Grönwohld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grönwohld
Grönwohld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grönwohld hervorgehoben
Koordinaten: 53° 39′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Trittau
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 9,79 km2
Einwohner: 1431 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km2
Postleitzahl: 22956
Vorwahlen: 04154, 04534
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 021
Adresse der Amtsverwaltung: Europaplatz 5
22946 Trittau
Webpräsenz: www.groenwohld-stormarn.de
Bürgermeister: Ralf Breisacher (CDU)
Lage der Gemeinde Grönwohld im Kreis Stormarn
HamburgKreis Herzogtum LauenburgKreis OstholsteinKreis SegebergLübeckAhrensburgAhrensburgAmmersbekBad OldesloeBadendorfBargfeld-StegenBargteheideBarnitzBarsbüttelBraakBrunsbekDelingsdorfElmenhorst (Stormarn)Elmenhorst (Stormarn)FeldhorstGlindeGrabau (Stormarn)GrandeGrönwohldGroßensee (Holstein)GroßhansdorfHambergeHamfelde (Stormarn)HammoorHeidekampHeilshoopHohenfelde (Stormarn)HoisdorfJersbekKlein WesenbergKöthel (Stormarn)LasbekLütjenseeMeddewadeMönkhagenNeritzNienwohldOststeinbekPölitzRausdorf (Holstein)RehhorstReinbekReinfeld (Holstein)Rethwisch (Stormarn)RümpelSiek (Holstein)StapelfeldSteinburg (Stormarn)Tangstedt (Stormarn)TodendorfTravenbrückTremsbüttelTrittauTrittauTrittauWesenberg (Holstein)WesterauWitzhaveZarpenKarte
Über dieses Bild

Grönwohld (niederdeutsch Gröönwoold) ist eine Gemeinde im Osten des Kreises Stormarn, südlich von Bad Oldesloe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grönwohld wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Seit dem Mittelalter wurde der Ort von der Mühlenwirtschaft geprägt. Das Dorf gehörte zum alten landesherrlichen Amt Trittau. Im 17. Jahrhundert erbaute die Hamburger Kaufmannsfamilie Amsinck eine große Drahtmühle im Ort, die als Produktionsstätte für Feindraht diente. 1817 erwarb der Lübecker Kaufmann Hasse die Mühle und baute sie zu einer Papiermühle um. Grönwohld gehörte zu den 17 Holzdörfern.

Nach Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen kam Grönwohld zum neu gegründeten Kreis Stormarn und nach Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 zum neu gegründeten Amtsbezirk Lütjensee, der 1948 im Amt Lütjensee aufging. Als das Amt Lütjensee 1972 aufgelöst wurde, wurde Grönwohld dem heutigen Amt Trittau zugeschlagen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1248 wurde Grönwohld in das neu gegründete Kirchspiel Trittau eingepfarrt. Als dieses 1330 wiederum geteilt wurde, kam der Ort zum neuen Kirchspiel Lütjensee. In der Reformation wurde Grönwohld, wie das gesamte Stormarn, lutherisch. Zuständig für die geistliche Versorgung wurde nunmehr wieder die Kirche in Trittau. Im Jahr 1953 wurde Grönwohld zusammen mit Großensee und Lütjensee aus der Kirchengemeinde Trittau herausgelöst und gehört seitdem zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Lütjensee.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2018 acht Sitze und die SPD fünf.[3]

Bürgermeister ist Ralf Breisacher (CDU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein blauer Wellenbalken, darüber ein langgestrecktes, rotes Fachwerkhaus mit zwei fast über die gesamte Länge des Daches reichenden Schlepperkern übereinander, darunter drei grüne Laubbäume 1 : 2.“[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Grönwohld stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die Amsincksche Drahtmühle aus dem 17. Jahrhundert am Drahtteich steht seit 1972 unter Denkmalschutz. Der Fachwerkbau steht auf einem Unterbau (zum Wasser) aus Granit. Das Satteldach der Wassermühle hat breite Dachgauben.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1984 gibt es den Tipp-Kick Verein Grönwohld (TKV Grönwohld), 2015 wurde der Verein Deutscher Mannschaftsmeister und Pokalsieger.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gasthof „Unter den Linden“ in Grönwohld, bekannt aus der NDR-Serie „Neues aus Büttenwarder“

Seit 1997 wird in Grönwohld und Umgebung die NDR-Fernsehreihe Neues aus Büttenwarder gedreht. Der in der Serie vorkommende „Dorfkrug“ Unter den Linden steht in Grönwohld. Dort findet außerhalb der Dreharbeiten regulärer Gasthausbetrieb statt, auch Lütt un Lütt steht auf der Getränkekarte. Bereits 1993 war der Gasthof Drehort der NDR-Tatortfolge Um Haus und Hof, wo er Steinbosteler Hof hieß.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahrbücherei im Kreis Stormarn fährt im 3-Wochen-Rhythmus drei Haltepunkte in Grönwohld an.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grönwohld ist durch die Bundesstraße 404 (KielLauenburg/Elbe) an das überregionale Straßennetz angebunden. Von 1887 bis 1976 war Grönwohld Bahnstation der Bahnstrecke Schwarzenbek–Bad Oldesloe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Boy-Ed (1872–1930), Seeoffizier, Diplomat und Spion; lebte nach 1918 in Grönwohld und starb dort
  • Hermann Claudius (1878–1980), Lyriker und Erzähler

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helga Wohlers: Die Drahtmühle in Grönwohld, in: Denkmalpflege in Stormarn. Neumünster 1983, S. 96–102
  • Wolfgang Lange: Die Grönwohlder Mühlen, in: Jahrbuch für den Kreis Stormarn. Bad Oldesloe 2000, S. 39–55

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grönwohld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kirchspielgeschichte. Kirchengemeinde Trittau, abgerufen am 18. Februar 2018.
  3. Bekanntmachung des Gemeindewahlergebnisses. Amt Trittau, 16. Mai 2018, abgerufen am 7. Juli 2018.
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. Fahrplan 2017 der Fahrbücherei, Webseite der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, abgerufen am 5. Juni 2017