Casey Dellacqua

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Casey Dellacqua Tennisspieler
Casey Dellacqua
Nationalität: AustralienAustralien Australien
Geburtstag: 11. Februar 1985
Größe: 165 cm
Gewicht: 66 kg
1. Profisaison: 2002
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Chris Johnstone
Preisgeld: 1.590.956 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 280:167
Karrieretitel: 0 WTA, 20 ITF
Höchste Platzierung: 39 (28. Juli 2008)
Aktuelle Platzierung: 131
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 223:125
Karrieretitel: 1 WTA, 23 ITF
Höchste Platzierung: 9 (11. Mai 2009)
Aktuelle Platzierung: 22
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 11. März 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Casey Dellacqua (* 11. Februar 1985 in Perth) ist eine australische Tennisspielerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Casey Dellacqua, die väterlicherseits italienischer und mütterlicherseits irischer Abstammung ist,[1] zog im Alter von 16 Jahren nach Canberra, um dort am Australian Institute of Sport zu trainieren. Sie spielte dort im lokalen Tennisclub.

Karriere[Bearbeiten]

Ihr bislang bestes Ergebnis bei den French Open hatte sie 2008 mit dem Einzug in die dritte Runde. Im Doppel gelang ihr sogar der Finaleinzug. Auf dem ITF Women's Circuit brachte sie es bislang auf 20 Einzel- und 23 Doppeltitel. 2008 wurde sie zudem die Nummer eins im australischen Damentennis, nachdem sie ins Achtelfinale der Australian Open vorgestoßen war.

Dellacqua bestritt 2008 in Hobart zum ersten Mal ein Viertelfinale auf der WTA Tour, das sie gegen Eleni Daniilidou verlor. In Melbourne besiegte sie im selben Jahr die Weltranglistenerste Amélie Mauresmo und zog ins Achtelfinale ein, ihr bislang bestes Einzel-Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier. Erwähnenswert auch ihre Siege über ehemalige Top-10-Spielerinnen wie Alicia Molik, Nicole Vaidišová, Patty Schnyder and Marion Bartoli.

Mit Francesca Schiavone stand sie 2008 im Doppelfinale der French Open, an der Seite von Nathalie Dechy zudem im Halbfinale von Wimbledon. 2011 gewann sie in Roland Garros mit Scott Lipsky im Mixed ihren ersten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier, im Finale schlugen sie die Paarung Srebotnik/Zimonjic mit 7:6, 4:6 und [10:7].

2006[Bearbeiten]

Dallacqua trat bei den Australian Open 2006 mit einer Wildcard an. Nach ihrer Erstrundenniederlage gegen Lindsay Davenport musste sie heftige Kritik in Bezug auf ihre Fitness einstecken.

2007[Bearbeiten]

Dellacqua nahm auch 2007 mit einer Wildcard in Melbourne teil, schied gegen die Slowenin Katarina Srebotnik aber erneut in der ersten Runde aus. Sie verpasste - jeweils nach überstandener Qualifikation - auch die zweite Runde der French Open und in Wimbledon. Bei den US Open unterlag sie nach einem Zweisatzsieg über Jaroslawa Schwedowa in der zweiten Runde Marija Scharapowa in zwei Sätzen.

2008[Bearbeiten]

Sie begann das Jahr gut und erreichte das Achtelfinale der Australian Open. Auf dem Weg dahin besiegte sie die an Nummer 15 gesetzte Patty Schnyder und die 18. der Weltrangliste, Amélie Mauresmo, ehe sie gegen die an 3 gesetzte Serbin Jelena Janković verlor. Damit löste sie Alicia Molik als bestplatzierte australische Tennisspielerin ab.

Dellacqua beim Pilot Pen Tennis-Turnier, wo sie 2008 mit Nathalie Dechy spielte

Bei den French Open demonstrierte sie ihre Fortschritte, indem sie die an 9 gesetzte Marion Bartoli sowie Nathalie Dechy in den ersten beiden Runden besiegte. In Runde drei unterlag sie in zwei Sätzen Carla Suárez Navarro. Das Doppelturnier wurde für zu einem Highlight, als Dellacqua mit der Italienerin Francesca Schiavone (obwohl die beiden verärgert waren, dass sie nicht gesetzt wurden) zusammen das Finale erreichte. Gegen die Spanierinnen Anabel Medina Garrigues und Virginia Ruano Pascual kämpften sie dann zweieinhalb Stunden, ehe sie mit 6:2, 5:7 und 4:6 verloren.

In der ersten Runde in Wimbledon hatte sie es mit der an 12 gesetzten Schweizerin Patty Schnyder zu tun, die sie Anfang des Jahres bei den Australian Open bereits besiegt hatte. Nach verlorenem ersten Satz gewann Dellacqua erneut mit 4:6, 6:3 und 6:1. Auch ihr Zweitrundenmatch gegen die Französin Pauline Parmentier ging über drei Sätze (1:6, 6:2, 6:3). In der dritten Runde traf sie auf Nicole Vaidišová, die mit 6:2 und 6:4 die Oberhand behielt.

Dellacqua bei den US Open, 2008

Im Doppel nahm sich Dellacqua wie schon in Eastbourne Nathalie Dechy zur Partnerin. Sie besiegten in der ersten Runde Anna Fitzpatrick und Anna Elizabeth Hawkins, die mit einer Wildcard angetreten waren, mit 6:1 und 6:0. In ihrem Zweitrundenmatch schlugen sie Tetjana Perebyjnis und Alicja Rosolska 6:3 und 6:2. Danach besiegten sie die US-amerikanischen Qualifikantinnen Raquel Kops-Jones und Abigail Spears mit 6:4 und 7:6(9). Einen weiteren Erfolg gab es im Viertelfinale gegen die Spanierinnen Nuria Llagostera Vives und María José Martínez Sánchez beim 6:2, 7:66 und 6:4. Ihre Siegesserie in Wimbledon endete mit einer 3:6-, 3:6-Niederlage gegen Venus und Serena Williams. Im Mixed war der Amerikaner Scott Lipsky Dellacquas Partner. Sie erreichten die zweite Runde mit einem 4:6, 6:3 und 7:5 gegen Marta Domachowska und Fernando Verdasco, dort besiegten sie die an 7 gesetzten Mark Knowles und Yan Zi mit 6:3, 3:6 und 6:4. Schließlich unterlagen sie dem an 9 gesetzten Duo Andy Ram/Nathalie Dechy.

Bei den Olympischen Sommerspiele repräsentierte Dellacqua Australien zusammen mit Alicia Molik und Samantha Stosur. Ihr Erstrundenmatch gewann sie gegen Gisela Dulko mit 6:3 und 6:4. In der zweiten Runde traf sie auf die an 12 gesetzte Weißrussin Wiktoryja Asaranka, die sich als die Stärkere erwies und mit 6:2 und 6:2 gewann. Im Doppel verlor Dellacqua mit Molik das Erstrundenmatch gegen die italienische Paarung Flavia Pennetta und Francesca Schiavone mit 4:6 und 4:6.

Bei den US Open schied Dellacqua sowohl im Einzel auch als auch im Doppel bereits in Runde eins aus. Im Einzel unterlag sie der französischen Qualifikantin Julie Coin mit 6:7 und 6:7. Im Doppel verlor sie (an Nummer 9 gesetzt) mit Nathalie Dechy gegen Klaudia Jans and Alicja Rosolska aus Polen mit 6:1, 2:6 und 3:6. Das Mixed spielte sie an der Seite des Australiers Jordan Kerr, mit dem sie in der zweiten Runde gegen Jonas Björkman und Nadja Petrowa ausschied.

Turniersiege[Bearbeiten]

ITF-Einzeltitel (12)[Bearbeiten]

ITF-Doppeltitel (15)[Bearbeiten]

WTA-Doppeltitel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 3. Februar 2013 ThailandThailand Pattaya WTA International Hart JapanJapan Kimiko Date-Krumm UsbekistanUsbekistan Akgul Amanmuradova
RusslandRussland Alexandra Panowa
6:3, 6:2
2. 16. Juni 2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA International Rasen AustralienAustralien Ashleigh Barty SimbabweSimbabwe Cara Black
NeuseelandNeuseeland Marina Eraković
7:5, 6:4

Mixed[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 2. Juni 2011 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Lipsky SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik
SerbienSerbien Nenad Zimonjić
7:66, 4:6, [10:7]

Weltranglistenplatz am Jahresende[Bearbeiten]

Einzel Doppel
Jahr Endplatzierung Änderung Endplatzierung Änderung
2002 458 (neu) 545 (neu)
2003 275 (+183) 224 (+321)
2004 301 (+26) 117 (+107)
2005 223 (+78) 114 (+3)
2006 172 (+51) 121 (-7)
2007 86 (+86) 123 (-2)
2008 55 (+31) 21 (+102)
2009 1004 (-949)
2010 226 (+778) 251
2011 133 (+93) 56

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Bilanz Karriere
Australian Open 1 1 1 1 1 AF 1 3 2 1 6:10 AF
French Open 1 3 1 1 2:4 3
Wimbledon 1 3 1 1 2:4 3
US Open 2 1 1 2 2:4 2
Match-Bilanz 0:1 0:1 0:1 0:1 1:4 7:4 0:1 2:2 0:2 2:4 0:1 12:22

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Bilanz Karriere
Australian Open 2 2 1 2 1 1 HF 1 1 F 13:10 F
French Open F AF 2 8:3 F
Wimbledon HF 1 1 2 5:4 HF
US Open 1 2 1 1 1 1:5 2
Match-Bilanz 1:1 1:2 0:1 1:1 1:2 9:4 4:1 0:2 2:3 2:4 5:1 27:22

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Casey Dellacqua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Irish Times, 25. Juni 2008