die heutige Version und brachte sie ein Jahr später in China auf den Markt.[11] Das Unternehmen, für das er arbeitete, änderte seinen Namen von „Golden Dragon Holdings“ in Ruyan und exportierte ab 2005/2006 elektrische Zigaretten.[12][13] Diese „Verdampfer“ basieren auf der Technologie, mit der in Diskotheken Nebel erzeugt wird. Seit 2007 wird diese Art der elektrischen Zigaretten weltweit hergestellt und vertrieben.

2008 wurde die „Joye 510“ von der Firma Joyetech auf den Markt gebracht, gefolgt von der „Ego-T“ 2010, die anders als die meisten bisherigen E-Zigaretten nicht die Form einer Zigarette nachahmte. Die Popularität dieses Systems trug maßgeblich zur De-facto-Standardisierung des 510er-Gewindes bei.[14]

Obgleich große Tabakkonzerne die E-Zigarette anfangs als flüchtigen Trend eingeschätzt haben, versuchen sie seit 2012 durch neue Produkte und Übernahmen von etablierten Firmen Einfluss auf den neuen Markt zu nehmen.

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offener Selbstwickelver­dampfer mit Heizwendel und Watte als Liquidträger

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher auf dem Markt befindlicher Geräte, die sich in Verdampferprinzip, Liquidkapazität, Akkukapazität und eventueller Regelung der Versorgungsspannung unterscheiden. Einwegsysteme werden eher wenig von ständigen Konsumenten der E-Zigarette benutzt. Dazu zählen etwa die optisch einer Filterzigarette nachempfundenen „Cig-a-likes“ und einige der sogenannten E-Shishas. E-Shishas besitzen eine bunte Optik, enthalten süßliche Aromastoffe und meist kein Nikotin.[15][16] Typischerweise verwenden dauerhafte E-Zigaretten-Konsumenten Systeme mit aufladbaren Akkus und nachfüllbaren Verdampfern, wobei der Verdampfer und das ihn mit elektrischer Spannung versorgende Gerät – je nach Typ als Akku oder Akkuträger bezeichnet – zumeist über ein quasistandardisiertes Gewinde verbunden werden. Damit lassen sich in der Regel beide Teile des Gerätes nach Anforderung und Geschmack des Käufers einzeln erwerben, kombinieren und austauschen.

Verdampfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

E-Zigarette der zweiten Generation

In jedem Verdampfer befindet sich ein Verdampferkopf mit einer oder mehreren Heizspiralen (englisch: coil), welcher vom Akku mit Energie versorgt wird. Die zu verdampfende Flüssigkeit, das Liquid, gelangt durch Kapillarwirkung des Liquidträgers in den Verdampferkopf, wird erhitzt und im Luftstrom vernebelt. Als Liquidträger kommen Wattebüschel, Dochte aus Glasfaser oder Metall oder Siebplatten aus Metall oder Keramik zum Einsatz. Im Verdampfer befindet sich ein Luftströmungskanal. Bei manchen Geräten ist der Volumenstrom einstellbar. Sobald der Benutzer am Mundstück zieht und den Knopf zum Beheizen der Heizspule drückt (bei einigen Geräten auch vollautomatisch), wird mit dem Luftstrom der produzierte „Dampf“ (tatsächlich handelt es sich um ein Aerosol) transportiert und kann inhaliert oder gepafft werden.

Liquidträger und Heizdraht besitzen eine im Vergleich zu den anderen Komponenten sehr begrenzte Lebensdauer. Daher kommt es den Erfordernissen des Betriebes entgegen, diese Verschleißteile leicht wechseln zu können. Verdampfertypen können danach unterschieden werden, wie dieses Verbrauchsmaterial gewechselt werden kann:

Einweg-Verdampfer/POD-Systeme
Heizwendel und Liquidträger sind fest mit dem nicht nachfüllbaren Vorratstank verbaut. Bei einem POD-System muss die gesamte Verdampfer/Tankeinheit ersetzt werden, wenn das Liquid aufgebraucht ist.
Verdampfer mit wechselbaren Köpfen
In der Verdampfereinheit befindet sich die Wendel und der Liquidträger. Dieser Kopf mit der Wendel (und zumeist auch dem Liquidträger), kann gewechselt werden.
Selbstwickelverdampfer (SWVD oder engl. RBA für Rebuildable Atomizer)
Der Benutzer hat direkten Zugriff auf Trägermaterial und Heizwendel. Er kann sie nach Vorliebe auswechseln und anpassen.

Die meisten Verdampfer haben einen Vorratstank für Liquid. Bei modernen Geräten sind Verdampfer und Vorratstank in einer Baugruppe vereint (sogenannte „Clearomizer“, ein Kofferwort aus Clear und Atomizer). Diese besteht aus Glas (meist Pyrex), Metall (meist Edelstahl) oder Kunststoff (meist PMMA). Letzteres kann durch Bestandteile einiger Aromen angegrtiffen werden. Durch Unterdruck oder Kapillareffekt wird Liquid aus dem Tank in die Verdampferkammer transportiert. Einige Geräte der zweiten Generation (z. B. Ego-T) besaßen einen von der Verdampfereinheit getrennten Tank (auch "Depot" genannt), welcher auch als Einwegkartusche ausgeführt sein konnte.

Verdampfer ohne Tank sind sogenannte Tröpfelverdampfer („Tröpfler“), oder Depotverdampfer. Das zumeist hochviskose (glycerinreiche) Liquid wird bei ihnen direkt auf Heizspirale und Liquidträger getröpfelt. Dies reicht bei Tröpflern (engl. Dripper) üblicherweise für 5–20 Züge und bei Depotverdampfern für bis zu 100 Züge. Beide müssen, wenn ihr Liquidvorrat verdampft ist, neu betröpfelt beziehungsweise betankt werden.

Rebuildable Tank Atomizer (RTA)

Bei diesem Verdampferprinzip ersetzt eine im Tank eingefasste Wickelbasis den Verdampferkopf. Der Heizdraht wird zwischen einen positiven sowie einen negativen Pfosten montiert. Im nächsten Schritt wird Watte durch den eingesetzten bzw. die eingesetzten Drähte gezogen und an ihren jeweiligen Liquideinlässen platziert und mit einer glockenförmigen, an den Kamin anschließende Hülse verschlossen. Die Tankeinheit sitzt bei diesem Verdampfertyp über der Verdampferkammer.

RDTA ( Rebuildable Dripping Tank Atomizer)

Als RDTA werden Tanks bezeichnet, die im Grunde genommen einen Tröpfler auf einem Tank darstellen. Die bei einem Tröpfler in die Liquidrinne gelegte Watte wird durch Löcher in den sich darunter befindlichen Tank gelegt um die Heizwendel(n) mit Liquid zu versorgen.

Decktypen: Velocity-Style-Deck, Postless-Deck, Clamp-Style-Deck, Mesh-Deck, Two-Post-Deck, Four-Post-Deck, Goon-Style-Deck.

Häufig verwendete Drahttypen: Runddraht, Clapton, Fused Clapton, Staple, Multi Strands, Twisted, Staggered, Alien Clapton, Staged Fused Clapton, Staggered Fused Clapton, Juggernaut, Framed Staple Alien, Chain Link, Dragon Skin, Mesh. Die gängigsten Materialien sind. FeCrAl (A1), Edelstahl (304/316/317), Nickelchrom (Ni80), Nickel, Titan und in seltensten Fällen Wolfram.

Akkus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geregelter Träger mit Verdampfer
Ungeregelter Akkuträger mit Selbstwickelverdampfer

Den sogenannten eGo-Akku (nach der Bauform in den weit verbreiteten E-Zigaretten des Typs eGo von Joyetech) gibt es seit mehreren Jahren in verschiedenen Kapazitäten. Seine Spannung kann zumeist nicht geregelt werden und liegt bei 3,7 Volt. Es gibt aber auch einige Modelle mit einem VariableVolt (VV) Modus. Die Spannung solcher Akkus kann vom Benutzer zwischen 3,3 und 4,8 Volt individuell eingestellt werden. Auch diese Akkus gibt es in unterschiedlichen Kapazitäten und von verschiedenen Herstellern. Die eGo-Akkus haben einen Durchmesser von ca. 12 bis 19 Millimetern je nach Bauweise. Ebenso ist bei diesen Akkus auf dem Kontakt für den Verdampferkopf meistens ein Doppelgewinde angebracht – ein Außengewinde für eGo-Kompatible Verdampfer sowie ein 510-Gewinde, welches sich mittlerweile als Quasistandard durchgesetzt hat.

Fortgeschrittene Nutzer verwenden oft Akkuträger, in denen sich Lithium-Ionen-Zellen oder seltener Lithium-Mangan-Zellen befinden, die ausgetauscht werden können. Sie geben geregelt oder ungeregelt die gespeicherte Energie an den Verdampfer ab. Akkuträger verfügen heutzutage meistens über ein eingelassenes 510-Gewinde ohne zusätzliches eGo-Gewinde, da bei den in der Regel für diese Leistungsklasse verwendeten Verdampfern nahezu ausschließlich 510-Gewinde zum Einsatz kommen. Beim 510-Gewinde handelt es sich dabei um ein metrisches ISO-Feingewinde gem. DIN 13-3 mit einem Gewindedurchmesser von 7,00 mm und einer Gewindesteigung von 0,50 mm (Kurzbezeichnung: MF7x0,5).

  • Bei den regelbaren Akkuträgern kann die Spannung (VV – für Variable Voltage) oder die Leistung (VW – für Variable Wattage) durch eine elektronische Schaltung, oder einen integrierten Schaltkreis angepasst werden. Komfort- und Sicherheitsfunktionen (Überspannungsschutz, Unterspannungsschutz, Temperaturschutz, Widerstandsmessung) sind meist in diese Schaltungen integriert. Einige Akkuträger können zusätzlich die Temperatur der Heizwendel messen und regulieren, wenn diese einen besonderen spezifischen Widerstand ausweist (meist aus Nickel-, Titan- oder Edelstahldraht).
  • Ungeregelte Akkuträger besitzen keinerlei Elektronik. Die Akkuspannung wird einfach an die Wicklung weitergegeben. Sie sind deutlich schwieriger zu handhaben und ihre Verwendung wird oft – insbesondere im Hinblick auf Akkusicherheit – nur fortgeschrittenen Benutzern empfohlen.

Verbrauchsstoff (Liquid) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zu verdampfende Flüssigkeit wird Liquid genannt und besteht aus Propylenglycol (Lebensmittelzusatzstoff E 1520), Glycerin (Lebensmittelzusatzstoff E 422), Wasser, geringen Teilen von Lebensmittelaromen und optional Nikotin. Abgesehen vom Nikotin finden sich diese Inhaltsstoffe auch in den seit Jahrzehnten gebräuchlichen Nebelfluiden für Nebelmaschinen, das bei seiner üblichen Verwendung aber in wesentlich geringerer Konzentration eingeatmet wird. Der Dampf des Liquids erzeugt das sensorische Gefühl des Rauchens und transportiert dabei Nikotin und Aromastoffe, welche vom Konsumenten direkt aufgenommen werden.

Trägerstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trägerstoffe Glycerin und Propylenglykol dienen vor allem der Erzeugung eines vom Konsumenten als angenehm empfundenen Nebels. Die hygroskopische Wirkung dieser Stoffe bewirkt eine zusätzliche Anreicherung von Wasser aus der Umgebungsluft, welche die Dampfdichte steigert. Dabei wirkt Glycerin stärker als Propylenglykol, sofern das verwendete Gerät eine ausreichende Leistung zur Verfügung stellt. Das Verhältnis der beiden Trägerstoffe dient auch zur Einstellung der Viskosität des Liquids. Diese muss ausreichend gering sein, um ein Trockenlaufen des Verdampfers zu verhindern (siehe Abschnitt Dry-Hit). Gleichzeitig führten Dichtigkeitsprobleme von Geräten älterer Bauart dazu, dass sich Liquide mit zu geringer Viskosität allzuoft in die Taschen der Besitzer entleerten. Die allgemein leistungsstärkeren modernen Geräte vermögen das Liquid im Tank besser vorzuwärmen, so dass die Geräte auch glyzerinreichere Liquide ohne Trockenlaufen verdampfen können. Da auch Dichtigkeitsprobleme überwiegend behoben sind, bestehen aktuell kaum noch technische Grenzen bei der Zusammensetzung des Liquids.

Propylenglykol eignet sich besser als Trägerstoff für Aromen und Nikotin, verursacht jedoch eine geringe Dehydration der Mundschleimhäute, welche von Teilen der Konsumenten als unangenehm empfunden wird. Dementsprechend besteht ein allgemeiner Trend zu glycerinreicheren Liquiden, wobei die fehlenden Trägereigenschaften durch höhere Leistung der Geräte kompensiert wird. Als weitere Möglichkeit der Feinabstimmung besteht die Zumischung von Wasser zur Minderung der Dehydrationswirkung sowie zur Steigerung der Dampfdichte und Viskositätseinstellung.

Nikotindosierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nikotindosierung wurde von einigen Herstellern ursprünglich nur mit Umschreibungen wie „mild“, „weak“, „strong“, „medium“ gekennzeichnet, inzwischen hat sich die explizite Angabe in der Einheit Milligramm pro Milliliter (mg/ml) durchgesetzt, seit 2016 ist diese Angabe gesetzlich vorgeschrieben (§ 27 TabakerzV). Die gesetzlich zulässige Höchstkonzentration des Nikotins in gebrauchsfertigen Liquiden beträgt seit 2016 20 mg/ml. Die Mitglieder des Verbands der deutschen E-Zigaretten-Hersteller (VdeH) gaben bereits vorher eine entsprechende Selbstverpflichtung ab.[17] Allgemein lässt sich ein tendenzieller Rückgang der konsumierten Nikotinkonzentrationen beobachten, welche mit einer qualitativen Verbesserung der Geräte sowie deren Leistungssteigerung einhergeht. Die am häufigsten konsumierten Nikotinstärken liegen aktuell weit unter der gesetzlich festgelegten Höchstgrenze.

Eine am 23. Mai 2013 veröffentlichte Studie eines Schweizer Institutes zeigt auf, dass der Nikotingehalt auf den Liquidflaschen in der Regel korrekt angegeben wird. Weiterhin wurde in dieser Studie nach Beimengungen und Abbauprodukten des Nikotins gesucht, wobei Verunreinigungen von bis zu 4,4 % des Nikotinanteils festgestellt wurden, mit einer Häufung bei 1 bis 2 % des Nikotinanteils. Dies betraf vor allem Nikotin N-Oxide, Anabasin, Anatabin, Cotinin und Myosmin. Bei der Hälfte der getesteten Produkte wurde festgestellt, dass sie medizinischen Standards entsprachen. Bei der anderen Hälfte wurden Verunreinigungen festgestellt, die über dem zulässigen Niveau für Nikotinprodukte gemäß Europäischem Arzneibuch lagen, aber unter dem Niveau, bei dem sie gesundheitlichen Schaden verursachen würden. Weder Ethylenglycol noch Diethylenglycol, als typische Beimengungen von Polyolen, konnte in den Liquids nachgewiesen werden.[18]

Darüber hinaus werden Liquidbasen mit höheren Konzentrationen bis zu 72 Milligramm pro Milliliter am Markt angeboten, die jedoch nicht für den direkten Gebrauch bestimmt sind. Fortgeschrittene Nutzer mischen diese mit den obengenannten Grundstoffen und aromatisieren diese Mischung mit speziell für den Gebrauch in elektrischen Zigaretten vorgesehenen Aromen, oft nur für den Eigengebrauch.

Da es für private Endverbraucher seit dem 20. Mai 2017 nicht mehr möglich ist, nikotinhaltige Produkte in größeren Gebinden als 10 ml zu erwerben[19], wurden verschiedene neue Produkte eingeführt, um den fortgeschrittenen Benutzern weiterhin das individuelle Mischen ihrer Liquide zu ermöglichen. Als Nikotinquelle wurden Nachfüllbehälter in der maximal erlaubten Dosierung von 20 mg/ml, sogenannte „Nikotinshots“ auf den Markt gebracht, welche dem nikotinfreien Basisliquid nebst Aromen zugemischt werden können. Zusätzlich entstanden auch weitere nikotinfreie Produkte mit einem leicht überdosierten Aromaanteil, um die Zugabe der nikotinhaltigen Lösung zu kompensieren. Teilweise werden diese Produkte in Mischflaschen mit einer Volumenreserve zur Zugabe der Nikotinlösung angeboten.

Aromen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich eignen sich alle Aromen zur Verwendung in Liquiden, sofern diese mit den Trägerstoffen Propylenglykol und Glycerin irgendwie mischbar sind. Die naheliegende Verwendung von handelsüblichen Lebensmittelaromen hat dazu geführt, dass von Seiten der Aromenhersteller speziell auf die Tragerstoffe optimierte Produkte entwickelt wurden. Einen gewissen Anteil machen dabei Tabakaromen aus, welche teilweise aus Tabakpflanzen gewonnen und teilweise auch flavoristisch nachgestellt werden. Ebenfalls bedeutsam sind natürliche Öle aus Pfefferminze, Orange oder anderen Zitrusfrüchten, welche durch geeignete Emulgatoren in eine mit Propylenglycol und Glycerin mischbare Form überführt werden. Hinzu kommen noch spezielle Aromen, welche lediglich einen süßen oder sauren Geschmack tragen oder (ähnlich Menthol) einen Kühleffekt vermitteln. Die Bandbreite der möglichen Geschmacksrichtungen ist dabei fast unbegrenzt und kann durch Kombination der unterschiedlichen Geschmacksrichtungen praktisch unendlich erweitert werden.

Bestimmte Aromen können sich gelegentlich entmischen, vor allem, wenn das Liquid Wasser enthält. Die gelösten Feststoffe im Aroma reichern sich bei Gebrauch an und können sich auf den Heizwendeln des Verdampfers oder dem Liquidträger (Watte, Sieb oder Docht) ausfallen. Innerhalb der üblichen Lebensdauer des Verdampfers wirkt sich dieser Effekt nur bei extremer Dosierung einiger Bestandteile aus (sogenannte „Coil Killer“). Aus diesem Grund können natürliche Zucker und Peptide nicht zur Aromatisierung von Liquiden verwendet werden.

Die gelegentlich kolportierte Aussage, dass bestimmte Geschmacksrichtungen ein besonders hohes Risiko bergen, ist grundsätzlich falsch. Die Aromaindustrie vermag die allermeisten Geschmackseindrücke durch sehr verschiedene Inhaltsstoffe zu erzeugen. Eine Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health fand in 75 % von 51 getesteten Liquiden die Zusatzstoffe Diacetyl, 3-Hydroxy-2-butanon und Acetylpropionyl.[20] Da diese Studie den US-amerikanischen Markt betraf, kann keine Aussage für den deutschen Markt daraus hergeleitet werden. Die genannten Stoffe sind in der Europäischen Union als Aromastoffe für Lebensmittel zugelassen.[21] Die Aromahersteller in Deutschland bieten aber auch vergleichbare Produkte ohne diese Stoffe an. Diacetyl und einige Derivate sind neben weiteren Stoffen gemäß § 28 TabakErzV i. V. m. Anhang 2 als Inhaltsstoffe für nikotinhaltige Liquide verboten.

Dry-Hit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der E-Zigarette wird ein Abriss des Liquid-Nachflusses zur Heizwendel und der damit einhergehende unangenehme, verbrannte Geschmack (umgangssprachlich „kokelig“) als Dry-Hit oder auch Dry-Puff bezeichnet.[22] Wenn kein ausreichender Nachfluss an Liquid stattfindet, wird die Heizwendel nicht mehr ausreichend gekühlt. Infolgedessen überhitzt die Heizwendel insbesondere bei Benutzung von Geräten ohne aktive Temperaturkontrolle und ein Großteil des Liquides zersetzt sich anstatt verdampft zu werden, wobei die Entstehung potenziell schädlicher Substanzen möglich ist. Aus Glycerin kann sich das giftige und stark reizende Acrolein bilden.

Gründe für das Trockenlaufen des Verdampfers können vielfältig sein:

  • mechanische Defekte insbesondere fehlerhaft eingesetzte Liquidkartuschen oder Tanks
  • Unzureichender Füllstand des Liquidbehälters
  • zu geringe Viskosität des verwendeten Liquids

Mechanische Defekte treten aktuell sehr selten auf, da die Herstellungsqualität der Geräte allgemein deutlich verbessert wurde. Geräte mit Kapsel- oder Tanksystemen geraten außerdem zunehmend außer Gebrauch. Ein unzureichender Füllstand kündigt sich dem Benutzer durch nachlassendes Dampfvolumen an, außerdem kann der Füllstand selbst bei Geräten der ersten Generation leicht optisch überprüft werden. Die unzureichende Viskosität des Liquids, vor einigen Jahren noch häufigste Ursache, stellt aktuell kein Problem mehr dar (siehe vorangehender Abschnitt Verbrauchsstoff).

Technische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit ihrer Markteinführung hat sich Design und Funktionsvielfalt von E-Zigaretten stark verändert.

  • Erste Generation: Aussehen einer Tabak-Zigarette; Tank und Verdampfer kombiniert und nicht wiederverwendbar; Watte als Liquidträger[23]
  • Zweite Generation: größere Bauform; Trennung von Tank und Verdampfer; Glasfaser oder Edelstahlsieb als Liquidträger[24]
  • Dritte Generation: Rohroptik; mechanische Mods und Mods mit variabler Einstellung der Leistung; Selbstwickelverdampfer werden üblich; Watte als Liquidträger[25]
  • Vierte Generation: Boxoptik; Temperaturkontrolle für Wendel aus Nickel, Titan oder Edelstahl; Heizwendel unter 1 Ω (Subohm) werden üblich; neben Watte auch Bambusfaser, Edelstahlseil oder Keramik als Liquidträger[26]

Recht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäischer Binnenmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrische Zigaretten und Verbrauchsmaterial, das Liquid, sind in Deutschland und den meisten Ländern des europäischen Binnenmarkts derzeit erhältlich.

Am 29. April 2014 wurde die EU-Richtlinie 2014/40/EU (EU-Tabakrichtlinie) veröffentlicht und trat 20 Tage danach in Kraft.[27] Sie soll in den Mitgliedstaaten elektronische Zigaretten (gemäß der EU-Richtlinie definiert als „ein Erzeugnis, das zum Konsum nikotinhaltigen Dampfes mittels eines Mundstücks verwendet werden kann, oder jeden Bestandteil dieses Produkts, einschließlich einer Kartusche, eines Tanks, und des Gerätes ohne Kartusche oder Tank“) und Nachfüllbehälter („ein Behältnis, das nikotinhaltige Flüssigkeit enthält, die zum Nachfüllen einer elektronischen Zigarette verwendet werden kann“) regulieren, die aufgrund ihrer Bestimmung und Funktion weder durch den Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel noch durch die Medizinprodukterichtlinie reguliert sind. Vorgesehen ist, dass nikotinhaltige Flüssigkeiten im Rahmen der Richtlinie nur vermarktet werden dürfen, wenn ihr Nikotingehalt 20 Milligramm pro Milliliter nicht übersteigt; Nachfüllbehältnisse sollen maximal 10 Milliliter fassen dürfen. Weitere Regelungen betreffen eine gleichmäßige Nikotinabgabe und technische Spezifikationen (Kartuschen-/Tankvolumen, Auslaufschutz beim Nachfüllen, Kindersicherung). Strikte Vorschriften sind für die Kennzeichnung geplant, so ist beispielsweise auch ein Beipackzettel vorgesehen. Hersteller und Importeure von elektronischen Zigaretten und Nachfüllbehältern sollen die Produkte (inklusive umfangreicher Daten, u. a. zu Toxikologie der Inhaltsstoffe und Emissionen der E-Zigarette) den zuständigen Behörden vor dem Inverkehrbringen anzeigen. Die Richtlinie sieht ferner vor, dass Hersteller, Importeure und Vertreiber den zuständigen Behörden Verkaufsdaten (Mengen, Verkaufsart, Vorlieben verschiedener Verbrauchergruppen) und schädliche Auswirkungen melden müssen. Werbung soll verboten sein. Nikotinfreie Verbrauchsflüssigkeiten fallen nicht unter den Regelungsbereich der Tabakrichtlinie.[28]

Die Mitgliedstaaten mussten die Richtlinie bis Mai 2016 national umsetzen. Für nikotinhaltige E-Zigaretten gelten seit dem 20. Mai 2016 in Deutschland die Regelungen des Tabakerzeugnisgesetzes (TabakerzG, Gesetz über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse) und in Österreich die des entsprechend geänderten Tabakgesetzes (TNRSG, Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz).

Zuvor hatte es in Deutschland Kontroversen über die Produktabgrenzung gegeben, die bedeutsam ist für die Regelung der Verkehrsfähigkeit von Produkten. Nikotinhaltige Liquids waren trotz der pharmakologischen Wirkung des Nikotins nicht als Arzneimittel anzusehen, solange sie nicht als Mittel zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten vermarktet („präsentiert“) wurden. Ein entsprechendes Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster vom September 2013[29] hatte das Bundesverwaltungsgericht im November 2014 bestätigt.[30] Mit einem im Februar 2016 veröffentlichen Urteil vom 23. Dezember 2015 hatte der BGH Liquids, die aus Rohtabak erzeugtes Nikotin enthielten, als Tabakerzeugnis eingestuft. Da solche Liquids neben Nikotin andere Beimischungen wie Glyzerin oder Aromen enthalten, was nach gültigem Recht nicht zulässig war, war der Handel bis zur Umsetzung der neuen EU-Tabakrichtlinie Ende Mai 2016 illegal.[31]

In Österreich beschloss das Parlament im Dezember 2014, dass ab dem 1. Oktober 2015 Einweg-E-Zigaretten und Liquids (sowohl nikotinhaltige als auch nikotinfreie) ausschließlich in Tabaktrafiken verkauft werden dürfen. Wiederaufladbare und wiederbefüllbare E-Zigaretten fielen weiterhin nicht unter das österreichische Tabakmonopolgesetz.[32] Dieser Beschluss wurde am 3. Juli 2015 vom österreichischen Verfassungsgerichtshof für verfassungswidrig erklärt und damit fallengelassen; E-Zigaretten und E-Liquids können also weiterhin frei in Österreich verkauft werden.[33]

Unbeschadet der gesetzlichen Regelungen des Tabakerzeugnisrechts gilt für nikotinhalte Produkte auch das Chemikalienrecht.

Außerhalb der EU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA gab die Gesundheitsbehörde FDA am 22. Juli 2009 bekannt, dass mehrere Ladungen von elektrischen Zigaretten an der Grenze beschlagnahmt wurden.[34] Die von der FDA veranlassten labortechnischen Untersuchungen ergaben, dass einige dieser Produkte giftige Substanzen enthielten.[35] Die Behörde vertrat die Ansicht, dass E-Zigaretten als Medikamente einzustufen seien. Die FDA-Berichterstattung über die giftigen Substanzen in den E-Zigaretten wurde von Wissenschaftlern deutlich kritisiert.[36] Am 14. Januar 2010 wurde der Klage gegen die Beschlagnahme und Einstufung als Arzneimittel stattgegeben, welche die betroffenen Firmen vor dem Bundesbezirksgericht erhoben hatten. In dem Urteil wurde die FDA wegen der „fortwährenden, aggressiven Bemühungen, Freizeit-Tabakprodukte als Medikamente oder Medikamentenapplikatoren unter dem amerikanischen Arzneimittelrecht zu regulieren“, kritisiert.[37] Im April 2011 ließ die FDA verlauten, dass sie die Regulierung von E-Zigaretten als Tabakwaren plane.[38]

In der Schweiz ist die elektrische Zigarette seit April 2012, da sie weder Tabak enthält, noch teilweise aus Tabak besteht, nicht als Tabakfabrikat oder Ersatzprodukt eingestuft. Außerdem sind die Liquide von der Tabaksteuer befreit.[39]

Gebrauch in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln (Deutschland)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verwaltungsgericht Köln hat am 25. Februar 2014 entschieden, dass E-Zigaretten in der Gaststätte eines Klägers konsumiert werden dürfen, da eine E-Zigarette nicht im Sinne des Gesetzes „geraucht“ wird, in der E-Zigarette werde eine Flüssigkeit verdampft und kein Tabak verbrannt. Schon vom Wortsinn her würde hier nicht geraucht.[40] Dieses Urteil wurde vom Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt und eine weitere Revision nicht zugelassen.[41]

Im Freistaat Bayern ist der Gebrauch von E-Zigaretten in Gaststätten nicht verboten, wenn diese mit einem Liquid betrieben werden.[42][43]

Dem niedersächsischen Städte- und Gemeindebund liegen „keine konkreten Gefährdungshinweise und Beschwerden über den Gebrauch von E-Zigaretten vor. Ohne Rechtsgrundlage und verlässliche Erkenntnisse zu konkreten Gefahren können und dürfen die Städte und Gemeinden den Gebrauch von E-Zigaretten – zum Beispiel in Gaststätten – nicht untersagen.“[44]

Der Nichtraucherschutz in öffentlichen Verkehrsmitteln wird über das Bundesnichtraucherschutzgesetz mit einem Rauchverbot geregelt. Die Verwendung von elektrischen Zigaretten ist gesetzlich nicht eingeschränkt. Betreiber des ÖPNV können entsprechende Verbote privatrechtlich festlegen. Die Deutsche Bahn untersagt in ihren Beförderungsbedingungen die Nutzung der elektrischen Zigarette in allen Zügen.[45] Auf den Bahnhöfen ist die Verwendung von elektrischen Zigaretten außerhalb der „gekennzeichneten Raucherbereiche“ von der Hausordnung untersagt.[46] Das Dampfen von E-Zigaretten ist ebenso wie das Rauchen nicht elektrischer Zigaretten in den gekennzeichneten Raucherbereichen erlaubt. Ebenso unterscheiden andere Verkehrsunternehmen im Bereich des Rauchverbotes nicht zwischen E-Zigaretten und herkömmlichen Zigaretten, etwa bei den Kölner Verkehrsbetrieben KVB oder der Hamburger Hochbahn AG ist die Benutzung von E-Zigaretten ebenso in allen Fahrzeugen und U-Bahn-Stationen verboten.[47]

Gebrauch in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln (weltweit)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Raucherbestimmungen der US-amerikanischen Eisenbahngesellschaft Amtrak ist der Gebrauch elektrischer Zigaretten in allen Zügen und Bahnhöfen untersagt.[48] Der Gebrauch rauchloser Zigaretten ist bei den meisten Fluggesellschaften weder ausdrücklich erlaubt noch untersagt. Eine Ausnahme stellt Air Canada dar, deren Bestimmungen für Handgepäck nur das Mitführen der elektrischen Zigarette erlauben, den Gebrauch aber untersagen.[49] Seit September 2009 erlaubt die irische Fluggesellschaft Ryanair das Inhalieren aus rauchfreien Zigaretten und bietet diese auf ihren Flügen an.[50] Die angebotenen rauchfreien Zigaretten kommen jedoch ohne jede Elektrik aus und sind somit nicht als elektrische Zigaretten zu bezeichnen. Das Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten schlug im September 2011 vor, „den Gebrauch von elektronischen Zigaretten in Flugzeugen explizit zu verbieten“.[51] Dieses Verbot sollte nicht nur für Flüge innerhalb der Vereinigten Staaten gelten, sondern für alle Flüge von und in die USA.

Singapore Airlines verbietet aktuell (Januar 2015) beim Start im Zuge der Sicherheitsbelehrung die Benutzung elektrischer Zigaretten.

Nach den aktuellen Vorschriften der ICAO dürfen E-Zigaretten aus Sicherheitsgründen nicht mehr im aufgegebenen Gepäck transportiert werden, sondern nur noch im Kabinengepäck. Außerdem ist das Aufladen der Akkus an Bord von Flugzeugen untersagt.[52] In der medizinischen Fachliteratur sind einige Fälle dokumentiert, in denen es durch Ausgasung der Lithium-Ionen-Batterien der E-Zigarette zu Verletzungen (insbesondere Verbrennungen) des Benutzers gekommen ist.[53] Die Situation ähnelt der anderer Geräte mit diesen Batterien, wie zum Beispiel Smartphones.[54]

Verkauf an Jugendliche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bis Januar 2016 unregulierte Verkauf von E-Shishas und Elektrischen Zigaretten an Minderjährige wurde in Deutschland kontrovers diskutiert, obwohl bei den betroffenen Fachhändlern der fast einstimmige Konsens bestand, keine E-Zigaretten oder Liquide an Kinder und Jugendliche zu verkaufen. Durch Änderung des Jugendschutzgesetzes wurde ab 1. April 2016 Verkauf und Abgabe von E-Shishas und E-Zigaretten mit und ohne Nikotin an Minderjährige verboten.[55]

Nutzen in der Tabakentwöhnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handelsübliche E-Zigaretten und Liquide werden nicht zur Tabakentwöhnung angeboten und sind auch nicht dazu ausgelegt, zu diesem Zweck genutzt zu werden. Bei klinischen Studien werden vornehmlich medizinische Geräte eingesetzt, welche den handelsüblichen Produkten ähneln, jedoch aufgrund von Restriktionen bei der Zulassung als aktive Medizinprodukte technisch hinterherhinken. Ebenso wird die Bandbreite der verfügbaren als Arzneimittel zugelassenen Liquide vermutlich deutlich unter dem Spektrum der am Markt erhältlichen Produkte liegen. Die Probanden dieser Studien unterscheiden sich außerdem bezüglich ihrer demographischen Eigenschaften regelmäßig erheblich von der Gruppe der Nutzer von E-Zigaretten in der Gesamtbevölkerung. Daher fehlt auch eine abschließende Aussage, ob sich handelsübliche Produkte generell zur Nikotinersatztherapie eignen, noch kann abgeleitet werden, ob Ergebnisse klinischer Studien auf das Konsumverhalten der Allgemeinheit anwendbar sind.

Nach einem Rauchstopp scheint die Verwendung von E-Zigaretten Rauchverlangen und Entzugssymptome zu mildern. Dies trifft auch auf E-Zigaretten zu, die kein Nikotin enthalten.[56] Konsumenten begründen diese empfundene Erleichterung mit dem Verweis auf die weiterhin bestehende Authentizität des imitierten Raucherlebnisses, dem Erhalten der Gewohnheiten, der Vergemeinschaftung mit Gleichgesinnten und der Identifikation mit der „Dampfer“-Szene.[57]

Es wurden Studien zur Wirksamkeit zur Raucherentwöhnung durchgeführt. Obwohl die Probanden nicht vorhatten, mit dem Rauchen aufzuhören, konnte bei einer Studie kurz nach dem Beginn des E-Zigaretten-Konsums eine beträchtliche Reduzierung des Tabakzigarettenkonsums um mehr als 50 % festgestellt werden. Abschließend verglichen die Autoren die Rauchstopprate der 8,7 % Probanden, welche nach zwölf Monaten noch abstinent waren, mit der durchschnittlichen Rauchstopprate in Italien (0,02 %).[58][59]

Diese Ergebnisse werden durch eine im Dezember 2014 in der Cochrane Library veröffentlichten Übersichtsarbeit bestätigt; laut dieser werden die Erfolgschancen auf einen dauerhaften Rauchstopp von 4 % auf 9 % mehr als verdoppelt. Hinzu kommt, dass 36 % derjenigen, die nikotinhaltige Liquids und Tabak gleichzeitig konsumieren (sogenannte „Dual-User“), ihren Tabakkonsum um mindestens die Hälfte reduzierten.[60]

Die Rückfallwahrscheinlichkeit bei Rauchern, die ohne Hilfsmittel mit dem Tabakkonsum aufhören, liegt bei ca. 97 % innerhalb von sechs Monaten nach dem Rauchstopp. Bis 2012 ging man davon aus, dass klassische Nikotinersatzpräparate wie Nikotinkaugummi und Nikotinpflaster bei korrekter Dosierung und weiterer fachlicher Anleitung die Erfolgschancen um ca. 3 % steigern können.[61] Eine neuere Studie von 2012 besagt, dass die Rückfallraten bei denen, die Nikotinersatzpräparate zum Aufhören verwendet haben, genau so hoch war wie bei denen, die ohne Hilfsmittel aufgehört haben.[62][63]

Laut DKFZ fehlte 2013 der abschließende Nachweis darüber, ob elektrische Zigaretten bei der Tabakentwöhnung nachhaltig wirksam sein können.[64]

Eine Umfrage aus dem Jahr 2014 in Deutschland besagt, dass 70 % der Konsumenten von E-Zigaretten ausschließlich diese rauchen. Nur 7 % nutzen Tabak und eine E-Zigarette und weitere 7 % machen es vom Ort des Rauchens abhängig.[65]

Von verschiedenen Seiten wurde scharf kritisiert, dass die Markteinführung von elektrischen Zigaretten in verschiedenen Ländern durch regulatorische Hürden erschwert worden sei. Elektrische Zigaretten seien im Wesentlichen gesundheitlich unbedenklich, während die im Tabakrauch enthaltenen Substanzen dafür verantwortlich seien, dass jedes Jahr Millionen Tabak-Konsumenten vorzeitig sterben.

Hauptartikel: Nikotinersatztherapie

Einstiegsprodukt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von manchen Kritikern der elektrischen Zigarette wurde die Besorgnis geäußert, dass dadurch das Rauchen wieder gesellschaftsfähiger würde und dass insbesondere Jugendliche dies als einfachen Einstieg in den Tabakkonsum benutzen könnten.[66] Dem gegenüber steht, dass bisher veröffentlichte Studien aufzeigen, dass E-Zigaretten von Nichtrauchern eher selten probiert und nahezu gar nicht dauerhaft genutzt werden. Die Gefahr, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sein können, ist laut dieser Studien sehr gering.[67] Das Aufkommen der E-Zigarette ging bisher mit einer zahlenmäßigen Abnahme der Rauchanfänger bei Kindern einher.[8]

Laut einer im Dezember 2014 veröffentlichten Studie haben E-Zigaretten ein genau so hohes oder niedrigeres Abhängigkeitspotential wie Nikotinkaugummi, welche bereits ein sehr niedriges Abhängigkeitspotential haben.[68]

Eine im Januar 2015 veröffentlichte Studie zeigt auf, dass nichtrauchende Jugendliche eher nicht an E-Zigaretten interessiert sind. Aromatisierte E-Liquids üben laut der Studie eine sehr geringe Anziehungskraft auf Jugendliche aus. Für diese Studie mussten die Teilnehmer die Stärke ihres Interesses auf einer Skala von 0 bis 10 beziffern. Für jugendliche Nichtraucher lag dies im Durchschnitt bei 0,4.[69]

Gesundheitsrisiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesundheitlichen Risiken des Konsums von E-Zigaretten werden kontrovers diskutiert. Bei der Benutzung der E-Zigarette werden keine Stoffe verbrannt. Obwohl im Gegensatz zu Tabakrauch kein Kohlenmonoxid, Blausäure, Arsen oder krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe erzeugt werden, enthalten zumindest manche Patronen der E-Zigarette atemwegsreizende Substanzen wie z. B. den Duftstoff Linalool.[70] Laut dem britischen Suchtforscher Peter Hajek sind E-Zigaretten für den durchschnittlichen Konsumenten – außerhalb zum Beispiel bei einer Schwangerschaft – um mindestens 95 % weniger schädlich als Tabakzigaretten.[71]

In einer Stellungnahme des deutschen Krebsforschungszentrums aus dem Jahre 2014 werden folgende gesundheitliche Bedenken der E-Zigaretten genannt:

Nikotin macht abhängig, fördert das Wachstum bestehender Tumoren und steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Zudem schädigt Nikotin während der Schwangerschaft das Ungeborene. Es besteht die Gefahr einer Überdosierung für Konsumenten, die zu häufig hintereinander tief inhalieren und es besteht eine Vergiftungsgefahr für Kinder, wenn diese die Fläschchen mit den nikotinhaltigen Liquids probieren. Propylenglykol ist für den oralen Gebrauch als unbedenklich eingestuft, doch Studien zur Gefährdung durch Inhalation von Propylenglykol im E-Zigaretten-Aerosol fehlen. Die kurzfristige Exposition mit Propylenglykol-Nebel löst Atemwegsirritationen aus. Menschen, die in der Unterhaltungsbranche regelmäßig propylenglykolhaltigem Nebel (Theaternebel) ausgesetzt sind, leiden vermehrt an akuten und chronischen Atemwegsreizungen. Manche der verwendeten Aromastoffe können als Kontaktallergene wirken. Die Liquids und das Aerosol einiger E-Zigaretten enthalten Kanzerogene.“[72]

Dem gegenüber steht, dass Nikotin nicht auf der Liste karzinogener Substanzen der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation steht und somit als nicht krebserregend gilt.[73]

Weiterhin sagt der 2015 vom englischen Gesundheitsministerium herausgegebene Bericht „E-cigarettes: an evidence update“ aus:[2]

  • Der Gebrauch von Nikotin, außerhalb einer Schwangerschaft, birgt lediglich ein kleines Gesundheitsrisiko und hat sogar Vorteile.
  • Es besteht keine Gefahr einer Nikotinvergiftung, wenn E-Zigaretten bestimmungsgemäß verwendet werden, jedoch sollten E-Liquids in „kindersicheren“ Verpackungen aufbewahrt werden.
  • Die Gefahr von Feuer durch E-Zigaretten und die Gefahr der Vergiftung durch Einnahme von E-Liquids scheinen vergleichbar mit ähnlichen Elektrogeräten (z. B. Mobiltelefonen und Laptops) und potenziell giftigen Substanzen, wie sie in jedem Haushalt vorkommen (z. B. Haushaltsreiniger), zu sein.
  • E-Zigaretten-Konsum ist möglicherweise nicht zu 100 % sicher, aber die Abwesenheit der meisten Chemikalien, welche für durch das Rauchen verursachte Krankheiten verantwortlich sind, weisen auf eine eher begrenzte Gefahr hin. Die schon vormals geäußerte Schätzung, dass der Konsum von E-Zigaretten um mindestens 95 % weniger schädlich als der von Tabakzigaretten ist, scheint eine angemessene Schätzung zu sein.
  • Es gibt keine Hinweise darauf, dass die E-Zigaretten-Nutzer gefährlichen Konzentrationen von Aldehyden ausgesetzt sind.

Über die Langzeitwirkungen von E-Zigaretten und mögliche kardiovaskuläre Schäden gibt es noch nicht genügend Daten, um verlässliche Aussagen treffen zu können. Dasselbe gilt für die Frage, ob E-Zigaretten tatsächlich zu einer erfolgreichen Rauchentwöhnung beitragen oder womöglich eher als Zusatz- oder Einstiegsdroge dienen.[74]

Nikotin ist hauptsächlich mitverantwortlich für die Abhängigkeit von Tabakerzeugnissen.[75] Die Suchtwirkung des Nikotins wird durch im Tabakrauch enthaltene Monoaminooxidase-Hemmer verstärkt.[76] Vergleiche von Tierstudien und Studien über menschlichen Drogenkonsum zeigen auf, dass pures Nikotin nur wenig, Tabakzigarettenrauch ein sehr hohes Suchtpotenzial aufweist.[77][78][79]

Hauptartikel: Tabakrauchen

Inhalation des Aerosols[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ob bereits eine 5-minütige Inhalation des E-Zigaretten-Aerosols die Lungenfunktionen beeinträchtigt, versuchten Forscher im Jahr 2011 herauszufinden. In der veröffentlichten Studie kommen diese zu dem Ergebnis, dass die Benutzung einer E-Zigarette eine unmittelbare Auswirkung auf die Lungenfunktion ausüben kann. Da diese gemessenen Auswirkungen sehr klein waren, weisen die Forscher im Fazit ihrer Studie auf die eventuell fehlende klinische Bedeutung ihrer Ergebnisse hin.[80]

Die Autoren einer im Oktober 2012 veröffentlichten Studie, bei welcher der E-Zigaretten-Dampf einer Risikoanalyse unterzogen wurde, fanden keine signifikanten Risiken für die menschliche Gesundheit. Weiterhin stellten die Forscher bei der durchgeführten Krebsrisikoanalyse fest, dass bei keiner der untersuchten Proben die Risikogrenzwerte für Kinder oder Erwachsene überschritten worden sind.[81]

Der Hauptbestandteil des zu verdampfenden Liquids ist 1,2-Propandiol (älterer Name: Propylenglycol). Dieser Stoff ist als Lebensmittelzusatzstoff E 1520 zugelassen. Er kann bei hypersensitiven Personen nach Auftrag auf die Haut allergische Reaktionen auslösen. Bei oraler Aufnahme wird 1,2-Propandiol als für den Menschen ungefährlich eingestuft. Es ist in Kaugummi, Cremes, Zahnpasta, Zigaretten und zahlreichen Arzneimitteln enthalten.[82][83] Anders stellt sich die Inhalation des Propandiol dar: In einer Studie an Freiwilligen, die sich einem Propandiolnebel aussetzten, reizten Konzentrationen von 0,31 mg/l Augen und Rachen.[84] Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wies in einer Stellungnahme zu Shishas darauf hin, dass die Inhalation von Glycerin und 1,2-Propandiol im Tierversuch zu Veränderungen des Zellepithels im Kehlkopf und zu Reizungen der Nasenschleimhäute bis hin zum Nasenbluten führen kann.[85] In einer 1997 veröffentlichten Ärztlichen Mitteilung wies das BfR darauf hin, dass Glycerin und 1,2-Propandiol toxikologisch praktisch unbedenklich sind und seit Jahren in pharmazeutischen und kosmetischen Präparaten eingesetzt werden. Laut BfR kann nach der Inhalation eines zehnprozentigen Propylenglycol-in-Wasser-Aerosols dieselbe Erhöhung des Atemwegswiderstands beobachtet werden, die auch durch ein Salzaerosol hervorgerufen werden kann.[86] Als weitere Bestandteile fügen die Hersteller den Liquiden außerdem Aromastoffe zu, die auch als Zusatzstoffe für Lebensmittel zugelassen sind. Die meisten Liquide enthalten Nikotin, es werden jedoch auch Liquide ohne Nikotin angeboten.

In der aktuellen EU-Richtlinie für Tabakerzeugnisse wurde die Maximaldosis für nikotinhaltige Flüssigkeiten (e-Liquids) auf 20 Milligramm pro Milliliter festgesetzt. Wissenschaftler haben in einem offenen Brief an den EU Gesundheitsminister darauf hingewiesen, dass im Unterschied zum Tabakrauch der Dampf weniger als ein Drittel der Nikotinmenge an den Körper abgibt, und halten einen Maximalwert von 50 mg/ml für notwendig.[87] [88]

Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 liefern die meisten der analysierten E-Zigaretten effektiv Nikotin an den Konsumenten. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass der Anteil des Nikotins im entstehenden Aerosol je nach Hersteller und Modell starken Schwankungen unterliegt.[89] Unterschiedliche Nikotinstärken kompensieren E-Zigaretten-Konsumenten durch eine (vermutlich weitgehend unbewusste) Auswahl der Hardware-Liquid Kombination und gelangen so zu einem ähnlichen Nikotinspiegel wie früher beim Rauchen. Vergleichbar ist die mit einem Tabakraucher, der einmal mehr und einmal weniger tief inhaliert, um einen bestimmten Nikotinlevel zu erreichen.[90]

In einer Studie wurden die Langzeiteffekte von purem inhaliertem Nikotin im Tierversuch betrachtet. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis:

“In conclusion, our study does not indicate any harmful effect of nicotine when given in its pure form by inhalation.”

„Zusammenfassend zeigt unsere Studie keine schädliche Wirkung von Nikotin auf, wenn es in reiner Form durch Inhalation verabreicht wird.“[91]

Zachary Cahn von der University of California in Berkeley und Michael Siegel von der Boston University School of Public Health werteten 16 Studien zu E-Zigaretten aus, die sich mit den Inhaltsstoffen des Liquids befassten. In zwei der ausgewerteten Studien wurde davon berichtet, dass Spuren von tabakspezifischen Nitrosaminen (TSNA) in den Proben nikotinhaltiger Liquide gefunden wurden. Der maximale Gesamtgehalt an TSNA war 8,2 Nanogramm/g und auf einem ähnlichen Niveau wie in einem Nikotinpflaster (8,0 Nanogramm/Pflaster). Gemäß der Auswertung enthielten die nikotinhaltigen Liquide und Nikotinpflaster 0,07 % bis 0,2 % des Gesamtgehalts von TSNA in Tabakzigaretten. Die Spuren von TSNA lassen sich mit der Gewinnung von Nikotin aus Tabak erklären. Abschließend weisen die Autoren darauf hin, dass weitere Studien und auch Regelungen (in den USA) zur E-Zigarette nötig seien.[92][93]

Laut der Broschüre Elektrische Zigaretten – Ein Überblick kann die Inhalation des verdampften Liquids zu kurzfristigen Nebenwirkungen führen, wie Reizungen des Mundes und des Rachens, trockenem Husten, Schwindel und Übelkeit.[64] Eine wissenschaftliche Beurteilung der Lungenfunktion vom Februar 2013 zeigt hingegen auf, dass im Gegensatz zu Tabakrauchinhalation (aktiv) weder eine kurzzeitige (aktive) Inhalation des verdampften Liquids noch eine Stunde (passiver) Exposition gegenüber E-Zigaretten-Dampf die normale Lungenfunktion deutlich stört.[94]

Exposition gegenüber nikotinhaltigem Liquid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reines Nikotin ist in hoher Dosierung giftig und kann bei Verschlucken tödlich sein. Lebensgefahr besteht für Erwachsene ab einer Dosis von ca. 500 mg reinem Nikotin.[95] Aufgrund von beobachteten Vorfällen gehen Forscher davon aus, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass es bei einer unbeabsichtigten Exposition gegenüber Kartuschen mit nikotinhaltigem Liquid zu schweren Vergiftungen kommt.[96] Obwohl nikotinhaltige Produkte wie E-Zigaretten-Liquids, Tabakzigaretten, Nikotinkaugummis, Nikotininhalatoren usw. teilweise seit Jahrzehnten erhältlich sind, wurden in den letzten Jahren durch das Statistische Bundesamt keine Todesfälle durch Nikotinvergiftung in Deutschland aufgezeichnet.[97]

Passivdampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Gebrauch von E-Zigaretten wird kein schädlicher Nebenstromrauch produziert. Dies ist der Rauch einer Zigarette, während nicht an ihr gezogen wird.

Da ein Konsument von elektrischen Zigaretten nach dem Inhalieren einen Teil des verdampften Liquids wieder ausatmet, gehen Wissenschaftler des Fraunhofer WKI davon aus, dass es so etwas wie Passivdampf gibt. Schripp et al. haben dafür einen Probanden in eine 8 m³-Kammer gesetzt, der während einer 20-minütigen Konditionierungsphase lediglich atmen und danach jeweils sechs tiefe Lungenzüge im Abstand von 60 Sekunden aus einer E-Zigarette und einer Tabakzigarette nehmen sollte. Anschließend wurde das Ausatemluft/Dampfgemisch mittels Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass nach dem Konsum der E-Zigarette die Stoffe Formaldehyd, Aceton, Isopren, Acetaldehyd, Essigsäure und Butanon in Kleinstmengen in der Luft nachgewiesen werden konnten. In der Studie wird darauf hingewiesen, dass das Formaldehyd ein Bestandteil der normalen Ausatemluft des Probanden war, da dieser Stoff bereits während der Konditionierungsphase gemessen werden konnte und auch nach dem E-Zigaretten-Konsum nicht signifikant anstieg. Weiterhin verweist die Studie darauf, dass die Stoffe Aceton, Isopren, Acetaldehyd und Essigsäure auch Bestandteil der normalen Ausatemluft eines Menschen sein könnten.[98]

2003 veröffentlichen Diskin und Kollegen (Keele Universität, England) eine Studie, die sich mit den ausgeatmeten Stoffwechselprodukten von Menschen beschäftigt. Für die Studie wurden Atemproben entnommen und in den frühen Morgenstunden bei der Ankunft im Labor analysiert. Die Ergebnisse von Diskin et al. zeigen auf, dass die Stoffe Aceton, Isopren und Acetaldehyd tatsächlich normale Stoffwechselprodukte sind, welche in teilweise höheren Konzentrationen vom Menschen ausgeatmet werden.[99] Die von Schripp et al. gemessene Konzentration von Butanon war mit 0,002 mg/m³ 300.000 Mal niedriger als der Maximale Arbeitsplatz-Konzentrations-Wert.[100] Die Messergebnisse von Schripp et al. zeigen auf, dass beim Konsum der E-Zigarette keine Grenzwerte für die Innenraumluft überschritten, bei der herkömmlichen Tabakzigarette hingegen der Richtwert für Formaldehyd von 0,1 ppm für die Innenraumluft überschritten wurde.

In einer Presseinformation vom Mai 2012 stellte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) seine Einschätzung dar, dass eine gesundheitliche Belastung durch passive Inhalation aufgrund der unübersichtlichen Datenlage zu E-Zigaretten nicht auszuschließen sei, und empfiehlt, das Rauchen von E-Zigaretten in Nichtraucherzonen zu untersagen und sie im Sinne des Nichtraucherschutzes wie herkömmliche Zigaretten zu behandeln.[101][102][103]

Eine im September 2012 veröffentlichte Studie zeigte, dass die Auswirkungen des untersuchten Passivdampfs auf die Raumluft, wenn man sie mit dem traditionellen Tabakrauchen vergleicht, kaum messbar sind. Weiterhin hat der Passivdampf nicht die giftigen und krebserregenden Eigenschaften von Tabakzigaretten. Die Forscher machen die fehlende Verbrennung und den fehlenden Nebenstromrauch bei der elektrischen Zigarette als Gründe für die gemessenen Unterschiede in der Luftverschmutzung aus. Die Forscher stellten bei der Auswertung der Messungen fest, dass, obwohl nikotinhaltiges Liquid in einem 60 m³-Raum verdampft wurde, in der Luft kein Nikotin nachgewiesen werden konnte:

“5 vapers using e-cigarettes for 5h in a small room without renewal of indoor air do not produce detectable levels of nicotine in the air.”

„5 E-Zigaretten-Konsumenten, welche 5 Stunden lang in einem kleinen Raum ohne Raumlufterneuerung E-Zigaretten konsumieren, produzieren keine nachweisbaren Nikotinkonzentrationen in der Luft.“

Die Forscher kommen abschließend zu folgendem Fazit:

“On the base of the obtained results and on ARPA data about urban pollution, we can conclude by saying that could be more unhealty to breath air in big cities compared to staying in the same room with someone who is vaping.”

„Auf Basis der ARPA-Daten über die Luftverschmutzung in Städten können wir zusammenfassend sagen, dass es ungesünder sein kann, in einer großen Stadt zu atmen, als sich im selben Raum mit einem konsumierenden E-Zigaretten-Nutzer zu befinden.“[104][105]

Ebenfalls im Oktober 2012 erschien eine Studie von dem ehemals für die Weltgesundheitsorganisation forschenden Experten Andreas Flouris, welche die Auswirkungen des Passivdampfs auf den menschlichen Körper untersuchte. Er kam zu dem Ergebnis, dass der Dampf keinen Effekt auf die Blutwerte von Dritten hat. Der Autor stellte weiterhin fest, dass, wenn Tabakraucher die E-Zigarette nutzen, auch dies keinen Effekt auf die untersuchten Blutwerte hatte. Im Gegensatz dazu steht, dass gem. Studie Aktiv- und Passivtabakrauch zu einer erhöhten Anzahl von Leukozyten, Lymphozyten und Granulozyten führt.[106]

Eine Forschergruppe um J.-F. Bertholon hat im April 2013 eine Studie veröffentlicht, in der unter anderem das ausgeatmete Aerosol von E-Zigaretten mit dem von Tabakzigaretten und Shishas verglichen wird. In dieser Studie wird festgestellt, dass die Halbwertszeit des Passivdampfs in der Luft 11 Sekunden beträgt. Im Gegensatz dazu liegt die Halbwertzeit von Tabakrauch in der Luft bei 19 bis 20 Minuten. Die Forscher leiten daraus ab, dass das Risiko einer Passivdampfbelastung durch E-Zigaretten sehr gering ist.[107]

Laut einem Sicherheitsbericht des neuseeländischen Tabakkontrollforschers Murray Laugesen ist der ausgeatmete Dampf eines E-Zigaretten-Konsumenten nicht schädlich für Dritte, da er nahezu kein Nikotin und keinerlei Verbrennungsprodukte enthält.[108][109]

Bill Godshall, der Vorsitzende der unabhängigen Nichtraucherorganisation „Smokefree Pennsylvania“, bezog sich auf die im Oktober 2012 von T. R. McAuley et al. veröffentlichte Studie, als er in einem Interview sagte: „Seit mehr als 25 Jahren tritt Smokefree Pennsylvania für ein generelles Rauchverbot in Innenräumen ein. Basierend auf den Studienresultaten, sehe ich keinen Grund, warum elektrische Zigaretten unter die Rauchverbote fallen sollen.“[110]

Eine Literaturstudie von Igor Burstyn aus dem Jahr 2013 kam zu dem Ergebnis, dass

“Exposure of bystanders to the listed ingredients, let alone the contaminants, does not warrant a concern as the exposure is likely to be orders of magnitude lower than exposure experienced by vapers”

„Die Aussetzung von Umstehenden gegenüber den aufgeführten Inhaltsstoffen, geschweige denn den Verunreinigungen, gibt keinen Anlass zur Besorgnis, da sie wahrscheinlich Größenordnungen unter denen von Rauchern liegt.“[111]

Peter Hajek und Kollegen haben 2014 eine Übersichtsarbeit veröffentlicht, in der alle bis dato verfügbaren Studien über Nutzung, Inhaltsstoffe und Sicherheit von E-Zigaretten einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurden. Die Forscher kamen zu folgendem Ergebnis:

“EC aerosol can contain some of the toxicants present in tobacco smoke, but at levels which are much lower. Long-term health effects of EC use are unknown but compared with cigarettes, EC are likely to be much less, if at all, harmful to users or bystanders.”

„Einige der toxischen Stoffe aus dem Tabakrauch können, in wesentlich geringeren Mengen, auch in dem Dampf von E-Zigaretten enthalten sein. Die gesundheitlichen Langzeiteffekte des Konsums von E-Zigaretten sind unbekannt, aber wenn man E-Zigaretten mit Tabakzigaretten vergleicht, sind E-Zigaretten voraussichtlich viel weniger, wenn überhaupt, schädlich für Konsumenten oder Dritte.“[8]

Gefährdung durch Explosion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da in vielen Akkuträgern auswechselbare Akkus verwendet werden, muss bei der Handhabung entsprechend verantwortungsvoll gehandelt werden. Ansonsten kann es bei Lithium-Ionen-Akkus zu Ausgasungen kommen (z. B. durch Kurzschlüsse). Die Gefahr entspricht der von anderen Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus. In den USA gab es im Jahr 2015 bei weniger als 1 % aller E-Zigaretten Unfälle mit Verletzungen.[53]

Mit zunehmendem Gebrauch der E-Zigaretten mehren sich allerdings die Berichte über ernsthafte Unfälle aufgrund technischer Probleme. Nach Angaben der U.S. Fire Administration kam es in den Vereinigten Staaten in den Jahren 2009–2016 zu 195 Unfällen durch Explosion einer E-Zigarette, wobei 38 davon schwer verliefen.[112] Im Jahr 2015 erlitt eine Person in Tennessee bei der Explosion einer E-Zigarette eine Fraktur der Halswirbelsäule mit einer partiellen Querschnittlähmung.[113] Im Jahr 2018 kam ein 38-Jähriger in Florida durch die Explosion einer ungeregelten E-Zigarette, einer so genanntem „Mech Mod“ ohne elektronische Sicherheitsschaltung, ums Leben; Metallteile hatten sich schrapnellartig in seinen Schädel gebohrt.[114]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elektrische Zigaretten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Smokeless Tobacco – Is it the Future of the Industry? Euromonitor International, abgerufen am 21. Februar 2015 (englisch).
  2. a b A, SC McNeill: E–cigarettes: an evidence update A report commissioned by Public Health England. Public Health England. 2015. Abgerufen am 19. August 2015.
  3. Übersetzung des Berichts "E-cigarettes: an evidence update", pdf-datei, elekcig.de, abgerufen am 19. Januar 2017
  4. Vgl. Hinweis „Wie wird ‚Rauchen‘ definiert?“ zum NRSG Berlin. Siehe auch Verkehrssitte.
  5. Hildegard Hogen, Dagmar Reiche (Hrsg.): Der Brockhaus Gesundheit. Schulmedizin und Naturheilkunde, Arzneimittel, Kinderheilkunde und Zahnmedizin. Leipzig 2006. S. 1025, s.v. „Rauchen“. Vgl. auch Gesundheitsberichterstattung des Bundes: www.gbe-bund.de
  6. M.L. Goniewicz et al.: Levels of selected carcinogens and toxicants in vapour from electronic cigarettes. In: Tobacco Control. 2014;23:133-139, PMID 23467656, Definition der Elektrischen Zigarette im Abschnitt über ihre Signifikanz
  7. E. Farsalinos, R. Polosa: Safety Evaluation and Risk Assessment of Electronic Cigarettes as Tobacco Cigarette Substitutes: A Systematic Review. In: Therapeutic Advances in Drug Safety, 2014, 5(2):67-86
  8. a b c P. Hajek, J-F. Etter, N. Benowitz et al.: Electronic cigarettes: review of use, content, safety, effects on smokers and potential for harm and benefit. In: Addiction, 2014, doi:10.1111/add.12659 [javascript:]
  9. A, SC McNeill: Underpinning evidence for the estimate that e-cigarette use is around 95 % safer than smoking: authors’ note. Public Health England. 2015. Abgerufen am 1. Januar 2016.
  10. Patent Herbert A. Gilbert: Smokeless non-tobacco cigarette.
  11. E-cigarette History. Consumer Advocates for Smoke-free Alternatives Association.
  12. Patent Han Li: A Flameless Electronic Atomizing Cigarette.
  13. A high-tech approach to getting a nicotine fix. In: Los Angeles Times, 25. April 2009
  14. The Development Path of Joyetech
  15. Jetzt kommen die E-Shishas FAZ.net, 3. Juli 2014, abgerufen am 27. Februar 2016.
  16. E-Shishas Rauchfrei-Info.de, abgerufen am 27. Februar 2016.
  17. § 3 (1) der Satzung des Verbands des eZigarettenhandels
  18. J-F. Etter et al.: Analysis of refill liquids for electronic cigarettes. In: Addiction, 2013;108:1671-1679, PMID 23701634, doi:10.1111/add.12235 [javascript:]
  19. Die behördlicherseits vorgetragene, jedoch sachlich fragwürdige, Auffassung, dass grundsätzlich alle flüssigen Produkte, welche Nikotin enthalten als Nachfüllbehälter i. S. d. TabakErzG gelten und somit nicht mehr als 10 ml enthalten dürfen, kann schon allein deshalb als absurd gelten, da somit auch reines Nikotin oder nikotinhaltige Flüssigkeiten als Rohstoff auch für pharmazeutische Anwendungen erfasst wären. Daher besteht der allgemeine Konsens zwischen Verwaltung und Herstellern, nikotinhaltige Produkte zur Anwendung in E-Zigaretten und zur Abgabe an private Endverbraucher als Nachfüllbehälter zu behandeln.
  20. Joseph G. Allen, Skye S. Flanigan, Mallory LeBlanc, Jose Vallarino, Piers MacNaughton, James H. Stewart, David C. Christiani: Flavoring Chemicals in E-Cigarettes: Diacetyl, 2,3-Pentanedione, and Acetoin in a Sample of 51 Products, Including Fruit-, Candy-, and Cocktail-Flavored E-Cigarettes doi:10.1289/ehp.1510185 [javascript:]
  21. Verzeichnis der in oder auf Lebensmitteln verwendeten Aromastoffe gemäß Verordnung (EG) Nr. 2232/96: [1]
  22. K. E. Farsalinos, G. Romagna et al.: Evaluation of Electronic Cigarette Use (Vaping) Topography and Estimation of Liquid Consumption: Implications for Research Protocol Standards Definition and for Public Health Authorities’ Regulation. In: Int. Journal of Environmental Research and Public Health, 2013, doi:10.3390/ijerph10062500 [javascript:]
  23. Barbara Demick: A high-tech approach to getting a nicotine fix. In: Los Angeles Times. 25. April 2009, ISSN 0458-3035 (latimes.com [abgerufen am 19. Juni 2018]).
  24. Aruni Bhatnagar, Laurie P. Whitsel, Kurt M. Ribisl, Chris Bullen, Frank Chaloupka: Electronic Cigarettes: A Policy Statement From the American Heart Association. In: Circulation. Band 130, Nr. 16, 14. Oktober 2014, ISSN 0009-7322, S. 1418–1436, doi:10.1161/CIR.0000000000000107, PMID 25156991 (ahajournals.org [abgerufen am 19. Juni 2018]).
  25. Wayback Machine. 3. März 2016, abgerufen am 19. Juni 2018.
  26. What Does The Future Hold For Vaping Technology? In: Steve K's Vaping World. 9. Juni 2015 (stevevape.com [abgerufen am 19. Juni 2018]).
  27. Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates: 2014/40/EU
  28. Stellungnahme Nr. 010/2015 des BfR vom 23. April 2015: Nikotinfreie E-Shishas bergen gesundheitliche Risiken, S. 2
  29. OVG für das Land Nordrhein-Westfalen. 17. September 2013, archiviert vom Original am 20. September 2013; abgerufen am 17. September 2013.
  30. Pressemitteilung: Urteile des Bundesverwaltungsgericht – E-Zigarette ist kein Arzneimittel oder Medizinprodukt, AZ: BVerwG 3 C 25.13; BVerwG 3 C 26.13; BVerwG 3 C 27.13. 20. November 2014, abgerufen am 19. Februar 2015.
  31. Handel mit nikotinhaltigen E-Zigaretten ist strafbar, Wirtschaftswoche vom 8. Februar 2016.
  32. Beschluss des Nationalrates: Artikel 16: Änderung des Tabakmonopolgesetzes von 1996, 11. Dezember 2014
  33. Erkenntnis G 118/15 ua des Verfassungsgerichtshofs vom 3. Juli 2015, abrufbar im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich (RIS).
  34. FDA warnt vor elektrischen Zigaretten und plant diese als Medikament einzustufen. fda.gov, 22. Juli 2009, abgerufen am 7. Januar 2012 (englisch).
  35. FDA-Untersuchung: Evaluation of e-cigarettes. fda.gov, 4. Mai 2009, abgerufen am 7. Januar 2012 (PDF; 243 kB, englisch).
  36. Presseerklärung Wissenschaftler kritisieren FDA-Berichterstattung. 24-7pressrelease.com, 5. Oktober 2009, archiviert vom Original am 20. Juni 2012; abgerufen am 7. Januar 2012 (englisch).
  37. US-Bezirksgericht hebt Einfuhrverbot von E-Zigaretten auf und rügt FDA für die versuchte Einstufung der E-Zigarette als Medikament. docs.justia.com, abgerufen am 7. Januar 2012 (englisch).
  38. Pressebericht vom 25. April 2011. abcnews.go.com, abgerufen am 7. Januar 2012 (englisch).
  39. Schweiz: SR 641.311 Verordnung über die Tabakbesteuerung. Abgerufen am 26. Oktober 2012.
  40. Urteil des Verwaltungsgerichts Köln (E-Zigarette NRSG NRW), I. Instanz, AZ: 7 K 4612/13
  41. Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster (E-Zigarette NRSG NRW), II. Instanz, AZ: 4 A 775/14
  42. Landeshauptstadt München Kreisverwaltungsreferat – E-Zigarette. Abgerufen am 29. April 2012 (PDF; 65 kB).
  43. Landratsamt Ansbach – Merkblatt Rauchverbot in Gaststätten (Bayern). Abgerufen am 29. April 2012 (PDF; 37 kB).
  44. Pressemitteilung des NSGB vom 29. Dezember 2011
  45. Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn (Memento vom 12. September 2014 im Internet Archive), Abschnitt 6.2, abgerufen am 12. September 2014. Andere Anbieter im Fernverkehr übernehmen üblicherweise die Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn.
  46. Hausordnung für die Bahnhöfe der Deutschen Bahn (Memento vom 6. September 2015 im Internet Archive), s.v. „Nicht gestattet ist …“.
  47. Vgl. die rechtliche Grundlage für „gekennzeichnete Raucherbereiche“ im BNichtrSchG § 1 (3).
  48. Raucher-/Nichtraucherbestimmungen. National Railroad Passenger Corporation, 2011, abgerufen am 26. Oktober 2011.
  49. Bestimmungen für Handgepäck. Air Canada, 2009, abgerufen am 26. Oktober 2011.
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