Amerang

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Amerang
Amerang
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Amerang hervorgehoben
Koordinaten: 48° 0′ N, 12° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 537 m ü. NHN
Fläche: 39,81 km2
Einwohner: 3707 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83123
Vorwahlen: 08075, 08074
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 113
Gemeindegliederung: 89 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wasserburger Str. 11
83123 Amerang
Webpräsenz: www.amerang.de
Bürgermeister: August Voit (CSU)
Lage der Gemeinde Amerang im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am InnKarte
Über dieses Bild

Amerang ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerang liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland, genauer: im Chiemgau. Die Ortschaft befindet sich rund zwölf Kilometer südöstlich von Wasserburg am Inn, 30 km südlich von Waldkraiburg, 24 km westlich von Trostberg, 34 km nordwestlich von Traunstein, zehn Kilometer nördlich von Bad Endorf und 22 km nordöstlich von Rosenheim. Sie grenzt an die Gemeinde Obing und somit an den Nachbarlandkreis Traunstein.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eiselfing Babensham Schnaitsee
Schonstett Nachbargemeinden Obing
Halfing Höslwang Pittenhart

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Amerang hat 89 Ortsteile[2]:

Höllersöd wurde ab 1. März 2012 in Hillersöd umbenannt.

Es existieren die Gemarkungen Amerang, Evenhausen, Kirchensur und Unterratting.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Amerangs erfolgte um das Jahr 788. Amerang wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.[3] Eng ist ab dem Mittelalter die Geschichte der Ameranger Gegend mit den Eigentümern von Schloss Amerang verbunden, den Lehens- und Hofmarksherren für die hiesige Bevölkerung. Seit 23 Generationen besteht die heutige Schlossherrschaft in einer Linie. Es folgten den Edelfreien von Amerang (12. und 13. Jahrhundert) die Edlen von Laiming (14. und 15. Jahrhundert), das italienische Adelsgeschlecht der Scaliger (16. Jahrhundert), die Grafen von Lamberg (17. und 18. Jahrhundert) und ab 1821 die Freiherren von Crailsheim.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Januar 1870 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Unteratting eingegliedert. Am 1. April 1971 kamen Evenhausen und Kirchensur hinzu.[4] Gebietsteile der Nachbargemeinde Pittenhart (Landkreis Traunstein) mit damals etwa 40 Einwohnern folgten am 1. Januar 1982.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammensetzung des Gemeinderats seit den Kommunalwahlen 2014:

* CSU 7 Sitze
* SPD 4 Sitze
* FW Kirchensur 3 Sitze
* ÖDP 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister von Amerang ist August Voit (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt von Silber und Blau; oben eine waagrechte rote Zange, unten ein silberner Balken, darin eine durchgehende schwarze Leiste; diese Symbole sind eine Erinnerung an den ehemaligen Ortsadel. Die Farben Silber und Blau stehen für die bayerischen Landesfarben.

Das Wappen wird seit 1969 geführt.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 ist Amerang wieder durch die Chiemgauer Lokalbahn erreichbar.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amerang ist das einzige Dorf Bayerns mit drei Museen. Im Bauernhausmuseum Amerang können auf einer Fläche von 40.000 m² viele original eingerichtete Bauernhöfe aus der Zeit zwischen 1525 und 1925 besucht werden. Das EFA-Museum für Deutsche Automobilgeschichte zeigt auf ca. 6000 m² mehr als 220 deutsche Automobil-Klassiker aus allen Epochen. In den Sommermonaten können Gäste das Schloss Amerang mit seiner gotischen Schlosskapelle und seinen Salons besuchen.

Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konzerte auf Schloss Amerang
  • etwa acht Kilometer entfernt Richtung Halfing finden das ganze Jahr über die auch international bekannten Opernfestspiele auf Gut Immling statt.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehemals befand sich in Kammer (nähe Amerang) ein Tonstudio. Es wurden nennenswerte Alben (Platten/CDs) von Peter Kent („It's a real good Feeling“), Konstantin Wecker und von vielen anderen namhaften Künstlern produziert.
  • Die Weltmusik-Gruppe „Quadro Nuevo“ hat Ameranger Wurzeln.
  • Ein Mitglied der County- und Rockformation Chiemsee Cowboys stammt aus Amerang. Das erste Album der Band wurde in o. g. Tonstudio in Kammer aufgenommen.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Theatergemeinschaft Amerang

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arboretum Schloss Amerang
  • Obstlehrgarten (Streuobstanlage, Niederstammanlage, Erhaltung bedrohter Obstsorten)
  • Ameranger Moos: ca. 1 km entfernt mit Fahrrad und zu Fuß zu erreichen ist eine Moorlandschaft rund um den Ameranger und Zillhamer See. Es wurden Lehrpfade angelegt, die sich auch zum Radfahren und Joggen eignen. Auf Hinweistafeln wird die umfassende Tier- und Pflanzenwelt erklärt. Ferner wird das frühere Torfstechen beispielhaft gezeigt.
  • Friedlsee: ca. 3 km nördlich des Ortes zwischen Amerang und Evenhausen mit Auto oder Fahrrad zu erreichen ist ein ca. 400 m langer, auch zum Baden geeigneter Moorsee. Es befindet sich dort eine Badewiese mit Steg am See.
  • Etwa acht Kilometer entfernt im Süden Richtung Pelham erreicht man die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte. Zahlreiche Seen, umgeben von Mooren und Wäldern, entstanden aus Toteisbecken des letzten Gletschereinzuges (vor ca. 120.000 Jahren). Die Seenlandschaft grenzt unmittelbar nördlich an den Chiemsee.
  • In ca. zehn Kilometer östlicher Richtung befindet sich die Seeoner Seenplatte rund um das Kloster Seeon.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur zur Geschichte des Dorfes Amerang und des heutigen Gemeindegebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amerang: Ein Beitrag zur Geschichte von Dorf und Gemeinde. Verfasser Dekan Josef Dürnegger und Oberlehrer Hans Kneißl. Herausgeber: Kath. Pfarramt Amerang, 1940, 208 Seiten. Älteste geschichtliche Beschreibung des Dorfes und der Altgemeinde.
  • Heimatbuch zum Jubiläum „1200 Jahre Amerang“. Geschichte des Schlosses, des Dorfes und der Gemeinde. Herausgeber: Gemeinde Amerang 1989, 768 Seiten. Schriftleiter: Wolfgang Klautzsch
  • Evenhausen 782 – 2002: Ein Beitrag zur Geschichte des Pfarrgebietes und der Pfarrei, sowie geschichtliche Darstellung von 78 Anwesen im Pfarrgebiet. Herausgeber und Autor Konrad Linner sen. 2003, 377 Seiten.
  • Haus- und Hofgeschiche 1366 – 2010. Historische Darstellung von 240 Anwesen im Gemeindegebiet, sowie Ortsgeschichte von Kirchensur und Stephanskirchen. Herausgeber und Autor Konrad Linner sen. 2010, 505 Seiten.
  • Historisches Beschreibung des Dorfes Pfaffing in der Gemeinde Amerang. Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte: Band 73, 2010, S. 736 – 739. Pfaffing war bis 1880 Pfründe und Wohnsitz des Pfarrers von Evenhausen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Amerang in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 18. Dezember 2017
  3. Josef Dürnegger und Hans Kneißl: Amerang – Ein Beitrag zur Geschichte von Ort und Gemeinde. Katholisches Pfarramt, Törwang 1940.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 589.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 814.
  6. Eintrag zum Wappen von Amerang in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Die Märtyrer von Tokwon, Bruder Ildefons (Andreas) Flötzinger – (Missionsbenediktiner)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amerang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien