Vereinigte Bühnen Wien

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Vereinigte Bühnen Wien (kurz: VBW) ist eine österreichische GmbH mit Sitz in Wien. Die VBW haben als Tochterunternehmen der Wien Holding durch die Führung der Spielstätten Theater an der Wien, Raimundtheater (Markenname: Raimund Theater) und Ronacher und innerhalb des Rahmens des Wiener Veranstaltungsgesetzes[1] den Auftrag, die Durchführung von Veranstaltungen zu fördern. Das Theater an der Wien wurde im Jänner 2006 als neues Stagione-Opernhaus der Stadt Wien eröffnet. Seit der Saison 2012/13 wird auch die Wiener Kammeroper vom Theater an der Wien bespielt.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinigte Bühnen Wien

Produktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Musicals der VBW in alphabetischer Reihenfolge in den drei Theatern der VBW, dem Theater an der Wien (TAW), dem Raimund Theater (RT) und dem Ronacher (RON):

Unter dem Titel Ronacher Mobile zeigten die VBW Komödien wie Die Weberischen oder Die Habsburgischen (beide im Museumsquartier) und Konzerte wie Jesus Christ Superstar und die Leonard Bernstein Gala im Raimund Theater während der Funktionssanierung des Ronachers.

Eigene Produktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktionen, die bei den Vereinigten Bühnen Wien ihre Weltpremiere hatten:

VBW Produktionen im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit VBW International GmbH sind die Vereinigten Bühnen Wien der einzige Musicalproduzent im deutschsprachigen Raum, der hauseigene Produktionen erfolgreich in alle Welt exportiert. Jährlich sehen rund 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher weltweit eine Produktion der Vereinigten Bühnen Wien. Insgesamt haben bereits rund 28 Millionen Menschen in 23 Ländern und 18 Sprachen eine VBW Eigenproduktion gesehen. Lizenzproduktionen: DER BESUCH DER ALTEN DAME, DON CAMILLO & PEPPONE, ELISABETH, I AM FROM AUSTRIA, MOZART!, REBECCA, RUDOLF - AFFAIRE MAYERLING, SCHIKANEDER, TANZ DER VAMPIRE

DER BESUCH DER ALTEN DAME, ein Musical von Christian Struppeck, Wolfgang Hofer, Moritz Schneider und Michael Reed gespielt in:

DON CAMILLO & PEPPONE, ein Musical von Michael Kunze & Dario Farina, gespielt in:

ELISABETH, das erste Musical von Kunze & Levay, gespielt in:

I AM FROM AUSTRIA, ein Musical von Titus Hoffmann & Christian Struppeck mit den Hits von Rainhard Fendrich, gespielt in:

MOZART!, ein Musical von Kunze & Levay, gespielt in:

REBECCA, ein Musical von Kunze & Levay, gespielt in:

RUDOLF – AFFAIRE MAYERLING, ein Musical von Frank Wildhorn, gespielt in:

TANZ DER VAMPIRE ein Musical von Kunze & Steinman, gespielt in:

Besucher VBW Produktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besucher im Theater an der Wien, Raimund Theater, Ronacher und International:
2020: in Wien ca. 111.879* / Internat. 272.340 / Gesamt 384.019 (*Das Raimund Theater war aufgrund der Sanierung das ganze Jahr geschlossen)
2020 TV-Ausstrahlungen und Online Streaming: rund 2,5 Millionen
2019: in Wien ca. 504.617* / Internat. 971.069 / Gesamt: 1.475.686 (*Das Raimund Theater war aufgrund der Sanierung in der zweiten Jahreshälfte geschlossen.)
2018: in Wien ca. 625.655 / Internat. 976.511 / Gesamt: 1.602.166
2017: in Wien ca. 498.700 / Internat. 1.475.896 / Gesamt: 1.974.596
2016: in Wien: ca. 513.000 / Internat. 1.210.000 / Gesamt: 1.723.000
2015: in Wien: ca. 568.000 / Internat. 762.000 / Gesamt: 1.330.000
2014: in Wien: ca. 572.000 / Internat. 810.020 / Gesamt: 1.382.020

Kontroverse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Mitarbeiter „wegen prekärer Beschäftigungsverhältnisse“ vor Gericht gezogen waren, zahlten die Vereinigten Bühnen Wien im Jahr 2016 Gehälter in Höhe von 385.000 Euro an 55 Mitarbeiter nach.[8] Im Zeitraum zwischen 2009 und 2012 zahlten die Vereinigten Bühnen Wien leitenden Angestellten Prämien in Höhe von 660.000 Euro aus, ohne dass dafür im Gegenzug klar messbare Zielvereinbarungen festgelegt wurden, wie der Wiener Stadtrechnungshof 2013 in einem Kontrollbericht kritisierte.[9] Die Prämien wurden als "unangemessen hoch" kritisiert, die Kriterien, welche zur Prämienausschüttung führten, als "unambitioniert", "nicht genau quantifiziert" und die "Dokumentationen der erreichten Ziele" als "nicht immer leicht nachvollziehbar".[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wien.gv.at: Gesetz über die Regelung des Veranstaltungswesens (Wiener Veranstaltungsgesetz). Abgerufen am 26. März 2010.
  2. Eigentumsverhältnisse der VBW: firmenabc.at: Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H.. Abgerufen am 9. Juli 2013.
  3. Impressum | Theater an der Wien. In: Theater an der Wien. Abgerufen am 23. Mai 2016.
  4. orf.at – Vereinigte Bühnen: Franz Patay wird neuer Chef. Artikel vom 3. Oktober 2016, abgerufen am 3. Oktober 2016.
  5. Jesus Christ Superstar 2011. In: musicalvienna.at. Abgerufen am 1. November 2021.
  6. Jesus Christ Superstar 2019. In: musicalvienna.at. Abgerufen am 1. November 2021.
  7. orf.at – „Weltweites Interesse“ für Schikaneder-Musical. Artikel vom 11. Mai 2016, abgerufen am 12. Mai 2016.
  8. Die Presse: Vereinigte Bühnen mussten nachzahlen. Abgerufen am 1. Januar 2019.
  9. a b KONTROLLAMT DER STADT WIEN: Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H., Prüfung der Gebarung. Abgerufen am 1. Januar 2019.