Pflach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pflach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pflach
Pflach (Österreich)
Pflach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 13,77 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 10° 43′ OKoordinaten: 47° 30′ 50″ N, 10° 42′ 59″ O
Höhe: 840 m ü. A.
Einwohner: 1.409 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 102 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6600
Vorwahl: 05672
Gemeindekennziffer: 7 08 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kohlplatz 7
6600 Pflach
Website: www.pflach.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Schönherr (Gemeinschaftsliste Pflach)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)

8 Gemeinschaftsliste Pflach - Bürgermeister Helmut Schönherr, 5 Gemeinsam für die Zukunft

Lage der Gemeinde Pflach im Bezirk Reutte
BachBerwangBiberwierBichlbachBreitenwangEhenbichlEhrwaldElbigenalpElmenForchachGränGramaisHäselgehrHeiterwangHinterhornbachHöfenHolzgauJungholzKaisersLechaschauLermoosMusauNamlosNesselwänglePfafflarPflachPinswangReutteSchattwaldStanzachSteegVorderhornbachTannheimVilsWängleWeißenbach am LechZöblenTirolLage der Gemeinde Pflach im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pflach ist eine Gemeinde mit 1409 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Sie gehört zum Gerichtsbezirk Reutte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Pflach liegt auf 840 m Seehöhe im Reuttener Becken und erstreckt sich über eine Fläche von 13,8 km².

Pflach ist ein langgestrecktes Reihendorf ca. 2 km nördlich von Reutte. Die Auspendlergemeinde hat eine Siedlungserweiterung und -verdichtung erfahren.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wurde 1974 um Oberletzen (vorher eine Exklave der Gemeinde Wängle) und 1981 um Unterletzen (vorher Gemeinde Musau) erweitert. Dabei hatte im Jahr 2011 Oberletzen 321 Einwohner, Pflach 860 und Unterletzen 75.[1]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lechaschau, Musau, Pinswang, Reutte

in Deutschland: Schwangau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflach im Jahr 1962

Der Ort wurde 1275 als „Plech“ erstmals erwähnt, was sich vom mittelhochdeutschen vlach (Ebene) ableitet. Am 2048 m hohen Säuling wurde seit dem Mittelalter in Stollen Eisenerz abgebaut. 1509 gründete die Augsburger Handelsfamilie Höchstätter ein Messinghüttenwerk, das im 16. Jahrhundert zu westeuropäischer Bedeutung aufstieg. Das Areal wurde 1606 durch Burkhard Laymann, Pfleger der Festung und Herrschaft Ehrenberg, in eine Großmühle umgewandelt, die bis ins 20. Jahrhundert hinein von Bedeutung blieb.

Am 23. August 2005 wurde der Ort wie schon beim Pfingsthochwasser vom 21. bis 23. Mai 1999 von einer schweren Überschwemmung heimgesucht.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Von Schwarz und Gold gevierteter Schild, im ersten und vierten Feld das Ulrichskreuz, im zweiten und dritten das Bergwerkszeichen Schlegel und Eisen in verwechselten Farben.

Das 1976 verliehene Gemeindewappen erinnert an den Bergbau und mit dem Ulrichskreuz an die 1515 errichtete, den Heiligen Ulrich und Afra geweihte Hüttenmühlkapelle.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflach liegt an der Fernpassstraße und ist über eine Haltestelle der Außerfernbahn ans Bahnnetz angebunden. Zugleich liegt es an einem Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pflach
  • Filialkirche Hl. Drei Könige
  • Hüttenmühlkapelle Hll. Ulrich und Afra (Ulrichskirche)
  • Kapelle am Soldatenfriedhof
  • Mariahilfkapelle in Oberletzen (den Hll. Vitus, Modestum und Kreszenzia geweiht)
  • Kapelle Christus an der Geißelsäule in Unterletzen
  • Eisenbahnbrücke der Außerfernbahn über den Lech

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • G. Mutschlechner, R. Palme: Das Messingwerk in Pflach bei Reutte – Ein bedeutsames Industrieunternehmen zu Beginn der Neuzeit. Reihe Außerferner Schriften, RTW Verlag, Reutte 1976

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pflach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Gemeinde: Pflach. Abgerufen am 3. Juni 2016.
  2. Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 68.