Schonstett

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schonstett
Schonstett
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schonstett hervorgehoben
Koordinaten: 47° 59′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Halfing
Höhe: 492 m ü. NHN
Fläche: 13,59 km2
Einwohner: 1354 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83137
Vorwahlen: 08055, 08075 (Au)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 173
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 1
83137 Schonstett
Webpräsenz: www.schonstett.de
Bürgermeister: Josef Fink (CSU)
Lage der Gemeinde Schonstett im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am InnKarte
Über dieses Bild

Schonstett ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Halfing.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schonstett hat 17 Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung Schonstetts findet sich in einer Urkunde von Kaiser Heinrich IV. aus dem Jahre 1077. In diesem "Privilegium Henrici IV imperatoris" wird der Ort als einer aus der Gründungsschenkung von Herzog Tassilo III. an das Kloster Frauenchiemsee genannt. Die Schenkung hatte 780 stattgefunden und wurde bei der Einweihung des Klosters durch den Salzburger Bischof Vigil im Jahre 782 erwähnt. Somit ist Schonstett bereits über 1200 Jahre alt. Die alte Burg stand damals auf dem heutigen Kirchberg, wovon der massive Kirchturm und die alten Schlosskapelle aus dem 12. Jahrhundert noch zeugen. Vom alten Schlossturm, einem exponierten Schauturm, hat der Ort wohl auch seinen Namen. Denn mundartlich nennt sich der Ort "Schauschded".

Der Codex diplomaticus Falkensteinensis erwähnt Schonstett als Sconsteten, später auch als Sconstet, in späteren Dokumenten des Klosters Herrenchiemsee aus dem 12. Jahrhundert findet sich Schônstete. Im hohen Mittelalter waren die Herren von Schonstett Dienstmannen der Hallgrafen von Wasserburg am Inn. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wird die Höhenburg aufgegeben und 1480 ein Wasserschloss errichtet. Dies wurde um 1700 von Michael Wening abgebildet und ist bis heute weitgehend unverändert. Allerdings wurde der Wassergraben im 19. Jahrhundert zugefüllt.

Bis etwa 1550 wurden die Edlen von Schonstett erwähnt, dann kam die geschlossene Hofmark in die Hände derer von Leublfing. In der Folge wechselten die Freiherren im Generationenabstand, bis zum Ende des 16. Jahrhunderts die Freiherren von Preu von Straßkirchen den Besitz übernahmen. Dies erwarben auch die benachbarte Hofmark Stephanskirchen (bei Evenhausen) und verkauften zu Beginn des 18. Jahrhunderts an die Freiherren von Schleich, die ihrerseits etwa 100 Jahre darauf saßen. Die Barone von Reisenegger und von Ziegler waren die letzten Hofmarksherren, die auch noch bis 1848 die Patrimonialgerichtsbarkeit ausübten.

Schonstett wurde 1802 als geschlossene Hofmark im Zuge der Montgelas’schen Verwaltungsreformen in Bayern ein Steuerdistrikt und 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Gleiches galt für Zillham, das damals Schonstett hufeisenförmig umschloss. Bis 1845 gehörten beide Gemeinden zum Landgericht Trostberg und danach zum Landgericht Wasserburg.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach langer Suche trat Schonstett Ende der 1970er Jahre der Verwaltungsgemeinschaft Halfing bei.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Zillham eingegliedert.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Johann Baptist
  • Schloss mit Parkanlage
  • Freimoos (Zillham - Amerang - Halfing)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SV Schonstett
  • Schlossschützen

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Schonstett
  • Kindergarten "Fridolin Pusteblume" mit 50 Plätzen

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • KLJB Schonstett
Blick von Nordwesten auf die Kirche von Schonstett

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schonstett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111022/230129&attr=OBJ&val=528
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 589.