Oststeinbek

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oststeinbek
Oststeinbek
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oststeinbek hervorgehoben
Koordinaten: 53° 33′ N, 10° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 11,37 km²
Einwohner: 8791 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 773 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22113
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 053
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Möllner Landstraße 20
22113 Oststeinbek
Webpräsenz: www.oststeinbek.de
Bürgermeister: Jürgen Hettwer (parteilos)
Lage der Gemeinde Oststeinbek im Kreis Stormarn
Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Segeberg Lübeck Ahrensburg Ahrensburg Ammersbek Bad Oldesloe Badendorf Bargfeld-Stegen Bargteheide Barnitz Barsbüttel Braak Brunsbek Delingsdorf Elmenhorst (Stormarn) Elmenhorst (Stormarn) Feldhorst Glinde Grabau (Stormarn) Grande Grönwohld Großensee (Holstein) Großhansdorf Hamberge Hamfelde (Stormarn) Hammoor Heidekamp Heilshoop Hohenfelde (Stormarn) Hoisdorf Jersbek Klein Wesenberg Köthel (Stormarn) Lasbek Lütjensee Meddewade Mönkhagen Neritz Nienwohld Oststeinbek Pölitz Rausdorf (Holstein) Rehhorst Reinbek Reinfeld (Holstein) Rethwisch (Stormarn) Rümpel Siek (Holstein) Stapelfeld Steinburg (Stormarn) Tangstedt (Stormarn) Todendorf Travenbrück Tremsbüttel Trittau Trittau Trittau Wesenberg (Holstein) Westerau Witzhave ZarpenKarte
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Oststeinbek (niederdeutsch Ooststeenbeek)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein (Deutschland). Zur Gemeinde gehört auch der Ortsteil Havighorst. Die Gemeinde Oststeinbek wurde erstmals im Jahre 1255 erwähnt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oststeinbek liegt im äußersten Süden des Kreises Stormarn. Es grenzt direkt an den Osten Hamburgs.

Der tiefste Punkt Oststeinbeks ist die Glinder Au, Ortsteil Oststeinbek, und liegt bei m ü. NN. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Heegsbarg im Ortsteil Havighorst mit 51,1 m ü. NN.

Das Gemeindegebiet misst 1.131 ha, die sich auf den Ortsteil Oststeinbek mit 596 ha und auf den Ortsteil Havighorst mit 535 ha verteilen.

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Gemeinde Barsbüttel, im Osten an die Stadt Glinde sowie im Westen und Süden an die Freie und Hansestadt Hamburg.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Meienhoop, Oststeinbek und Havighorst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Havighorst wurde erstmals 1257 beim Verkauf des Asbrook urkundlich erwähnt. 1318 ging der Ort in den Besitz des Klosters Reinbek über. Nach der Reformation wurde es 1529 dem landesherrlichen Amt Reinbek zugeschlagen. 1581 wurde die Pulvermühle Domhorst errichtet.

Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde Havighorst 1867 dem neugebildeten Kreis Stormarn zugeschlagen. Die Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 führte zur Zuordnung zum Amtsbezirk Sande, später zum Amtsbezirk Lohbrügge. Als dieser 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz (die Gemeinde Lohbrügge wurde nach Hamburg eingemeindet) aufgelöst wurde, kam Havighorst zum Amtsbezirk Barsbüttel.

Oststeinbek gehörte seit 1948 zum Amt Glinde. Mit der Eingemeindung von Havighorst 1974 wurde die Gemeinde amtsfrei.

Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Havighorst bei Reinbek eingegliedert.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Reformation wurde Oststeinbek lutherisch. Konfessionen heute: evangelisch-lutherisch 39,1 %, römisch-katholisch 7,6 %, ohne Konfession 37,4 %, Sonstige 15,9 %.

Die evangelischen Christen und Christinnen Oststeinbeks gehören zur Kirchengemeinde Kirche in Steinbek (Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland / Kirchenkreis Hamburg-Ost). Die ev.-luth. Kirchengemeinde Kirche in Steinbek gliedert sich in drei Gemeindebezirke: Kirchsteinbek und Mümmelmannsberg (beide auf Hamburger Staatsgebiet) und Oststeinbek mit Havighorst (auf Schleswig-Holsteiner Staatsgebiet) und Teilen Bobergs (auf Hamburger Staatsgebiet). Für Oststeinbek konnte am 29. Oktober 1966 die Auferstehungskirche eingeweiht werden (Architekt: Olaf Andreas Gulbransson; Altar, Kanzel, Taufstein und Standkreuz: Karl-Heinz Hoffmann; Betonglas: Hubert Distler; Orgel: Friedrich Weigle).[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 21 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 zehn Sitze, die SPD sechs, die Wählergemeinschaft OWG drei und die FDP zwei Sitze. Bürgervorsteher ist Hendrik Maier (CDU).

Der amtierende Bürgermeister der Gemeinde ist derzeit der parteilose Jürgen Hettwer. [5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot das silberne holsteinische Nesselblatt, belegt mit einem schwarzen Mühlrad über einem blauen Wellenbalken.“[6]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caddington, Neustadt-Glewe, Ellar (Gemeinde Waldbrunn (Westerwald))

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindesaal des Rathauses werden von der seit über 50 Jahren (Gründung 1960) bestehenden „Laienspielgruppe Oststeinbek“ jährlich zwei plattdeutsche Theaterstücke aufgeführt. Die Spielzeiten sind im Frühjahr und im Herbst mit jeweils zehn Vorstellungen. Hinzu kommen vier Kindermärchenvorstellungen im Dezember. Alle Vorstellungen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1948 hat Oststeinbek einen Sportverein, den Oststeinbeker Sportverein, dessen Volleyballmannschaft unter dem Namen „Ostbek Cowboys“ während der Saison 2005/06 und unter dem Namen „Hamburg Cowboys“ während der Saison 2007/08 in der 1. Bundesliga spielten.

Es gibt zwei große Sporthallen (u. a. die Walter-Ruckert-Sporthalle) in Oststeinbek, in denen sich auch ein kommerzielles Fitnessstudio angesiedelt hat.

Hinter den Sporthallen ist der Tennisverein TC Oststeinbek angesiedelt. Sieben Außenplätze und eine Doppelfeldhalle stehen den Mitgliedern zur Verfügung.

In der Nähe der Sportanlagen gibt es einen kommerziell betriebenen Golfplatz für jedermann (Neun-Loch-Anlage).

Im Ortsteil Havighorst gibt es zwei Tennisvereine, zum einen seit 1978 den Tennis-Club Havighorst (TCH), zum anderen den Tennisverein TV Rot Weiss Havighorst, der 1976 gegründet wurde.

Im Ortsteil Havighorst befinden sich außerdem zwei Reitsportvereine. Der Reiterverein Oststeinbek-Havighorst und der Reitverein Havighorst.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maibaumfest (am ersten Wochenende im Mai)
  • Marktfest (ein Samstag im August) in Havighorst (2007 verbunden mit der 750-Jahr-Feierlichkeiten Havighorsts)
  • Schlachtfest der Freiwilligen Feuerwehr Oststeinbek und der Freiwilligen Feuerwehr Ellar
  • Osterfeuer (Karsamstag)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordwesten des Ortsteiles Oststeinbek liegt ein Gewerbegebiet mit großflächigem Sondergebiet. Außerdem sind in Oststeinbek zahlreiche mittelständische Unternehmen ansässig.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Havighorst ist ein Betonwerk ansässig, das aus einer Ziegelei hervorging. Eine Familie Krombach ließ die Ziegelei 1919 errichten. Diese Gründerfamilie musste jedoch während der Naziherrschaft in die USA auswandern und so übernahm der Ostpreuße Hermann Schlick die Fabrik. Später führte dessen Schwiegersohn Günther Kuschmierz die Ziegelei und baute sie zu einem erfolgreichen Betrieb aus.[7]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut-Landt-Grundschule
  • Volkshochschule Oststeinbek

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hamburger Verkehrsverbund bindet den Ort an den öffentlichen Personennahverkehr an. Die Buslinie 133 fährt von Oststeinbek nach Hamburg-Billstedt sowie in die Nachbarstadt Glinde und zeitweise weiter nach Reinbek-Neuschönningstedt. Die Linie 233 fährt über den Ortsteil Havighorst ebenfalls nach Hamburg-Billstedt und dessen Wohngebiet Mümmelmannsberg. Außerdem gibt es noch die Stadtbuslinie 333, die von Hamburg (U Steinfurther Allee) über Glinde nach Reinbek und Trittau verkehrt.

Oststeinbek hat eine direkte Verbindung zur Bundesautobahn 1.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Oesterle (1894–1965), Gewerkschafter und Politiker, war von Dezember 1945 bis Dezember 1946 ernannter Bürgermeister Oststeinbeks

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Curt Davids Domhorst. Die Geschichte einer Mühle, Wentorf, 1958
  • Gemeinde Oststeinbek/Kreis Stormarn, Oststeinbek, 2002 (herausgegeben von der Gemeinde)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oststeinbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Schleswig-Holsteinische Heimatbund, Ortsnamen von Schleswig-Holstein/Oortsnaams vun Sleswig-Holsteen, Molfsee, 2010
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 186.
  4. Alf Schreyer, Kirche in Stormarn - Geschichte eines Kirchenkreises und seiner Kirchengemeinden, M + K Hansa Verlag, Hamburg 1981, ISBN 3-920610-39-3.
  5. Rathausservice Oststeinbeck
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  7. Bergedorfer Zeitung vom 4./5. Dezember 1993