Thyrnau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Thyrnau
Thyrnau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Thyrnau hervorgehoben
48.61513.536944444444455Koordinaten: 48° 37′ N, 13° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 455 m ü. NN
Fläche: 33,68 km²
Einwohner: 4192 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94136
Vorwahl: 08501
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 150
Adresse der Gemeindeverwaltung: Gemeinde Thyrnau
Hofmarkstr. 18
94136 Thyrnau
Webpräsenz:
Bürgermeister: Eduard Moser (CSU)
Blick auf Thyrnau von Kellberg aus. Links das Zisterzienserinnenkloster, halbrechts der Turm der Lorettokapelle und ganz rechts die Pfarrkirche
Links die Pfarrkirche, rechts die Lorettokapelle mit markantem Turm

Thyrnau ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau und staatlich anerkannter Luftkurort.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Thyrnau liegt in der Region Donau-Wald auf den südlichsten Ausläufern des Bayerischen Waldes sowie nördlich über dem tief eingeschnittenen Tal der Donau nicht weit entfernt vom benachbarten Oberösterreich. Der Ort liegt nur 9 km nordöstlich der Dreiflüssestadt Passau und 8 km südwestlich von Hauzenberg.

Es existieren folgende Gemarkungen: Thyrnau, Donauwetzdorf und Kellberg.

Ortsteile sind außer Thyrnau: Aichet, Birket, Buchsee, Donauwetzdorf, Eggersdorf, Facklmühle, Fattendorf, Gastering, Gosting, Grafmühle, Grillenberg, Hitzing, Hörreut, Hundsdorf, Kapfham, Kelchham, Kellberg, Kernmühle, Kienzlmühle, Kienzlreuth, Leithen, Löwmühle, Maierhof, Mittermühle, Mitteröd, Panholz, Papiermühle, Pulvermühle, Raßbach, Satzbach, Schaibing, Schmiding, Schmölz, Schörgendorf, Stinglmühle, Stockethof, Vocking, Waning, Weihermühl, Wingersdorf, Wolfersdorf, Zwecking und Zwölfling.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Geschichte und Einwohnerentwicklung

Die Steinzeitsammlung im Rathaus zeigt die Spuren einer frühen Besiedelung. Das Gebiet gehörte seit 1010 aufgrund einer Schenkung Kaiser Heinrichs II. dem Kloster Niedernburg. Zwischen 1200 und 1300 wird Turna, Tiena oder Tuna (= Dornau) öfters als Ortschaft erwähnt. Die Hofmark war im Mittelalter Sitz verschiedener Ortsadeliger, der Hofmarksherren. 1257 wird ein „Wichard de Tyerna“ erwähnt, 1258 „Wernhardus de Tuna“. Das Lehen des Hochstiftes Passau war um 1400 im Besitz der Thyrnau (auch Tyerna oder Tirna) und der Kienast. Achatius von Tyerna beteiligte sich 1431 an einem Aufstand gegen den Bischof. Um 1450 erschienen neben den Kienast die Pschaechel auf Thyrnau. Die Pschaechel starben um 1580 aus. Weitere Schreibweisen für den Namen der Ortschaft waren 1518 Thürnnen, 1616 Thyma und 1812 Thürnau.

Der Besitz gelangte danach an die Herren von Schätzl. Um 1620 stiftete Ulrich von Schätzl das Spital. 1676 unternahm Kaiser Leopold I. kurz nach seiner Trauung in Passau einen Jagdausflug nach Thyrnau, wo Johann Sebastian Schätzl sein Gastgeber war.

1692 kaufte Bischof Johann Philipp von Lamberg das Gut. Bischof Leopold Ernst von Firmian ließ den Herrensitz zu einem Jagdschloss ausbauen. 1785 wurde Thyrnau Pfarrvikariat und schon am 16. August 1786 Pfarrei. Thyrnau fiel 1803 mit dem größten Teil des hochstiftlichen Gebietes an Ferdinand von Toskana säkularisiert und gelangte erst 1805 an Bayern.

1902 übernahmen Zisterzienserinnen das Schloss und wandelten es in ein Kloster um. Im Pfarrort (und Ortsteil) Kellberg ist eine der Mutterkirchen des Südlichen Bayerischen Waldes zu finden.

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 3.187, 1987 dann 3.534 und im Jahr 2000 4.038 Einwohner gezählt.

[Bearbeiten] Politik

Das Rathaus von Thyrnau

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

[Bearbeiten] Bürgermeister

Bürgermeister ist Eduard Moser (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Leonhard Anetseder (CSU) und bei der Kommunalwahl 2008 mit 54,96 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Der zweite Bürgermeister des Dorfes ist Johann Koller.

[Bearbeiten] Finanzen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1831 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 583 T€.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

In dem ehemaligen fürstbischöflichen Schloss befindet sich seit 1902 das Zisterzienserinnenkloster Thyrnau.

Die Pfarrkirche St. Franz Xaver beherbergt die „Thyrnauerin“, eine spätgotische Marienstatue.

Daneben befindet sich die Loretokapelle.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Gewerbebetriebe sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 10, im produzierenden Gewerbe 470 und im Bereich Handel und Verkehr 133 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 221 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1352. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 82 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1830 ha, davon waren 1078 ha Ackerfläche und 746 ha Dauergrünfläche.

[Bearbeiten] Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 115 Kindern
  • Volksschulen: 2 mit 18 Lehrern und 314 Schülern

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Thyrnau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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