Liste spurlos verschwundener Menschen

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Begründung: Die Liste greift sich wahllos Einzelpersonen sowie unbekannte Personen vergangener Siedlungen und aus Vehrkehrsunfällen, um eine enzyklopädische Relevanz der Listenzusammenführung zu konstruieren. Die (ebenfalls unsinnige) als WL genutzte Liste spurlos verschwundener Menschen und Schiffe mit einem Artikel in der Wikipedia wurde heute bereits von einem Admin gelöscht. --Zollwurf (Diskussion) 13:23, 14. Jul. 2018 (CEST)

Die Liste spurlos verschwundener Menschen enthält enzyklopädisch relevante Personen, die außerhalb von kriegerischen Ereignissen spurlos verschwunden sind, das heißt, bei denen bisher weder sterbliche Überreste noch sonstige Hinterlassenschaften aufgetaucht sind, die auf ihr Schicksal schließen lassen.

Liste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Person(en) Art des Verschwindens
29 v. Chr. Alexander Helios und Ptolemaios Philadelphos Das Schicksal der beiden Söhne von Kleopatra VII und Marcus Antonius nach 29. v. Chr. ist unbekannt.
1203 Arthur I. Der designierte Erbe des englischen Throns verschwand im April 1203 während seiner Überführung als Gefangener nach Rouen.
um 1483 Prinzen im Tower Eduard V. von England und dessen Bruder Richard of Shrewsbury wurden zuletzt im Sommer 1483 im Tower gesehen. Danach verliert sich ihre Spur, und allgemein wird angenommen, dass sie ermordet wurden.
um 1498 Giovanni Caboto Der italienische Seefahrer brach 1498 zu einer Seereise nach Westen auf, um auf diesem Weg Asien zu erreichen. Über das weitere Schicksal Cabotos und den Verlauf seiner Reise ist nichts bekannt.
1501 Gaspar Corte-Real Der portugiesische Seefahrer verschwand mitsamt seinem Schiff spurlos auf einer Seereise. Ein Jahr später verschwand auch sein Bruder Miguel Corte-Real, der sich auf die Suche nach ihm gemacht hatte.
1526 Francisco de Hoces Der spanische Seefahrer und mutmaßliche Entdecker der Drakestraße wird seit Mai 1526 im Pazifik vermisst.
1546 Francisco de Orellana Der spanische Forscher und Eroberer verschwand auf ungeklärte Weise im Amazonasgebiet.
nach Oktober 1696 Henry Every Der englische Pirat verschwand spurlos nach seiner Ankunft in Irland.
1792 James Harrod Der Pionier der amerikanischen Besiedlung des US-Bundesstaats Kentucky ging 1792 auf eine längere Jagdtour in die Wildnis und wurde nie wieder gesehen.
1803 George Bass Der englische Forscher stach am 5. Februar 1803 zu seiner letzten Expedition nach Peru in See. Was genau ihm dort widerfuhr, ist unbekannt. Gerüchte sprachen von einem Unfall auf hoher See bis hin zu einem Attentat von Spaniern.
1809 Benjamin Bathurst Der englische Diplomat verschwand am 25. November 1809 in Perleberg und wurde nie wieder gesehen.
1829 John Lansing Der amerikanische Politiker verschwand am 12. Dezember 1829 auf mysteriöse Weise in New York City. Er verließ sein Hotel und wollte einen Brief aufgeben. Danach wurde er nicht wieder gesehen.
1848 Chatschatur Abowjan Der armenische Schriftsteller verschwand unter mysteriösen Umständen am 2. April 1848 in Jerewan, Armenien.
1848 Ludwig Leichhardt Der deutsche Entdecker verschwand mit seiner Expedition im Australischen Outback.
1861 Johann Heinrich Fischer Der Anführer des Freiämtersturms von 1830 verließ seinen Wohnort ohne Angabe eines Reiseziels und wurde nie mehr gesehen.
1890 Louis Le Prince Der französische Chemiker, Erfinder und Filmpionier wollte von Bourges nach Dijon reisen, um dort seinen Bruder zu besuchen. Laut diesem soll Le Prince am 16. einen Zug nach Paris bestiegen haben. Er kam dort aber nie an und blieb trotz intensiver Suche seiner Familie und der Polizei spurlos verschwunden. Was genau vor sich ging, ist bis heute ungeklärt.
1892 Hermann Fol Der Schweizer Zoologe legte am 13. März 1892 mit seiner Yacht in Bénodet (Bretagne) ab. Man hat danach nie wieder etwas von ihm bzw. seiner aus zwei Männern bestehenden Besatzung gehört.
1896 Albert Jennings Fountain Der amerikanische Politiker und sein Sohn, der ihn begleitete, verschwanden am 1. Februar 1896 auf dem Heimweg von einer Gerichtsverhandlung in Lincoln nach Mesilla im heutigen Bundesstaat New-Mexico. Von den beiden wurde nie wieder eine Spur gefunden.
1909 Joshua Slocum Der kanadisch-amerikanische Seefahrer verschwand mit seinem Boot auf einer Expedition nach Südamerika.
1916 Béla Kiss Der ungarische Serienmörder verschwand spurlos, wohl um seiner Verhaftung zu entgehen.
1916 Aeneas Mackintosh Als Leiter der Ross Sea Party brach Mackintosh zusammen mit Viktor Hayward am 8. Mai 1916 zu Fuß auf, um Hilfe für die gestrandeten Expeditionsmitglieder zu holen. Seither ist ihr Verbleib ungelöst.
1918 Arthur Cravan Der britische Dichter und Amateurboxer verschwand spurlos in Mexiko.
1924 Andrew Irvine Bei der Besteigung des Mount Everest umgekommen. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden. Es ist unbekannt, ob er vor seinem Tod den Gipfel erreichte.
1925 Percy Fawcett Der britische Archäologe und Forscher verschwand im brasilianischen Urwald.
1927 Charles Nungesser Der französische Flugpionier verschwand auf einem Atlantikflug von Paris nach New York City.
1928 Roald Amundsen Der norwegische Polarforscher verschwand mit seinem Flugzeug in der Arktis.
1930 Rasmus Villumsen Grönländischer Forscher und letzter Begleiter des Arktisforschers Alfred Wegener.
1937 Amelia Earhart Die amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin verschwand mit ihrem Flugzeug über dem Pazifik.
1938 Ettore Majorana Der italienische Physiker verschwand auf einer Schiffsreise von Neapel nach Palermo.
1941 Thomas C. Latimore Der amerikanische Marineoffizier und vormalige Gouverneur von Amerikanisch-Samoa verschwand am Sommer 1941 auf mysteriöse Weise auf Hawaii.
1944 Glenn Miller Der amerikanische Musiker, Komponist und Leiter einer Army Band verschwand im Dezember 1944 bei einem Flug über den Ärmelkanal.
1945 Heinrich Müller Hitlers Gestapo-Chef gilt seit Mai 1945 als verschollen.
1945 Alfred Partikel Der deutsche Landschaftsmaler verschwand beim Pilzesuchen bei Ahrenshoop.
1947 oder später Raoul Wallenberg Er wurde als Retter ungarischer Juden während des Holocausts bekannt. Sein Schicksal nach 1947 liegt im Dunklen.
1948 Arthur Coningham Der Offizier der Royal Air Force bestieg am 28. Januar 1948 in Lissabon eine Avro Tudor-Maschine der British South American Airways auf einer Geschäftsreise nach Südamerika. Am 30. Januar verschwand die Maschine in der Nähe der Bermuda-Inseln, der Unfall ist bis heute nicht aufgeklärt.
1961 Michael Rockefeller Der Sohn von Nelson Rockefeller verschwand während einer Expedition in die Asmat-Region im Südwesten Neuguineas.
1961 David Kenyon Webster Der amerikanische Schriftsteller, Journalist und Soldat fuhr am 9. September 1961 vor die Küste von Santa Monica (Kalifornien) und verschwand.
1965 Mehdi Ben Barka Der marokkanische Oppositionspolitiker verschwand am 29. Oktober 1965 in Paris. Vermutlich wurde er vom Geheimdienst verschleppt und ermordet; die genauen Umstände wurden jedoch nie geklärt und die Täter nie ermittelt.
1967 Jim Thompson Der amerikanische Unternehmer und frühere Geheimdienstmitarbeiter verschwand spurlos in Malaysia.
1967 Harold Holt Der damals amtierende Premierminister Australiens verschwand spurlos beim Baden an einem Strand in der Nähe von Melbourne.
1970 Sean Flynn Der amerikanische Fotograf und Schauspieler, Sohn von Errol Flynn, geriet während des Krieges in Kambodscha in die Hände des Vietcong und gilt seither als verschollen.
1972 Hale Boggs und Nick Begich Die amerikanischen Kongressabgeordneten verschwanden bei einem Flug über Alaska. Weder von ihnen noch von dem Flugzeug tauchte jemals eine Spur auf. Unter den Vermissten sind auch der Pilot der Maschine und zwei Wahlkampfhelfer.
1975 Bas Jan Ader Der niederländische Performance-Künstler verschwand im Juli 1975 mit seinem Segelboot Ocean Wave beim Versuch einer künstlerisch motivierten Atlantik-Überquerung. Sein Boot wurde etwa 10 Monate später an der irischen Küste angeschwemmt, er selbst oder Hinweise auf sein Schicksal wurden jedoch nie gefunden.
1975 Jimmy Hoffa Der amerikanische Gewerkschaftsführer, der auch Kontakte zur Mafia unterhielt, verschwand am 30. Juli spurlos.
1975 Mick Burke Der britische Bergsteiger verschwand bei einem Solo-Besteigungsversuch in unmittelbarer Gipfelnähe des Mt. Everest. Ein geschwächter Kollege erwartete ihn 100 Meter unter dem Gipfel zurück. Es wird vermutet, dass Burke in die unzugängliche Kangshung-Wand abstürzte. Es ist unbekannt, ob er zuvor den Gipfel erreichte.
1978 Eddie Aikau Der hawaiianische Lifeguard und Surfer gilt seit dem 17. März als verschollen auf See. Er war Crewmitglied des Forschungsschiffs Hōkūleʻa, das an jenem Tag kenterte. Aikau versuchte Hilfe zu holen und paddelte ohne Rettungsweste mit seinem Surfbrett Richtung Lānaʻi. Er wurde nie wieder gesehen. Der Rest der Crew wurde gerettet.
1982 Joe Tasker Der britische Bergsteiger versuchte zusammen mit Peter Boardman einen Anstieg auf der extrem gefährlichen und selten begangenen Route der Three Pinnacles auf den Mt. Everest. Boardmans Leiche fand man Jahre später beim zweiten Pinnacle auf einer Höhe von 8100 Metern, Joe Tasker hingegen blieb verschwunden. Es wird vermutet, dass er ins östliche Kangshung-Tal abstürzte.
1983 Emanuela Orlandi Die Tochter eines päpstlichen Dieners verschwand spurlos in Rom. Die Ermittlungen wurden im Mai 2012 wieder aufgenommen und im Oktober 2015 wegen Erfolglosigkeit wieder eingestellt.
1994 Ylenia Carrisi Der italienische TV-Star, Tochter von Albano und Romina Power, verschwand in New Orleans.
1995 Richey James Edwards Von dem walisischen Musiker, bekannt als Gitarrist der Manic Street Preachers, gab es keine bestätigten Sichtungen mehr, seitdem er am 1. Februar in London aus einem Hotel auscheckte. Sein Auto wurde einige Tage später nahe der Severn-Brücke gefunden, die häufig für Selbstmorde genutzt wird. Sein weiteres Schicksal bleibt ungeklärt. Er wurde im November 2008 für tot erklärt.
1995 Larry Hillblom Der amerikanische Mitbegründer des Logistikkonzerns DHL starb vermutlich am 21. Mai bei einem Flugzeugabsturz mit einem Wasserflugzeug vor der Marianeninsel Saipan; im Unterschied zu den beiden anderen Insassen des Flugzeugs wurde sein Leichnam aber nie gefunden.
1999 Jury Sacharanka Der belarussische Oppositionspolitiker verschwand spurlos.
1999 Wiktar Hantschar Der belarussische Oppositionspolitiker wurde in Minsk entführt und gilt seitdem als vermisst.
2000 Dmitri Sawadski Der belarussische Journalist verschwand in Minsk spurlos.
2006 Joe Pichler Der amerikanische Schauspieler verschwand am 5. Januar und wird seither vermisst.
2007 Madeleine McCann Das dreijährige britische Mädchen verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz und wird seitdem vermisst. Die portugiesische Polizei stellte die Ermittlungen nach 14 Monaten ein, nahm sie fünf Jahre später jedoch wieder auf. Die britische Polizei eröffnete 2011 eigene Ermittlungen. Trotz umfangreicher internationaler Ermittllungen konnte bis heute keine konkrete Spur gefunden werden.
2007 Jim Gray Der Informatiker verschwand mitsamt seinem Boot in der Nähe von San Francisco im Pazifischen Ozean.
2010 Georg Siegel Der Freiburger Schachspieler wurde zuletzt fahrradfahrend während eines Hochwassers der Dreisam gesehen.
2011 Daniel Lind Lagerlöf Der schwedische Regisseur verschwand bei stürmischem Wind an der schwedischen Skagerrak-Küste spurlos, als er im Tjurpannan-Naturreservat (nahe Tanumshede, Bohuslän) Dreharbeiten zum Kriminalroman Strandritter von Camilla Läckberg vorbereiten wollte.
2018 Karl-Erivan Haub Der deutsche Unternehmer und Chef der Tengelmann-Gruppe unternahm am 7. April alleine eine Skitour am Matterhorn und kehrte nicht zurück.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]