Riedering

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Riedering
Riedering
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Riedering hervorgehoben

Koordinaten: 47° 50′ N, 12° 12′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 493 m ü. NHN
Fläche: 37,94 km2
Einwohner: 5562 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83083
Vorwahl: 08036
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 167
Gemeindegliederung: 70 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Söllhubener Str. 6
83083 Riedering
Website: www.riedering.de
Erster Bürgermeister: Christoph Vodermaier (Freie Wählergemeinschaft Riedering)
Lage der Gemeinde Riedering im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am InnKarte
Über dieses Bild

Riedering ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim und liegt am Simssee. Das gleichnamige Pfarrdorf ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 70 Ortsteile:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephanskirchen Bad Endorf Rimsting
Nachbargemeinden Prien am Chiemsee
Rohrdorf Frasdorf

Öffentlicher Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riedering, südwestliche Zufahrt zum Dorfkern mit der Riederinger Pfarrkirche
Rathaus Riedering, links im Bild
Riederinger Pfarrkirche beim Dorfzentrum
Ehemaliger Herrensitz Schloss Farnach im Ortsteil Farnach, im Zeitraum 1696–1701 entstandener Kupferstich von Michael Wening (1645–1718)

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riedering gilt als keltische Gründung. Als „Hrodheringas“ wurde es erstmals 788 urkundlich erwähnt. Später gehörte der Ort zur Hofmark Neubeuern unter den Freiherren von Thurn und den Grafen von Preysing. Die Urpfarrei Riedering unterstand seit Mitte des 12. Jahrhunderts dem Kloster Herrenchiemsee. Riedering wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Söllhuben und Neukirchen am Simssee sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Pietzing eingegliedert.[3]

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1824 138 25 Familien, 23 Häuser[4], gezählt im Verwaltungsjahr 1823/24 des Isarkreises[5]
1840 145 in 24 Häusern[6]
1853 472 85 Familien[7]
1864 413 117 Familien, am 3. Dezember[7]
1875 494 sämtlich Katholiken, in 89 Haushalten[7]
1910 697 in 122 Haushalten[8]
1916 664 [8]
1919 717 [9]
1925 726 [9]
1933 809 [9] [10]
1939 890 [9] nach anderen Angaben 885 Einwohner[10]
1950 1291 [9]
1977 1683 am 31. Dezember[11]
1978 3852 am 1. Mai, nach Eingemeindung von Söllhuben (ca. 1000 Ew.), Neukirchen a.Simssee (ca. 750 Ew.) und Ortsteilen von Pietzing (ca. 420 Ew.)[11]
1985 4284 am 31. Dezember[11]
1988 4492
2018 5599 gegenüber 1988 ein Zuwachs um 21,6 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Gemeinderat von Riedering wie folgt zusammen:

Partei / Liste Sitze Wahl 2008
CSU 5 6
SPD 2 1
FWG Riedering 4 5
Wählergemeinschaft Söllhuben (WGS) 4 3
Bürgerwahlgemeinschaft Neukirchen (BWGN) 3 2
Freie Bürger Pietzing (FBP) 1 1
Wählerunion Söllhuben (WUS) 1 1
Bürgerliste Söllhuben (BLS) - 1
Gesamt 20 20

Zusätzlich gehört dem Gemeinderat auch der direkt gewählte Bürgermeister an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Riedering
Blasonierung: „In Rot ein von Silber und Schwarz gestückter Sparren, darunter ein goldenes Tatzenkreuz über silbernen Wellen.“[12]

Das Wappen zeigt auf rotem Grund einen weißen Sparren (aus dem Stammwappen der Freiherren von Thurn) und ein gelbes Tatzenkreuz (ehemaliges Chorherrenstift Herrenwörth) über Wellen, die Bezug nehmen sowohl auf den Simssee als auch auf den Chiemsee.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Riedering befindet sich das Ensemble Chiemgauer Volkstheater, ein weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekanntes Volkstheater. Ferner sind hier die Riederinger Sänger beheimatet, eine schon sehr lange bestehende Volksmusikgruppe. Inzwischen sind auch die Jungen Riederinger Musikanten bekannt geworden, die neben ihren Auftritten quer durch Bayern auch im Münchner Volkstheater die Stücke Geierwally, Der Räuber Kneissl, Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben und Peer Gynt musikalisch untermalen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Detterbeck und Konrad Breitrainer: Riederinger Heimatbuch, herausgegeben von der Gemeinde Riedering, Riedering 1988, 801 Seiten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Riedering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Riedering in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588.
  4. Adolph von Schaden: Alphabetisches Verzeichniß sämmtlicher im Isarkreise gelegenen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Einöden usw. (Als Anhang zu dem topographisch=statistischen Handbuche für den Isarkreis des Königreichs Baiern, E-Kopie), München 1825, S. 406 (online)
  5. Adolph von Schaden: Topographisch=Statistisches Handbuch für den Isarkreis des Königreichs Baiern, gedruckt und verlegt auf Kosten der Königl. Regierung des Isarkreises, München 1825 (online).
  6. Bayerlacher: Kurze Beschreibung des königlich bayerischen Landgerichts Rosenheim und des gräflich Preysingischen Herrschafts-Gerichts Hohenaschau, München 1841, S. 93 (online).
  7. a b c Karl Detterbeck und Konrad Breitrainer: Riederinger Heimatbuch, herausgegeben von der Gemeinde Riedering, Riedering 1988, S. 178–180.
  8. a b Karl Detterbeck und Konrad Breitrainer: Riederinger Heimatbuch, herausgegeben von der Gemeinde Riedering, Riedering 1988, S. 203.
  9. a b c d e Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 39, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  10. a b M. Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Rosenheim (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006)
  11. a b c Karl Detterbeck und Konrad Breitrainer: Riederinger Heimatbuch, herausgegeben von der Gemeinde Riedering, Riedering 1988, S. 218.
  12. Eintrag zum Wappen von Riedering in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte