Midway – Für die Freiheit

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Filmdaten
Deutscher TitelMidway – Für die Freiheit
OriginaltitelMidway
ProduktionslandUSA, China
OriginalspracheEnglisch, Japanisch
Erscheinungsjahr2019
Länge139 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieRoland Emmerich
DrehbuchWes Tooke
ProduktionRoland Emmerich,
Mark Gordon,
Harald Kloser
MusikHarald Kloser,
Thomas Wanker
KameraRobby Baumgartner
SchnittAdam Wolfe
Besetzung
Synchronisation

Midway – Für die Freiheit (Originaltitel Midway) ist ein historisches Actiondrama von Roland Emmerich, das am 7. November 2019 in die deutschen und am darauffolgenden Tag in die US-Kinos kam. Der Film erzählt von der Schlacht um Midway, einer entscheidenden Seeschlacht des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1937 besucht Edwin Layton (Patrick Wilson), der amerikanische Marineattaché in Japan, ein Bankett von Admiral Yamamoto. Bei einem persönlichen Gespräch mit Layton warnt Yamamoto, ein gemäßigterer Vertreter der imperialistischen japanischen Politik, dass ein Abschneiden Japans von der amerikanischen Ölversorgung zur Durchsetzung der Radikalen in Japan führen würde.

In Folge zeigt der Film die Entwicklung des Pazifikkrieges, vorrangig aus der Perspektive des Sturzkampf-Piloten Richard Best (Ed Skrein) und jener von Layton, nunmehr Chef des Nachrichtendienstes der Pazifikflotte. Gezeigte Kampfhandlungen sind etwa der japanische Angriff auf Pearl Harbor, der erste amerikanische Gegenschlag gegen die Marshallinseln, der Doolittle Raid und die Schlacht im Korallenmeer. Der Film kulminiert in der Schlacht von Midway im Juni 1942. Der Sieg in dieser Schlacht wendet den Krieg zugunsten der Amerikaner.

Historischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 4. bis zum 7. Juni 1942 kämpften bei den Midwayinseln große Verbände der Kaiserlich Japanischen Marine und der United States Navy. Die Midwayinseln sind nach dem kleinen Kure-Atoll die westlichsten der Nordwestlichen Hawaii-Inseln und waren zu dieser Zeit der am weitesten im Westen liegende Vorposten der US-Amerikaner im Zentralpazifik. Der strategische Wert der Inseln selbst war gering, da sie sich aufgrund ihrer geringen Größe nur als Aufklärungsstützpunkt eigneten. Die Schlacht, die mit der Versenkung von vier japanischen Flugzeugträgern endete, gilt als Wendepunkt des Pazifikkriegs. Fortan befanden sich die japanischen Streitkräfte in der Defensive. Einer der Befehlshaber der US-Flotte war Chester W. Nimitz, ein anderer Raymond A. Spruance. Yamaguchi Tamon war ein japanischer Admiral, der 1942 bei der Schlacht um Midway starb.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Roland Emmerich, der sich in Hollywood einen Ruf als „Master of Desaster“ machte. Das Drehbuch schrieb Wes Tooke, der erstmals in dieser Funktion für einen Spielfilm tätig war.

Luke Evans ist in der Rolle von Lieutenant Commander Wade McClusky zu sehen, Woody Harrelson spielt Admiral Chester Nimitz und Luke Kleintank Lieutenant Clarence Earle Dickinson. Die Rolle von Konteradmiral Raymond A. Spruance übernahm Jake Weber. James Carpinello spielt Captain Brockman, Patrick Wilson übernahm die Rolle von Edwin Layton und Mandy Moore die von Anne Best. Tadanobu Asano, ein japanischer Filmschauspieler, der meist düstere, oft auch geisteskranke Charaktere spielt, übernahm die Rolle von Konteradmiral Yamaguchi Tamon.

Die Dreharbeiten fanden zwischen 24. September und 12. Dezember 2018 im kanadischen Montréal statt. Weitere Aufnahmen entstanden vor Hawaii. Als Kameramann fungierte Robby Baumgartner.

Die Filmmusik wurde von Harald Kloser und Thomas Wanker komponiert. Der Soundtrack, der 23 Musikstücke umfasst, wurde am 8. November 2019 von Music.Film Recordings und Varese Sarabande als Download veröffentlicht.[2]

Ende Juni 2019 wurde ein erster Trailer vorgestellt.[3] Am 24. Oktober 2019 erfolgte eine erste Vorstellung des Films in der Münchner Astor Filmlounge im Filmpalast.[4][5] Der Film kam am 7. November 2019 in die deutschen[6] und am darauffolgenden Tag in die US-Kinos.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA wurde der Film von der MPAA als PG-13 eingestuft. In Deutschland wurde der Film von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. In der Freigabebegründung heißt es, im Vordergrund stünden die bildgewaltigen Kampfhandlungen und die heldenhaft inszenierten US-Kampfpiloten, die gegen eine große japanische Übermacht antreten müssen, und im Zuge der zahlreichen Kriegs- und Actionszenen seien mehrfach getötete Zivilisten und Soldaten zu sehen. Die einseitige Heldendarstellung der Amerikaner könne dabei von Zuschauern ab 16 Jahren in den historischen Zusammenhang gestellt und kritisch hinterfragt werden.[7]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt stieß der Film bei den Kritikern auf geteiltes Echo.[8]

Die Filmkritikerin Antje Wessels bemerkt zur visuellen Aufmachung des Films: "Hier offenbart sich nämlich sehr zügig, dass der Film zwar inhaltlich durch und durch die Luft früher Ninties-Kriegsactioner atmet, aber eben doch aus dem Jahr 2019 stammt." Von Hand gemacht sei hier nämlich kaum mehr etwas, die abgebrannten Explosionen, von denen es diverse gebe, stammten allesamt aus dem Computer, und Feuerflammen, abstürzende Flugzeuge und der Trubel auf Flugzeugträgern, all das wirke künstlich. Auch wenn Midway – Für die Freiheit kein guter Film sei, könne man ihm auch nicht absprechen, ziemlich unterhaltsam zu sein.[9]

Laut Markus Keuschnigg von der Presse ist Midway ein Film „mit vielen Figuren, aber ohne Charaktere“, und „Dutzenden Nebenrollen mit schwer voneinander unterscheidbaren, feschen jungen Männern“, der aber dank Emmerichs routinierter Inszenierung „halbwegs funktioniert“.[10]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Budget von rund 100 Millionen US-Dollar stehen bisher weltweite Einnahmen von 53,9 Millionen US-Dollar gegenüber, von denen der Film allein 34,9 Millionen im nordamerikanischen Raum einspielen konnte.[11]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Benedikt Rabanus im Auftrag von Scalamedia.

Darsteller Synchronsprecher Rolle
Ed Skrein Manuel Straube Lieutenant Richard „Dick“ Best
Patrick Wilson Manou Lubowski Edwin Layton
Woody Harrelson Thomas Nero Wolff Admiral Chester W. Nimitz
Luke Evans Sascha Rotermund Lieutenant Commander Wade McClusky
Mandy Moore Anja Stadlober Anne Best
Dennis Quaid Martin Umbach Vizeadmiral William F. Halsey
Aaron Eckhart Tom Vogt Lieutenant Colonel James Harold Doolittle
Nick Jonas Armin Schlagwein Bruno Gaido
Brennan Brown: Marcus Off Joseph Rochefort
Alexander Ludwig Jannik Endemann Lieutenant Roy Pearce

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Midway – Für die Freiheit. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 194723/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. 'Midway' Soundtrack Details. In: filmmusicreporter.com, 7. November 2019.
  3. Regina Singer: „Midway“: Erster Trailer zu Roland Emmerichs Kriegsfilm mit Starbesetzung. In: filmstarts.de, 27. Juni 2019.
  4. https://www.filmecho.de/aktuell/filmwirtschaft/25-10-2019-special-midway-screening/
  5. Jochen Müller: Foto des Tages: Special Screening von „Midway“ in München. In: Blickpunkt:Film, 25. Oktober 2019.
  6. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 28. Juni 2019.
  7. Freigabebegründung für Midway – Für die Freiheit In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 7. November 2019.
  8. https://www.rottentomatoes.com/m/midway_2019
  9. https://wessels-filmkritik.com/2019/11/06/midway/
  10. Markus Keuschnigg: „Midway“: Wackere Cowboys im Pazifikkrieg. Die Presse, 8. November 2019, abgerufen am 10. November 2019.
  11. Midway. In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 19. November 2019.