Regionalverkehr Westsachsen

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Regionalverkehr Westsachsen GmbH
Regionalverkehr Westsachsen logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Zwickau
Webpräsenz www.rvw-zwickau.de
Eigentümer Rhenus Veniro GmbH & Co. KG
Geschäftsführung Uwe Rößler
Henrik Behrens
Verkehrsverbund VMS
Linien
Bus 3 Stadtverkehr
48 Regionalverkehr
30 Schülerlinien
Anzahl Fahrzeuge
Omnibusse 91
Länge Liniennetz
Buslinien 1 375 km
MAN SG 322 der RVW auf dem Betriebshof in Reinholdshain
Historischer Ikarus 263.01 der RVW auf dem Betriebshof in Zwickau
Fassadengestaltung am Betriebssitz der RVW in Zwickau
Historische Fahrzeugbeschriftung an einem Abschleppfahrzeug der VEB Kraftverkehr Zwickau

Die Regionalverkehr Westsachsen GmbH (RVW) betreibt Buslinien im Landkreis Zwickau und im Landkreis Stendal. Alle sächsischen Linien der RVW sind in den Verkehrsverbund Mittelsachsen eingebunden. Einzelne Linien verlassen den Landkreis Zwickau und erreichen somit den Vogtlandkreis sowie die Landkreise Greiz und Altenburger Land in Thüringen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autoomnibus-Gesellschaft mbH Zwickau eröffnete am 18. Oktober 1912 die Buslinien Zwickau − Planitz und Zwickau − Reinsdorf − Wildenfels. Damit wurde der Grundstein für den Regionalverkehr in der Region Zwickau gelegt. Am 23. Dezember 1919 wurde die Kraftverkehrsgesellschaft Freistaat Sachsen (KVG) in Dresden gegründet, die am 1. Januar 1920 den bestehenden Busbetrieb in Zwickau als „Kraftverkehrsgesellschaft Freistaat Sachsen (KVG) GmbH Sitz Dresden, Betriebsleitung Zwickau“ übernahm. Seit dem 15. September 1923 wird das Gelände an der Crimmitschauer Straße in Zwickau als Betriebssitz genutzt. Zwischen Mai 1925 und März 1930 wurden die Linien nach Oelsnitz, Hartenstein, Rothenkirchen, Lengenfeld, Friedrichsgrün, Glauchau, Reichenbach, Aue, Chemnitz, Leipzig und Annaberg eingerichtet. Damit war fast das gesamte Territorium um Zwickau in den ÖPNV einbezogen. Die Linienlänge betrug nun 375 km.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden am 20. Mai 1945 die Linien Zwickau – Planitz und Zwickau – Friedrichsgrün mit holzgasbetriebenen Bussen wiedereröffnet. Zum 1. Januar 1949 wurde der VVB Land Sachsen Kraftverkehr als volkseigene Kraftverkehrsvereinigung von 23 sächsischen Kraftverkehrsbetrieben gegründet. Im Jahr 1951 wurden die ersten neuen Busse vom Typ LOWA aus Werdau in Betrieb genommen. Der VVB Land Sachsen wurde zum 1. Juli 1952 wieder aufgelöst und die Verwaltung volkseigener Kraftverkehrs- und Reparaturbetriebe (VVK) auf Bezirksebene gegründet. Zum 1. Januar 1954 wurde die Bezirksdirektion für Kraftverkehr (BDK) gegründet. Im Jahr 1955 wurden die Ikarus-Busse aus Ungarn in Betrieb genommen. Neue mechanische Fahrscheindrucker des Typs Setright wurden im Jahr 1966 in den Fahrzeugen installiert.

Der VEB Kraftverkehr Glauchau und der VEB Kraftverkehr Zwickau schlossen sich am 1. Januar 1970 zusammen. Am 1. Juli 1970 wurde das Kraftverkehrskombinat Karl-Marx-Stadt gebildet, welchem nun auch der VEB Kraftverkehr Zwickau angehörte. Der Bereich Personenverkehr des VEB Kraftverkehr Zwickau betrieb zwischen 1983 und 1989 in den Kreisen Zwickau, Glauchau, Werdau, Hohenstein-Ernstthal und Stollberg 99 Buslinien mit einer Linienlänge von 1930 Kilometern. Hierfür wurden 320 Busse eingesetzt.

Am 15. Juni 1990 wurde der VEB Kraftverkehr Zwickau in das Treuhandvermögen übernommen und die Kraftverkehrs GmbH Zwickau gebildet. Der Verkehrsverbund Zwickau konstituierte sich am 5. November 1991. Am 1. Oktober 1991 erfolgte die Abspaltung des Geschäftsbereiches Personenverkehr als selbständiges Tochterunternehmen Kraftomnibus-Verkehrsgesellschaft Zwickau (KOV).

historisches Logo der RVW GmbH

Die Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen GmbH (RVW) nahm ihre wirtschaftliche Tätigkeit am 1. April 1992 auf. Dazu wurde das Vermögen der KOV durch die Gesellschafter Landkreis Zwickau, Landkreis Werdau, Landkreis Glauchau und durch die Stadt Zwickau von der Treuhandanstalt übernommen.

Die Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen GmbH wurden am 1. April 2003 privatisiert. Seitdem ist die Rhenus Keolis GmbH & Co. KG mit Sitz in Mainz alleiniger Gesellschafter. Ein Kundenbüro wurde am 10. Oktober 2003 an der Zwickauer Zentralhaltestelle (Bahnhofstrasse 2 f / Markthalle) eröffnet, später an den Georgenplatz und am 27. Juni 2016 an den Neumarkt verlegt[1]. Die Rhenus Keolis GmbH & Co. KG wurde im Dezember 2007 aufgespalten. Im Zuge dieser Spaltung wurde die Rhenus Veniro GmbH & Co. KG der alleinige Gesellschafter der RVW.

Seit dem 1. Januar 2008 ist die RVW der Betriebsführer der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ). Hierzu wurde ein entsprechender Managementvertrag mit der Stadt Zwickau abgeschlossen.

Am 14. März 2014 erfolgte die Umfirmierung von Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen GmbH in Regionalverkehr Westsachsen GmbH.

Ab 1. Januar 2019 wird der Regionalverkehr Westsachsen für 10 Jahre die Verkehrsleistungen im Bediengebiet Zwickau Nord-Ost des Landkreises Zwickau übernehmen.[2]

Liniennetz im Landkreis Zwickau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 128: Crimmitschau: Bahnhof – Karl-Liebknecht-Siedlung – Langenbahn-Center und zurück
  • 137: Wilkau-Haßlau: Stadtzentrum – Cainsdorf – Stadtzentrum – Haara – Rosenthal – Am Penny-Markt und zurück

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stendalbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stendalbus (offizielle Schreibweise: stendalbus)

Eine Marke der Regionalverkehr Westsachsen GmbH

Stendalbus logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Zwickau
Webpräsenz www.stendalbus.de
Linien
Bus 6 Stadtverkehr
35 Regionalverkehr
Statistik
Einzugsgebiet Landkreis Stendaldep1
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe Stendal
Sonstige Betriebseinrichtungen 1 Mobilitätszentrale

Die Regionalverkehr Westsachsen GmbH betreibt mit 40 Buslinien unter der Marke stendalbus seit dem 1. November 2010 den öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis Stendal.

Verkehrsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernverkehrsgebiet von stendalbus ist der Landkreis Stendal. Darüber hinaus werden auch Verbindungen in den angrenzenden Altmarkkreis Salzwedel und in den Landkreis Prignitz im benachbarten Bundesland Brandenburg angeboten.

Tarife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis Stendal gilt ein Wabentarif. Er gilt auch für fahrplanmäßige, von Stendalbus durchgeführte Linienfahrten in andere Landkreise.

Liniennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 4. September 2014

Stadtlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 901: Hauptbahnhof – Stadtsee – Berufsschulzentrum – Galgenberg – Hauptbahnhof
  • 902: Hauptbahnhof – Galgenberg – Berufsschulzentrum – Stadtsee – Hauptbahnhof
  • 903: Hauptbahnhof – Borstel
  • 904: Hauptbahnhof – Stendal-Ost
  • 905: Hauptbahnhof – Wahrburg – Röxe – Hanseallee – Altmark-Park – Hauptbahnhof
  • 906: Hauptbahnhof – Altmark-Park – Röxe – Wahrburg – Hauptbahnhof

Regionallinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 900: Stendal – Tangermünde – Schönhausen – Klietz – Havelberg – Glöwen (Linie im Landesnetz Sachsen-Anhalt)
  • 911: Vehlgast – Havelberg – Nitzow – Glöwen
  • 913: Havelberg – Schollene – Klietz
  • 914: Tangermünde – Wust – Sydow
  • 920: Uchtdorf – Tangerhütte – Tangermünde – Stendal
  • 921: Stendal – Welle – Lüderitz
  • 922: Tangerhütte – Lüderitz – Tangermünde
  • 923: Tangerhütte – Uetz – Bittkau – Buch – Tangermünde
  • 924: Tangerhütte – Ottersburg – Windberge – Lüderitz
  • 925: Tangerhütte – Mahlpfuhl – Uchtdorf
  • 926: Tangermünde – Arneburg
  • 930: Bismark – Kläden – Schinne – Stendal
  • 931: Börgitz – Klinke – Kläden
  • 932: Bismark – Hohenwulsch – Möllenbeck /Grävenitz
  • 933: Meßdorf – Bismark – Hohenwulsch
  • 940: Stendal – Vinzelberg – Uchtspringe
  • 941: Stendal – Döbbelin – Möringen – Schönfeld
  • 950: Seehausen – Osterburg – Stendal
  • 951: Seehausen – Geestgottberg – Losenrade
  • 952: Seehausen – Krüden – Bömenzien – Groß Garz
  • 953: Seehausen – Groß Garz – Gollensdorf
  • 954: Seehausen – Neukirchen – Werben
  • 955: Seehausen – Lichterfelde – Werben
  • 956: Seehausen – Lückstedt – Heiligenfelde
  • 960: Osterburg – Flessau – Bismark – Kalbe (Milde)
  • 961: Osterburg – Rossau – Lückstedt – Arendsee
  • 962: Boock – Flessau – Ballerstedt – Erxleben – Osterburg
  • 963: Osterburg – Krevese – Dequede – Seehausen
  • 964: Osterburg – Meseberg – Iden – Büttnershof
  • 965: Osterburg – Düsedau – Hindenburg – Arneburg
  • 966: Räbel – Werben – Iden – Goldbeck
  • 970: Stendal – Arneburg – Niedergörne – Altenzaun
  • 971: Stendal – Hassel – Staffelde – Billberge
  • 972: Stendal – Jarchau – Goldbeck – Osterburg
  • 973: Goldbeck – Hindenburg – Hohenberg-Krusemark – Arneburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.nahverkehr-zwickau.de/index.php/aktuelles/aktuelles-der-svz/74-kundenbuero-zieht-zum-neumarkt
  2. http://www.rhenus-veniro.de/index.php?id=8&L=0&tx_ttnews%5Btt_news%5D=190&cHash=1c8b0bcc9e146b64478565b66603da30
  3. a b Linienübersicht. Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH, abgerufen am 10. März 2017.