Feldhorst

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Feldhorst
Feldhorst
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Feldhorst hervorgehoben
53.85305555555610.41805555555645Koordinaten: 53° 51′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Nordstormarn
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 15,48 km²
Einwohner: 612 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23858
Vorwahl: 04533
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 093
Adresse der Amtsverwaltung: Am Schiefen Kamp 10
23858 Reinfeld
Webpräsenz: www.amt-nordstormarn.de
Bürgermeister: Jörg Lembke (KWV)
Lage der Gemeinde Feldhorst im Kreis Stormarn
Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Segeberg Lübeck Ahrensburg Ahrensburg Ammersbek Bad Oldesloe Badendorf Bargfeld-Stegen Bargteheide Barnitz Barsbüttel Braak Brunsbek Delingsdorf Elmenhorst (Stormarn) Elmenhorst (Stormarn) Feldhorst Glinde Grabau (Stormarn) Grande Grönwohld Großensee (Holstein) Großhansdorf Hamberge Hamfelde (Stormarn) Hammoor Heidekamp Heilshoop Hohenfelde (Stormarn) Hoisdorf Jersbek Klein Wesenberg Köthel (Stormarn) Lasbek Lütjensee Meddewade Mönkhagen Neritz Nienwohld Oststeinbek Pölitz Rausdorf (Holstein) Rehhorst Reinbek Reinfeld (Holstein) Rethwisch (Stormarn) Rümpel Siek (Holstein) Stapelfeld Steinburg (Stormarn) Tangstedt (Stormarn) Todendorf Travenbrück Tremsbüttel Trittau Trittau Trittau Wesenberg (Holstein) Westerau Witzhave ZarpenKarte
Über dieses Bild

Feldhorst ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde liegt nördlich von Bad Oldesloe und besteht aus den Ortschaften Altenweide, Buurdiek, Havighorst, Hohenkamp, Niendeel, Rögen, Schüttenkaten, Steinfeld, Steinfelder Heckkaten, Steinfelder Hude und Steinfelderwohld.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Feldhorst liegt im Norden des Kreises Stormarn, ca. 18 km westlich der Hansestadt Lübeck, im Bereich des dortigen Amt Nordstormarn. Im Norden grenzt die Gemeinde an den Kreis Segeberg mit den Gemeinden Wakendorf I, Bahrenhof und Bühnsdorf. Im Osten grenzt Feldhorst an die Gemeinde Rehhorst und die Stadt Reinfeld, im Süden an die Gemeinde Meddewade, hierbei stellt die Trave die Grenze zu Meddewade dar. Im Westen grenzt Feldhorst an die Stadt Bad Oldesloe.

Neumünster (ca. 38 km) Plön (ca. 34 km) Scharbeutz (ca. 30 km)
Bad Segeberg (ca.12 km)
Kaltenkirchen (ca. 30 km) Compass card (de).svg Lübeck (ca. 18 km)
Bad Oldesloe (ca. 6 km)
Hamburg (ca. 44 km) Lüneburg (ca. 68 km) Reinfeld (Holstein) (ca. 6 km)

* Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung (Luftlinie) bis zum Ortszentrum. Die realen Richtungen entsprechen nicht exakt, sondern ungefähr den Himmelsrichtungen.

Geschichte[Bearbeiten]

Feldhorst entstand am 1. Januar 1978 aus einer Fusion der bisher eigenständigen Gemeinden Havighorst b. Bad Oldesloe und Steinfeld.[2] Der Name ist ein Kunstwort, das aus den Endsilben beider Gemeinden gebildet wurde.

Havighorst[Bearbeiten]

Havighorst wurde erstmals 1327, als es an das Kloster Reinfeld verkauft wurde, urkundlich erwähnt. Nach Auflösung des Klosters im Zuge der Reformation wurde Havighorst dem landesherrlichen Amt Reinfeld zugeordnet. Seine Bewohner mussten noch bis 1772 dem Vorwerk Steinhof Hand- und Spanndienste leisten.

Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen gehört Havighorst seit 1867 zum neugebildeten Kreis Stormarn. Mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung wurde es 1889 dem Amtsbezirk Rehhorst zugeordnet und kam mit der Neugliederung nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 zum Amt Reinfeld. Seit 1972 gehört Havighorst zum Amt Nordstormarn. Zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses mit Steinfeld hatte der Ort 208 Einwohner.

Steinfeld[Bearbeiten]

Steinfeld wurde urkundlich erstmals im Jahre 1149 erwähnt in einer Urkunde Heinrichs des Löwen. In dieser wird ein Marcradus de Steenvelde als Zeuge erwähnt. Marcradus de Steenvelde ist der einzige geschichtlich bekannte Bewohner des Heilsaugebiets im 12. Jahrhundert.

Religionen[Bearbeiten]

Bereits im 14. Jahrhundert besaß der Ortsteil Havighorst eine Kapelle, die zum Kloster Reinfeld gehörte. In der Reformation wurden beide Ortsteile lutherisch.

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWV seit der Kommunalwahl vom 26. Mai 2013 sechs Sitze und die Wählergemeinschaft FBF drei. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 59 %.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün unter einem von zwei goldenen Getreideähren begleiteten silbernen Habichtskopf ein silberner Stein. Darunter ein silberner Wellenbalken.“[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Feldhorst verfügt über zwei Freiwillige Feuerwehren, die Freiwillige Feuerwehr Havighorst und die Freiwillige Feuerwehr Steinfeld. Im Ortsteil Steinfeld befindet sich ein Kindergarten. Die nächsten Grundschulen befinden sich in Reinfeld und Zarpen, weiterführende Schulen mit gymnasialer Oberstufe gibt es in Reinfeld und Bad Oldesloe.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist an den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) über den Busverkehr angebunden. Die Bundesstraße 75, auf dem Teilstück ReinfeldBad Oldesloe, sowie die Landesstraße 84 Reinfeld – Bad Segeberg führen durch das Gemeindegebiet. Das Gemeindegebiet wird durch die Bahnstrecke Lübeck–Hamburg im südlichen Bereich durchlaufen, ein Haltepunkt existiert nicht. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Reinfeld (Holstein) und Wakendorf I, beide Bahnhöfe befinden sich im Tarifgebiet des Hamburger Verkehrsverbund (HVV).

Bildung[Bearbeiten]

Die Fahrbücherei im Kreis Stormarn fährt im 3-Wochenrhythmus zwei Haltepunkte in der Gemeinde Feldhorst an.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feldhorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 187.
  3. http://amt-nordstormarn.de/media/custom/1137_2476_1.PDF?1369597571
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. http://www.bz-sh.de/prog/fahrplan2014/fahrplan_bib.php?sigel=659