Büchlberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Passau | |
| Höhe: | 490 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,13 km² | |
| Einwohner: |
4087 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 145 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94124 | |
| Vorwahl: | 08505 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 75 119 | |
| Gemeindegliederung: | 36 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gemeinde Büchlberg Hauptstr. 5 94124 Büchlberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Norbert Marold (FWG) | |
| Lage der Gemeinde Büchlberg im Landkreis Passau | ||
Büchlberg ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau und staatlich anerkannter Erholungsort.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Geografische Lage[Bearbeiten]
Büchlberg liegt in der Region Donau-Wald im südlichen Bayerischer Wald. Die Ortschaft befindet sich rund 13 km nordöstlich von Passau, jeweils 10 km von Hauzenberg und Waldkirchen sowie 22 km südlich von Freyung.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Büchlberg hat 36 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Es gibt die Gemarkungen Donauwetzdorf, Leoprechting, Nirsching und Raßberg.
Geschichte[Bearbeiten]
Büchlberg gehörte ursprünglich zum Abteiland, dem Besitz von Kloster Niedernburg und fiel über dieses an das Hochstift Passau. In kirchlicher Hinsicht unterstand es der Pfarrei Hutthurm. Die örtliche Kapelle brannte 1723 nach einem Blitzschlag nieder. Die Kirche wurde neu aufgebaut und 1726 am Fest des hl. Ulrich eingeweiht. Durch das Gnadenbild Maria mit dem geneigten Haupt entwickelte sie sich zur Wallfahrtskirche.
Büchlberg fiel 1803 zusammen mit dem größten Teil des hochstiftlichen Gebietes an Ferdinand von Toskana und kam erst 1805 an Bayern. Nach der Gründung des Bezirksamtes Passau gehörte es zum Verwaltungsbereich Leoprechting. Büchlberg wurde 1873 Expositur und ist seit 1893 eine selbstständige Pfarrei.
Montag, den 30. April 1945: Die Amerikaner kommen; damit ist in Büchlberg das sogenannte Dritte Reich zu Ende gegangen. Pfarrer Raster und Bürgermeister Wällisch haben im Dorf die weiße Flagge hissen lassen und so konnten die Amerikaner diesen Ort kampflos übernehmen. Ab ca. 8.00 Uhr bis gegen Mittag sind amerikanische Truppen mit Panzern und allem Drum und Dran Richtung Osten gefahren, wie Augenzeugen berichteten. Vor den Amerikanern sind aus Ungarn stammende deutsche Truppen abgezogen. Büchlberg ist ein Marienwallfahrtsort und an diesen Tagen wurde auch in der Kirche viel gebetet und so sagte man: Die Muttergottes habe den Ort beschützt.
Der bis dahin landwirtschaftlich geprägte Ort erfuhr seit Ende des 19. Jahrhunderts durch den Granitsteinbruch der Firma Kerber einen wirtschaftlichen Aufschwung. Am 14. April 1950 wurde der Name der Gemeinde Leoprechting amtlich in Büchelberg geändert.[3] In den späten 1960er Jahren wurde der Steinbruch infolge Absatzmangels aufgelassen und ist heute Landschaftsschutzgebiet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern erfuhr die Gemeinde 1972 durch die Eingliederung der Gemeinde Nirsching und 1978 der Orte Manzenberg und Hartingerhof der ehemaligen Gemeinde Raßberg eine erhebliche Vergrößerung.
Seit Ende der 1950er Jahre hat der Tourismus Bedeutung. 1976 erhielt Büchlberg das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Nirsching eingegliedert.[3] Gebietsteile der Stadt Hauzenberg kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[4]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1961: 2.662 Einwohner
- 1970: 2.861 Einwohner
- 1987: 3.331 Einwohner
- 2000: 3.939 Einwohner
- 2011: 4.129 Einwohner
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Bürgermeister ist Norbert Marold (FWG), der 2008 mit 95,4 % der Stimmen gewählt wurde.
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:
Steuereinnahmen[Bearbeiten]
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.478.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 300.000 €.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Pfarrkirche St. Ulrich: mit spätgotischem Chor. Das barocke Langhaus wurde 1725 erbaut und 1837 verlängert. Der Turm mit dem Spitzhelm entstand 1837. In der Kirche befinden sich das Gnadenbild Maria mit dem geneigten Haupt aus der Zeit um 1753 und zahlreiche Votivbilder.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Büchlberg
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 11, im produzierenden Gewerbe 735 und im Bereich Handel und Verkehr 85 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 147 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1293. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1440 ha, davon waren 775 ha Dauergrünfläche.
Bildung[Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 116 Kindern
- Volksschule: 1 mit 21 Lehrern und 319 Schülern
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/180942&attr=OBJ&val=737
- ↑ a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 548.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 621.
Weblinks[Bearbeiten]
- Seite der Gemeinde Büchlberg
- Büchlberg: Wappengeschichte vom HdBG
- Büchlberg: Amtliche Statistik des LStDV
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