Steinburg (Stormarn)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steinburg
Steinburg (Stormarn)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steinburg hervorgehoben
53.71138888888910.40277777777860Koordinaten: 53° 43′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Bad Oldesloe-Land
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 23,91 km²
Einwohner: 2584 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22964
Vorwahl: 04534
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 091
Adresse der Amtsverwaltung: Mewesstraße 22-24
23843 Bad Oldesloe
Webpräsenz: www.amt-bad-oldesloe-land.de
Bürgermeisterin: Heidi Hack (ABiS)
Lage der Gemeinde Steinburg im Kreis Stormarn
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Steinburg (niederdeutsch Steenborg) ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Steinburg liegt südlich von Bad Oldesloe und nordöstlich von Hamburg. Von 1887 bis 1976 war Steinburg Bahnstation der Bahnstrecke Schwarzenbek–Bad Oldesloe.

Geschichte[Bearbeiten]

Steinburg entstand zum 1. Januar 1978 durch Zusammenschluss der zuvor selbstständigen Gemeinden Eichede, Mollhagen und Sprenge.[2] Der Name der dadurch neu entstandenen Gemeinde stammt vom Forstbezirk Steinburg, an den die drei heutigen Ortsteile angrenzen.

Ortsteile[Bearbeiten]

Mollhagen[Bearbeiten]

Der Ortsteil Mollhagen bildet den Ortskern der Gemeinde. Hier befindet sich auch die Grundschule mit Turnhalle und Sportanlagen sowie dem Kindergarten, ebenso wie die Raiffeisenbank mit Landhandel sowie ein Einzelhandelsgeschäft, ein Friseursalon und Gastronomie.

Des Weiteren befindet sich in Mollhagen ein Fahrstall, in dem die vom Aussterben bedrohten Schleswiger Kaltblutpferde nicht nur zur Zucht, sondern auch zu Kutschfahrten eingesetzt werden. Interessierte können im Fahrstall das Kutschfahren erlernen. Jedes Jahr im September findet der Kaltblut-Tag Mollhagen statt, der vom Kaltblutverein Mollhagen e.V. organisiert wird.

Eichede[Bearbeiten]

Eicheder Kirche

Eichede wurde erstmals 1259 urkundlich erwähnt. Das Kirchspiel Eichede, zu dem heute auch die Orte Lasbek (-Gut und -Dorf), Mollhagen, Rohlfshagen, Sprenge, Todendorf und Stubben gehören, gehörte ursprünglich zum Bistum Lübeck, kam aber mit der Reformation zur Evangelisch-Lutherische Kirche im Hamburgischen Staate. Weltlich gehörte Eichede zum gottorfischen Amt Trittau. Das Dorf gehörte - wie auch Mollhagen und Sprenge - zu den 17 Holzdörfern. Mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 wurde Eichede Sitz des gleichnamigen Amtsbezirkes. 1948 kam das Dorf nach Auflösung der Amtsbezirke zum neuen Amt Mollhagen, 1974 zum Amt Bad Oldesloe-Land. 1978 ging Eichede in der neuen Gemeinde Steinburg auf. Der Ort hat zirka 600 Einwohner.

Sprenge[Bearbeiten]

Der kleinste Ortsteil der Gemeinde ist Sprenge, ein wesentlich von der Landwirtschaft geprägtes Straßendorf.

Im Sprenger Gemeindehaus findet regelmäßig die Bürgermeistersprechstunde statt. Angegliedert ist das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr. Direkt nebenan hat der Schützenverein sein Domizil.

In der Schützenstraße steht auf einem Bauernhof der älteste Baum im Dorf. Das Alter der Eiche wird auf mehr als 600 Jahre geschätzt.

Politik[Bearbeiten]

Von den 18 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2008 neun Sitze, die SPD und die Wählergemeinschaft ABIS hatten je vier Sitze errungen und die FDP einen Sitz. Unmittelbar vor der konstituierenden Sitzung wechselte ein über die Liste der SPD gewähltes Mitglied des Gemeinderates zur Wählergemeinschaft über. Seitdem hatte die ABIS fünf und die SPD drei Sitze. Bürgermeisterin ist Heidi Hack.

Mit dem Ergebnis der Gemeindewahl vom 25. Mai 2013 wurde die Sitzverteilung um ein Überhangmandat reduziert, so dass die aktuelle Anzahl an Gemeindevertretern bei 17 Personen liegt. Die Wählergemeinschaft ABIS errang hierbei mit 38,6 % und sieben Sitzen die meisten Stimmen, gefolgt von der CDU mit 35 % und sechs Sitzen, der SPD mit 19,6 % und drei Sitzen, sowie der FDP mit 6,8 % und einem Sitz. Die zu vergebenen Direktmandate gingen mit fünf an die CDU und mit vieren an die Wählergemeinschaft ABIS. Erstmals ging der Ortsteil Mollhagen komplett an die ABIS. Auch ein Direktmandat im Ortsteil Eichede wurde von der Wählergemeinschaft errungen. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,2 %.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein schwebender roter Zinnenturm mit offenem Tor, links daneben, den Turm oben und unten überragend, ein bogenförmig auswärts geschweiftes grünes Eichenblatt.“[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der SV Eichede aus dem Ortsteil Eichede wurde 1947 gegründet. Er ist vor allem durch seine Fußballabteilung bekannt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinburg (Stormarn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 187.
  3. Gemeindewahl Steinburg 2013. Amt Bad Oldesloe-Land, 26. Mai 2013, abgerufen am 6. Mai 2014 (PDF; 82 KB).
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein