Steinburg (Stormarn)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steinburg
Steinburg (Stormarn)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steinburg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 43′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Bad Oldesloe-Land
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 23,91 km2
Einwohner: 2743 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km2
Postleitzahl: 22964
Vorwahl: 04534
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 091
Adresse der Amtsverwaltung: Louise-Zietz-Straße 4
23843 Bad Oldesloe
Website: www.amt-bad-oldesloe-land.de
Bürgermeister: Wolfgang Meyer (CDU)
Lage der Gemeinde Steinburg im Kreis Stormarn
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Über dieses Bild

Steinburg (niederdeutsch Steenborg) ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinburg liegt südlich von Bad Oldesloe und nordöstlich von Hamburg. Es besteht aus den Ortsteilen Eichede, Mollhagen und Sprenge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Eichede wurde erstmals 1259 urkundlich erwähnt. Weltlich gehörte Eichede zum gottorfischen Amt Trittau. Das Dorf gehörte – wie auch Mollhagen und Sprenge – zu den 17 Holzdörfern. Mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 wurde Eichede Sitz des gleichnamigen Amtsbezirkes. 1948 kam das Dorf nach Auflösung der Amtsbezirke zum neuen Amt Mollhagen, 1974 zum Amt Bad Oldesloe-Land. 1978 ging Eichede in der neuen Gemeinde Steinburg auf. Der Ort hat zirka 600 Einwohner.

Steinburg entstand zum 1. Januar 1978 durch Zusammenschluss der zuvor selbstständigen Gemeinden Eichede, Mollhagen und Sprenge.[2] Der Name der dadurch neu entstandenen Gemeinde stammt vom Forstbezirk Steinburg, an den die drei heutigen Ortsteile angrenzen.

Eicheder Kirche

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchspiel Eichede, zu dem heute auch die Orte Lasbek (-Gut und -Dorf), Mollhagen, Rohlfshagen, Sprenge, Todendorf und Stubben gehören, gehörte ursprünglich zum Bistum Lübeck, kam aber mit der Reformation zur Evangelisch-Lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2018 acht Sitze, die SPD vier Sitze und die Wählergemeinschaft ABiS fünf Sitze errungen.

Bürgermeister ist Wolfgang Meyer (CDU).

Von den 9 zu vergebenden Direktmandaten gingen acht an die CDU und 1 an die SPD. Die Ortsteile Mollhagen und Sprenge gingen komplett an die CDU. Im Ortsteil Eichede errang die CDU 2 Direktmandate und die SPD 1.

Bei den Kommunalwahlen am 6. Mai 2018 bekam die CDU mit 45,8 % der abgegebenen Stimmen acht Sitze, die SPD erhielt mit 25,7 % vier Sitze und ABiS mit 28,5 % fünf Sitze.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein schwebender roter Zinnenturm mit offenem Tor, links daneben, den Turm oben und unten überragend, ein bogenförmig auswärts geschweiftes grünes Eichenblatt.“[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Schützenstraße von Sprenge steht auf einem Bauernhof der älteste Baum im Dorf. Das Alter der Eiche wird auf mehr als 600 Jahre geschätzt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SV Eichede aus dem Ortsteil Eichede wurde 1947 gegründet. Er ist vor allem durch seine Fußballabteilung bekannt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kleinste Ortsteil Sprenge ist ein wesentlich von der Landwirtschaft geprägtes Straßendorf. Im Sprenger Gemeindehaus findet regelmäßig die Bürgermeistersprechstunde statt. Angegliedert ist das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr. Direkt nebenan hat der Schützenverein sein Domizil.

Im Ortsteil Mollhagen finden sich die Raiffeisenbank mit Landhandel sowie ein Einzelhandelsgeschäft, ein Friseursalon und Gastronomie.

Des Weiteren befindet sich in Mollhagen ein Fahrstall, in dem die vom Aussterben bedrohten Schleswiger Kaltblutpferde nicht nur zur Zucht, sondern auch zu Kutschfahrten eingesetzt werden. Interessierte können im Fahrstall das Kutschfahren erlernen. Jedes Jahr im September findet der Kaltblut-Tag Mollhagen statt, der vom Kaltblutverein Mollhagen e. V. organisiert wird.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mollhagen befindet sich die Grundschule mit Turnhalle und Sportanlagen sowie dem Kindergarten,

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 404 führt direkt durch Steinburg und verbindet die Gemeinde am Autobahnkreuz Bargteheide mit der Bundesautobahn 1 sowie der Bundesautobahn 21.

Von 1887 bis 1976 war Steinburg Bahnstation der Bahnstrecke Schwarzenbek–Bad Oldesloe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Wulf (* 1915 in Eichede; † 1990), Offizier, Arzt und Manager

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Steinburg (Stormarn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 187.
  3. Amt Bad Oldesloe-Land – Ergebnisse der Kommunalwahl vom 6. Mai 2018: Gemeinde Steinburg, abgerufen am 30. Mai 2018
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein