Hasselroth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hasselroth
Hasselroth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hasselroth hervorgehoben

Koordinaten: 50° 10′ N, 9° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 18,92 km2
Einwohner: 7345 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 388 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63594
Vorwahl: 06055
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, HU, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 015
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bodo-Käppel-Platz 1
63594 Hasselroth
Website: www.hasselroth.de
Bürgermeister: Matthias Pfeifer (Soziale Wähler-Gemeinschaft (SWG))
Lage der Gemeinde Hasselroth im Main-Kinzig-Kreis
NiederdorfeldenSchöneck (Hessen)NidderauMaintalHanauGroßkrotzenburgRodenbach (bei Hanau)ErlenseeBruchköbelHammersbachNeuberg (Hessen)Ronneburg (Hessen)LangenselboldHasselrothFreigericht (Hessen)GründauGelnhausenLinsengericht (Hessen)BiebergemündFlörsbachtalJossgrundBad OrbWächtersbachBrachttalSchlüchternBirsteinSinntalBad Soden-SalmünsterGutsbezirk SpessartSteinau an der StraßeSteinau an der StraßeBad Soden-SalmünsterBad Soden-SalmünsterGutsbezirk SpessartBayernLandkreis OffenbachOffenbach am MainFrankfurt am MainLandkreis FuldaVogelsbergkreisLandkreis GießenWetteraukreisHochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Hasselroth

Hasselroth ist eine Gemeinde im hessischen Main-Kinzig-Kreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt zwischen der Kinzigaue im Norden und den nordwestlichen Ausläufern des Spessart am Ostrand des Rhein-Main-Gebietes.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasselroth grenzt im Norden an die Gemeinde Gründau und die Stadt Gelnhausen, im Osten an die Gemeinde Linsengericht, im Süden an die Gemeinde Freigericht, im Südwesten an die Gemeinde Rodenbach sowie im Westen an die Stadt Langenselbold.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Orten Gondsroth, Neuenhaßlau (Sitz der Gemeindeverwaltung) und Niedermittlau. Die drei Ortsteile sind geographisch deutlich voneinander getrennt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindebildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Oktober 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Neuenhaßlau und Gondsroth zur Gemeinde neuen Gemeinde „Hasselroth“.[2] Der Gemeindename ist eine Wortschöpfung aus den Namen der beiden früheren Gemeinden. Zum 1. Juli 1974 wurde die damals noch selbständige Gemeinde Niedermittlau kraft Landesgesetz nach Hasselroth eingemeindet.[3][4] Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hasselroth 7301 Einwohner. Darunter waren 385 (5,3 %) Ausländer, von denen Hasselroth aus dem EU-Ausland, 157 aus anderen Europäischen Ländern und 67 aus anderen Staaten kamen.[5] Die Einwohner lebten in 3165 Haushalten. Davon waren 812 Singlehaushalte, 1054 Paare ohne Kinder und 993 Paare mit Kindern, sowie 255 Alleinerziehende und 51 Wohngemeinschaften.[6] 3552 Einwohner gehörten der evangelischen (48,7 %) und 1714 Einwohner der katholischen (23,5 %) Konfession an.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasselroth: Einwohnerzahlen von 1973 bis 2015
Jahr  Einwohner
1973
  
6.565
1975
  
6.650
1980
  
6.875
1985
  
6.922
1990
  
7.129
1995
  
7.543
2000
  
7.460
2005
  
7.403
2010
  
7.291
2011
  
7.301
2015
  
7.261
Quellen: [8]; Hessisches Statistisches Informationssystem[9]; Zensus 2011[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes vorläufiges Ergebnis,[10] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[11][12][13]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2021
    
Insgesamt 27 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,5 8 44,4 12 49,5 13 49,6 13 54,8 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 15,3 4 28,1 7 31,9 9 34,8 10 27,9 9
SWG Soziale Wählergemeinschaft Hasselroth 51,7 14 17,5 5 10,4 3 10,5 3 7,5 2
FDP Freie Demokratische Partei 4,5 1 10,0 3 4,7 1 5,1 1
DIE LINKE Die Linke 3,5 1
BVH Bürgervertretung Hasselroth 9,8 3
gesamt 100,0 27 100,0 27 100,0 27 100,0 27 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 55,5 54,2 49,8 47,9 54,3
Rathaus Hasselroth in Neuenhaßlau

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1993 werden in Hessen die Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt.[14]

Seit 2018 ist Matthias Pfeifer (SWG) Bürgermeister in Hasselroth.[14]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banner Hasselroth.svg

Wappen

Wappen der Gemeinde Hasselroth
Blasonierung:„In Gold oben ein schwarzer, gegengezinnter Balken, unten drei mit dem Stiel zusammengewachsene rote Haselnüsse.“[15]

Das Wappen wurde am 28. Juni 1974 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt. Die Gestaltung des Wappen lag in den Händen des Bad Nauheimer Heraldikers Heinz Ritt.

Das Wappen wurde von der früheren Gemeinde Neuenhaßlau übernommen und zeigt drei Haselnüsse als Symbol für dessen Ortsnamen "Hasela" (Hasel(nuss)), den gegengezinnten Balken aus dem Wappen der Herren von Rückingen und die Farben Rot und Gold der Grafschaft Hanau.

Flagge

Gemeinsam mit dem Wappen wurde durch das Innenministerium eine Flagge genehmigt, die ebenfalls von der früheren Gemeinde Neuenhaßlau übernommen wurde und die wie folgt beschrieben wird:

„Von Gelb und Rot dreimal (2:3:3:2) gespalten, im oberen Drittel das Gemeindewappen.“[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niedermittlau gibt es einen Fußballverein (FC Alemannia 1905 Niedermittlau) und einen Handballverein der in der Landesliga der Frauen spielt (FSG Altenhaßlau/Niedermittlau). In Neuenhaßlau gibt es einen Fußballverein (FV Viktoria 06 Neuenhaßlau), dessen zweite Mannschaft in der Saison 2007/2008 Meister in der Kia Kreisliga D Gelnhausen wurde. Außerdem gibt es einen Turnverein (TG Neuenhaßlau), der mit einigen Volleyballmannschaften aktiv ist.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niedermittlau existiert ein Heimatmuseum.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hasselroth hat mit dem Haltepunkt Niedermittlau Anschluss an die Bahnstrecke Fulda–Hanau, die hessische Kinzigtalbahn (Kursbuchstrecke 615).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasselbachschule in Neuenhaßlau
  • Grundschule Gondsroth
  • Grundschule Hasselbachschule in Neuenhaßlau
  • Grundschule Auwiesenschule in Niedermittlau
  • Außenstelle der Ludwig-Geißler-Schule aus Hanau

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hasselroth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Hasselroth – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2019 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)  (Hilfe dazu).
  2. Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 17. September 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 39, S. 1603, Punkt 1320; Abs. 9. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 9,2 MB]).
  3. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 5 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 362–363.
  5. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Hasselroth. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Dezember 2020.
  6. Haushalte nach Familien: Hasselroth. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Dezember 2020.
  7. Religionszugehörigkeit: Hasselroth. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Dezember 2020.
  8. Hasselroth, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 4. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  9. Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.
  10. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  11. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  12. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  13. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  14. a b Bürgermeister-Direktwahlen in Hasselroth. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  15. a b Genehmigung eines Wappen und einer Flagge der Gemeinde Hasselroth, Landkreis Gelnhausen vom 28. Juni 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1974 Nr. 28, S. 1250, Punkt 881 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 8,1 MB]).