Moscufo

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Moscufo
Wappen
Moscufo (Italien)
Moscufo
Staat Italien
Region Abruzzen
Provinz Pescara (PE)
Koordinaten 42° 26′ N, 14° 3′ OKoordinaten: 42° 26′ 0″ N, 14° 3′ 0″ O
Höhe 246 m s.l.m.
Fläche 20 km²
Einwohner 3.168 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 158 Einw./km²
Stadtviertel Casale, Moscufo Scalo, Pischiarano, Selvaiella, Senarica, Valle Pelillo, Villa Sibi
Angrenzende Gemeinden Cappelle sul Tavo, Collecorvino, Loreto Aprutino, Pianella, Spoltore
Postleitzahl 65010
Vorwahl 085
ISTAT-Nummer 068025
Volksbezeichnung Moscufesi
Schutzpatron San Cristoforo
Website Moscufo
Moscufo
Moscufo

Moscufo ist eine italienische Gemeinde mit 3168 Einwohnern in der Provinz Pescara in den Abruzzen. Der Ort in Hügellage ist etwa zwanzig Kilometer von der Küste und der Stadt Pescara entfernt und weist noch viele mittelalterliche Bauelemente auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Namens Moscufo ist nicht völlig geklärt. Relativ wahrscheinlich war es der Sitz eines langobardischen Adeligen gewesen, um den sich im Lauf der Zeit eine befestigte Ortschaft entwickelt hat. Allerdings war die Moscufo nachweislich bereits in der Antike besiedelt. Im Mittelalter gehörte der Ort zum Herrschaftsbereich der Familien Piccolomini und Figliola.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch heute sind Überreste einer schwachen Stadtbefestigung (Tore) zu sehen. Sehenswert sind zudem der Palazzo Ferri und der Palazzo Orsini und vor allem die Kirche Santa Maria del Lago.

Chiesa di San Cristoforo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist die Hauptkirche inmitten des Ortes. Das Kirchengebäude weist ein sehr kurzes Kirchenschiff auf. Im Inneren Bilder, Fresken und vor allem Ornamentik aus dem 17. Jahrhundert.

Chiesa di Santa Maria del Lago[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Santa Maria del Lago gehörte zu der Benediktinerabtei San Clemente a Casauria und weist mittelalterliche Fresken auf. Sie liegt etwas außerhalb von Moscufo am Friedhof Richtung Pescara. Die Grundmauern sind aus dem neunten Jahrhundert; erwähnt wird die Kirche urkundlich im Jahre 969. Es ist eine sehr kleine romanische Kirche mit einer sehr großen mehrfarbigen Kanzel aus dem Jahre 1156. Die Kanzel aus der Werkstatt von Roberto di Ruggero ist das einzige noch vollständige Lesepult aus dieser Zeit. Es zählt zu den wichtigen Kunstschätzen der Region, da selbst die Ornamente, die zahlreichen verschiedenfarbigen Figuren des berühmten Künstlers Nicodemo da Guardiagrele, gut erhalten sind. Die Fresken sind gleich alt, aber in eher schlechtem Zustand. Das Aussehen der heutigen Kirche stammt von 1733, als sie renoviert wurde.

Die Kirche ist normalerweise abgeschlossen, den Schlüssel bekommt man aber (Stand: Sommer 2004) ohne Probleme in einem Begegnungshaus, das von Glaubensschwestern geführt wird. Es ist Richtung Moscufo, erste Straße links, wieder links, das erste Haus auf der linken Seite, "La Casa di Manuelle".

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde werden Reben der Sorte Montepulciano für den DOC - Wein Montepulciano d’Abruzzo angebaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rolf Toman (Hrsg.): Die Kunst der Romanik. Architektur - Skulptur - Malerei. Köln 1996, S. 311.
  • Roger Willemsen: Die Abruzzen. Das Bergland im Herzen Italiens. Kunst, Kultur und Geschichte. Köln 1990, S. 289.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moscufo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.