Grän

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Grän in Österreich, zum alten Gewichtsmaß Grän siehe Gran (Einheit), zur gleichnamigen österreichischen Schriftstellerin siehe Christine Grän.
Grän
Wappen Österreichkarte
Wappen von Grän
Grän (Österreich)
Grän
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 20,9 km²
Koordinaten: 47° 30′ N, 10° 33′ OKoordinaten: 47° 30′ 10″ N, 10° 33′ 10″ O
Höhe: 1138 m ü. A.
Einwohner: 604 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 29 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6673
Vorwahl: 05675
Gemeindekennziffer: 7 08 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 1
6673 Grän
Website: graen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Martin Schädle (ÖVP)
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)

11 Gemeinschaftsliste Grän - GLG

Lage der Gemeinde Grän im Bezirk Reutte
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Grän Richtung Nordosten
Grän Richtung Nordosten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Grän ist eine Gemeinde mit 604 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grän liegt im Tannheimer Tal, einem Hochtal an der Grenze zu Bayern, an der Einmündung des Engetals. Das Haufendorf hat mit einer Straßenverbindung nach Pfronten eine gute Verbindung zum süddeutschen Raum. Die Gemeinde ist Mitglied im Klimabündnis Tirol.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musau, Nesselwängle, Pfronten, Tannheim und Vils.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grän wurde 1427 erstmals urkundlich als "Grun" erwähnt. 1459 wurde es in einem Vergleich zwischen Füssen und "denen von Grüen" als Grüen erwähnt. Eine eigene Gemeinde wurde Grän 1833, davor gehörte sie zur Anwaltschaft Tannheim. Erkundliche Erwähnung fand sie erstmals 1559 mit der Wendelinkapelle, die 1789 zur Kirche weiter ausgebaut wurde.

Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des Dorfes von den Amerikanern zerstört. SS-Mitglieder und Ortsvorsteher beharrten noch auf den Endsieg, obwohl amerikanische Truppen schon an der Tiroler Grenze waren. Nach Ende des Krieges versuchte man vergebens, deutsche Betriebe anzusiedeln. [1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Schwarz eine silberne springende Gemse über einem roten Baumstrunk. Die Farben der Gemeindefahne sind Weiß-Rot.[2]

Das 1981 verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit dem Baumstrunk den Ortsnamen, der von „Geröne“ (Windwurf) abgeleitet wird. Die Gämse erinnert an das einstige Recht der Bewohner, Gämsen jagen zu dürfen, was normalerweise dem Adel vorbehalten war.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche zum Heiligen Wendelin wurde 1789 unter Michael Zobl erbaut, nachdem früher schon eine Kapelle bestanden hat.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grän

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Roten Flüh auf Grän und den Haldensee

Der Ort ist eine typische Tourismusgemeinde mit dem Skigebiet Füssener Jöchle und dem Weiler Haldensee am gleichnamigen See. Grän bietet umfangreiche Freizeitmöglichkeiten, wie Wandern, Radfahren, Nordic Walken, Schwimmen, Klettern, Skifahren, Langlaufen. Das Skigebiet am Füssener Jöchle mit fünf Pisten wird über die Lifte der Gondelbahn Füssener Jöchle erschlossen. Eine Schaukäserei in Haldensee führt die traditionelle Käseerzeugung mit modernen Mitteln vor.

Grän liegt an der Himmelsstürmer-Route der Wandertrilogie Allgäu.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grän – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lermoos und Grän unter Beschuss. In: Tiroler Tageszeitung. Abgerufen am 2. Juni 2016.
  2. Landesgesetzblatt für Tirol, Nr. 47/1981. (Digitalisat)
  3. Wappen von Tirol, Bezirk Reutte (Tirol Atlas der Universität Innsbruck)