Großkarolinenfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großkarolinenfeld
Großkarolinenfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großkarolinenfeld hervorgehoben
Koordinaten: 47° 53′ N, 12° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 467 m ü. NHN
Fläche: 29,07 km²
Einwohner: 7306 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 251 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83109
Vorwahl: 08031
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 137
Gemeindegliederung: 41 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathaus
Karolinenplatz 12
83109 Großkarolinenfeld
Webpräsenz: www.grosskarolinenfeld.de
Bürgermeister: Bernd Fessler (CSU/PLW/SPD)
Lage der Gemeinde Großkarolinenfeld im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde) Chiemsee (Gemeinde) Chiemsee Österreich Landkreis Altötting Landkreis Ebersberg Landkreis Erding Landkreis Miesbach Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Traunstein Rosenheim Rotter Forst-Süd Rotter Forst-Nord Albaching Amerang Aschau im Chiemgau Babensham Bad Aibling Bad Endorf Bad Feilnbach Bernau am Chiemsee Brannenburg Breitbrunn am Chiemsee Bruckmühl Edling Eggstätt Eiselfing Feldkirchen-Westerham Flintsbach am Inn Frasdorf Griesstätt Großkarolinenfeld Gstadt am Chiemsee Halfing Höslwang Kiefersfelden Kolbermoor Neubeuern Nußdorf am Inn Oberaudorf Pfaffing (Landkreis Rosenheim) Prien am Chiemsee Prutting Ramerberg Raubling Riedering Rimsting Rohrdorf (am Inn) Rott am Inn Samerberg Schechen Schonstett Söchtenau Soyen Stephanskirchen Tuntenhausen Vogtareuth Wasserburg am InnKarte
Über dieses Bild
Luftbild Großkarolinenfeld

Großkarolinenfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Rosenheim mit 7.123 Einwohner (31. Dezember 2013) und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern im Freistaat Bayern der Bundesrepublik Deutschland. Größere Ortsteile sind Tattenhausen, Jarezöd (Dred), Hilperting und Thann.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großkarolinenfeld befindet sich 6 km nördlich von Rosenheim, 8 km von Bad Aibling, jeweils 27 km von Wasserburg am Inn und Ebersberg sowie 57 km von der Landeshauptstadt München entfernt. Zu den Anschlussstellen Bad Aibling und Rosenheim-Ost der Bundesautobahn 8 sind es jeweils 12 km. Großkarolinenfeld besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke München–Rosenheim, der mindestens jede Stunde vom Meridian (Marke) bedient wird.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großkarolinenfeld hat 41 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1802 erließen der bayerische Kurfürst Max IV. Josef und seine Frau Karoline einen Aufruf, wonach sich Pfälzer Untertanen auf dem Rosenheimer- und auf dem Neuburger Moos ansiedeln könnten. Ihnen wurde Grund und Boden, die Befreiung von der Militärpflicht, Steuerfreiheit, zwölf Pferde und ein Kirchendarlehen angeboten. Seit 1802 kamen die ersten - meist protestantischen - Siedler aus der rechts- und linksrheinischen Pfalz (dem Gebiet zwischen Heidelberg und Kaiserslautern) nach Großkarolinenfeld.

1895 wurde die Raiffeisenbank Großkarolinenfeld, 1922 die Raiffeisenbank Tattenhausen gegründet, welche 1938 zur Raiffeisenbank Tattenhausen-Großkarolinenfeld eG fusionierten.

Großkarolinenfeld gehörte bis zu dessen Auflösung im Jahre 1972 zum Landkreis Bad Aibling, danach wurde es dem Landkreis Rosenheim zugeschlagen.

Nach der rumänischen Revolution von 1989 siedelten sich zahlreiche evangelische Landler hier an.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Tattenhausen und Teile der aufgelösten Gemeinde Westerndorf St. Peter eingegliedert.[3]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1804 wurde das evangelische Pfarrhaus errichtet. 1822 wurde die Karolinenkirche als erste evangelische Kirche Oberbayerns errichtet. Die katholische Pfarrkirche Heilig Blut wurde 1851 erbaut und besteht in der heutigen Form seit 1959.

Die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz im Ortsteil Tattenhausen wurde 1196 geweiht. In einem Besitzstreit vor dem Karolingischen Gerichtshof in Bad Aibling wird bereits 804 eine Kirche in Tattenhausen erwähnt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 2. März 2008 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

Partei / Liste Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 8
Parteilose Wählergemeinschaft (PLW) 4
Großkarolinenfelder/Tattenhausener Bürgervereinigung (GBV) 3
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 2
Bündnis 90/Die Grünen 2
Bayernpartei 1

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei deutsche Gemeinden sind Partnergemeinden von Großkarolinenfeld: Königsmoos in Bayern, Petershagen/Eggersdorf in Brandenburg und Westheim in Rheinland-Pfalz.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es den katholischen Pfarrkindergarten Balu mit drei Gruppen, den Gemeindekindergarten Pusteblume mit drei Gruppen, die Gemeindekrippe Pusteblume mit zwei Gruppen und einer Integrationsgruppe sowie den Kindergarten Spatzennest in Tattenhausen mit zwei Gruppen.

Die Max-Joseph-Schule bietet als Grund- und Hauptschule den M-Zug an.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der größten und auch ältesten Arbeitgeber der Gemeinde ist die örtliche Raiffeisenbank Tattenhausen-Großkarolinenfeld eG, die Filialen in den Gemeindeteilen Großkarolinenfeld und Tattenhausen besitzt. 18 Mitarbeiter arbeiten bei der Bank. Sie hat 2014 eine Bilanzsumme von rund 80 Millionen erwirtschaftet. Die Gründung der Bank erfolgte 1895, erster Vorstand war der evangelische Pfarrer Johann Georg Hüfner.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Maler und Architekt Franz Holper lebte von 1924 bis zu seinem Tod 1935 in Großkarolinenfeld.

Kuriosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinkarolinenfeld ist nicht ein Ortsteil von Großkarolinenfeld, sondern ein Teil der Gemeinde Aying im Landkreis München.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111022/200534&attr=OBJ&val=508
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großkarolinenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien