Gramais

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Gramais
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gramais
Gramais (Österreich)
Gramais
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 32,44 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 10° 32′ OKoordinaten: 47° 16′ 6″ N, 10° 32′ 12″ O
Höhe: 1321 m ü. A.
Einwohner: 41 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 1,3 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6650
Vorwahl: 05634
Gemeindekennziffer: 7 08 12
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Nr. 16
6650 Gramais
Website: gramais-lechtal.at/
Politik
Bürgermeister: Michael Fasser (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2010)
(9 Mitglieder)

9 Gramaiser Liste

Lage von Gramais im Bezirk Reutte
BachBerwangBiberwierBichlbachBreitenwangEhenbichlEhrwaldElbigenalpElmenForchachGränGramaisHäselgehrHeiterwangHinterhornbachHöfenHolzgauJungholzKaisersLechaschauLermoosMusauNamlosNesselwänglePfafflarPflachPinswangReutteSchattwaldStanzachSteegVorderhornbachTannheimVilsWängleWeißenbach am LechZöblenTirolLage der Gemeinde Gramais im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gramais - Ort mit Seitekopf.JPG
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gramais ist eine Gemeinde mit 41 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte. Sie ist die nach Einwohnerzahl kleinste Gemeinde Österreichs.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gramais umfasst den mittleren Bereich des Otterbach-Tales, einem Seitental des Lechtals, das bei Häselgehr abzweigt. Der tiefste Punkt der Gemeinde im Norden liegt 1170 Meter über dem Meer. Nach Osten und nach Westen steigen die Berge bis auf 2700 Meter an. Zum hinteren Gemeindegebiet gehören außerdem der Kogel- und der Roßkarsee. Die südliche Grenze bildet nicht die Gebirgskette, sondern eine Steilstufe vom Otterbach und seinen Nebenbächen.

Dir Gemeinde hat eine Fläche von 32 Quadratkilometer. Davon sind drei Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 44 Prozent sind bewaldet, 13 Prozent Almen und 38 Prozent hochalpines Gebiet.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus zwei Ortsteilen – dem Dorf Gramais und dem Weiler Riefen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häselgehr
Bach Nachbargemeinden
Zams (LA) Imst (IM)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Gramais leitet sich von lateinisch graminosa ‚grasreich‘ oder rätoromanisch grumoso ‚grasreiche Gegend‘ ab. Die Besiedlungstätigkeit erfolgte im 13. Jahrhundert vom Imster Raum aus. Zuerst nur als Weidefläche genutzt, entwickelte sich hier eine Dauersiedlung.

Gramais wurde 1350 in einem Urbar der Herrn von Starkenberg erstmals urkundlich erwähnt. 1427 war es bereits eine aus 19 Höfen bestehende eigenständige Wirtschaftsgemeinde des Gerichtes Imst. Im Jahr 1629 wird der Ort eine Steuergemeinde. Auch pfarrlich gehörte Gramais zu Imst, erhielt aber wegen seiner abgeschiedenen Lage schon 1690 einen Kaplan. In dieser Zeit wurde eine Kapelle errichtet, die bereits dem hl. Johannes geweiht war. Sie wurde 1750 vergrößert und in den Jahren 1824 bis 1832 neu gebaut. 1891 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben. Im Jahr 1938 wurde Gramais dem Bezirk Reutte zugeordnet.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gramais
  • Katholische Pfarrkirche Gramais hl. Johannes der Täufer
  • Gramaiser Heimatmuseum: Das kleine Museum zeigt Werkzeuge und Geräte aus dem bäuerlichen Leben und dokumentiert die geschichtlichen Entwicklung der kleinen Gemeinde.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Produktionen sind das Gastgewerbe und die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft in Gramais ist bergbäuerlich geprägt. Der Ort ist Ausgangspunkt von Wanderungen und Bergtouren in den Lechtaler Alpen.

Gramais hat nach einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2020 mit 28.124 € die zweithöchste Pro-Kopf-Verschuldung von allen Gemeinden in Tirol. Die Finanzlage hat sich allerdings in den letzten Jahren etwas gebessert und Gramais ist seit 2019 nicht mehr die höchstverschuldete Gemeinde.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich keine Liste für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2016 fand, blieb die alte Liste von 2010 im Amt.[6]

Partei 2016[7] 2010[8] 2004[9]
Prozent Stimmen Mandate % Stimmen Mandate % Stimmen Mandate
Gramaiser Liste 100 39 9 100 34 9

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2000 Werner Friedle[10]
  • seit 2002 Michael Fasser[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aufspringende Stier über dem roten Grund deutet auf die Beweidung und Besiedlung des Gramaiser Tals von Imst her hin.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gramais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Pleitegeier kreist über das ganze Land: So viele Schulden haben unsere Gemeinden. In: news.at. 3. September 2009, abgerufen am 3. September 2009.
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Gramais, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. April 2021.
  3. Michael Fritz: Gramais. Verein "fontes historiae - Quellen der Geschichte", abgerufen am 15. April 2021.
  4. Heimatmuseumsverein Gramais. Abgerufen am 27. März 2016.
  5. Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Gemeinden (Hrsg.): Gemeindefinanzbericht 2020. Die Finanzlage der Gemeinden Tirols im Haushaltsjahr 2019. 2020, S. 162 (Digitalisat [PDF]).
  6. Kein Kandidat: Tiroler Dorf sagt Gemeinderatswahlen ab. In: Kurier. Abgerufen am 3. Juni 2016.
  7. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 14. April 2021.
  8. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 14. April 2021.
  9. Land Tirol - Wahlen 2004. Abgerufen am 15. April 2021.
  10. Jürgen Gerrmann: Gramais: Zukunft steht in den Sternen. Rundschau. Die führende Wochenzeitung im Oberland und Außerfern. 22. März 2021.
  11. Gemeinde. In: Gramais. Abgerufen am 15. April 2021 (deutsch).
  12. Tirol Atlas, Geographie Innsbruck: Gramais. Abgerufen am 3. Juni 2016.