Kai Pflaume

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kai Pflaume, 2016

Kai Pflaume (* 27. Mai 1967 in Halle/Saale) ist ein deutscher Fernsehmoderator und Webvideoproduzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1968 zogen seine Eltern mit ihm und seinem Bruder Ralph von Leuna nach Leipzig. Mit 14 Jahren war Kai Pflaume Vizestadtmeister der Stadt Leipzig im Tischtennis. Nach dem Abitur an der Leipziger Max-Klinger-Schule leistete er von 1985 bis 1987 auf Rügen seinen Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee ab. Anschließend begann er an der Technischen Universität Magdeburg ein Informatikstudium.

Im Herbst 1989 verließ er die DDR, er gelangte über Budapest in die Bundesrepublik Deutschland. In Frankfurt am Main machte er anschließend eine Ausbildung zum Wertpapierhändler. Pflaume machte sich schließlich selbständig, indem er Veranstaltungen organisierte und moderierte.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflaume ist seit dem 10. August 1996 verheiratet und hat mit seiner Frau zwei Söhne. Die Familie lebt in Grünwald in der Nähe von München.[1]

Er ist ein Urenkel des Architekten Hermann Eberhard Pflaume, Ururgroßneffe des Geheimen Baurats Hermann Otto Pflaume und Verwandter des Stadtrichters Johann Caspar Pflaume, die einer traditionsreichen Ascherslebener Familie entstammen.

Fernsehkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Oktober 1991 hatte Kai Pflaume seinen ersten Fernsehauftritt als Kandidat in der ARD-Fernsehsendung Herzblatt, moderiert von Rudi Carrell.[2] Im Jahr 1993 wurde er durch ein Casting als Moderator entdeckt. Er begann seine Fernsehkarriere in der RTL-Show Nur die Liebe zählt (seit 1995 bei Sat.1).[3] Ab 1996 moderierte Pflaume zahlreiche Shows und Live-Events bei Sat.1: Die Glücksspirale, Rache ist süß, Die Comedy-Falle, Stars am Limit, Die LEGO Show, Träume werden wahr, Deutschland hilft – Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe oder Die Chance deines Lebens.

Seit 1999 ist er Gesellschafter der Firma Promikativ GmbH in Offenbach am Main. Das Unternehmen hat sich auf die Vermarktung und Vermittlung von Prominenten für Werbung spezialisiert.

Für die Castingshow Star Search im Sommer 2003 erhielt Pflaume einen Bambi.[4]

Zusammen mit seinem Kollegen Stefan Raab moderierte er auch Veranstaltungen für den Sender ProSieben, das zweite TV total Turmspringen oder die beiden ersten Wok-Weltmeisterschaften. In der Saison 2006/07 moderierte er in Sat.1 die Live-Übertragungen des UEFA-Pokals. Im Jahr 2004 sprach er in dem Animationsfilm Die Unglaublichen – The Incredibles die Rolle des ‚Frozone‘. Vom 26. Mai 2007 bis 15. Juli 2007 moderierte er auf dem Sender Sat.1 die Sendung Rich List – Jede Antwort zählt, die im Jahr 2008 in die dritte Staffel ging. Von Mitte September 2009 bis Mitte Oktober moderierte er die fünfteilige Castingshow Yes we can Dance, die in Sat.1 ausgestrahlt wurde.

Nach vielen Jahren bei Sat.1 wechselte Pflaume 2011 zur ARD.[5] Seine Beziehungsshow Nur die Liebe zählt, die von 1993 bis 1994 bei RTL gesendet wurde und seit 1995 in Sat.1 zu sehen war, lief im März 2011 aus. Sein erstes Format in der ARD war das Star Quiz mit Kai Pflaume. Seit Sommer 2011 moderiert er die Samstagabendshow Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell sowie Das ist Spitze!, eine Neuauflage der Sendung Dalli Dalli im NDR. Seit Herbst 2011 sendete die ARD zwei weitere Formate mit Kai Pflaume. Im Vorabendprogramm am Freitag präsentierte er das Familienquiz Drei bei Kai. Zudem wurde die Show Der klügste Deutsche 2011 ausgestrahlt.[6] Anfang des Jahres 2013 moderierte er als Vertretung von Barbara Schöneberger die NDR Talk Show zusammen mit Hubertus Meyer-Burckhardt. Seit Juli 2014 moderiert er im NDR Fernsehen die Ratesendung Kaum zu glauben! und seit 2015 die Vorabendshow Wer weiß denn sowas? im Ersten.

Im Juni 2013 wurde in der ARD die vierteilige Reportage-Reihe Zeig mir deine Welt gesendet, in der junge Menschen mit Down-Syndrom Pflaume an ihrem Alltagsleben teilhaben ließen. Als Gastgeber und Gesprächspartner der Reihe erhielt er 2014 den Bayerischen Fernsehpreis.

Fernsehmoderationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer bietet mehr?, 2016

Fortlaufend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige und einmalige Sendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kai Pflaume bei der Goldenen Kamera, 2012

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflaume fehlt das vorderste Glied am rechten Zeigefinger, nachdem er ihn als Zweijähriger im Scharnier einer Kellertür eingeklemmt hatte.[7][8]

Seit 2005 engagiert sich Pflaume mit seiner Stiftung Sehnsucht im Bereich Suchtprävention bei Jugendlichen.

YouTube[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenpflaume
Sprache Deutsch
Genre Unterhaltung
YouTube
Kanal EHRENPFLAUME
Gründung 05.04.2020
Abonnenten über 622.000
Aufrufe über 42.461.931
(Stand 25.04.2022)

Er betreibt seit April 2020 den YouTube-Kanal Ehrenpflaume, auf dem er in rund 25- bis 90-minütigen Videos erfolgreiche deutschsprachige Influencer einen Tag begleitet. Der Kanal hat Stand April 2022 über 600.000 Abonnenten sowie mehr als 40 Millionen Videoaufrufe.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Wielgohs: Pflaume, Kai. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Marcel Laskus: Ein Kai für alle. Er war Wertpapierhändler, ist Moderator und Influencer. Kaum ein Ostdeutscher hat die Regeln des Kapitalismus so gut verstanden wie Kai Pflaume. Das deutete sich schon vor dem Mauerfall an. In: Die Zeit. 5. Januar 2022 (zeit.de).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kai Pflaume – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie: Kai Pflaume bei promi-magazin.de, abgerufen am 10. September 2015.
  2. Stephan Imming: Rudi Carrell: Zum 85. Geburtstag zeigt NDR u. a. Herzblatt-Show mit KAI PFLAUME. Die Schlagerprofis, 16. Dezember 2019, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  3. Karriere: Kai Pflaume bei sat1.de, abgerufen am 10. September 2015.
  4. Thomas Lückerath: Bambi-Ehrung für "Das Wunder von Lengede". In: DWDL.de. 29. November 2003, abgerufen am 31. März 2022.
  5. Kai Pflaume geht zur ARD – und bleibt bei Sat.1 bei bild.de, abgerufen am 10. September 2015.
  6. Kai Pflaume sucht den klügsten Deutschen bei derwesten.de, abgerufen am 10. September 2015.
  7. Kai Pflaume – Schönheitsmakel, bei jolie.de, abgerufen am 10. September 2015.
  8. Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: Galerie zum Artikel – Promis mit Mut zur (Zahn-)Lücke. In: Stuttgarter Zeitung. Abgerufen am 17. Juni 2017.
  9. Ehrenpflaume auf YouTube, abgerufen am 18. Oktober 2020.