Lermoos

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Lermoos
Wappen von Lermoos
Lermoos (Österreich)
Lermoos
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 56,41 km²
Koordinaten: 47° 24′ N, 10° 53′ OKoordinaten: 47° 24′ 0″ N, 10° 53′ 0″ O
Höhe: 1004 m ü. A.
Einwohner: 1.114 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 20 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6631
Vorwahl: 05673
Gemeindekennziffer: 7 08 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unterdorf 15
6631 Lermoos
Website: www.lermoos.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Stefan Lagg (Unabhängiges Lermoos)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
9 Lermoos für Alle - LfA, 4 Dorfliste
Lage der Gemeinde Lermoos im Bezirk Reutte
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lermoos ist eine Gemeinde mit 1114 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lermoos liegt am Westrand der Beckenlandschaft des von der Loisach durchflossenen Lermooser Moos, einer ehemaligen Sumpflandschaft, zwischen den Lechtaler Alpen, Ammergauer Alpen und dem Wettersteingebirge. Die Herkunft des Namens ist nicht restlos geklärt; er könnte möglicherweise von Larinmoos („leeres, ungenutztes Moos“) oder auch von Lärchenmoos abgeleitet sein. Ortsteile sind Gries, Obergarten, Untergarten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lermoos gilt als einer der ältesten Orte im Außerfern. Ersturkundlich wird er als „Larinmos“ in den Jahren 1073–1078 in einer Aufzeichnung des Hochstifts Freising über den Grenzverlauf im Werdenfelser Land genannt.[1] Durch die Lage an der wichtigen Verbindung über den Fernpass war Lermoos einst wirtschaftlich recht bedeutsam. Es bestand dort um 1500 ein Warenzwischenlager, und bereits im Jahr 1318 wurde ein „neuer Salzstadel“ erwähnt, welcher 1678 durch einen Neubau ersetzt wurde.[2] Mit dem Ausbau der Verkehrswege über den Arlberg ging die Blütezeit von Lermoos zu Ende, bis nach dem Zweiten Weltkrieg der Aufstieg zur wichtigsten Tourismusgemeinde im Außerfern gelang. Mittlerweile hat Lermoos über 500.000 Übernachtungen pro Jahr, die sich vor allem auf die Sommermonate konzentrieren. Lermoos hat Anteil an der Zugspitz-Arena und mit dem Grubigstein ein eigenes Skigebiet, das von den Bergbahnen Langes betrieben wird. Der 1984 eröffnete Lermoostunnel entlastet den Ort vom Durchzugsverkehr. Die Gemeinde ist über die Außerfernbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Den Betrieb auf der Außerfernbahn führt momentan die Deutsche Bahn mit neuen Regionalzügen der Baureihe 2442 durch.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lermoos

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berühmte Gäste oder Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berwang, Biberwier, Bichlbach, Ehrwald, Garmisch-Partenkirchen, Heiterwang, Nassereith, Reutte

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lermoos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Lermoos – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 217–218, Nr. 245.
  2. Ignaz Mader: Der Turm und der Salzstadel in Lermoos. In: Veröffentlichungen des Museum Ferdinandeum. Bd. 12 (1932), S. 233–238 (PDF, 440 KB).