Bahnhof Nienburg (Weser)

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Nienburg (Weser)
Bahnhof Nienburg mit Vorplatz
Bahnhof Nienburg mit Vorplatz
Daten
Kategorie 3
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Abkürzung HNBG
IBNR 8000279
Eröffnung
  • 1847 erster Bahnhof
  • 195? heutiges Bahnhofsgebäude
Lage
Stadt Nienburg/Weser
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 38′ 41″ N, 9° 13′ 5″ O52.6447222222229.2180555555556Koordinaten: 52° 38′ 41″ N, 9° 13′ 5″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Niedersachsen
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Nienburg (Weser) ist der Bahnhof der Stadt Nienburg/Weser im gleichnamigen Landkreis in Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1847 erhielt Nienburg seinen Bahnhof, nachdem der in Nienburg ansässige königliche Baurat Bruno Emanuel Quaet-Faslem dafür gesorgt hatte, dass die Bahnstrecke Wunstorf–Bremen über Nienburg (und nicht wie zuvor geplant über Rethem) geführt wurde.

1921 erhielt Nienburg mit der Bahnstrecke nach Minden einen Anschluss an die Bahnstrecke Richtung Ruhrgebiet.

Das Bahnhofsgebäude wurde in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 zerstört, nachdem ein Fliegerbeschuss einen auf dem Bahnhofsgelände stehenden Munitionszug traf. Das neue Bahnhofsgebäude wurde zwischen 1950 und 1957 teils auf den Überresten der alten Konstruktionen errichtet.

Allgemeines[Bearbeiten]

Stellwerk Nienburg (Weser)

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs beherbergt ein Reisezentrum mit Fahrscheinverkauf. Dem Bahnhofsgebäude angeschlossen sind eine Gaststätte und ein Kiosk.

In unmittelbarer Nähe gibt es im Umfang des Park&Rail-Konzeptes ein Parkhaus mit 479 Stellplätzen.

Der Bahnhof Nienburg verfügt im nördlichen Bahnhofsbereich über ein Turm-Stellwerk der Bauart 'Sp Dr S60', das 1977 in Betrieb genommen wurde.

Im näheren Bahnhofsumfeld finden sich zwei erhaltene Wassertürme. Der kleinere (ehemals Deutsche Bahn) dient als Bürogebäude einer Medienfirma, im größeren (ehemals städtischer Wasserturm) finden sich mehrere Mietwohnungen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB). Von hier aus verkehren sechs Regiolinien der Verkehrsgesellschaft Landkreis Nienburg nach Steyerberg (Line 10), Hoya (20, 30), Rodewald / Lichtenhorst (40), Loccum (50) und Uchte (60). Das Stadtgebiet wird von einem Stadtbusnetz mit vier Linien erschlossen, die nach einem Rendezvous-Konzept verkehren. Linie 1 und 3 bedienen den Bahnhof. Die Busse verkehren nur werktags bis ca. 19:00 Uhr, an Sonnabenden endet der Betrieb um ca. 14:30 Uhr.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

S-Bahnzug im Bahnhof Nienburg

Der Bahnhof Nienburg (Weser) liegt an der Bahnstrecke Wunstorf–Bremen. Von dieser Strecke zweigten hier früher drei Nebenbahnen ab. Die Bahnverbindungen nach Sulingen–Diepholz und nach Uchte–Rahden wurden stillgelegt. Die Weser-Aller-Bahn nach Minden wird durch Regionalzüge im Zwei-Stunden-Takt bedient.

Im Fahrplanjahr 2014 halten folgende Linien im Bahnhof Nienburg (Weser):

Linie Linienverlauf Takt (min) EVU
IC 56 LeipzigHalleMagdeburgHannoverNienburgBremenOldenburgEmdenNorddeich Mole 120 DB Fernverkehr
RE Hannover – Nienburg – Bremen – Oldenburg – Leer – Emden – Norddeich Mole 120 DB Regio Nord
RE Hannover – Nienburg – Bremen – Osterholz-Scharmbeck – BremerhavenBremerhaven-Lehe 120 DB Regio Nord
RE verkehrt nur Mo-Fr
NienburgMindenHerfordBielefeld
120 DB Regio NRW
RB verkehrt nur Sa-So
RotenburgVerdenNienburg – Minden
120 DB Regio Nord
S 2 Nienburg – Hagen – Neustadt – Wunstorf – Hannover – Weetzen – Barsinghausen – Haste 060 DB Regio Nord

Güterverkehr[Bearbeiten]

RBH 904 mit Kesselwagenzug aus Liebenau

Der Bahnhof Nienburg (Weser) dient dem Güterverkehr zum Großteil als Durchfahrtsbahnhof. Örtliche Übergaben werden in regelmäßigen Zeitabständen zum/vom Tanklager Schäferhof gefahren (Kesselwagen mit Düsenkraftstoff). Vereinzelt und in unregelmäßigen Abständen verkehren Kesselwagenzüge nach/von Liebenau. Es existieren Gleisanschlüsse zum Gewerbegebiet 'Industriepark Nord' sowie zur glasverarbeitenden Industrie.

Gegenwärtig (2009) werden vor Ort Containerzüge der SBB Cargo rangiert und neu zusammengestellt, wofür die umfangreichen Gleisanlagen auf der Westseite des Bahnhofs genutzt werden.[1]

H. F. Wiebe[Bearbeiten]

Der südliche Teil des Bahnhofs wird vom erweiterten Betriebsgelände der Gleisbaufirma Wiebe begrenzt. Das Unternehmen mit Sitz in Achim setzt einen Großteil seiner Fahrzeuge von Nienburg aus ein, unter anderem die ehemals größte und stärkste Diesellokomotive der Deutschen Bundesbahn, die 320 001. Von hier werden schwere Bauzüge zu Zielen in ganz Deutschland gestartet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel auf myheimat.de