KV Ostende

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KV Ostende
Logo des KV Ostende
Basisdaten
Name Koninklijke Voetbalklub Oostende
Sitz Ostende, Belgien
Gründung 1. Oktober 1905
Farben gelb-rot
Präsident Frank Dierckens
Website kvo.be
Erste Mannschaft
Cheftrainer Kåre Ingebrigtsen
Spielstätte Versluys Arena
Plätze 8432
Liga Division 1A
2018/19 14. Platz – Hauptrunde
Heim
Auswärts
Alternativ

Der KV Ostende, mit vollem Namen Koninklijke Voetbalklub Oostende, ist ein belgischer Fußballverein in der Hafenstadt und Seebad Ostende.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein entstand 1981 aus der Fusion zweier in Ostende ansässiger Fußballvereine.

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1905 wurde von ehemaligen Schülern Van Neste Genootschap Ostende gegründet und drei Jahre später trat der Klub dem belgischen Verband, der Union Belge des Sociétés de Sports Athlétiques, bei. 1911 entstand mit der Association Sportive Ostendaise ein Ortsrivale. Dieser erreichte 1931 erstmals die zweite Liga, wo 1935 als Vizemeister nur knapp der Aufstieg in die Erstklassigkeit verpasst wurde. In der Saison 1936/37 spielten beide Mannschaften zweitklassig. AS Ostende stieg am Ende der Saison ab, VG Ostende folgte ein Jahr später.

Getrennte Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Einführung der eingleisigen zweiten Liga 1952 gelang AS Ostende die Qualifikation. In den folgenden Jahren belegte die Mannschaft stets Plätze im Mittelfeld. 1969 gelang als Meister der Division 2 der Aufstieg in die 1. Division. Jedoch musste der Klub als Tabellenletzter sofort wieder absteigen. Als Vorletzter der zweiten Liga rutschte der Klub 1971 sogar in die Drittklassigkeit ab. 1973 gelang unter Trainer Norberto Höfling der Wiederaufstieg und in der folgenden Saison als Vizemeister die Rückkehr ins Oberhaus. 1974 konnte der Ortsrivale VG Ostende nach fast vierzig Jahren wieder in die Zweitklassigkeit zurückkehren und sich am Ende der Saison sogar für die Aufstiegsspiele qualifizieren, die jedoch als Letzter beendet wurden. 1977 stieg AS Ostende aus der ersten Liga ab und die beiden Ortsrivalen spielten 1977/78 wieder in einer Liga. Jedoch beendete VG Ostende die Spielzeit auf einem Abstiegsplatz, ein Jahr später wurde auch AS Ostende Letzter.

Nach der Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1981 fusionierten die beiden Ortsrivalen und der KV Ostende entstand. Diesem gelang 1992 die Rückkehr in die zweite Liga. Als Dritter erreichte die Mannschaft die Aufstiegsspiele, in denen sie sich mit fünf Siegen und einem Unentschieden mit elf Punkten ungeschlagen vor Eendracht Aalst (5 Punkte) durchsetzte und in die erste Liga aufstieg. Als Tabellensiebter gelang 1994 der Klassenerhalt, in der folgenden Saison gelangen nur fünf Siege und die Spielzeit wurde als Vorletzter beendet.

Abstieg und Absturz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der zweiten Liga wurden als Tabellendritter zwar die Aufstiegsspiele erreicht, Excelsior Mouscron war dort jedoch zu stark. 1998 gelang als Zweitligameister die Rückkehr ins Oberhaus, mit nur vier Siegen als Tabellenletzter dort der Klassenerhalt verpasst. 2000 scheiterte die Mannschaft erneut in den Aufstiegsspielen, ein Jahr später musste der Klub abgeschlagen als Tabellenletzter den gang in die Drittklassigkeit antreten. Dort erreichte der Klub als Tabellendritter die Aufstiegsspiele, scheiterte jedoch im Finale an VW Hamme deutlich mit 1:4.

Durchmarsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 trat die Mannschaft als Vizemeister erneut in den Aufstiegsspielen an, scheiterte jedoch an Oud-Heverlee. Nach dem Lizenzentzug für Berchem Sport gelang dennoch der Aufstieg. Hier überraschte die Mannschaft als Vizemeister und qualifizierte sich somit für die Aufstiegsspiele für die Jupiler League. Nach drei Siegen und drei Niederlagen wurde die Runde punktgleich mit KFC Verbroedering Geel beendet. Da diese jedoch als Tabellenzehnte in die Aufstiegsspiele gelangt waren und der bessere Tabellenrang in der regulären Saison entscheidet, schaffte KV Ostende die Sensation und den Durchmarsch in die erste Liga.

Mit fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer bzw. KSK Beveren verpasste KV Ostende den Klassenerhalt. Seitdem spielt der Verein wieder in der zweiten Liga und erreichte dort zuletzt 2012 die Relegationsrunde. Seit 2013 spielt der Verein erneut in der höchsten belgischen Spielklasse. In der ersten Saison erreichte Ostende Platz 9 und schloss die anschließenden Europa League-Play-offs als erster ab. Beide Finalspiele gegen den Ersten der anderen Play-off-Gruppe, dem KV Kortrijk, gingen 2:2 unentschieden aus. Im Elfmeterschießen setzte sich Ostende mit 3:2. Allerdings erhielt der Verein keine Lizenz für die Europa League. Das für eine Teilnahme noch erforderliche Spiel gegen den Vierten der Meister-Play-offs, dem SV Zulte Waregem wurde daher abgesagt.

In den Jahren 2015/16 konnte sich Ostende für die Meister-Play-offs qualifizieren, erreichte dort aber keinen Platz, der zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb berechtigte. In der Saison 2016/17 wurde Ostende Vierter der Meister-Play-offs und gewann auch die anschließenden Finalspiele, so dass es an der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League 2017/18 teilnehmen konnte. Dort schied man gegen Olympique Marseille aus.

Nachdem Ostende in der Saison 2017/18 nur an der Europa League-Play-offs teilnahm und sich dort abzeichnete, dass man die Play-off-Gruppe nicht gewann, wurde die Tätigkeit von Adnan Čustović als Trainer zum Saisonende beendet.[1] Nachfolger in der Saison 2018/19 wurde Gert Verheyen.

Am 6. März 2019 wurde auch er als Trainer abgelöst, nachdem feststand, dass auch in der Saison 2018/19 Ostende die Meister-Play-offs nicht erreichen konnte. Sportdirektor Hugo Broos übernahm auch die Aufgaben des Trainers.[2] Nach sechs Spieltagen in der Play-off hatte Ostende einen Rückstand von 4 Punkten zur Tabellenspitze bei noch zwölf zu vergebenen Punkten. Am 29. April 2019 beschlossen Broos und der Verein die sofortige Trennung.[3] Die Mannschaft wird bis zum Ende der Saison vom bisherigen Assistenztrainer Franky van der Elst trainiert.

Am 6. Mai 2019 wurde die Verpflichtung des Norwegers Kåre Ingebrigtsen für die nächsten zwei Spielzeiten als Trainer bekannt gegeben.[4]

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2014 übernahm Marc Coucke die Anteile des bisherigen Präsidenten des KV Ostende Yves Lejaeghere und wurde dann auch vom Verwaltungsrat zum Präsidenten berufen.[5] Nachdem Coucke im Februar 2018 auch die Mehrheit beim RSC Anderlecht gekauft hatte, musste er sich für einen Verein entscheiden. Er wurde Präsident beim RSC Anderlecht und gab sein Amt beim KV Ostende an Peter Callant weiter.[6]

Dieser gab nach einem Jahr die Aufgabe als Vereinspräsident an Frank Dierckens weiter, der zwischenzeitlich die Mehrheit der Vereinsanteile erworben hatte.[7]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Übersicht der Trainer des Vereins:

Amtszeit Nat. Trainer
1998–1999 BelgienBelgien Jean-Marie Pfaff
Oktober 2017 – Juni 2018 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Adnan Čustović[8][9]
2018–2019 BelgienBelgien Gert Verheyen
2019 BelgienBelgien Hugo Broos
2019 BelgienBelgien Franky van der Elst
2019– NorwegenNorwegen Kåre Ingebrigtsen

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name des Spielers Zeitraum Bemerkung
DanemarkDänemark Hans Aabech 1977–1979 • ehemaliger dänischer Nationalspieler
SchwedenSchweden Kurt Axelsson 1973–1976 • ehemaliger schwedischer Nationalspieler
BelgienBelgien Pierre Carteus 1974–1977 • ehemaliger belgischer Nationalspieler
BelgienBelgien Olivier De Cock 2010–0000 • ehemaliger belgischer Nationalspieler
• für FC Brügge und Fortuna Düsseldorf aktiv
• mehrfacher belgischer Meister und Pokalsieger mit FC Brügge
BelgienBelgien Léopold Gernaey 1952–1958 • ehemaliger belgischer Nationaltorhüter
SimbabweSimbabwe Knowledge Musona 2015– • simbabwischer Nationalspieler
• spielte in der Bundesliga für die TSG 1899 Hoffenheim und den FC Augsburg.
AustralienAustralien Paul Okon 2004–2005 • ehemaliger australischer Nationalspieler
BelgienBelgien Kevin Packet 0000–2007 • in der Jugendmannschaft des KVO aktiv

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gert Verheyen nieuwe Trainer. KV Ostende, 25. April 2018, abgerufen am 23. April 2019 (niederländisch).
  2. Gert Verheyen stopt als trainer – Hugo- Broos neemt voorlopig over. KV Ostende, 6. März 2019, abgerufen am 23. April 2019 (niederländisch).
  3. Kvo en Hugo Broos zetten punt achter samenwerking. KV Ostende, 29. April 2019, abgerufen am 30. April 2019 (niederländisch).
  4. KVO stelt noorse toptrainer Kare Ingebrigtsen voor. KV Ostende, 6. Mai 2019, abgerufen am 16. September 2019 (niederländisch).
  5. Coucke koopt KVO-aandelen Lejaeghere en is officieel voorzitter. Het laatest nieuws, 4. Juli 2014, abgerufen am 16. September 2019 (niederländisch).
  6. Marc Coucke: „Le KV Ostende restera à jamais dans mon cœur“. L'Avenir, 25. Februar 2018, abgerufen am 16. September 2019 (französisch).
  7. Frank Dierckens neemt fakkel over van Peter Callant. KV Ostende, 18. Februar 2019, abgerufen am 16. September 2019 (niederländisch).
  8. Ostende entlässt Yves Vanderhaeghe - Assistent Adnan Custovic übernimmt. In: GrenzEcho. 19. September 2017 (grenzecho.net [abgerufen am 30. November 2018]).
  9. Hermès Van Damme: Adnan Custovic mis à la porte à Ostende, l'entraîneur réagit. In: Walfoot.be. 26. April 2018 (französisch, walfoot.be [abgerufen am 30. November 2018]).