Fürstenstein
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Passau | |
| Höhe: | 577 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,3 km² | |
| Einwohner: |
3.392 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 176 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94538 | |
| Vorwahl: | 08504 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 75 121 | |
| Gemeindegliederung: | 20 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gemeinde Fürstenstein Vilshofener Str. 9 94538 Fürstenstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stephan Gawlik (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Fürstenstein im Landkreis Passau | ||
Fürstenstein ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Fürstenstein liegt in der Region Donau-Wald im nördlichen Landkreis Passau sowie im südlichen Bayerischer Wald, hier regional als Dreiburgenland bezeichnet. Fürstenstein befindet sich 20 km nordöstlich von Vilshofen an der Donau, 10 km von der Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Aicha vorm Wald) sowie jeweils 22 km von Passau und Grafenau entfernt.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
- Eging am See
- Aicha vorm Wald
- Neukirchen vorm Wald
- Tittling
- Thurmansbang (Landkreis Freyung-Grafenau)
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Fürstenstein hat 20 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Es gibt nur die Gemarkung Fürstenstein.
[Bearbeiten] Geschichte
Fürstenstein gehörte den Grafen de la Perusa. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Schloss Fürstenstein war. 1818 entstand die politische Gemeinde.
Der Bau der Donaubrücke bei Vilshofen gab 1871/72 den Anstoß zur Erschließung des reichen Granitvorkommens bei Fürstenstein. Es entstanden in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Steinbrüche in der Umgebung sowie zehn Granitwerke, in denen verschiedenartige Pflastersteine hergestellt wurden.
Das Jahr 1913 brachte den Anschluss an die Bahnstrecke Deggendorf–Kalteneck, die in den 1920er Jahren der Fürstensteiner Granitindustrie zu einer neuen Blütezeit verhalf. Die Weltwirtschaftskrise traf anschließend Fürstenstein besonders schwer mit Hunderten von Arbeitslosen.
Im April 1945 traf auf dem Bahnhof des Ortsteils Nammering ein Evakuierungszug aus Buchenwald mit 4.480 Häftlingen aus dem KZ Buchenwald ein, die nicht mehr bis zu ihrem vorgesehenen Ziel im KZ Dachau gelangten. An Entkräftung und durch die brutale Behandlung der SS-Wachmannschaften starben 794 der Häftlinge, welche verscharrt oder auf verschiedene Friedhöfe verteilt wurden. Mehrere Gedenksteine und ein Mahnmal erinnern an dieses Geschehen.[3]
Im Jahr 1958 nahm die Firma Ernst Roederstein, Spezialfabrik für Kondensatoren GmbH, mit 10 Personen die Produktion auf. In den Jahren 1960 und 1961 wurde das Werk in Oberpolling wesentlich erweitert. Zu Beginn der 1980er Jahre arbeiteten hier über 1.100 Beschäftigte.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1970: 3.669 Einwohner
- 1987: 3.550 Einwohner
- 2000: 3.487 Einwohner
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:
- CSU: 10 Sitze (61,7 % der Stimmen)
- FWG: 3 Sitze (20,6 % der Stimmen)
- SPD: 3 Sitze (17,8 % der Stimmen)
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Stephan Gawlik (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Wax (Neue Liste der Gemeinde) und 2008 mit 88,88 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.
[Bearbeiten] Finanzen
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1261 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 173 T€.
[Bearbeiten] Partnerschaften
- Fürstenwalde (Sachsen, Osterzgebirge)
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das Schloss Fürstenstein ist eine der drei Burgen des Dreiburgenlandes.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 420 und im Bereich Handel und Verkehr 228 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1139. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 10 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 62 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 780 ha, davon waren 242 ha Ackerfläche und 537 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Bildung
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 90 Kindergartenplätze mit 85 Kindern
- Volksschulen: 2 mit 22 Lehrern und 312 Schülern
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/182431&attr=OBJ&val=739
- ↑ So am Bahngleis in Richtung Aicha ; an der Nammeringer Kirche (mit einem Text, der das konkrete Geschehen verschweigt) sowie auf dem Fürstensteiner Friedhof, wo 39 der Opfer begraben wurden. Bei Nammering wurde das Mahnmal KZ-Transport 1945 errichtet. Quelle: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 139
[Bearbeiten] Weblinks
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