Bökelbergstadion
| Spielszene vor der Südkurve im Jahr 1999 | |
| Daten | |
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| Ort | |
| Koordinaten | 51° 12′ 32,7″ N, 6° 26′ 22,4″ O51.2090833333336.439552777777861Koordinaten: 51° 12′ 32,7″ N, 6° 26′ 22,4″ O |
| Eigentümer | Stadt Mönchengladbach |
| Eröffnung | 20. September 1919 |
| Renovierungen | 1962, 1966, 1972, 1978 |
| Abriss | Ab Dezember 2005 |
| Kapazität | 34.500 Plätze davon 25.000 Stehplätze |
| Verein(e) | |
| Veranstaltungen | |
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Das Bökelbergstadion war ein Fußballstadion der deutschen Fußball-Bundesliga. Es war bis zum Ende der Bundesliga-Saison 2003/04 die Heimspielstätte des Vereins Borussia Mönchengladbach.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
1914 erwarb Borussia Mönchengladbach ein Gelände an der Bökelstraße auf 61 m ü. NN.[1] Die geplanten Arbeiten am Stadion konnten jedoch nicht mehr begonnen werden, da der Erste Weltkrieg ausbrach. Allerdings wurden die Arbeiten am Stadion schon 1919 wieder aufgenommen. Zu dieser Zeit hieß der Platz noch „dä Kull“, da das Gelände vorher eine Kiesgrube gewesen war.
Am 20. September 1919 wurde das Stadion dann unter dem Namen „Westdeutsches Stadion“ eingeweiht. Während des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile zerstört. 1952 begann man mit dem Wiederaufbau und Ausbau; allerdings konnten die ehrgeizigen Pläne nicht umgesetzt werden, da Borussia Mönchengladbach als Eigentümer bei der Stadt so hohe Schulden hatte, dass das Stadion 1956 der Stadt überlassen werden musste.
Erst 1960 veränderte sich die Situation, als die Borussia den DFB-Pokal gewann und die Stadt danach in die Spielstätte investierte. Das Stadion bekam 32.000 Plätze, die meisten davon Stehplätze. Seit dieser Zeit wurde das Stadion „Bökelbergstadion“ genannt. Die Namensgebung geht auf Wilhelm August Hurtmanns, einen Autor der Rheinischen Post zurück, der mit dem Bökelberg ein Synonym für das Stadion an der Bökelstraße im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken erschuf.[1]
Man musste nach Alternativen suchen und fand diese schließlich im Nordpark in Mönchengladbach, wo zwischen 2002 und 2004 an einem neuen Stadion für die Borussia gebaut wurde. Am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel im Bökelbergstadion statt. Borussia besiegte dabei den TSV 1860 München mit 3:1. Das letzte Tor in einem Bundesligaspiel im Bökelbergstadion erzielte Arie van Lent. Genau ein Jahr später, am 22. Mai 2005, fand das letzte Fußballspiel überhaupt im Bökelbergstadion statt. Die U23 Borussias besiegte in einem Meisterschaftsspiel der Oberliga Nordrhein den Bonner SC mit 5:0. Das letzte Tor erzielte René Schnitzler in der 86. Minute. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde das im Nordpark gelegene neue Stadion auf den Namen Stadion im Borussia-Park getauft.
Umbau [Bearbeiten]
Im Jahre 1962 gab es einen ersten kompletten Umbau im Bökelbergstadion. Drei Seiten wurden dabei mit festen Rängen gebaut, während die Osttribüne erstmal eine Stahlrohrtribüne bekam. Im Frühjahr 1966 bekam die bisherige Westtribüne eine Überdachung und im August erhielt der Bökelberg auch eine Flutlichtanlage. Im Herbst 1969 begangen erste Planungen für einen Ausbau des Ostwalls, der aus einer "Erdwall-Konstruktion" im Februar 1972 eingeweiht wurde. Im Jahre 1978 wurde die bisherige Haupttribüne komplett abgerissen und neugebaut. Die neue Tribüne war doppelstöckig und hing mit einer Seilverspannung an zwei neuen achteckigen Stahlplatten-Masten. Das bisherige alte Stadiondach schaffte es 1982 ins Guinness-Buch der Rekorde als einziges käufliches Stadiondach. Im Oktober 1978 waren die Arbeiten planmäßig abgeschlossen und die Tribüne wurde mit ihren 8.722 Sitzplätzen eingeweiht. Ein kompletter Umbau des Stadions scheiterte Anfang der 90er am Widerstand der Anwohner. Der Umbau der Haupttribüne im Jahr 1978 war übrigens der letzte Ausbau im Bökelbergstadion.
Abriss [Bearbeiten]
Ab Dezember 2005 wurde das Bökelbergstadion abgerissen. Zuerst wurde alles weggerissen, was schnell abgerissen werden konnte (wie Wellenbrecher, Verkaufsbuden und Sponsorenschilder). Die Sprengung der Haupttribüne am 7. März 2006 scheiterte zunächst. Man versuchte, die beiden Füße der achteckigen Masten so zu sprengen, dass diese etwa 4 Meter absacken und das Dach mit sich ziehen. Nachdem die Halteseile manuell durchtrennt worden waren, fiel die Tribüne dann um 15:22 Uhr mit einigen Stunden Verspätung. Am Vormittag des 2. August 2006 wurde auch der letzte Flutlichtmast ohne Probleme gekippt und fiel wie geplant in die Mitte des Stadions. Inzwischen wurde auf dem ehemaligen Gelände des Stadions eine Wohnsiedlung angelegt. Dabei sind die Terrassen der ehemaligen Nord- und Südkurve sowie die der Haupttribüne erhalten geblieben.
Weblinks [Bearbeiten]
- Westdeutsche Zeitung - Der Bökelberg ist ein Ladenhüter
- Der Bökelberg - virtueller Stadionrundgang
- Online-Denkmal für den Bökelberg
- Video und Fotostrecke der missglückten Sprengung am 7. März 2006
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Laura Lotz: Wie RP-Redakteur Hurtmanns auf die „Fohlenelf“ kam. In: Rheinische Post. Nr. 189, Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Mönchengladbach 15. August 2012, Serie Gladbacher Erfindungen (5), S. C2.
UEFA-Pokal (Das Finale wurde bis 1997 im Hin- und Rückspiel ausgetragen.)
1972 Wolverhampton und London | 1973 Liverpool und Mönchengladbach | 1974 London und Rotterdam | 1975 Düsseldorf und Enschede | 1976 Liverpool und Brügge | 1977 Turin und Bilbao | 1978 Bastia und Eindhoven | 1979 Belgrad und Düsseldorf | 1980 Mönchengladbach und Frankfurt am Main | 1981 Ipswich und Amsterdam | 1982 Göteborg und Hamburg | 1983 Brüssel und Lissabon | 1984 Anderlecht und London | 1985 Székesfehérvár und Madrid | 1986 Madrid und Berlin | 1987 Göteborg und Dundee | 1988 Barcelona und Leverkusen | 1989 Neapel und Stuttgart | 1990 Turin und Avellino | 1991 Mailand und Rom | 1992 Turin und Amsterdam | 1993 Dortmund und Turin | 1994 Wien und Mailand | 1995 Parma und Mailand | 1996 München und Bordeaux | 1997 Gelsenkirchen und Mailand | 1998 Paris | 1999 Moskau | 2000 Kopenhagen | 2001 Dortmund | 2002 Rotterdam | 2003 Sevilla | 2004 Göteborg | 2005 Lissabon | 2006 Eindhoven | 2007 Glasgow | 2008 Manchester | 2009 Istanbul
UEFA Europa League
2010 Hamburg | 2011 Dublin | 2012 Bukarest | 2013 Amsterdam | 2014 Turin