Oyten

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Wappen Deutschlandkarte
Oyten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oyten hervorgehoben

Koordinaten: 53° 4′ N, 9° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Verden
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 63,43 km2
Einwohner: 16.085 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 254 Einwohner je km2
Postleitzahl: 28876
Vorwahl: 04207
Kfz-Kennzeichen: VER
Gemeindeschlüssel: 03 3 61 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 55
28876 Oyten
Website: www.oyten.de
Bürgermeisterin: Sandra Röse (CDU)
Lage der Gemeinde Oyten im Landkreis Verden
EmtinghausenRiedeDörverdenBlenderOttersbergOytenAchimBremenLangwedelThedinghausenVerden (Aller)KirchlintelnLandkreis VerdenNiedersachsenLandkreis DiepholzLandkreis Nienburg/WeserLandkreis HeidekreisLandkreis OsterholzLandkreis Rotenburg (Wümme)Karte
Über dieses Bild

Oyten (plattdeutsch Eiten) ist eine kreisangehörige Einheitsgemeinde im Landkreis Verden, Niedersachsen. Sie ist nach dem gleichnamigen ehemaligen Dorf, das heute den Kernortsteil bildet, benannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Oyten grenzt westlich an Bremen. Sie befindet sich auf dem Achimer-Oyter-Geestrücken, rechtsseitig der Weser und wird nördlich von der Wümme eingeschlossen.
Die Entfernung zur Nordsee beträgt ca. 60 km Luftlinie und in Streckenform (A27 nach Bremerhaven) ca. 76 km.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bassen (3318 Einwohner)
  • Bockhorst (1037 Einwohner)
  • Meyerdamm (508 Einwohner)
  • Oyten-Nord (2483 Einwohner)
  • Oyten-Süd (5702 Einwohner)
  • Oyterdamm (248 Einwohner)
  • Sagehorn (1773 Einwohner)
  • Schaphusen (533 Einwohner)

Der Migrantenanteil aus 62 verschiedenen Staaten ist mit 3,7 Prozent sehr gering. (Stand: 31. Dezember 2011).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bremen begrenzt Oyten im Westen, der Flecken Ottersberg im Norden und Osten, die Stadt Achim im Süden.

Entfernung nach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Spuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wischbruch, am Uferrand der früheren Eyter, wurden beim Hof Meier Urnen gefunden. Hier lag zwischen der Lindenstraße und den Niederungen ein Urnenfriedhof aus der vorrömischen Eisenzeit um 700 v. Chr. bis Chr. Geburt. An der Hauptstraße steht heute noch ein Teil der Zehntscheune als Anbau beim Reisebüro Rennekamp. Bis ins 19. Jahrhundert mussten die Bauern hier seit dem Mittelalter ihren zehnten Teil des Ernteertrags an den Lehnsherren abgeben. Am heutigen Busbahnhof steht die im 18. Jahrhundert erwähnte älteste Brinksitzerstelle Oytens. Daneben stand bis 1984 das alte Rathaus, das dem Straßenbau der alten Bundesstraße 75 weichen musste. Die älteste Gastwirtschaft Oytens Zum Alten Dorfkrug war früher eine Kötnerstelle, die Anfang des 17. Jahrhunderts die Schankerlaubnis erhielt. Eine frühere Scheune diente als Ausspann für die Pferdekutschen. Gastwirte waren unter anderem Clauß Jäger, Albert Meinken, Hermann Schwarmann und Lina Schwalkewitz („Tante Lina“).

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bremer Franzosenzeit gehörte Oyten von 1811 bis 1814 zum Departement der Wesermündungen. Im Distrikt Bremen lag der Kanton Achim mit den Orten um Oyten wie Tüchten (50 Einwohner), Hoffstall (25), Heinsberg (12), Großen-Hollen (32), Kleinen-Hollen (6), Schaphusen (67), Zum Vieh (46), Bickbeerenheide (6), Carlshop (30), Brammer (8), Mühlendor (13), Nadahe (4), Baßen (352), Oyten (358), Oyterwümme (6), Oytermoor (3), Wischbruch (24), Oytermühle (16), Breitenmoor (104), Oyterzäunen (6), Oyterdamm (81), Sagehorn, Veermoorhusen (130), Meyerdamm (91), Clüverdamm (17) und Bockhorst (130 Einwohner).[2]

Nach dem Wiener Kongress wurde Oyten 1815 Teil des Königreichs Hannover. Ab 1866 gehört es zur Provinz Hannover im Königreich Preußen.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts, Oyten hatte um 400 Einwohner, standen zwischen heutigen Busbahnhof bis zum Rathaus vier Bauernhöfe, zwei Kötnerstellen, fünf Anbauerstellen, eine Gastwirtschaft und eine Bäckerei. Ein Feldstein hinter dem Busbahnhof mit der Inschrift „J. Hollmann – B. Hollmann geb. Schlobohm – 1871 – No. 40“ erinnert an die alte Schmiedewerkstatt Hollmann. Hier mussten zwei Brinksitzerhäuser einer Sozialstation weichen.

1891 bauten die Geschwister Kruse als Eckhaus einen Krämerladen an der Bremen-Harburger-Chaussee, der bis 1939 geführt wurde. Dann kaufte Hermann Bartelheimer das Kaufhaus. 1895 wurde ein Auslieferungslager der Warengenossenschaft gebaut, das später als Molkerei diente, dann Hollings Walzenmühle war und nach 1945 Königs Mühlenbäckerei wurde.

20. Jahrhundert bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der NS-Zeit wurden auch in Oyten Zwangsarbeiter, vorwiegend in der Landwirtschaft, eingesetzt.[3] Für den Luftschutz im Großraum Bremen wurde zu Kriegsbeginn in Oyten auf der Anhöhe am westlichen Ortseingang eine Flak-Batterie eingerichtet. Die Unterkunftsbaracken befanden sich entlang der heutigen Danziger Straße und wurden nach Kriegsende zunächst von Zivilpersonen weiter genutzt. Nach dem Tod zweier Schüler Anfang der 1980er-Jahre durch die Explosion von Kampfmittelrückständen wurde das Gelände endgültig von Munitionsresten gesäubert und die Munitionsbunker entlang der Verdener- und Königsberger Straße ausgehoben.[4]

Da die wichtige Motorenfertigung von Borgward durch die zunehmenden Luftangriffe auf Bremen gefährdet war, wurde im Winter 1943/44 das Außenwerk Ottersberg gebaut. In der Mehrzahl Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter errichteten im Wald von Nadah sechs Hallen in Massiv- bzw. Holzbauweise. Für die Produktion wurde das Personal, ebenfalls größtenteils Zwangs- oder auch „Ostarbeiter“, arbeitstäglich vom Stammwerk Bremen-Sebaldsbrück herangefahren. Den Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion wurde eine Baracke errichtet.[5] Das Außenwerk lieferte nach Kriegsende Motoren für die in Sebaldsbrück wieder anlaufende Fertigung der im Nachkriegsdeutschland dringend benötigten 3-Tonner-Lkw vom Typ Borgward B 3000.

Ende April 1945 gab es in verschiedenen Bereichen von Oyten hartnäckige Gefechte.[6] In Sagehorn, auf der Kreisstraße in Höhe Gaststätte Kackebart, wurden Panzersperren gegen die über die Autobahn kommenden und in Richtung Wümme anrückenden britischen Einheiten errichtet. Die gefallenen deutschen Soldaten, teilweise am Wegesrand verscharrt, wurden Anfang der 1980er-Jahre zu einer neu errichteten Gedenkstätte am Oyter Friedhof umgebettet.

Nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des NATO-Verteidigungsgürtels Niedersachsen wurde 1966 eine Hawk-Flugabwehrraketen-Stellung in Betrieb genommen. Das Gelände der Stellung liegt im Süden der Gemeinde Oyten und teilweise auf dem Gebiet der Stadt Achim. Nach der Wiedervereinigung und Umstrukturierung der Bundeswehr wurde die Raketenstellung 1995 geschlossen und teilweise abgebaut. Zur Zeit entsteht auf dem Gelände sowie dem Umland ein Gewerbegebiet "Oyten-A1".[7][8]

Der Busbahnhof wurde 1985 angelegt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wirkung vom 1. Januar 1963 schlossen sich die vorher selbstständigen Gemeinden Meyerdamm, Oyten, Oyterdamm und Sagehorn zu einer neuen Gemeinde Oyten zusammen.[9]

Am 1. Juli 1972 wurde die vormals selbstständige Gemeinde Bassen der Einheitsgemeinde Oyten zugeordnet.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2021
Wahlbeteiligung: 56,98 %
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40
30
20
10
0
36,75 %
36,49 %
14,19 %
10,46 %
6,64 %

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat der Gemeinde Oyten besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die letzte Wahl fand am 12. September 2021 statt. Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem die hauptamtliche Bürgermeisterin Sandra Röse (CDU).

Die letzte Kommunalwahl vom 12. September 2021 ergab das folgende Ergebnis:[11]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Oyten ist Sandra Röse (CDU). Sie trat als Kandidatin bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 gegen drei weitere Kandidaten an. In der Stichwahl am 16. Juni 2019 gegen Heiko Oetjen (SPD)[12] wurde sie zur neuen Bürgermeisterin gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Oyten führt seit 1953 das genehmigte, von dem Heraldiker Panier entworfene Wappen.[13]

Blasonierung: „In ‚Rot‘ ein silberner Schräglinksbach, oben begleitet von einem steinzeitlichen goldenen Pflug mit silbernem Schuh, unten von einem silbernen Eichenblatt mit zwei goldenen Eicheln.“

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oyter See
Heimathaus Oyten
  • Die evangelische St.-Petri-Kirche in Oyten ist ein Backsteinbau von 1861. Die kreuzförmige Saalkirche hat eine polygonale Apsis und einen Westturm. Durch die Stützen der Emporen ist das Langhaus innen in drei Schiffe geteilt; darüber befindet sich eine Holzdecke. Die alte Farbfassung des Raumes wurde 1986/87 wiederhergestellt; durch gemalte Säulen und Rippen wurde die Apsis gegliedert. Erwähnenswert ist noch das von Carl Vinnen (Düsseldorf) gestaltete Altargemälde von 1880.
  • Oyter See, Baggersee mit Naherholungsgebiet, beim Ausbau der A 1 in den 1960er-Jahren entstanden.
  • Heimathaus von 1989, Hofstelle mit Fachwerkhaus, Scheune und Backhaus, direkt hinter dem neuen Rathaus im Alten Dorf. Wird vom Heimatverein Oyten betreut.
  • Oyter Moor im Norden von Oyten, Torfabbau bis 1950er-Jahre, Biotopen mit verschiedenen seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 findet der Köper Markt statt. Er bietet biologische und regionale Produkte. Er fand erstmals unter dem Motto „aus der Region, für die Region“ statt.[14]

Köper Markt 2012

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für seine wöchentlich erscheinende Cartoon-Kolumne in der Zeitschrift Stern erfand der Autor/Zeichner Tetsche die Cartoonfiguren Kuhno van Oyten sowie Heike van Oyten und machte so den Ortsnamen Oyten weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt an der Autobahnabfahrt Oyten an der A 1 liegt der Gewerbepark Oyten. In den vergangenen Jahren konnte sich dieser Gewerbepark durch die verkehrsgünstige Lage sehr gut entwickeln, so dass nur noch wenige Restflächen zur Bebauung zur Verfügung stehen. Im bislang landwirtschaftlich genutzten Bereich südlich der Autobahn soll es deshalb eine Erweiterung geben.

Es arbeiten Firmen aus verschiedenen Bereichen im Gewerbepark. Maschinenbau, Dienstleistungen und Logistik sind die Schwerpunkte. Für Oyten und die weitere Region hat der Gewerbepark mit über 2000 Arbeitsplätzen eine große Bedeutung. Es befinden sich viele Betriebe, die im gesamten Bundesgebiet, in Europa und teilweise weltweit tätig sind, im Gewerbepark.

Oyten besitzt Geschäftsstellen der Volksbank Oyten im Zentralort, der Volksbank Wümme-Wieste im Ortsteil Bassen und der Kreissparkasse Verden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Sagehorn befindet sich drei Kilometer nördlich des Zentrums von Oyten an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg. Hier halten im Rahmen des Hanse-Netzes verkehrende Züge der metronom Eisenbahngesellschaft auf der Verbindung Hamburg–Bremen und eine Güterumgehungsbahn zur Umfahrung Bremens nach Dreye zweigt ab. Einzelne Zugverbindungen zwischen Hamburg und Köln lassen so Bremen aus und nutzen diese Güterverkehrsspange mit einer Fahrzeitverkürzung von ca. 20 Minuten.

2015 stimmte der Gemeinderat dem Plangenehmigungsverfahren für einen Stationsneubau zu. Die neue Station entstand weiter westlich im Bereich Schwarzer Weg / Sagehorner Dorfstraße.[15]

Straße und ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oyten liegt am Autobahnkreuz Bremer Kreuz (A 1/A 27) sowie an der B 75 bzw. L 168. Die Autobahnabfahrt Oyten an der A 1 erschließt den Ort. Der Bau der Bundesautobahn A 1 begann 1934 in Oyten. Hier fand auch die Eröffnung dieser Reichsautobahn statt. Das heutige Bremer Kreuz hieß bis zum Ausbau der A 1 Richtung Ruhrgebiet und der A 27 nach Walsrode "Oyter Knie", die heutige A 1 folgte in einem Nordschwenk der heutigen A 27 in Richtung Blockland.

Oyten ist an das Verkehrsnetz der VBN angebunden; die Linie 730 und die Nachtlinie N 71 fahren regelmäßig nach Bremen und Ottersberg, die Linie 745 nach Achim.
2015 nahm der Bürgerbus Oyten seinen Dienst auf und fährt innergemeindliche Strecken.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulzentrum Pestalozzistraße
  • Grundschule Oyten
  • Grundschule Sagehorn
  • Grundschule Bassen
  • Integrierte Gesamtschule Oyten (IGS)

Kindertagesstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ev. Kindergarten Oyten
  • Kindertagesstätte Am Berg
  • Kindertagesstätte Oyter Mühle
  • Kindertagesstätte Bassen
  • Kath. Kindertagesstätte St. Paulus
  • Kindertagesstätte Sagehorn
  • Kindertagesstätte Pestalozzistraße

Gesundheitseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächstgelegene Krankenhäuser sind die Aller-Weser-Klinik in Achim und die Krankenhäuser in Bremen. Der kassenärztliche Notdienst wird von der Bereitschaftspraxis im Krankenhaus Achim unterhalten.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte Sportvereine: TV Oyten von 1911 und TSV Bassen.
Der TV Oyten ist für seine 1. Damen-Handballmannschaft überregional bekannt. Das Team spielt derzeit in der 3. Handball-Bundesliga.
Mit Beginn der Saison 2017/2018 wird der TV Oyten mit der Mannschaft der männlichen A-Jugend in der JDKB Handball Bundesliga vertreten sein.
Seit 2017 spielt die mA-Jugend Mannschaft des TV Oyten in der Nord-Staffel.

Sportstätten: Am Schulzentrum Pestalozzistraße bestehen eine Sporthalle, eine zweite in der Stader Straße sowie zwei Fußballplätze, davon eine mit Leichtathletik-Tartan-Bahn und einer Flutlichtanlage. Ferner ein Tartan Handball-Spielfeld, ein Kunstrasen-Kleinspielfeld und eine Skateranlage.
2009 wurde mit der Verlagerung der Sportplätze von der Jahnstraße und dem Bau weiterer Sportplätze an der Pestalozzistraße begonnen, darunter ein Kunstrasenplatz. 2012 wurde auch eine weitere Sporthalle errichtet mit angrenzendem Vereinsheim des TV Oyten.

2017 wurde die auf zwei Spielfelder erweiterte Beachhandballanlage des TV Oyten, welche direkt an der Sporthalle Stader Straße gelegen ist, eingeweiht. Die Baumaßnahmen wurden durch die Kreissparkasse Verden unterstützt, die Mitglieder des Vereins führten die anfallenden Arbeiten zumeist in Eigenregie aus. Die erste offizielle Nutzung der Beachhandball-Anlage erfolgte am Wochenende 17./18. Juni 2017 bei einem Turnier für alle Altersklassen, von E-Jugend bis A-Jugend.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatverein Oyten.
  • Musik: Akkordeon-Orchester Oyten, Blaskapelle Oyten, Chor „Untitled“, Liederkranz Oyten.
  • Lokales Bündnis für Familien von 2007 im Rathaus.
  • Jugendzentrum Oyten.

Religionen, Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Oyten

Ein großer Teil der Einwohner gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an. Daneben gibt es Angehörige der römisch-katholischen Kirche. Die Zahl der Konfessionslosen und der Angehörigen des Islams wächst.

Konfessionsstatistik: Gemäß dem Zensus 2011 waren 49,9 % der Einwohner evangelisch, 7,4 % römisch-katholisch und 42,7 % gehörten entweder einer anderen Religionsgemeinschaft oder keiner Religionsgemeinschaft an oder verblieben ohne Angabe.[16] Am 30. Juni 2016 waren 45,2 % evangelisch, 7,5 % der Einwohner katholisch und 47,3 % gehörten einer anderen Religion oder Konfession an, waren ohne Zugehörigkeit zu einer oder ohne Angabe.[17]

Kirchen:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Buse: Oyten – Die Geschichte eines Geestdorfes, Selbstverlag, Oyten 1955.
  • Karl Buse (Schriftleitung): Oyten. Ein Heimatbuch. (Hrsg.: Heimatverein Oyten e. V.), Oyten 1979.
  • Bildband Oyten – eine moderne Gemeinde (Hrsg.: Druckerei Rosebrock GmbH, Sottrum, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Oyten), Oyten 1985.
  • Johannes Grote: 800 Jahre Oyten, Besiedlung und Entwicklung eines Geestdorfes. (Hrsg.: Heimatverein Oyten e.V.), Oyten 2004 und 2013
  • Oyten in: Walter Kempowski, Jochen Mönch (Fotos): Der Landkreis Verden – ein Portrait, Landkreis Verden (Hrsg.), 1987; ISBN 3-9801638-0-6.
  • Oyten in: Unterwegs … im Landkreis Verden. Geschichte – Kultur – Natur. Hrsg.: Fischerhuder Kunstkreis, Fischerhude 1999, S. 68–95

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oyten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der französische Kayser-staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Großen, im Jahre 1812. J. G. Kißling, Osnabrück 1813, S. 95.
  3. Joachim Woock: Zwangsarbeit ausländischer Arbeitskräfte im Regionalbereich Verden /Aller (1939–1945), BoD, 2004; ISBN 3-8334-0775-1.
  4. Unterlagen des Kampfmittelräumdienstes Hannover zur Kampfmittelbergung Oyten-Rammelsberg.
  5. Relikte in Niedersachsen und Bremen: Fa. Carl Borgward – Außenwerk Ottersberg.
  6. Herbert Schwarzwälder: Bremen und Nordwestdeutschland am Kriegsende 1945, C. Schünemann, 1975, ISBN 3-7961-1620-5.
  7. HAWK – Stellungen und Verbände in Deutschland: Stellung Oyten (Memento des Originals vom 17. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.flarakgruppe36.de
  8. Relikte in Niedersachsen und Bremen: Hawk-FlaRak-Stellung Oyten.
  9. Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland, Verlag Kohlhammer, 1961, S. 271.
  10. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 247.
  11. Ergebnis der Gemeinderatswahl vom 12.09.2021. In: Votemanager. Abgerufen am 15. Dezember 2021.
  12. Ergebnisse Stichwahlen am 16.06.2019. Abgerufen am 25. September 2019.
  13. Genehmigungsakte der Bezirksregierung Stade.
  14. Erster Köper-Markt in Oyten kam gut an – Von Andrea Zachrau.
  15. Rat betont einmütig Gestaltungsmöglichkeiten an neuer Bahnstation Sagehorn. Kreiszeitung.de, 5. Juni 2015, abgerufen am 5. Juni 2015.
  16. Oyten. Bevölkerung im regionalen Vergleich nach Religion -in %-. Zensus 2011. Abgerufen am 13. Mai 2020.
  17. Oyten Zahlen Daten Fakten, abgerufen am 13. Mai 2020.