Frasdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Frasdorf
Frasdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frasdorf hervorgehoben

Koordinaten: 47° 48′ N, 12° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 598 m ü. NHN
Fläche: 32,72 km2
Einwohner: 3073 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83112
Vorwahl: 08052
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 132
Gemeindegliederung: 74 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 32
83112 Frasdorf
Website: www.frasdorf.de
Bürgermeister: Daniel Mair (CSU)
Lage der Gemeinde Frasdorf im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am InnKarte
Über dieses Bild

Frasdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim zu Füßen der westlichen Chiemgauer Alpen. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und hat eine eigene Auf- und Abfahrt zur A 8, die München mit Salzburg verbindet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Distanz zu München ist 78 km, zu Rosenheim 20 km, zu Prien am Chiemsee acht Kilometer, zu Traunstein 32 km, zu Salzburg 63 km und zu Kufstein 34 km (über Sachrang) bzw. 45 km (über Bundesautobahn 93). Der nächste Bahn-Haltepunkt befindet sich bei Umrathshausen etwa 3,5 km von Frasdorf entfernt.

Frasdorf ist mit zwei Buslinien an den Regionalverkehr Oberbayern (RVO) angebunden. Durch die Linien 9494 und 9496 bestehen Verbindungen nach Rosenheim, Rohrdorf, Aschau im Chiemgau, Prien am Chiemsee, Söllhuben, Riedering und Stephanskirchen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 74 Gemeindeteile:[2]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frasdorf wurde 1135 als Fradelsdorf das erste Mal urkundlich erwähnt. Wildenwart, Frasdorf und Umrathshausen gehörten vor 1800 zur mit der Hochgerichtsbarkeit ausgestatteten Herrschaft Wildenwart bzw. zu der mit ihr verbundenen Herrschaft Hohenaschau. Frasdorf wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1857 wurde die Gemeinde Walterting nach Frasdorf eingemeindet.[3] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Wildenwart und Umrathshausen wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978 eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2508 auf 3099 um 591 Einwohner bzw. um 23,6 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat folgende Zusammensetzung:

Partei/Liste 2020[5] 2014[6] 2008[6] 2002[6]
CSU 4 4 4 5
Freie Wählergruppe Frasdorf 6 5 5 4
Freie Wählerschaft Wildenwart 3 3 3 3
Freie Wählergemeinschaft Umrathshausen 2 2 2 2
BP 1
Sitze insgesamt 16 14 14 14

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Daniel Mair (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Frasdorf.svg
Blasonierung:Geteilt; oben dreimal gespalten von Blau und Silber, unten in Rot ein linksgewendeter silberner Drache.“[7]
Wappenbegründung: Die dreifache Spaltung ist aus dem Wappen der 1576 ausgestorbenen Herren von Gundriching übernommen, die bis in das 16. Jahrhundert als Grundherren im namengebenden Gemeindeteil Ginnerting von Bedeutung waren. Der Drache gilt als Attribut der heiligen Margarete und symbolisiert das Patrozinium der Pfarrkirche von Frasdorf, deren Bestand schon im 12. Jahrhundert belegt ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind die vier Frasdorfer Kirchen: Hl. Blut in Umrathshausen, die Christkönigskirche zu Wildenwart und St. Margaretha im Ortskern ebenso, wie die gotische Wallfahrtskirche St. Florian mit ihrer barocken Brunnenkapelle. Landschaftlich bedeutend ist das Karstgebiet „Laubenstein“ mit seinen Höhlen. In Frasdorf sind ein Heimat- und Kulturverein, ein Höhlenmuseum und ein Dorfmuseum ansässig.

Das Schloss Wildenwart liegt über dem Tal der Prien.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wastl Fanderl (1915–1991), Musiker, Volksliedsammler und -vermittler; die Grundschule in Frasdorf wurde nach ihm benannt
  • Maria Furtner (1821–1884), die Wassertrinkerin von Frasdorf
  • Wolfgang von Gronau (1893–1977), Seeflieger und Luftfahrtpionier
  • Josef Hamberger (1925–2019), Bildhauer mit dem Schwerpunkt christlicher Kunst
  • Wilhelm Schacht (1903–2001), Botaniker, Gärtner, Fotograf und Autor; starb in Frasdorf

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Frasdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Frasdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Oktober 2021.
  3. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 8, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 589.
  5. Frasdorf: Daniel Mair (CSU) zieht mit 90,4% ins Rathaus ++ das ist der Gemeinderat. 16. März 2020, abgerufen am 14. November 2020.
  6. a b c Kommunalwahlen in Bayern
  7. Eintrag zum Wappen von Frasdorf in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte