Soyen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Soyen
Soyen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Soyen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 6′ N, 12° 13′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 475 m ü. NHN
Fläche: 28,96 km2
Einwohner: 2862 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83564
Vorwahl: 08071
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 176
Gemeindegliederung: 85 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Riedener Str. 11
83564 Soyen
Website: www.soyen.de
Erster Bürgermeister: Thomas Weber (FWG)
Lage der Gemeinde Soyen im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am InnKarte
Über dieses Bild
Westliche Ortseinfahrt

Soyen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, fünf Kilometer nordnordwestlich von Wasserburg am Inn gelegen. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Reste der alten Burgen Hohenburg und Königswart weisen noch heute auf die geschichtsträchtige Vergangenheit des Orts hin.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzte Eiszeit und mit ihr der Inngletscher formten eine hügelige Landschaft und bildeten auch mehrere Seen. So zum Beispiel den Altensee und den Soyensee. Beide Seen befinden sich im Privatbesitz. Während sich der Soyensee hingegen nach einer zu leistenden Gebühr noch immer als Badesee eignet, ist der Altensee mittlerweile für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Soyen hat 85 Ortsteile:[2]

  • Aichmeier
  • Altensee
  • Bachmühle
  • Berg
  • Bischof
  • Brandstett
  • Buchenthal
  • Buchsee
  • Burreit
  • Daim
  • Demoos
  • Edlwagen
  • Edmühle
  • Fischbach
  • Frauenholzen
  • Freiberg
  • Fußstätt
  • Graben
  • Grasweg
  • Gröben
  • Grub
  • Gschwendt
  • Halmberg
  • Hannstätt
  • Hinterleiten
  • Hirschpoint
  • Hofstett
  • Hohenburg
  • Hörgen
  • Hoswaschen
  • Hub
  • Hundsham
  • Kasten
  • Kirchreit
  • Kitzberg
  • Kobel
  • Köbing
  • Koblberg
  • Königswart
  • Kraimoos
  • Krautthal
  • Lamplstätt
  • Lamsöd
  • Lehen
  • Lettmoos
  • Loderstätt
  • Maierhof
  • Mühlthal
  • Oberkraimoos[3]
  • Oed
  • Oedsberg
  • Pichl
  • Polln
  • Reiching
  • Reiten
  • Richterstett
  • Rieden
  • Röhrmoos
  • Rottenhub
  • Schabau
  • Schleifmühle
  • Schlicht
  • Schweigstätt
  • Seeburg
  • Sieghart
  • Sonnenholzen
  • Soyen
  • Stauden
  • Steinberg
  • Straßinderl
  • Strohreit
  • Taubmoos
  • Teufelsbruck
  • Thal
  • Trautbach
  • Urfahrn
  • Vorderleiten
  • Vordersberg
  • Wagenstätt
  • Weidgarten
  • Weiher
  • Wendling
  • Wetterstett
  • Zell
  • Zuhr

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlossberg (Burgstall) Hohenburg

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten urkundlichen Aufzeichnungen gehen auf das Jahr 816 zurück. Soyen war Teil des Herzogtums Bayern und gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Wasserburg. Soyen wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1882 vereinigte sich die Gemeinde Buchsee mit der Gemeinde Soyen. Am 1. April 1971 wurden Teile der aufgelösten Gemeinden Schleefeld und Allmannsau eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kam die Gemeinde Schlicht hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2353 auf 2894 um 541 Einwohner bzw. um 23 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 14 ehrenamtlichen Räten und dem 1. Bürgermeister Thomas Weber. Dessen Stellvertreter sind Afra Zantner und Johann Hinterberger.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit April 2020 amtiert Thomas Weber als Erster Bürgermeister. Dessen Vorgänger waren Karl Fischberger (2008–2020), Lorenz Kebinger (1996–2008) und Hans Zoßeder (1968–1996).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Soyen COA.svg
Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; vorne schräg gekreuzt zwei rote Schlüssel, hinten ein silberner Schrägbalken.“[5]

Seit 1974.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filialkirche St. Mariä Himmelfahrt in Kirchreit

In Soyen gibt es viele Kirchen und Kapellen, etwa die Pfarrkirche St. Peter in Rieden oder die ehemalige Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Kirchreit. Als beachtliches Industriedenkmal ist die große Eisenbahnbrücke in Königswart, die das Tal des Flusses Inn überspannt, zu benennen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsmäßig ist der Ort über die B 15 und die Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf angebunden. Im Soyener Ortsteil Mühltal entstand 2019 eine Brücke über der Bahnstrecke Rosenheim-Mühldorf.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Soyen gibt es zahlreiche Vereine, wie zum Beispiel den TSV Soyen, der mit seiner Fußballabteilung derzeit in der A-Klasse spielt. Weitere Abteilungen sind Tennis, Tischtennis, Volleyball, Damen-Gymnastik, Fitness und Radtreff. Zudem gibt es auch mehrere Schützenvereine in der Gemeinde, die sich auch untereinander messen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Xaver Huber (* 23. Juli 1819 in Kirchreit; † 4. Oktober 1888 in Hoboken, New Jersey), römisch-katholischer Priester und Karmelit. Mit seinem Mitbruder Cyrill Knoll brachte er seinen Orden in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Soyen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111023/122729&attr=OBJ&val=530
  3. Bezeichnung bis 2009: Plöd.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 589.
  5. Eintrag zum Wappen von Soyen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte