Mühlenberge

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mühlenberge führt kein Wappen
Mühlenberge
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mühlenberge hervorgehoben
Koordinaten: 52° 40′ N, 12° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Havelland
Amt: Friesack
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 39,62 km2
Einwohner: 720 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 14662
Vorwahlen: 033237, 033238
Kfz-Kennzeichen: HVL, NAU, RN
Gemeindeschlüssel: 12 0 63 202
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 22
14662 Friesack
Website: www.muehlenberge.de
Bürgermeister: Matthias Rehder
Lage der Gemeinde Mühlenberge im Landkreis Havelland
BrieselangDallgow-DöberitzFalkenseeFriesackGollenberg (Havelland)GroßderschauHavelaueKetzin/HavelKleßen-GörneKotzen (Havelland)Märkisch LuchMilower LandMühlenbergeNauenNennhausenPaulinenauePessinPremnitzRathenowRetzowRhinowSchönwalde-GlienSeeblickStechow-FerchesarWiesenaueWustermarkBrandenburgKarte
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Umgebungskarte

Mühlenberge ist eine Gemeinde im Norden des brandenburgischen Landkreises Havelland. Sie gehört zum Amt Friesack mit Sitz in Friesack.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mühlenberge liegt ca. 60 km nordwestlich von Berlin am Ostrand des bis zu 77 Meter ü. NHN hohen Ländchens Friesack und westlich des Großen Havelländischen Hauptkanals. Mühlenberge liegt zentral zwischen den Städten Rathenow, Nauen, Kyritz und Neuruppin.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mühlenberge besteht aus den Ortsteilen Haage, Senzke und Wagenitz sowie dem Wohnplatz Karlsaue.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Haage wurde im Jahr 1307 erstmals urkundlich erwähnt.

Haage, Senzke und Wagenitz gehörten seit 1817 zum Kreis Westhavelland in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Nauen im DDR-Bezirk Potsdam. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Havelland.

Die Gemeinde Mühlenberge entstand am 31. Dezember 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Haage, Senzke und Wagenitz.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Haage Senzke Wagenitz Jahr Mühlenberge Jahr Mühlenberge
1875 483 250 365 2002 819 2015 720
1910 431 283 370 2005 792 2016 711
1939 374 225 315 2010 755 2017 711
1946 601 472 522 2011 729 2018 720
1950 628 457 580 2012 736
1971 353 341 394 2013 710
1990 284 299 343 2014 726
1995 262 265 331
2000 272 273 330
2001 259 252 314

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[4][5][6]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung Mühlenberge besteht aus zehn Mitgliedern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Partei / Wählergruppe Sitze
Wählerunion Mühlenberge (WUM) 7
Bürgerbündnis Mühlenberge (BBM) 2
SPD 1

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2014: Hendrik Frost[8]
  • seit 2014: Matthias Rehder (Wählerunion Mühlenberge)[9]

Rehder wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 69,6 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Mühlenberge stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale, darunter

  • Kirche in Haage aus dem 17. Jahrhundert mit aufwendiger Innenausstattung aus dunklem Eichenholz (ursprünglich in der Dorfkirche Döberitz)
  • Kirche in Senzke aus dem 17. Jahrhundert mit Bauernmalerei und Apsis nach Schinkel’schem Vorbild
  • Kirche in Wagenitz aus dem 17. Jahrhundert mit Votivgemälde von Chr. v. Bredow aus dem Jahr 1664
  • Schwedenturm in Wagenitz

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 5 zwischen Friesack und Nauen.

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Friesack (Mark) und Paulinenaue an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg. Sie werden von der Regional-Express-linie RE 2 Wismar–Berlin–Cottbus bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Jahrhunderte übten Angehörige derer von Bredow Einfluss auf die Geschicke der heutigen Ortsteile der Gemeinde aus.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Mühlenberge
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Havelland. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  8. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 25
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  10. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mühlenberge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien