Lütjensee

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Lütjensee in Schleswig-Holstein, zum gleichnamigen See siehe Lütjensee (See).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lütjensee
Lütjensee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lütjensee hervorgehoben
Koordinaten: 53° 39′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Trittau
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 14,05 km²
Einwohner: 3276 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 233 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22952
Vorwahlen: 04154, 04534
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 045
Adresse der Amtsverwaltung: Europaplatz 5
22946 Trittau
Webpräsenz: www.luetjensee.de
Bürgermeisterin: Ulrike Stentzler (CDU)
Lage der Gemeinde Lütjensee im Kreis Stormarn
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Lütjensee (niederdeutsch Lüttensee) ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Zu Lütjensee gehören die Ortsteile Dwerkaten und Bollmoor.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend um Lütjensee wird als Stormarnsche Schweiz bzw. Stormarner Schweiz bezeichnet. Im welligen und waldreichen Gelände liegen drei Seen, der Lütjensee, der Großensee und der Mönchteich, weshalb Lütjensee auch als „Drei-Seen-Gemeinde“ bezeichnet wird. Unter Naturschutz steht das Moorgebiet Kranika.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1248 wurde Lütjensee erstmals urkundlich erwähnt. Als Gründer des Ortes gilt die adelige Familie Hamme. Laut einer Stiftungsurkunde der alten Lütjenseer Kirche entriss der Laie Tymmo von Hamme wendischen Siedlern den Ort. Die heutige Lütjenseer „Tymmokirche“ ist nach ihm benannt.

Zum Amt Lütjensee gehörten zunächst nur Grönwohld und Hoisdorf, 1929 kam dann Großensee hinzu. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts hatte das Amt Lütjensee Bestand. Im Zuge der Verwaltungsreform, die man damals durchführte, wurde es dann jedoch aufgelöst. Obwohl sich die Lütjenseer gerichtlich dagegen zur Wehr setzten, wurden die Gemeinden des Amtes Lütjensee 1972 dem neuen Amt Trittau zugeschlagen. Ab der Einweihung der Südstormarnschen Kreisbahn im Jahr 1907 wurde Lütjensee ein beliebter Luftkurort für Touristen und Tagesgäste.[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelisch lutherische Kirchengemeinde Lütjensee wurde im November 1953 gegründet, indem die Orte Grönwohld, Großensee und Lütjensee von Trittau abgespalten wurden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 13 Sitze und die SPD vier. Bürgermeisterin ist Ulrike Stentzler (CDU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Blau und Rot durch einen silbernen Wellenbalken geteilt. Oben eine goldene Glocke, begleitet links oben von einem goldenen Schildchen mit einer blauen fünfblättrigen Blüte. Unten zwei silberne achtspeichige Wagenräder.“[3]

Die Glocke erinnert an die im 13. Jahrhundert gestiftete Kirche, der Schild mit der fünfblättrigen Blüte an das Familienwappen von Tymmo von Hamme.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Lütjensee stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Im Jahre 1956 wurde der Bau des 33 m hohen Kirchturms mit drei Glocken abgeschlossen. Der Bau der Tymmo-Kirche begann im Januar 1961, die Kirchenweihe fand am 3. Dezember statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lütjensee hat sich vom Bauerndorf zu einem Gewerbestandort und Erholungsort gewandelt.

Von 1887 bis 1976 war Lütjensee (Dwerkaten) Bahnstation an der Bahnstrecke Schwarzenbek–Bad Oldesloe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der SPD-Landtagsabgeordneter Tobias von Pein (* 12. Juli 1985) ist seit 2008 Gemeindevertreter in Lütjensee.
  • Der Schauspieler Helmut Zierl (* 6. Oktober 1954) lebt in Lütjensee.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lütjensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Lütjensee – eine Chronik. Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein