Canon EOS 60D
| Typ: | Digitale Autofokus/AE-Spiegelreflexkamera |
| Objektiv: | EF- und EF-S-Objektive |
| Objektivanschluss: | Canon EF-S-Bajonett (einschließlich EF-Objektive) |
| Bildsensor: | CMOS |
| Sensorgröße: | APS-C (22,3 mm × 14,9 mm) |
| Auflösung: | 17,9 Megapixel |
| Bildgröße: | 5.184 × 3.456 Pixel |
| Formatfaktor: | 1,6 |
| Seitenverhältnis: | 3:2 |
| Dateiformate: | JPEG, RAW (14 Bit) |
| ISO-Empfindlichkeit: | Grundeinstellung: 100 bis 6.400 (Auto), erweiterbar auf 12.800 |
| Sucher: | Dachkantprismensucher |
| Bildfeld: | ca. 96 % |
| Vergrößerung: | 0,95-fach |
| Sucheranzeige: | Blende, Belichtungszeit, AF-Informationen, Blitzinformationen, Weißabgleichkorrektur, ISO-Wert, Pufferspeicher |
| Bildschirm: | TFT-Farbmonitor |
| Größe: | 7,62 cm (3,0″) |
| Auflösung: | 1.040.000 Pixel |
| Betriebsarten: | Einzelbild, Serienaufnahmen, High-Speed Serienaufnahmen, Selbstauslöser (2 s und 10 s) |
| Bildfrequenz: | 5,3 Bilder pro Sekunde |
| Anzahl Reihenaufnahmen: | mind. 58 JPEG-Bilder bzw. 16 RAW-Bilder |
| Autofokus (AF): | TTL-CT-SIR mit CMOS-Sensor |
| AF-Messfelder: | 9 Kreuzsensoren |
| AF-Betriebsarten: | ONE SHOT, AI SERVO, AI FOKUS, (Einzelbild, Serienaufnahmen, automatisch) |
| Belichtungsmessung: | Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Spotmessung, mittenbetonte Integralmessung |
| Regelung: | automatisch oder manuell |
| Korrektur: | ±5 LW in 1/3- oder 1/2-Stufen |
| Verschluss: | elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss |
| Verschlusszeiten: | 30–1/8.000 s und Bulb |
| Blitz: | Automatisch ausklappender Blitz |
| Leitzahl: | 13 bei ISO 100 |
| Blitzsteuerung: | E-TTL-II-Blitzautomatik |
| Blitzanschluss: | Standard-ISO-Normschuh und Blitzbuchse |
| Synchronisation: | 1. oder 2. Verschlussvorhang |
| Belichtungskorrektur: | Manuell: ±5 Stufen in 1/3- oder 1/2-Stufen |
| Blitzfunktionen: | Einstelllicht, Vorblitz zur Reduzierung des Rote-Augen-Effektes |
| Farbraum: | sRGB, Adobe RGB |
| Weißabgleich: | automatisch oder manuell |
| Speichermedien: | SD/SDHC/SDXC |
| Datenschnittstelle: | USB 2.0 Hi-Speed und Anschluss für optionalen WLAN-Batteriegriff |
| Videoschnittstelle: | Videoausgang NTSC/PAL |
| Direktes Drucken: | ja |
| Stromversorgung: | Akku LP-E6, Pufferbatterie fest eingebaut, optional: Netzadapter ACK-E6 |
| Gehäuse: | Alulegierung und Polykarbonat mit Glasfaser |
| Abmessungen: | 144,5 mm × 105,8 mm × 78,6 mm |
| Gewicht: | ca. 755 g (nur Gehäuse) |
| Ergänzungen: | Live-View, Remote-Steuerung per Software |
Die EOS 60D ist eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) aus der Familie der Canon-EOS-Digitalkameras. Sie wurde am 26. August 2010 auf der Photokina[1] vorgestellt und ist die Nachfolgerin der Canon EOS 50D.
Die EOS 60D ist zwischen der EOS 600D und der EOS 7D angesiedelt und sollte nicht mit dem ca. acht Jahre älteren Modell Canon EOS D60 verwechselt werden.
Inhaltsverzeichnis |
Überblick [Bearbeiten]
Zu den wichtigsten Neuerungen gegenüber der 50D gehörten die Erhöhung der Auflösung (17,9 Megapixel statt 15,1) und der erhöhte ISO-Bereich, der von 100 bis 6400 in Drittelstufen auswählbar ist und bei Bedarf auf 12.800 (H) erweitert werden kann. Die 60D ist die erste digitale Spiegelreflexkamera von Canon, die mit einem dreh- und schwenkbarem Monitor (engl. „Display“) ausgestattet wurde.
Bei den Speichermedien setzt Canon die Entwicklungen des Einsteigersegments um, so dass die 60D anstelle der Compact-Flash-Karten nur noch SD/SDHC- und SDXC-Karten akzeptiert.
Ebenfalls hält erstmals ein Filmmodus in das Segment der zweistelligen Modelle Einzug und bietet die Möglichkeit, Videoclips in Full-HD-Auflösung in 24p/25p zu erstellen und bei verminderter Auflösung (720p) mit 50 Bildern pro Sekunde in H.264 aufzuzeichnen. Zur Erstellung von Videos werden Speicherkarten mit relativ hoher Schreibgeschwindigkeit empfohlen, da bei gefülltem internen Pufferspeicher die Aufnahme automatisch angehalten wird. Durch die Verwendung einer SDHC-Karte der Geschwindigkeitsklasse 10 sind jedoch Aufnahmen bis zur internen Begrenzung von 29:59 Minuten möglich.
Das Bedienkonzept der Rückseite wurde gegenüber der 50D stark abgeändert: Der frühere Joystick und das Daumenrad wurden zu einer Einheit zusammengelegt sowie die Bedienknöpfe auf der linken Seite des Monitors neu verteilt, um Platz für den Schwenkmechanismus zu schaffen.
Eine weitere Neuerung stellt die drahtlose Blitzsteuerung dar, mit der Blitzgeräte der Speedlite-Serie ausgelöst werden können. Die Signalgebung erfolgt hierbei durch das ausklappbare Blitzlicht, wobei der Fotograf wählen kann, ob dieses nur zur Steuerung des externen Blitzes oder zusätzlich zum Anblitzen der Szenerie eingesetzt werden soll.
Außerdem verfügt die 60D über eine integrierte Bildverarbeitung, mit der aufgenommene Fotos innerhalb der Kamera verändert werden können. Auch die nachträgliche Umwandlung von RAW-Bildern in JPEG ist kameraintern möglich.
Eigenschaften [Bearbeiten]
- 18-Megapixel-APS-C-CMOS-Sensor
- DIGIC-4-Prozessor
- 9 AF-Kreuzsensoren (der mittlere Kreuzsensor arbeitet bei Objektiven mit mindestens Offenblende 2.8 mit erhöhter Genauigkeit)
- Auto-ISO (100–6.400) limitierbar, ISO 100–6.400 (in Drittelstufen oder ganzen Stufen) erweiterbar auf H: 12.800
- Videoaufnahmefunktion vergleichbar mit der 550D
- manuelle Kontrolle der Tonaufnahme
- dreh- und schwenkbares 7,7 cm (3,0 Zoll) großes „Clear-View-TFT-Display“, Seitenverhältnis 3:2, ca. 1.040.000 Bildpunkte
- LiveView-Modus
- 5,3 Bilder/s
- Gehäuse aus Aluminiumlegierung und mit Glasfaser verstärktem Polykarbonat
- eingebauter Blitz
- drahtlose Blitzsteuerung
- keine AF-Mikrojustierung
- mittels Auslöser regulierbare Belichtungszeit als separates Programm
- digitale Wasserwaage
- EOS Integrated Cleaning System
- kompatibel mit EF- und EF-S-Objektiven
Firmware und Software [Bearbeiten]
Die aktuelle Firmware 1.1.1[2] wurde von Canon am 15. Juni 2012 veröffentlicht. Diese behebt neben kleineren Fehlern ein Problem mit der Seriennummeranzeige in den Exifdaten.
Enthusiasten passten die ursprünglich für das Modell 5D entwickelte Firmware-Erweiterung Magic Lantern“ an die EOS 60D an. Für Aufmerksamkeit sorgte hierbei eine Spendensammlung[3] mit dem Ziel, den Programmierern der Magic-Lantern-Software ein Kamera-Exemplar zur Verfügung zu stellen, um die Portierung zu ermöglichen. Die aktuelle Version von Magic Lantern erweitert den Funktionsumfang der Kamera unter anderem durch benutzerdefinierte Zuschnittlinien („Cropmarks“), einen „Zebra-Modus“ zur Kenntlichmachung überbelichteter Bereiche vor der Aufnahme sowie „Follow Focus“, „HDR bracketing“ und „Intervalometer“, einen Softwaretimer.
EOS 60Da [Bearbeiten]
Die EOS 60Da[4] ist eine Spezialversion der 60D, die für die Astrofotografie konzipiert wurde. Sie besitzt einen modifizierten Tiefpassfilter, der den für astronomische Beobachtungen wichtigen Wellenlängenbereich um die Alpha-Linie des Wasserstoffs (H α) weniger dämpft.
Die EOS 60Da ist der Nachfolger der EOS 20Da und seit Ende April 2012 verfügbar.[5]
Weblinks [Bearbeiten]
- Die EOS 60D auf der Internetseite von Canon
- Technische Daten bei Canon
- Die EOS 60Da auf der Internetseite von Canon
- Test der Kamera vom Oktober 2010 bei traumflieger.de (Vergleich mit Canon EOS 7D, Canon EOS 550D)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Canon EOS 60D: Individuell und leistungsstark – die Kamera für mehr kreativen Freiraum (Deutsch) Canon Deutschland. Abgerufen am 30. Juli 2011.
- ↑ Firmware 1.1.1. Canon.de
- ↑ Magic Lantern on the Canon 60D – You can make it happen! (Englisch) HD-SLR. Abgerufen am 30. Juli 2011.
- ↑ Auf zu den Sternen – Canon präsentiert die EOS 60Da
- ↑ http://www.canon.de/About_Us/Press_Centre/Press_Releases/Consumer_News/Cameras_Accessories/Canon_unveils_the_EOS_60Da.aspx
Kleinbildformatsensor: 1Ds | 1Ds Mark II | 1Ds Mark III | 1D X • 5D | 5D Mark II | 5D Mark III • 6D
„APS-H“-Sensor: 1D | 1D Mark II | 1D Mark II N | 1D Mark III | 1D Mark IV
„APS-C“-Sensor: 7D • D30 | D60 | 10D | 20D/20Da | 30D | 40D | 50D | 60D/60Da • 300D | 350D | 400D | 450D | 500D | 550D | 600D | 650D • 1000D | 1100D