Krombach (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Krombach
Krombach (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Krombach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Schöllkrippen
Höhe: 254 m ü. NHN
Fläche: 10,65 km2
Einwohner: 2129 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63829
Vorwahl: 06024
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 138
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile[2]
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
63825 Schöllkrippen
Webpräsenz: www.gemeinde-krombach.de
Bürgermeister: Peter Seitz (Unabhängige Bürgerliste Krombach)
Lage der Gemeinde Krombach im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Krombach
Katholische Pfarrkirche St. Lambertus und St. Sebastian in Krombach

Krombach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen.

Turm der katholischen Kirche in Krombach

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krombach liegt in der Region Bayerischer Untermain im Kahlgrund am Krombach. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich in der Nähe des Dörnsteinbacher Sportplatzes mit 343 m ü. NN (Lage), der niedrigste liegt an der Kahl bei Mensengesäß auf 167 m ü. NN (Lage).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf die einzige Gemarkung Krombach verteilen sich zwei Ortsteile:

Ortsteil
Ort
Einwohner[2]
Krombach 1.993
Oberschur 163
Gemeinde Krombach 2.156

Auf die Ortsteile verteilen sich vier Orte[3]:

Ort Höhe
(m u. NN)
Ortsteil
Hauenstein 320 Krombach
Krombach 254 Krombach
Oberschur 319 Oberschur
Unterschur 216 Krombach

Die früheren Ortsteile Oberkrombach, Mittelkrombach und Unterkrombach sind heute baulich verwachsen und bilden den Ortsteil Krombach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde
Geiselbach
Markt
Mömbris
Nachbargemeinden Markt
Schöllkrippen
Gemeinde
Blankenbach

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Krombach leitet sich von dem gleichnamigen Bach Krombach ab[4], welcher das Dorf durchfließt und in Großblankenbach in die Kahl mündet. Im Volksmund wird der Ort „Krummich“ oder auch „Krommich“ genannt.[5]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1207 „Crumbach“
  • 1237 „Crumbbach“
  • 1240 „Crumppach“
  • 1250 „Crumbach“
  • 1283 „Grumbach“
  • 1380 „Krombach“

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krombach um 1850

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herrschaft der Grafen von Schönborn, die zum Fränkischen Ritterkreis gehörte, wurde 1806 zugunsten des Fürstentums Aschaffenburg mediatisiert und fiel mit diesem 1814 (zuvor ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Das Patrimonialgericht Krombach wurde 1849 aufgehoben.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Krombach gehörte zum Bezirksamt Alzenau, das am 1. Juli 1862 gebildet wurde. Dieses wurde am 1. Januar 1939 zum Landkreis Alzenau in Unterfranken. Mit dessen Auflösung kam Krombach am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1414 Einwohner
  • 1970: 1501 Einwohner
  • 1987: 1772 Einwohner
  • 1991: 1894 Einwohner
  • 1995: 2096 Einwohner
  • 2000: 2178 Einwohner
  • 2005: 2160 Einwohner
  • 2010: 2168 Einwohner
  • 2015: 2129 Einwohner

Hochwasser am 4. Mai 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Mai 2017 wurde der Kahlgrund von einem gewaltigen Unwetter heimgesucht, bei dem die Kahl und ihre Nebenbäche starkes Hochwasser hatten. Besonders heftig traf es dabei die Gemeinde Krombach.[6] Siehe dazu Hochwasser der Kahl 2017.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,4 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Unabhängige Bürgerliste Krombach    7 Sitze (51,6 %)
  CSU 5 Sitze (34,5 %)
  SPD 2 Sitze (14,0 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Peter Seitz (Unabhängige Bürgerliste Krombach), der im Jahr 2014 gewählt wurde.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FrankreichFrankreich Frankreich: Die Gemeinde Krombach unterhält mit der Gemeinde Soliers seit 1990 eine Partnerschaft.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dreimal von Rot und Gold geteiltem Schildhaupt in Rot über drei silberne Spitzen schreitend ein blau gekrönter goldener Löwe mit Doppelschweif

Wappengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Krombach war zum großen Teil im Besitz der Grafen von Rieneck und der Sitz eines Landgerichts. Die Grafen starben 1559 aus und die Gemeinde kam in den Besitz des Erzstifts Mainz. Im Jahr 1666 erwarb die Familie der Freiherrn und späteren Grafen von Schönborn das Landgericht Krombach. Der Ort wurde zum Mittelpunkt der Besitzungen der Grafen im oberen Kahltal. Der Löwe aus dem Wappen der Grafen Schönborn erinnert an ihre Herrschaft. Die Teilung von Rot und Gold im Schildhaupt wurde dem Wappen der Grafen von Rieneck entnommen. Die Farben Rot und Silber stammen aus dem Wappen des Kurstaats Mainz, zu dem der Ort gehörte.

Das Wappen wird seit dem 8. Juni 1967 geführt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachwerkhäuser an der Hauptstraße

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 871.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 124.000 Euro.

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 78 und im Bereich Handel und Verkehr 78 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 748. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 490 ha, davon waren 264 ha Ackerfläche und 214 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergarten und Kindertagesstätte
  • Grundschule

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b http://www.vg-schoellkrippen.de/index.php?id=255 Gemeinde Krombach | Zahlen & Fakten | Einwohner (Stand: 19. August 2014)
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/164238&attr=OBJ&val=1545
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 124 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Reihold Hein (Hrsg.): Kahlgrünner Wörderbuch. M. Kroeber GmbH, Linsengericht 2015, ISBN 978-3-00-051705-1.
  6. Land unter: Millionenschaden im Kahlgrund

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krombach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien