Bexbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bexbach
Bexbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bexbach hervorgehoben
49.3641666666677.2602777777778262Koordinaten: 49° 22′ N, 7° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Saarpfalz-Kreis
Höhe: 262 m ü. NHN
Fläche: 31,12 km²
Einwohner: 17.757 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 571 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 66441–66450
Vorwahl: 06826
Kfz-Kennzeichen: HOM
Gemeindeschlüssel: 10 0 45 111
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 68
66450 Bexbach
Webpräsenz: www.bexbach.de
Bürgermeister: Thomas Leis (SPD)
Lage der Stadt Bexbach im Saarpfalz-Kreis
Bexbach Homburg Kirkel St. Ingbert Blieskastel Mandelbachtal Gersheim Frankreich Frankreich Rheinland-Pfalz Landkreis Neunkirchen Regionalverband SaarbrückenKarte
Über dieses Bild
Blick vom Turm des Bergbaumuseums Bexbach

Bexbach ist eine saarländische Stadt im Saarpfalz-Kreis. Sie hat etwa 18.000 Einwohner und grenzt mit dem Stadtteil Höchen an das Land Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Bexbach liegt im Saarpfalz-Kreis zwischen den beiden Kreisstädten Homburg und Neunkirchen und etwa 25 km nordöstlich der Landeshauptstadt Saarbrücken. Der Höcherberg, auf dem die Ortsteile Frankenholz und Höchen liegen, ist die höchste Erhebung im südöstlichen Saarland.

Fläche[Bearbeiten]

Wert
Gebäude- und Freifläche 23,2 %
Verkehrsfläche 6,4 %
Landwirtschaftsfläche 34,2 %
Waldfläche 29,0 %
Sonstige Flächen 7,2 %
Total 31,12 km²

Stand: 31. Dezember 2007[2]

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Bexbach beträgt 8–9 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 750–800 mm. Die wärmsten Monate sind Juli und August; die kältesten Januar und Februar.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bexbach:

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtteile sind Bexbach, Oberbexbach, Frankenholz, Höchen, Niederbexbach und Kleinottweiler.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung fanden Bexbach im Jahre 1219, 1221 der heutige Stadtteil Kleinottweiler, 1261 Höchen. Ober- und Niederbexbach wurden hingegen erst 1310 beurkundet. Ab dem 14. Jahrhundert nutzten die Einwohner ein hohes Vorkommen an Eisenerz, ab dem 16. Jahrhundert auch an Kohle. Die Bevölkerungszahl war gering, Adelige und Angehörige geistlicher Vereinigungen waren vertreten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das gesamte Stadtgebiet von marodierenden Truppen nahezu vollständig zerstört. 1648 wurde der Westfälische Frieden geschlossen. In diesen Verträgen wurde festgelegt, dass die Grafschaft Nassau-Saarbrücken, zu der auch Bexbach gehörte, an Frankreich überging. Die mittlerweile menschenleere Gegend wurde erst 1683 mit einigen Familien, vorwiegend aus Lothringen, wiederbesiedelt. Im Jahre 1697 erhielten die ehemaligen Landesherren ihre frühere Souveränität über Land und Leute zurück. 1755 wurde die Meierei Mittelbexbach als Bestandteil der Grafschaft Nassau-Saarbrücken anerkannt.

1789 brachte die Französische Revolution neue Hoffnungen für die unter der Feudalherrschaft leidenden Menschen. Die Revolutionskriege leiteten eine neue gesellschaftliche und staatliche Ordnung ein.

1793 teilte die französische Verwaltung die Mairie (Bürgermeisterei) Mittelbexbach der Mairie Limbach zu. 1797 trat seitens des französischen Staates eine erste Verwaltungsreform in Kraft. Folglich entstand 1798 das département de la sarre mit 31 Kantonen. Die 600 Einwohner Bexbachs gehörten größtenteils zu dem Kanton Waldmohr. Als ausnahmslose Amtssprache wurde französisch eingeführt.

Nach der endgültigen Niederlage Napoleons bei Waterloo wurde 1816 das Stadtgebiet dem Rheinkreis des Königreichs Bayern zugeordnet. 1848 erhielt Mittelbexbach wieder eine eigene Bürgermeisterei, zu der auch schon damals die Nachbarorte gehörten.

Der Bahnhof Bexbach, der älteste Bahnhof des Saarlandes, wurde als bayerisch-pfälzischer Endbahnhof der Pfälzischen Ludwigsbahn errichtet. Heutzutage wird er als Station der Strecke Homburg–Neunkirchen betrieben. 1849 stellte die Eröffnung der Ludwigsbahn durch die gleichnamige Gesellschaft neue Perspektiven für die Einwohner dar. Somit zeichnete sich von einem auf den anderen Tag eine bedeutende Verbesserung der Infrastruktur auch für Homburg und Neunkirchen ab. Die Lebensumstände verbesserten sich deutlich. Neben der Arbeit im Bergwerk arbeiteten viele Bewohner zusätzlich auf eigenen Bauernhöfen. So entstand der Begriff „Bergmannsbauer“. Die einzelnen Viertel wurden größtenteils an die Wasser- und Elektrizitätsversorgung angeschlossen. Als erste Schule entstand die Pestalozzischule und etwa zeitgleich das Rathauser.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden das Saargebiet am 1. Oktober 1920 vom Deutschen Reich abgetrennt und der Landkreis Homburg verkleinert. Jener Landkreis war von nun an Grenzkreis des Saargebietes, das am 1. März 1935 wieder zu Deutschland zurückkehrte. Die kommunalpolitischen Verhältnisse wurden neu geordnet. So entstand am 1. April 1937 die neue Gemeinde Höcherberg durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Höchen, Oberbexbach (mit Frankenholz) und Mittelbexbach (mit Ludwigsthal). Diese Gemeinde wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg am 1. Mai 1947 aufgelöst. Es wurden die Gemeinden Frankenholz, Höchen, Mittelbexbach und Oberbexbach (wieder)errichtet.[3] Die wiedergewonnene Autonomie stärkte die Wirtschaft in den Gemeinden. Mittelbexbach erhielt 1951 ein eigenes Wappen und wurde 1955 in Bexbach umbenannt. Da das Saarland zwischen 1945 und 1956 erneut unter französischer Verwaltung stand, fand 1955 wiederum eine Saarabstimmung statt. Dem Ergebnis zufolge wurde das Saarland als zehntes Bundesland in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert. Am 29. Mai 1970 wurden Bexbach vom saarländischen Innenminister Ludwig Schnur die Stadtrechte verliehen.[4]

Namensgebung[Bearbeiten]

Den Namen erhielten sowohl die Stadt, als auch der durch sie fließende Fluss, von dem Ritter von Beckensbach. Die Einwohner werden „Bexbacher“ genannt. In Saarländischer Mundart nennen sich die Bexbacher „Betschbacher“ und die Stadt entsprechend „Betschbach“.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die neue Stadt Bexbach entstand am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aus der Stadt Bexbach sowie den Gemeinden Frankenholz, Höchen, Kleinottweiler, Niederbexbach und Oberbexbach.[4]

Ausgliederung[Bearbeiten]

Der ehemals zu Bexbach gehörende Ortsteil Ludwigsthal wurde am 1. Januar 1974 der Kreisstadt Neunkirchen zugeordnet.[4]

Religion[Bearbeiten]

In fast jedem Ortsteil der Stadt ist sowohl eine katholische als auch eine evangelische Kirchengemeinde vorhanden. Lediglich in Kleinottweiler gibt es nur eine protestantische Pfarrgemeinde. Die Bevölkerung ist zu 50,36 % römisch-katholisch, zu 32,68 % evangelisch und 16,96 % gehören anderen Religionen und Konfessionen an oder sind konfessionslos.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Von den 18.639 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010) sind 9101 männlich und 9538 weiblich. Der Ausländeranteil beträgt 7,96 %.[5]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus I
Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 53,4 %
 %
40
30
20
10
0
34,7 %
38,8 %
6,7 %
5,1 %
4,3 %
10,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,8 %p
+2,6 %p
-3,3 %p
+1,1 %p
-3,0 %p
+3,3 %p

Parteien[Bearbeiten]

Es existieren Stadt- bzw. Ortsverbände von CDU, SPD, FWG, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Im Jahr 2003 setzte sich Heinz Müller bei der Direktwahl des Bürgermeisters gegen seinen parteilosen Herausforderer Innozenz Heintz, unterstützt von CDU und FDP, durch. Sein ständiger Vertreter ist der Erste Beigeordnete, der vom Stadtrat in geheimer Abstimmung gewählt wird.

Bei der Bürgermeisterwahl 2011 setzte sich Thomas Leis (SPD) mit 53,5 Prozent der Stimmen gegen seine beiden Herausforderer Gerhard Welter (CDU; 35,7 %) und Thomas Leibrock (unabhängig; 10,8 %) durch.

Bürgermeister

  • 1848–1855: Wilhelm Omlor
  • 1855–1875: Wilhelm Bartels
  • 1875–1879: Michael Schirber
  • 1879–1884: Johann Karl Graß
  • 1884–1890: Michael Schirber
  • 1890–1894: Peter Metzinger
  • 1894–1894: Christian Baschab
  • 1894–1899: Peter Hahn
  • 1899–1907: Christian Baschab
  • 1907–1916: Peter Betz
  • 1916–1921: Ludwig Henrich
  • 1921–1923: Georg Fichtenmayer
  • 1923–1925: Nicolaus Schöneberger


  • 1925–1932: Johann Schappe
  • 1932–1937: Aloys Nesseler
  • 1937–1945: Heinrich Jürgens
  • 1945: Karl Klein
  • 1945–1946: Peter Will
  • 1946–1947: Peter Johann
  • 1947–1949: Peter Ruffing
  • 1949–1956: Aloys Nesseler
  • 1956–1964: Gregor Allgayer (CDU)
  • 1964–1973: Paul-Heinz Collet (CDU)
  • 1974–1994: Lothar Weber (CDU)
  • 1994–2011: Heinz Müller (SPD)
  • seit 2011: Thomas Leis (SPD)

Beigeordnete

  • 1999–2009: Wolfgang Imbsweiler (SPD)
  • 2009–2010: Joachim Hoffmann (CDU) und Wolfgang Imbsweiler (SPD)
  • seit 2010: Rainer Ruffing (CDU) und Wolfgang Imbsweiler (SPD)

Stadtrat[Bearbeiten]

Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014:[7][8]

Parteien und Wählergemeinschaften Sitze Anteil
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14 (+2) 38,8 % (+2,6)
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 12 (–1) 34,7 % (–0,8)
LINKE Die Linke 2 (–1) 6,7 % (–3,3)
FDP Freie Demokratische Partei 1 (–1) 4,3 % (–3,0)
FWG FWG Bexbach 3 (+1) 10,4 % (+3,3)
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 1 (+/–0) 5,1 % (+1,1)
Gesamt 33 100 %

Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich weder für die bisher regierende SPD-FWG-Koalition noch für CDU und FDP eine regierungsfähige Mehrheit. Somit wird Bexbach von wechselnden Mehrheiten regiert. Hier stehen sich ein Jamaika-Block und eine SPD-FWG-Koalition gegenüber. Das Abstimmungsverhalten der Linken lässt sich keinem der beiden Lager zuordnen. Am 2. September 2010 gab ein Mitglied seinen Austritt aus der SPD-Fraktion bekannt. Dieser gehörte dem Rat zunächst als fraktionsloses Mitglied an und trat im März 2012 der CDU-Fraktion bei. Dieser Schritt machte die CDU in der ehemaligen SPD-Hochburg zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren zur Mehrheitsfraktion.

Ortsräte[Bearbeiten]

Sitzverteilung in den einzelnen Ortsräten (Stand Kommunalwahl am 25. Mai 2014):[9]

Stadtteil CDU SPD FDP FWG LINKE Total
Bexbach-Mitte 4 3 1 1 9
Oberbexbach 3 3 1 7
Frankenholz 2 4 1 7
Höchen 4 3 7
Niederbexbach 2 5 7
Kleinottweiler 2 5 7
Total 17 23 3 1 44

Ortsrat Bexbach[Bearbeiten]

Für den Ortsrat Bexbach (Kernstadt) ergab sich folgendes amtliches Endergebnis:

  • CDU: 40,85 % (4 Sitze)
  • SPD: 35,54 % (3 Sitze)
  • FWG: 9,93 % (1 Sitz)
  • LINKE: 9,06 % (1 Sitz)
  • FDP: 4,62 % (-)

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Stadtteil Name Partei
Bexbach-Mitte Franz-Josef Müller CDU
Oberbexbach Günter Strähl SPD
Frankenholz Rudi Müller SPD
Höchen Eva-Maria Scherer CDU
Niederbexbach Arnulf Fricker SPD
Kleinottweiler Karl Peter Ranker SPD

Verschuldung[Bearbeiten]

In den Jahren 2004 bis 2009 ist die Gesamtverschuldung der Stadt Bexbach rasant angestiegen. Anfang 2009 lag diese bei 30 Millionen Euro. 2004 hatte Bexbach noch 19,5 Millionen Euro Schulden.

Politische Organisationen[Bearbeiten]

Präsentation in der Öffentlichkeit[Bearbeiten]

Stadtfarben[Bearbeiten]

Die Stadt Bexbach führt seit der Genehmigung des saarländischen Innenministeriums seit einigen Jahrzehnten als Stadtfarben gelb und grün. Diese finden sich auch auf der Flagge wieder, die beispielsweise auf dem Hindenburgturm gehisst ist.

[Bearbeiten]

Stadtlogo

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten und Gemeinden benutzt Bexbach das Stadtwappen nicht, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu solchen Zwecken wurde von der Verwaltung das Logo Stadt Bexbach – Partner der Bürger gestaltet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bexbach ist durch Autobahnanschlüsse zur A 6 und A 8 an das deutsche Fernstraßennetz angebunden. Zudem verläuft die B 423 (Bundesgrenze Frankreich MandelbachtalAltenglan) durch den Bexbacher Stadtteil Kleinottweiler.

Vom Bahnhof Bexbach aus verkehren auf der Strecke Homburg–Neunkirchen ganztägig Regionalzüge nach Homburg sowie in Gegenrichtung nach Neunkirchen (Saar), Illingen (Saar) und zeitweise auch umsteigefrei nach Saarbrücken. Sie ermöglichen so eine Anbindung an den Fernverkehr der Deutschen Bahn. Von 1903 bis 1905 verkehrte die ausschließlich dem Güterverkehr dienende Nordfeldbahn vom Bahnhof Jägersburg an der Glantalbahn bis zur Grube Nordfeld.

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Der französische Industriekonzern Alstom S.A. betreibt in Bexbach ein Werk.
  • Die Druckerei Kern GmbH hat im Bexbacher Industriegebiet "In der Kolling" ihren Firmensitz. Die im Jahr 1862 gegründete Druckerei gehört zu den ältesten Unternehmen in Bexbach.
  • Die Evonik New Energies GmbH betreibt bei Bexbach ein Steinkohlekraftwerk (Kraftwerk Bexbach)

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen
  • Goetheschule in Bexbach
  • Grundschule Oberbexbach
  • Grundschule Frankenholz
  • Bis 2004 gab es auch in den Stadtteilen Höchen, Kleinottweiler und Niederbexbach Grundschulen.
Weiterführende Schulen
Volkshochschule
  • VHS Höcherberg

Behörden[Bearbeiten]

Das Bundespolizeiamt Saarbrücken hat in dem Gewerbegebiet „Saarpfalz-Park“ seinen Sitz. Auch die Diensthundestaffel des Saarpfalz-Kreises ist in jenem Gewerbegebiet ansässig.

Gewerbegebiete[Bearbeiten]

In Bexbach sind fünf Gewerbegebiete angesiedelt:

  • Bexbacher Industrie und Gewerbegebiet Ost (BIG), 40 Hektar, gefördert mit Mitteln der Europäischen Union
  • Saarpfalz-Park (44 Hektar)
  • Kolling (10 Hektar)
  • Streitweg (3,4 Hektar)
  • Stockwäldchen (5 Hektar)

Somit ist im Stadtgebiet eine Fläche von 102,4 Hektar als Gewerbefläche ausgezeichnet.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Ab dem 17. Mai 1967 war Bexbach Heimat des Fallschirmjägerbataillons 262. 1969 wurde die Reserve-Lazarettgruppe 959 in Bexbach stationiert. Ab 05/1972 war das Jägerbataillon 471 und die Fallschirmjäger-Ausbildungskompanie 7/9 in Bexbach.

Ab April 1976 beheimatete die Saarpfalzkaserne das Jägerbataillon 541 (Mob-Stützpunkt), das Jägerbataillon 542 und die Instandsetzungsausbildungskompanie 9/III.

Im Zuge eines neuen Standortkonzeptes der Bundeswehr wurde der Standort Bexbach, einschließlich der Sportfördergruppe Bexbach, zum 31. Dezember 1996 aufgelöst.

Das Gelände der ehemaligen Saar-Pfalz-Kaserne wurde zu einem Gewerbegebiet (Saarpfalz-Park) umgewidmet.

Der über 100ha große ehemalige Standortübungsplatz wurde bis 2008 als Übungsgelände des Technischen Hilfswerks genutzt[10] und wird seit 2008 von einem privaten Investor als naturnahes Veranstaltungsgelände unter Anderem für Liverollenspiele vermarktet.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Bexbach besitzt einen Flugplatz, der im Jahr 1956 vom damaligen Bürgermeister Aloys Nesseler eröffnet wurde. Am 29. April 1956 starteten die ersten Segelflieger vom Bexbacher Flugplatz aus zu einem Probeflug. Der offizielle Flugbetrieb wurde im Herbst 1956 aufgenommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blumengarten[Bearbeiten]

Sehenswert ist der Blumengarten, der anlässlich der Ausstellung „Garten und Blumen im sozialen Wohnungsbau“ 1951 angelegt wurde. Mit einem großen Spielplatz und einem chinesischen Garten präsentiert sich die Stadt Bexbach von ihrer modernen Seite.

Neben dem Blumengarten befindet sich die begrünte ehemalige Bergehalde Monte Barbara. Eine Statue der Heiligen Barbara, Patronin der Bergleute, krönt das begehbare Landschaftsbauwerk.

Saarländisches Bergbaumuseum[Bearbeiten]

Atemschutzgeräte im Bergbaumuseum Bexbach

Im Blumengarten befindet sich der Hindenburgturm (siehe weiter unten), in dem das Saarländische Bergbaumuseum untergebracht ist. Im Turm selbst wird die Geschichte des Steinkohlebergbaus der Region und seine Bedeutung anschaulich dargestellt. Auf sieben Etagen des Turmes wird alles Wissenswerte zu Technik, Sicherheit, Geschichte und Sozialem im Bergbau präsentiert. Die oberste Etage bietet einen Panorama-Rundblick.

Unter dem Turm befindet sich eine Schaubergwerksanlage mit historischen und neueren Maschinen. Bergleute haben über Jahrzehnte einen immer wieder erweiterten Stollen gebaut, in dem alte und neue Gewinnungstechniken vorgestellt werden. Die gezeigten Werkzeuge und Geräte zeigen, wie Steinkohle in immer größeren Tiefen und damit unter immer größeren Schwierigkeiten abgebaut wurde. Im Jahre 1994 hat der Verein Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e. V. die Räumlichkeiten von der Stadt Bexbach übernommen.

Parks[Bearbeiten]

Als Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Oberbexbach besteht die sogenannte „grüne Lunge“. In diesem „Stadtpark“ sind viele Grünzonen zur Naherholung eingerichtet. Durch den gesamten Park fließt der Bexbach. Auch ein Spielplatz für Kinder befindet sich in der Anlage.

Bauwerke[Bearbeiten]

Protestantische Kirche

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bexbach

Hindenburgturm[Bearbeiten]

Hindenburgturm

Als Ende der 1920er Jahre die Wasserversorgung Bexbachs nicht mehr sichergestellt werden konnte, wurde vom Gemeinderat der Beschluss gefasst, einen Wasserhochbehälter mit 200  Fassungsvermögen zu errichten. 1931 wurde mit dem Bau begonnen. Auf Wunsch der Gemeinde sollte das Bauwerk auch als Aussichtsturm und Grubenmuseum dienen.

Das Außenskelett des Turmes besteht aus acht Eisenbetonsäulen, der Innenschacht aus vier Eisenbetonsäulen, die Wände sind mit Bimsbeton-Hohlsteinen ausgefacht. Der Grundriss beträgt 10×10 m. Der Turm erhielt seinen Namen zu Ehren des ehemaligen Generalfeldmarschalls und damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.

Die Namensgebung ist bezeichnend für das Streben nach Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich – das Saarland stand damals unter französischer Verwaltung.

Bahnhof Bexbach[Bearbeiten]

Bahnhof Bexbach

Der Bexbacher Bahnhof, der 1848/1849 als bayerischer Grenzbahnhof zur preußischen Rheinprovinz errichtet wurde, hat das älteste noch erhaltene Empfangsgebäude im Saarland und ist denkmalgeschützt. Lediglich das Gebäude in Homburg wurde 2 Jahre früher erbaut, aber nach dem Zweiten Weltkrieg durch ein moderneres ersetzt. Der Bahnhof Bexbach beheimatet u.a. ein Museum über die Geschichte des Bahnhofes und der Gruben am Höcherberg. Die alte Wartehalle dient dem „Chor Gleis 1“ als Heimat und ist das neue Vereinsheim der Modellbahnfreunde Bexbach e.V., die sich um den Erhalt und Pflege des Bahnhofes bemühen.

Wanderwege[Bearbeiten]

Die Stadt Bexbach hat Anteil an zahlreichen Wanderwegen des Saarwald-Vereins, darunter dem Höcherbergweg und dem Saarland-Rundwanderweg. Seit März des Jahres 2007 hat die Stadt Bexbach einen Rundwanderweg angelegt, der 37,75 km lang ist und durch alle Stadtteile führt. Der Weg kann auch in mehreren Etappen erwandert werden, da insgesamt vier Querverbindungen eingerichtet wurden. Von Oberbexbach startet der Wanderweg mit der Markierung grün-gelbes Kreuz des Pfälzerwald-Vereins, der über Johanniskreuz und Neustadt an der Weinstraße bis nach Ludwigshafen am Rhein führt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2013 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,03 MB) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bexbach.de/index.php?id=301
  3. Amtsblatt der Verwaltungskommission des Saarlandes Nr. 29/1947 (PDF; 536 kB)
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 803.
  5. http://www.bexbach.de/index.php?id=299
  6. Gemeindeergebnis Bexbach Auf: www.statistikextern.saarland.de, abgerufen am 28. Mai 2014
  7. Gemeindeergebnis Bexbach Auf: www.statistikextern.saarland.de, abgerufen am 28. Mai 2014
  8. Sitzverteilung Auf: www.statistikextern.saarland.de, abgerufen am 28. Mai 2014
  9. Ortsratswahl 2014: So wählte der Saarpfalz-Kreis. In Saarbrücker Zeitung, 27. Mai 2014
  10. Übungsgelände Bexbach: Beschreibung. Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, 31. März 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bexbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien