Babylon 5

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Babylon 5 (Begriffsklärung) aufgeführt.
Seriendaten
Deutscher Titel Babylon 5
Originaltitel Babylon 5
Babylon 5 1994 logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1993–1998
Länge 44 Minuten
Episoden 110 in 5 Staffeln
Genre Science-Fiction
Idee J. Michael Straczynski
Musik Christopher Franke
Erstausstrahlung 22. Februar 1993 (USA) auf PTEN
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
3. August 1995 auf ProSieben
Besetzung
Synchronisation

Babylon 5 ist eine 1993 gestartete US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie, die im fiktionalen Babylon-5-Universum spielt. Bis 1998 erzählte sie in 110 Episoden von den Geschehnissen in und um die Raumstation Babylon 5.

Die Serie unterscheidet sich von anderen US-amerikanischen Fernsehserien ihrer Zeit durch die fast ausschließliche Verwendung von Computergrafik für die Spezialeffekte und den von Anfang an geplanten, fünfjährigen Handlungsbogen, der sich durch fast alle Episoden zieht. Obwohl die Einschaltquoten eher durchschnittlich waren, wird der Serie aus den genannten Gründen eine hohe Bedeutung für die Entwicklung der Fernsehserien in den USA beigemessen. Es sollten auch noch einige Fernsehfilme an den Erfolg der Serie anknüpfen.

Allgemeines[Bearbeiten]

Joseph Michael Straczynski („JMS“), der Schöpfer von Babylon 5.

Entwickelt wurde Babylon 5 von Joseph Michael Straczynski, kurz „JMS“, der als Executive Producer den Verlauf der Serie kontrollierte und als ihr „Vater“ gilt. Er schrieb auch für 92 der 110 Folgen das Drehbuch (ein beachtlicher Anteil von 83,6 %), wobei jene für die dritte und vierte Staffel ausschließlich von ihm verfasst wurden. Neben ihm begleitete der ausführende Produzent Douglas Netter und Science-Fiction-Autor Harlan Ellison als „Conceptual Consultant“ die Serie.

Das Besondere an Babylon 5 ist ein von vornherein geplanter, epischer Handlungsbogen. Ursprünglich für fünf Staffeln konzipiert, schien aufgrund der Auflösung des Senders das vorzeitige Aus der Serie nach vier Staffeln sicher. Um die Geschichte dennoch zu einem Abschluss zu bringen, straffte Straczynski den Handlungsbogen der vierten Staffel. Erst nach dem Produktionsende der vierten Staffel erhielt Straczynski die Freigabe für die fünfte Staffel. So ergab sich die Situation, dass die bereits fertiggestellte, jedoch noch nicht ausgestrahlte Serien-Abschlussepisode Sleeping in Light (Der Weg ins Licht) an das Ende der fünften Staffel verlegt und eine neue Abschlussepisode für die vierte Staffel gedreht werden musste. Diese Episode, The Deconstruction of falling Stars (In hundert, in tausend Jahren), fällt aus dem gewohnten Handlungsrahmen heraus und gewährt einen Blick auf die fernere Zukunft im Babylon-Universum.

Die Figuren wurden mit charakterlicher Tiefe angelegt, die durchaus auch Widersprüche an den Tag legen und sich im Laufe der Zeit verändern. Dies gilt insbesondere für die beiden außerirdischen Botschafter Londo Mollari (Centauri) und G’Kar (Narn). Im Sinne der komplexen Handlung gibt es häufig Hinweise oder Handlungsstränge, die erst im Nachhinein erklärt werden. Deshalb wurden die Dialoge der Schauspieler derart stark kontrolliert, dass es einem Improvisationsverbot gleichkam. Auch in Folgen, die nicht offensichtlich dem „roten Faden“ der Haupthandlung folgten, wurden dennoch Aspekte dieser fortgeschrieben.

Selbst wenn Charaktere aus der Serie ausschieden, tauchten sie oft später wieder auf. Deshalb erscheint vielleicht das Ausscheiden von Schauspielern im „Babylon-5-Universum“ als von Straczynski beim Entwerfen des Handlungsbogen geplant, dem war jedoch nicht so. So führten etwa die nach dem Pilotfilm üblichen Marktanalysen zu Umbesetzungen. Michael O’Hare stieg aus gesundheitlichen Gründen in gegenseitigem Einvernehmen mit Straczynski nach der ersten Staffel aus.[1] Claudia Christian verließ die Serie nach der vierten Staffel. Durch die Verlegung der letzten Episode aus der vierten an das Ende der fünften Staffel bekam sie jedoch eine Art Gastrolle in der Abschlussepisode Sleeping in Light. Dies wurde von den Fans der Serie sehr begrüßt. Die Rolle der Anna Sheridan wurde im Verlauf der Serie mit Bruce Boxleitners (John Sheridan) Frau Melissa Gilbert neu besetzt, auch Na’Toth wurde von zwei verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt. In der Rolle der Vorlonen-Botschafter Kosh Naranek und Kosh spielten von Anfang an zwei Schauspieler: Ardwright Chamberlain und Jeffrey Willerth. Bis zum Tod des ersten Botschafters Kosh Naranek trug Chamberlain das Kostüm und Willerth lieh dem Botschafter seine Stimme. Mit Einführung des zweiten Botschafters Kosh trug Willerth das Kostüm und Chamberlain sprach die Texte.

Ein besonderes Merkmal der Serie ist, dass im Verlauf der Handlung einzelne kleine Details wieder aufgegriffen werden. So wurde z. B. am Ende der dritten Staffel die Nebenrolle der Cailyn James gezeigt, welche an einer unheilbaren Krankheit litt. Am Ende der vierten Staffel wird in einer Videoaufzeichnung von Dr. Franklin der Tod dieser Figur erwähnt.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung der Fernsehserie Babylon 5 umfasst neben dem Pilotfilm fünf Staffeln mit jeweils 22 Episoden sowie einige zusätzliche Fernsehfilme. Die Kernhandlung der Serie umfasst einen Zeitraum von ca. fünf Jahren um das Jahr 2260 herum. Einzelne Episoden und Filme decken auch Ereignisse außerhalb dieser Zeitspanne ab.

Der Name des Pilotfilms und die Namen der einzelnen Staffeln wurden bei der DVD-Veröffentlichung der Serie teilweise überarbeitet bzw. geändert. Die Bezeichnung „Spacecenter Babylon 5“ (alte deutsche Bezeichnung des Pilotfilms sowie der Serie) findet sich daher nur noch in dessen Synchronfassung. Im weiteren Verlauf der Serie wurde die Station einfach nur noch „Babylon 5“ genannt.

Pilotfilm „Die Zusammenkunft“ („The Gathering“)[Bearbeiten]

Der Pilot hieß ursprünglich „Spacecenter Babylon 5“

2257: Knapp zehn Jahre nach Ende des Erde-Minbari-Krieges nimmt die fünfte Babylon-Station ihren Betrieb auf. Sie soll zu einem neutralen Ort für Treffen, Verhandlungen und Handel zwischen den Völkern der Galaxie werden. Allerdings fällt der letzte noch erwartete Diplomat – Botschafter Kosh – bei seiner Ankunft einem Attentat zum Opfer. Der Hauptverdächtige ist unerwarteterweise Commander Jeffrey Sinclair, der im Namen der Erdallianz die Station leitet. Während sich die Situation zuspitzt und das überlegene Volk der Vorlonen Sinclairs Auslieferung fordert, muss die Wahrheit über den Vorfall gefunden und der dem Tode nahe Botschafter gerettet werden. Abweichend von der englischen Originalfassung wird in der deutschen Synchronisation des Pilotfilms das Jahr 2275 als Handlungszeitpunkt genannt.

Staffel 1 „Zeichen und Wunder“ („Signs and Portents“)[Bearbeiten]

2258: Aufgrund der Vorfälle im Zusammenhang mit dem Attentat auf Botschafter Kosh wurde der Großteil des ehemaligen Führungsstabs von Babylon 5 ausgetauscht. Lediglich Jeffrey Sinclair und Michael Garibaldi behielten ihre Posten. Für Probleme sorgen nicht nur wiederholte Überfälle durch Piraten, sondern auch der erneut aufflammende Konflikt zwischen den Narn und Centauri und die rassistisch-militante „Pro Erde!“-Gruppe. Weiterhin geschehen einige merkwürdige Dinge und Fragen aufwerfende Ereignisse – so taucht die vor Jahren verschwundene Station Babylon 4 wieder auf, auf dem Planeten Epsilon III in der Nähe von Babylon 5 wird die Große Maschine entdeckt und ein gewisser Mr. Morden tritt in Erscheinung, der sich zusammen mit seinen „Partnern“ für die Ziele des Centauri-Botschafters Londo Mollari zu interessieren scheint. Außerdem nimmt der Einfluss der Telepathenorganisation Psi-Corps zu, wodurch weitere Unruhen und Probleme entstehen. Am Ende der Staffel stirbt der Präsident der Erdallianz bei der Explosion der Earth Force One.

Staffel 2 „Schatten am Horizont“ („The Coming of Shadows“)[Bearbeiten]

2259: Nachdem Commander Sinclair als Botschafter auf die Heimatwelt der Minbari versetzt wurde, übernimmt Captain John Sheridan das Kommando an Bord von Babylon 5. Minbari-Botschafterin Delenn unterzieht sich einer geheimnisvollen Transformation, die sie teilweise in einen Menschen verwandelt. Vizepräsident Morgan Clark tritt an die Stelle des verstorbenen Erdallianz-Präsidenten und beginnt totalitäre Überwachungsstrukturen wie Nightwatch aufzubauen. Er steht der Politik seines Vorgängers hinsichtlich der Verständigung und Kooperation der Völker kritisch gegenüber. Als Informationen auftauchen, die den Tod des Präsidenten als Attentat bloßstellen, schließt sich der Führungsstab von Babylon 5 einer Widerstandsgruppe an. Während das Volk der Narn einer Niederlage gegen die Centauri entgegensieht, gibt es vermehrt Meldungen über unbekannte schwarze Schatten im Hyperraum. Es wird offensichtlich, dass in den Randzonen, insbesondere auf dem Planeten Z’ha’dum, eine Bedrohung für alle Völker entsteht, als eine der alten Rassen wieder erwacht und sich zu sammeln beginnt.

Staffel 3 „Kriegsrecht“ („Point of No Return“)[Bearbeiten]

Diese Staffel hieß ursprünglich „Punkt ohne Wiederkehr“

2260: Während die Bedrohung durch die Schatten zunimmt, erhält Sheridan von Delenn die White Star, ein geheimes, hochentwickeltes Kampfschiff. Die bedingungslos präsidententreue Organisation Nightwatch gewinnt immer mehr an Einfluss und weitere Beweise – angeblich außerirdische Intrigen – tauchen auf, die Präsident Clark für die Ermordung seines Vorgängers verantwortlich machen. Als dieser auch noch verfassungswidrig das Kriegsrecht ausruft, lösen sich faktisch alle Erdkolonien – einschließlich Babylon 5 – von der Erdallianz. Zunehmende Übergriffe seitens der Schatten führen zur Bildung einer Vielvölker-Allianz. Die junge Allianz stellt sich den Schatten erstmals mit einem durch die neue White-Star-Flotte verstärkten Kampfverband. Die Geheimnisse um Babylon 4 und Jeffrey Sinclair werden gelüftet und entgegen allen Warnungen fliegt Sheridan mit seiner einst verschollenen und nun plötzlich zurückgekehrten Frau nach Z’ha’dum – auch wenn bisher niemand von dort zurückgekehrt ist. Dort angekommen, versuchen die Schatten erfolglos ihn für ihre Sache zu gewinnen. Schließlich lässt Sheridan Fusionsbomben auf die Stadt der Schatten, in der er sich befindet, stürzen und springt kurz vor der Detonation in einen Abgrund.

Staffel 4 „Die Befreiung von Proxima 3“ („No Surrender, No Retreat“)[Bearbeiten]

Diese Staffel hieß ursprünglich „Keine Kapitulation, kein Rückzug“

2261: Sheridan wird auf Z’ha’dum von Lorien, einem uralten Außerirdischen, vor dem sicheren Tod gerettet. Durch Loriens Heilung kann Sheridan noch höchstens 20 Jahre leben. Während Babylon 5 weiterhin von der Erde sanktioniert wird, kann der wiederkehrende Sheridan das Auseinanderbrechen der jungen Allianz in letzter Minute verhindern. Auch der vermisste Garibaldi kehrt zurück, verhält sich jedoch zunehmend seltsam und wendet sich gegen seine alten Freunde. Mollari muss einsehen, dass er mit Cartagia einem Wahnsinnigen an die Spitze der Macht verholfen hat. Er betreibt dessen Ermordung und wird danach selbst Premierminister der Centauri. Neben den Schatten treten nun ebenfalls die Vorlonen gegenüber vielen der „jungen Völker“ kriegerisch in Erscheinung. Sheridan führt die neue Allianz in eine große Entscheidungsschlacht, nach der die letzten der „alten Völker“ – unter anderem die Vorlonen und die Schatten – die Galaxis verlassen. Als die Erdregierung die Propagandamaschinerie gegen Babylon 5 und Sheridan in Gang setzt und auf zivile Flüchtlingsschiffe schießen lässt, geht dieser in die Offensive: Militärisch befreit er mehrere Erdkolonien und stürzt die Erdallianz so in einen offenen Bürgerkrieg. Nachdem immer mehr Erdkriegsschiffe sich ihm anschließen, ergreift Sheridan die Initiative und greift Clarks Truppen auf Höhe des Mars an. Um den Eindruck einer Alien-Invasion zu vermeiden, wird der erfolgreiche Angriff auf die Erdstreitkräfte ausschließlich von menschlichen Kampftruppen und den überlegenen White-Star-Schiffen durchgeführt, eine multiplanetare Flotte wartet jedoch im Hyperraum. Die Streitkräfte der Erde werden auf Höhe des Mars überrumpelt. Angesichts der Niederlage seiner Truppen begeht Präsident Clark Selbstmord, richtet zuvor aber noch die planetaren Verteidigungsatelliten gegen die Erde, um die Bevölkerung des Heimatplaneten zu vernichten. Sheridans Allianz und die Reste der Regierungsflotte können die Zerstörung der Erde verhindern. Nach dem Ende des Konflikts wird Sheridan von der neuen Präsidentin Luchenko zum Rücktritt aus den Erdstreitkräften gedrängt. Darauf hin wird er zum Präsidenten der neu gegründeten Interstellaren Allianz gewählt, der sich auch die Erde anschließt.

Staffel 5 „Augen aus Feuer“ („Wheel of Fire“)[Bearbeiten]

Diese Staffel hieß ursprünglich „Das Rad des Feuers“

2262: Babylon 5 erhält mit Elizabeth Lochley einen neuen Captain und Michael Garibaldi wird Geheimdienstchef der Interstellaren Allianz; beide misstrauen einander jedoch. Auf der Station wird eine Kolonie für Telepathen eingerichtet, die auf der Flucht vor dem Psi-Corps sind; dem Psi-Corps und speziell Alfred Bester ist diese Kolonie und ihr Anführer Byron ein Dorn im Auge. Lyta Alexander schließt sich den abtrünnigen Telepathen an und organisiert nach Byrons Tod deren Widerstand gegen das Psi-Corps. Immer wieder kommt es zu scheinbar willkürlichen Angriffen Unbekannter auf Schiffe aller Mitglieder der Allianz. Da der Tod des Regenten sich abzeichnet, begibt sich Londo Mollari nach Centauri Prime; G'Kar begleitet ihn als sein Leibwächter. Schließlich stellt sich heraus, dass die Centauri hinter den Angriffen stecken, und Narn und Drazi machen alle Bemühungen Sheridans um eine friedliche Lösung durch einen direkten Angriff auf Centauri Prime zunichte. Londo muss mit ansehen, wie sein Planet untergeht und übernimmt schweren Herzens das Amt als Imperator der Centauri. G'Kar wird nach der nicht genehmigten Veröffentlichung seiner geheimen Aufzeichnungen bei seiner Rückkehr auf die Station wie ein Gott verehrt und flieht vor dieser neuen, ihm unangenehmen Rolle, indem er in Begleitung Lytas eine Forschungsreise durch das Universum antritt. Garibaldi, Sheridan und andere verlassen nacheinander ebenfalls die Station, um sich neuen Aufgaben zu widmen. 20 Jahre später ist Sheridans Lebensenergie, die er von Lorien erhalten hat, aufgebraucht. Er fliegt alleine mit seinem White-Star-Schiff los und wird bereits von Lorien erwartet. Sheridans Körper verschwindet spurlos. Die Raumstation Babylon 5 ist nach Ansicht der Erde mittlerweile überflüssig geworden und wird daher gesprengt.

Bezüge und Reminiszenzen zu anderen Werken aus Science-Fiction und Fantasy[Bearbeiten]

  • John Sheridan stürzt auf „Z’ha’dum“ in den Abgrund, um danach wiedergeboren zu werden. Entsprechend stürzte Gandalf der Graue in Der Herr der Ringe auf der Brücke von „Khazad-dûm“ in den Abgrund, um später als Gandalf der Weiße zurückgeschickt zu werden. Neben dem Namen „Lorien“ und der Bezeichnung „Ranger“ gibt es noch viele weitere Bezugnahmen auf und gelegentlich nahezu wortwörtliche Zitate aus dem Werk von J. R. R. Tolkien.
  • In einer Folge tritt ein ehemaliger Soldat in Erscheinung, der sich für die Inkarnation von König Artus hält. Zuvor tritt bereits in einer anderen Folge ein „wahrer Suchender“ auf, der nach dem heiligen Gral forscht.
  • Der Gruß von Alfred Bester ist direkt aus der Serie Nummer 6 übernommen. Der Name des PSI-Corps-Polizisten ist eine Hommage an den gleichnamigen SF-Schriftsteller Alfred Bester.
  • Die Szene des zerstörten San Diegos stammt aus Archivmaterial von Straczynskis vorheriger Serie Captain Power and the Soldiers of the Future.
  • Einige Ähnlichkeiten zwischen den Serien Babylon 5 von Warner und Deep Space Nine von Paramount Pictures sorgten für Diskussionsstoff unter Science-Fiction-Fans. Joseph Michael Straczynski hatte zuvor das Babylon-5-Konzept auch Paramount Pictures vorgelegt.
  • Zu Michael Garibaldis Lieblingsserien gehört Duck Dodgers, eine real existierende Zeichentrick-Parodie auf die Science-Fiction-Figur Buck Rogers, basierend auf der Figur Daffy Duck.
  • In der Folge „Ein unheimlicher Fund“ zu Anfang der ersten Staffel sagt Dr. Hendricks zu Dr. Franklin: „Stephen, draußen vor der Tür steht ein Kampfroboter vom Mars. Er möchte sich mit Ihnen über Schnupfen unterhalten.“ Dies ist eine Anspielung auf H. G. Wells SF-Klassiker Krieg der Welten, in dem die Invasoren vom Mars durch gewöhnliche Grippeviren getötet werden.
  • Die Staatsstruktur der Erde in der vierten Staffel ist der des Romans 1984 von George Orwell nachempfunden. Institutionen wie das „Friedensministerium“ (Minipax) und das „Ministerium für Wahrheit“ sind wörtlich aus diesem Werk übernommen. Ebenfalls erinnern John Sheridans Folterszenen stark an die im Roman beschriebenen Vorgänge und auch der in der deutschen Version verwendete Begriff „Gedankenpolizei“ kommt hier bereits vor.
  • Fast alle militärischen Schiffe der Erdallianz tragen Namen von Göttern oder Sagengestalten der griechischen Mythologie.
  • Die Raumanzüge der Erdallianz ähneln (Staffel 3, Episode 17) stark denen aus Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“. Tatsächlich sind es die aus dem Nachfolger „2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“, die für die Serie umgebaut wurden. Die Zerstörer der Omega-Klasse der Erdallianz wurden nach dem Vorbild der Leonov aus „2010“ entworfen. Im Gegensatz zur Leonow, die ihre Drehsektion (Schwerkrafterzeugung senkrecht zur Raumschiffachse) erst nach dem Abschalten des Antriebs aktiviert, arbeiten die Drehsektionen der Schiffe der Omega-Klasse jedoch permanent. Dies führt zu physikalischen Problemen (Präzession, evtl. Nutation). Des Weiteren beachte man Übereinstimmungen der Raumschiffe der Vorlonen mit dem Raumschiff aus „Lifeforce“.

Die aufgelisteten Bezüge und viele weitere sollten allerdings nicht als einzige Wahrheit verstanden werden. Denn Straczynski sagt von seinem Schaffen, dass er von vielen verschiedenen Quellen in seinem Leben beeinflusst worden sei und nicht immer die auf der Hand liegenden, selbst von irdischer Mythologie inspirierten Fantasy-Werke die wahren Quellen seiner Inspiration wären. Zitat: „Für einen ziemlichen Prozentsatz von ihnen [den Fans] bezieht sich ebendiese Palette hauptsächlich auf SF und die bekanntere Fantasy. Die Basis, auf die man sich bei solchen Vergleichen bezieht, wird nicht immer breit genug gefächert: Mythologie, mittelalterliche Studien und so weiter. Sehen sie einen in eine Grube fallen, denken sie: ‚Oh, Gandalf‘, ohne zu verstehen, dass das Ganze bis auf Orpheus und seine verwandten Seelen zurückgeht.“ – „Es gab eine Phase in meinem Leben – so zwischen 1976 und 1981 – da habe ich alles, was ich auf diesen Gebieten finden konnte, verschlungen. Mythologie. Existentialismus. Zen. Literatur des 18. Jahrhunderts.“

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Synchronfirma Telesynchron in Berlin. Die Dialogbücher schrieben Michael Erdmann und Florian Krüger-Shantin, Dialogregie führte Michael Erdmann.

Schauspieler Rolle Staffel Synchronsprecher[2][3]
P 1 2 3 4 5
Michael O’Hare Jeffrey Sinclair HR HR GA GA Bernd Vollbrecht
Bruce Boxleitner John J. Sheridan HR HR HR HR Joachim Tennstedt
Tracy Scoggins Elizabeth Lochley HR Silvia Mißbach
Tamlyn Tomita Laurel Takashima HR Katharina Gräfe
Claudia Christian Susan Ivanova HR HR HR HR GA Eva Kryll
Jerry Doyle Michael Garibaldi HR HR HR HR HR HR Peter Reinhardt
Mira Furlan Delenn HR HR HR HR HR HR Joseline Gassen
Andreas Katsulas G'Kar HR HR HR HR HR HR Lothar Blumhagen
Peter Jurasik Londo Mollari HR HR HR HR HR HR Bert Franzke
Johnny Sekka Dr. Benjamin Kyle HR Frank Glaubrecht
Richard Biggs Dr. Stephen Franklin HR HR HR HR HR Detlef Bierstedt
Bill Mumy Lennier HR HR HR HR HR Klaus-Peter Grap
Stephen Furst Vir Cotto HR HR HR HR HR Stefan Staudinger
Andrea Thompson Talia Winters HR HR Evelyn Maron
Patricia Tallman Lyta Alexander HR GA NR HR HR Liane Rudolph
Jason Carter Marcus Cole HR HR Thomas Nero Wolff
Jeff Conaway Zack Allan NR HR HR HR Gerald Paradies
Robert Rusler Warren Keffer HR Nicolas Böll
Julie Caitlin Brown Na'Toth (I) HR GA Ursula Heyer
Mary Kay Adams Na'Toth (II) HR Rita Engelmann
Joshua Cox Lt. David Corwin NR NR NR NR NR Michael Bauer
Andreas Hof
Walter Koenig Alfred Bester GA GA NR NR NR Till Hagen
Ed Wasser Mr. Morden NR NR NR NR GA Ingo Albrecht
Benjamin Völz (Eine Folge)
Jeffrey Willerth (Stimme)
Ardwright Chamberlain (Kostümträger)
Kosh Naranek NR NR NR NR
Ardwright Chamberlain (Stimme)
Jeffrey Willerth (Kostümträger)
Ulkesh (Kosh II) NR
Marjorie Monaghan Theresa „Tessa Nummer Eins“ Halloran NR NR Ulrike Möckel
Wayne Alexander Lorien NR GA Friedrich Schoenfelder
Robin Atkin Downes Byron NR Torsten Sense
William Forward Lord Antono Refa NR NR Klaus-Dieter Klebsch
Wortham Krimmer Imperator Cartagia NR Stefan Gossler
Damian London Minister/Regent Virini GA GA NR NR Georg Tryphon
Klaus Jepsen
Heinz Fabian
Denise Gentile Lise Hampton(-Edgars) GA NR NR Diana Borgwardt
Nina Herting
Traudel Haas
Julia Nickson-Soul Catherine Sakai GA
Efrem Zimbalist Jr. William Edgars NR Jochen Schröder
Mark Schneider Wade NR Klaus-Dieter Klebsch
Louis Turenne Draal (I) GA Joachim Nottke
John Schuck Draal (II) GA GA Michael Chevalier
Tim Choate Zathras GA GA GA Hermann Ebeling
Gerry Wolff
David L. Crowley Lou Welch NR NR Hans Nitschke
Peter Neusser
Robert Foxworth General William Hague GA Joachim Nottke
Anmerkungen

P: Pilotfilm, HR: Hauptrolle, NR: Nebenrolle, GA: Gastauftritte

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1993: Emmy (Special Visual Effects) für den Pilotfilm „Die Zusammenkunft“ („The Gathering“)
  • 1994: Emmy (Makeup) für die Episode „Angriff auf G'Kar“ („The Parliament of Dreams“)
  • 1996: Hugo Award (Best Dramatic Presentation) für die Episode „Schatten am Horizont“ („The Coming of Shadows“)
  • 1997: Hugo Award (Best Dramatic Presentation) für die Episode „Die Strafaktion“ („Severed Dreams“)

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Vom Pilotfilm „Die Zusammenkunft“ existieren zwei unterschiedliche Versionen – zum einen die 1993 erstmals ausgestrahlte Originalfassung und eine von J. Michael Straczynski neu geschnittene und 1998 erstmals ausgestrahlte Fassung. Diese ist genauso lang wie das Original, es wurden aber insgesamt 14 Minuten ausgetauscht. So wurden weniger temporeiche Szenen gestrafft und störende Szenen wie der „galaktische Zoo“ in den Alienquartieren entfernt, um vormals nicht verwendetes Material unterzubringen, Kameraeinstellungen ausgetauscht, die CGIs verbessert und neue Musik komponiert.
  • J. Michael Straczynski hat in der letzten Folge „Der Weg ins Licht“ einen kurzen Gastauftritt. Er spielt den Techniker, der das Licht auf der Station ausmacht, bevor diese gesprengt wird.
  • Delenn sollte ursprünglich ein männlicher Minbari mit einem widersprüchlichen Körperbau sein. Diese Idee wurde noch während der Nachproduktion des Pilotfilms verworfen und von dieser Änderung betroffene Textpassagen wurden ausgetauscht. Als Konsequenz daraus unterscheidet sich Delenns Aussehen im Pilotfilm ein wenig von dem in der ersten Staffel der Serie.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Babylon 5 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Straczynski reveals moving story of why Michael O'Hare left Babylon 5
  2. Babylon 5 in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 2. Juli 2012.
  3. Spacecenter Babylon 5 in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 29. August 2012.