Ludwig

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Ludwig ist ein männlicher Vorname und ein Familienname.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name wurde als *Hlōdowik oder *Hlōdowig im Altfränkischen rekonstruiert und ist aus der Verbindung zweier Namenglieder, nach dem Prinzip germanischer Rufnamen, aufgebaut. Traditionell werden diese Namenglieder interpretiert als von den urgermanischen Wörtern *hlūdaz „laut“, „berühmt“ und *wiganą „kämpfen“, „[sich] bekriegen“[1][2] herkommend. Der Name wird demnach als „ruhmreicher Kämpfer“ übersetzt.[3][4]

Der niederländische Wissenschaftler R. van der Meulen stellt sich gegen diese Mehrheitsmeinung und verweist dabei auf Gregor von Tours, der den Namen Chlodwig ohne Ausnahme mit O schrieb. Daher erscheint ihm eine Herleitung von *lod- „Kriegsbeute“ wahrscheinlicher[5], was die Bedeutung „Beute (bringender) Kämpfer“ ergäbe. Für diese Hypothese spricht auch, dass wenn das erste Namenglied als *hlūdaz anstatt *lod- interpretiert würde, der Name Chlodomers zwei Namenglieder (*hlūdaz „berühmt“ und *mērijaz „berühmt“) mit einer, für einen germanischen Name sehr unüblichen, gleichen Bedeutung hätte.[5]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Ludwig ist vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet.[6]

In Deutschland zählte Ludwig bis in die 1930er Jahre hinein zu den beliebtesten Jungennamen. Er wurde dann bis in die 1960er Jahre hinein zwar seltener, jedoch immer noch regelmäßig vergeben, bevor er aus der Mode geriet. Seit Mitte der 2000er Jahre nimmt seine Popularität wieder zu.[7] Im Jahr 2021 lag er bereits auf Rang 86 der Hitliste.[8]

In Schweden hat Ludwig sich unter den 100 beliebtesten Jungennamen etabliert.[9]

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weibliche Varianten: siehe Luise #Varianten

Nachname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namenstage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig als Name von Herrschern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig ist der Name mehrerer Herrscher, siehe Liste von Herrschern namens Ludwig.

Ludwig als Künstlername[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig (* 1992), eigentlich Ludovico Franchitti, italienischer Musiker

Ludwig als Vorname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig als Familienname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

H[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

J[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

L[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

N[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

O[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

R[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

T[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

W[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Z[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludvig als Familienname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Ludvig (* 1961), tschechischer Eishockeyspieler und -scout
  • Nada Ludvig-Pečar (1929–2008), kroatische Komponistin und Hochschullehrerin

Ludwik als Familienname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Ludwik (1878–1934), österreichischer Wissenschaftler

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Ludwig – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. dazu Wolfgang Jungandreas: Chlodwig I. Der Name. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Online. In diesem Sinne „ruhmvoller Kämpfer“, so Jan de Vries: Altnordisches Etymologisches Worterbuch. 2. Aufl. Leiden/Boston/Köln 2000, S. 239.
  2. Gerhard Köbler: Althochdeutsches Wörterbuch. Sechste Auflage, 2014 s. v. lūt (1) 9, hlūt und wīg* (online).
  3. Jan de Vries: Altnordisches Etymologisches Worterbuch, 1962, S. 239. ISBN 978-90-04-05436-3.
  4. Marina Zheltukhina, Larisa G. Vikulovab; Gennady G. Slyshkinc and Ekaterina G. Vasileva: Naming as Instrument of Strengthening of the Dynastic Power in the early middle Ages (France, England, Vth –XIth Centuries). In: International Journal of Environmental and Science Education. Band 11, Nr. 14, 2016, S. 7200–7202 (ijese.net [PDF]).
  5. a b naamstam lod-. In: Nederlandse Voornamenbank. Meertens Instituut, abgerufen am 11. Juni 2022 (niederländisch).
  6. Ludwig. In: Vornamen Weltweit. Matthias Grönert, abgerufen am 11. Juni 2022.
  7. Ludwig. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 11. Juni 2022.
  8. Deutschlands beliebteste Namen des Jahres 2021 – Top 500. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 11. Juni 2022.
  9. Popularity in Sweden. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 11. Juni 2022.