Großderschau

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Großderschau führt kein Wappen
Großderschau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großderschau hervorgehoben
52.79138888888912.36916666666728Koordinaten: 52° 47′ N, 12° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Havelland
Amt: Rhinow
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 20,15 km²
Einwohner: 449 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16845
Vorwahl: 033875
Kfz-Kennzeichen: HVL, NAU, RN
Gemeindeschlüssel: 12 0 63 112
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Lilienthalstraße 3
14728 Rhinow
Webpräsenz: www.rhinow.de
Bürgermeister: Christiane Gernt
Lage der Gemeinde Großderschau im Landkreis Havelland
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Über dieses Bild

Großderschau (früher: Friedrichsdorf) ist eine Gemeinde im Landkreis Havelland in Brandenburg. Die Gemeinde gehört dem Amt Rhinow an. Der Verwaltungssitz des Amtes ist in der Stadt Rhinow.

Geografie[Bearbeiten]

Großderschau liegt im Westen des Landes Brandenburg im Landkreis Havelland ungefähr 24 km nördlich von Rathenow und ungefähr 70 km westlich von Berlin-Spandau an der Dosse und befindet sich im Naturpark Westhavelland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:

  • Altgarz
  • Rübehorst

Als Wohnplätze der Gemeinde sind ausgewiesen:

  • Brenkenhof
  • Friedrichsbruch
  • Friedrichsdorf
  • Jühlitz
  • Klausiushof
  • Kleinderschau
  • Neugarz
  • Raminsgut
  • Wilhelminenaue
Kirche Großderschau


Geschichte[Bearbeiten]

1773 bis 1775, nach der Eindeichung der Dosse, wurde die Kolonie Friedrichsdorf mit neun weiteren Dörfern und Weilern auf bestehenden Siedlungsplätzen gegründet: Brenkenhof, Großderschau, Klein-Derschau, Friedrichsbruch, Jülitz, Klausiushof, Wilhelminenaue, Petershagen, Raminsgut. Für die zu Sieversdorf neu angelegten Ortschaften wurde 1785 eine neue Kirche nach dem Vorbild der Garnisonkirche (Potsdam) in Friedrichsdorf erbaut, ursprünglich Simultankirche für Lutheraner und Reformierte, da unter den neuen Ansiedlern auch viele reformierten Bekenntnisses waren. Für die Lutheraner wurde der Prediger in Sieversdorf und für die Reformierten der Prediger von Spiegelberg bei Neustadt bestellt, welche bis 1828 abwechselnd alle 14 Tage Gottesdienst zu halten hatten.

Am 1. Juni 1951 wurde Friedrichsdorf in Großderschau umbenannt, und die neun kleinen Dörfer kamen nun zu Großderschau. Den Namen erhielt das Dorf nach dem preußischen Staatsminister Christoph Friedrich von Derschau.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1775 122
1785 143
1800 164
1817 146
1840 177
1858 169
1875 167
1890 159
1910 147
1925 149
1933 145
1939 395
Jahr Einwohner
1946 725
1950 686
1964 422
1971 496
1981 635
1985 606
1989 616
1990 607
1991 604
1992 583
1993 594
1994 585
Jahr Einwohner
1995 586
1996 578
1997 584
1998 594
1999 590
2000 588
2001 595
2002 586
2003 558
2004 551
2005 545
2006 548
Jahr Einwohner
2007 519
2008 527
2009 515
2010 492
2011 467
2012 464
2013 453
2014 449

Gebietsstand des jeweiligen Jahres [2][3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Großderschau besteht aus 8 Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Wählergruppe Bauern 4 Sitze
  • Einzelbewerber Specht 1 Sitz
  • SPD 1 Sitz
  • Einzelbewerber Norbert Lamprecht 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Yvonne Ratzmer 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten]

Christiane Gernt wurde in der Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014 mit 86,4 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Großderschau stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Heimathaus Großderschau mit Butterakademie und Kolonistenhof zur Kolonisierungsgeschichte im Rhinluch und Dossebruch unter Friedrich II. und über das dörfliche Leben zur Kolonistenzeit
  • Naturpark Westhavelland
  • Dorfkirche Großderschau, als Kolonistenkirche 1780–1785 im Auftrag Friedrich II. für die neun Dörfer um das damalige Friedrichsdorf im Stil der Potsdamer Garnisonkirche erbaut

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die B 102.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • G. W. Schinkel: Geschichte von Sieversdorf bei Neustadt a. D., 1875.
  • von Joh. Schultze: Die Hofbesitzer in den Dörfern des Landes Ruppin 1491 bis 1700, 1937.
  • von Joh. Schultze: Die Herrschaft Ruppin und ihre Bevölkerung nach dem 30jähr. Krieg, 1925

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil II, Ruppin. 327 S., Weimar 1972 (S.40/1)
  3. Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.5 Landkreis Havelland, S. 14–17 PDF
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014 PDF
  5. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  6. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großderschau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien