Canon EOS 60D

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Dieser Artikel beschreibt die Canon EOS 60D. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Canon EOS D60 (2002) oder der Nikon D60 (2008).
Canon EOS 60D
Canon EOS 60D without lens.jpg
Typ: Digitale Autofokus/AE-Spiegelreflexkamera
Objektiv: EF- und EF-S-Objektive
Objektivanschluss: Canon EF-S-Bajonett (einschließlich EF-Objektive)
Bildsensor: CMOS
Sensorgröße: APS-C (22,3 mm × 14,9 mm)
Auflösung: 17,9 Megapixel
Bildgröße: 5.184 × 3.456 Pixel
Formatfaktor: 1,6
Seitenverhältnis: 3:2
Dateiformate: JPEG, RAW (14 Bit)
ISO-Empfindlichkeit: Grundeinstellung: 100 bis 6.400 (Auto), erweiterbar auf 12.800
Sucher: Dachkantprismensucher
Bildfeld: ca. 96 %
Vergrößerung: 0,95-fach
Sucheranzeige: Blende, Belichtungszeit, AF-Informationen, Blitzinformationen, Weißabgleichkorrektur, ISO-Wert, Pufferspeicher
Bildschirm: TFT-Farbmonitor
Größe: 7,62 cm (3,0″)
Auflösung: 720 × 480 Pixel (345.600 Pixel), 288 ppi
Betriebsarten: Einzelbild, Serienaufnahmen, High-Speed Serienaufnahmen, Selbstauslöser (2 s und 10 s)
Bildfrequenz: 5,3 Bilder pro Sekunde
Anzahl Reihenaufnahmen: mind. 58 JPEG-Bilder bzw. 16 RAW-Bilder
Autofokus (AF): TTL-CT-SIR mit CMOS-Sensor
AF-Messfelder: 9 Kreuzsensoren
AF-Betriebsarten: ONE SHOT, AI SERVO, AI FOKUS, (Einzelbild, Serienaufnahmen, automatisch)
Belichtungsmessung: Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Spotmessung, mittenbetonte Integralmessung
Regelung: automatisch oder manuell
Korrektur: ±5 LW in 1/3- oder 1/2-Stufen
Verschluss: elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss
Verschlusszeiten: 30–1/8.000 s und Bulb
Blitz: Automatisch ausklappender Blitz
Leitzahl: 13 bei ISO 100
Blitzsteuerung: E-TTL-II-Blitzautomatik
Blitzanschluss: Standard-ISO-Normschuh und Blitzbuchse
Synchronisation: 1. oder 2. Verschlussvorhang
Belichtungskorrektur: Manuell: ±5 Stufen in 1/3- oder 1/2-Stufen
Blitzfunktionen: Einstelllicht, Vorblitz zur Reduzierung des Rote-Augen-Effektes
Farbraum: sRGB, Adobe RGB
Weißabgleich: automatisch oder manuell
Speichermedien: SD/SDHC/SDXC
Datenschnittstelle: USB 2.0 Hi-Speed und Anschluss für optionalen WLAN-Batteriegriff
Videoschnittstelle: Videoausgang NTSC/PAL
Direktes Drucken: ja
Stromversorgung: Akku LP-E6, Pufferbatterie fest eingebaut, optional: Netzadapter ACK-E6
Gehäuse: Alulegierung und Polykarbonat mit Glasfaser
Abmessungen: 144,5 mm × 105,8 mm × 78,6 mm
Gewicht: ca. 755 g (nur Gehäuse)
Ergänzungen: Live-View, Remote-Steuerung per Software

Die EOS 60D ist eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) aus der Familie der Canon-EOS-Digitalkameras. Sie wurde am 26. August 2010 auf der Photokina[1] als Nachfolgerin der Canon EOS 50D vorgestellt und im August 2013 durch die Canon EOS 70D ersetzt.

Die EOS 60D ist zwischen der EOS 600D und der EOS 7D angesiedelt und sollte nicht mit dem ca. acht Jahre älteren Modell Canon EOS D60 verwechselt werden.

Überblick[Bearbeiten]

Zu den wichtigsten Neuerungen gegenüber der 50D gehörten die Erhöhung der Auflösung (17,9 Megapixel statt 15,1) und der erhöhte ISO-Bereich, der von 100 bis 6400 in Drittelstufen auswählbar ist und bei Bedarf auf 12.800 (H) erweitert werden kann. Die 60D ist die erste digitale Spiegelreflexkamera von Canon, die mit einem dreh- und schwenkbarem Monitor (engl. „Display“) ausgestattet wurde.

Bei den Speichermedien setzt Canon die Entwicklungen des Einsteigersegments um, so dass die 60D anstelle der Compact-Flash-Karten nur noch SD/SDHC- und SDXC-Karten akzeptiert.

Ebenfalls hält erstmals ein Filmmodus in das Segment der zweistelligen Modelle Einzug und bietet die Möglichkeit, Videoclips in Full-HD-Auflösung in 24p/25p zu erstellen und bei verminderter Auflösung (720p) mit 50 Bildern pro Sekunde in H.264 aufzuzeichnen. Zur Erstellung von Videos werden Speicherkarten mit relativ hoher Schreibgeschwindigkeit empfohlen, da bei gefülltem internen Pufferspeicher die Aufnahme automatisch angehalten wird. Durch die Verwendung einer SDHC-Karte der Geschwindigkeitsklasse 10 sind jedoch Aufnahmen bis zur internen Begrenzung von 29:59 Minuten möglich.

Das Bedienkonzept der Rückseite wurde gegenüber der 50D stark abgeändert: Der frühere Joystick und das Daumenrad wurden zu einer Einheit zusammengelegt sowie die Bedienknöpfe auf der linken Seite des Monitors neu verteilt, um Platz für den Schwenkmechanismus zu schaffen.

Eine weitere Neuerung stellt die drahtlose Blitzsteuerung dar, mit der Blitzgeräte der Speedlite-Serie ausgelöst werden können. Die Signalgebung erfolgt hierbei durch das ausklappbare Blitzlicht, wobei der Fotograf wählen kann, ob dieses nur zur Steuerung des externen Blitzes oder zusätzlich zum Anblitzen der Szenerie eingesetzt werden soll.

Außerdem verfügt die 60D über eine integrierte Bildverarbeitung, mit der aufgenommene Fotos innerhalb der Kamera verändert werden können. Auch die nachträgliche Umwandlung von RAW-Bildern in JPEG ist kameraintern möglich.

Eigenschaften[Bearbeiten]

  • 18-Megapixel-APS-C-CMOS-Sensor
  • DIGIC-4-Prozessor
  • 9 AF-Kreuzsensoren (der mittlere Kreuzsensor arbeitet bei Objektiven mit mindestens Offenblende 2.8 mit erhöhter Genauigkeit)
  • Auto-ISO (100–6.400) limitierbar, ISO 100–6.400 (in Drittelstufen oder ganzen Stufen) erweiterbar auf H: 12.800
  • Videoaufnahmefunktion vergleichbar mit der 550D
  • manuelle Kontrolle der Tonaufnahme
  • dreh- und schwenkbares 7,62 cm (3,0 Zoll) großes „Clear-View-TFT-Display“, Seitenverhältnis 3:2, 720 × 480 Pixel (345.600 Pixel), 288 ppi; aus Marketinggründen wird meist die (aufgrund der RGB-Zusammensetzung) drei Mal so große Subpixelanzahl von etwa 1.040.000 angegeben.
  • LiveView-Modus
  • 5,3 Bilder/s
  • Gehäuse aus Aluminiumlegierung und mit Glasfaser verstärktem Polykarbonat
  • eingebauter Blitz
  • drahtlose Blitzsteuerung
  • keine AF-Mikrojustierung
  • mittels Auslöser regulierbare Belichtungszeit als separates Programm
  • digitale Wasserwaage
  • EOS Integrated Cleaning System
  • kompatibel mit EF- und EF-S-Objektiven

Firmware und Software[Bearbeiten]

Die aktuelle Firmware 1.1.1[2] wurde von Canon am 15. Juni 2012 veröffentlicht. Diese behebt neben kleineren Fehlern ein Problem mit der Seriennummeranzeige in den Exifdaten.

Enthusiasten passten die ursprünglich für das Modell 5D entwickelte Firmware-Erweiterung Magic Lantern“ an die EOS 60D an. Für Aufmerksamkeit sorgte hierbei eine Spendensammlung[3] mit dem Ziel, den Programmierern der Magic-Lantern-Software ein Kamera-Exemplar zur Verfügung zu stellen, um die Portierung zu ermöglichen. Die aktuelle Version von Magic Lantern erweitert den Funktionsumfang der Kamera unter anderem durch benutzerdefinierte Zuschnittlinien („Cropmarks“), einen „Zebra-Modus“ zur Kenntlichmachung überbelichteter Bereiche vor der Aufnahme sowie „Follow Focus“, „HDR bracketing“ und „Intervalometer“, einen Softwaretimer.

EOS 60Da[Bearbeiten]

Die EOS 60Da[4] ist eine Spezialversion der 60D, die für die Astrofotografie konzipiert wurde. Sie besitzt einen modifizierten Tiefpassfilter, der den für astronomische Beobachtungen wichtigen Wellenlängenbereich um die Alpha-Linie des Wasserstoffs (H α) weniger dämpft.

Die EOS 60Da ist der Nachfolger der EOS 20Da und seit Ende April 2012 verfügbar.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Canon EOS 60D – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Canon EOS 60D: Individuell und leistungsstark – die Kamera für mehr kreativen Freiraum (Deutsch) Canon Deutschland. Abgerufen am 30. Juli 2011.
  2. Firmware 1.1.1. Canon.de
  3. Magic Lantern on the Canon 60D – You can make it happen! (Englisch) HD-SLR. Abgerufen am 30. Juli 2011.
  4. Auf zu den Sternen – Canon präsentiert die EOS 60Da
  5. http://www.canon.de/About_Us/Press_Centre/Press_Releases/Consumer_News/Cameras_Accessories/Canon_unveils_the_EOS_60Da.aspx