Hahn Air Lines

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Hahn Air Lines
Logo der Hahn Air Lines
Cessna CJ4 der Hahn Air Lines
IATA-Code: HR
ICAO-Code: HHN
Rufzeichen: ROOSTER
Gründung: 1994
Sitz: Dreieich,
DeutschlandDeutschland Deutschland
Heimatflughafen: Düsseldorf[1]
Unternehmensform: GmbH
IATA-Prefixcode: 169
Leitung: Hans Nolte (CEO)[2]
Mitarbeiterzahl: 200[3]
Flottenstärke: 2
Ziele: National und kontinental
Webseite: hahnair.com

Hahn Air Lines ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Dreieich und dem Heimatflughafen Düsseldorf, die innereuropäische Linien- und Charterflugdienste anbietet.

Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens ist jedoch eine e-Ticketing-Plattform mit dem Ziel, Reisebüros Zugriff auf Fluggesellschaften über Computerreservierungssysteme zu ermöglichen. Außerdem bietet sie Vertriebsdienstleistungen für andere Fluggesellschaften an. Hahn Air gehört zu 100 Prozent der Saspo Holding GmbH mit Sitz in Dreieich bei Frankfurt.[4] Inhaber sind Hans Nolte und Nikolaus Gormsen. Es werden Büros in Amsterdam, Casablanca, Johannesburg, Madrid, Mailand, Manila, Mexico-Stadt, Minneapolis, Montevideo und Paris unterhalten. Hahn Air hat mehr als 260 Verträge (Interline-Abkommen) mit Fluggesellschaften abgeschlossen.[5] Insgesamt greifen mehr als 91.000 Reisebüros weltweit auf dieses System zu.[6]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten]

Hahn Air wurde 1994 als innerdeutsche Fluggesellschaft gegründet.[1] Heimatbasis war der ehemalige US-Militärflugplatz Hahn (heute Frankfurt-Hahn Airport). Daraus leitete sich die Namensgebung ab. 1997 tritt Hahn Air in Deutschland dem ersten Billing and Settlement Plan (BSP) bei. Die Fluggesellschaft erhielt außerdem den 2-Letter-Code HR sowie die Rechnungsnummer (IATA-Prefixcode) 169.[7] Von 1999 an werden Hahn-Air-Flüge erstmals im Computerreservierungssystem Amadeus verkauft. Im gleichen Jahr wurden die ersten Abkommen mit den lateinamerikanischen Fluggesellschaften Aerolíneas Argentinas, Avianca, LAN Airlines und Varig unterschrieben und damit der Grundstein für die Ticketing-Plattform gelegt. 2001 wurde Hahn Air IATA-Mitglied und trat mehreren BSPs bei (unter anderem Frankreich, Großbritannien und Spanien). Außerdem schloss sich Hahn Air an die Computerreservierungssysteme Sabre, Galileo und Worldspan an. Weitere BSP-Mitgliedschaften wurden geschlossen und 2003 der Firmensitz von Hahn nach Dreieich bei Frankfurt am Main verlegt. Ein Jahr später wurde Hahn Air Mitglied in der Airlines Reporting Corporation in den USA und ist mit seinen Partnern im Computerreservierungssystem Abacus vertreten. Außerdem wurde das 100. Interline-Abkommen unterzeichnet. 2006 stellte Hahn Air das erste e-Ticket und das erste Interline e-Ticket auf ihrem Computerreservierungssystem aus. Hahn Air Systems wurde gegründet und bietet Fluggesellschaften Computer Reservation Services (CRS) an. 2007 durchlief der Flugbetrieb der Hahn Air zum ersten Mal die IOSA-Zertifizierung. Durch die Anbindung an die Reservierungssysteme Axess, Infini und Topas wurden die Märkte Japan und Korea erschlossen.

Entwicklung seit 2010[Bearbeiten]

Durch einen Vertrag mit der Generali Versicherung im Jahr 2010 können seit dem Reisebüroagenten über Hahn Air e-Tickets (HR-169) ausstellen, die eine Versicherung gegen die Insolvenz einer Fluggesellschaft beinhalten.[8] Mit Beitritt in den BSP Kosovo im Jahr 2010 ist Hahn Air seitdem in allen europäischen Märkten vertreten. In den folgenden Jahren führte Hahn Air eine Reihe weiterer Produkte ein. Dazu gehören die erweiterte Insolvenzversicherung Securtix[1], der Vertriebsservice e-alliance[9] und die Eröffnung der im Flugzeugdesign gestalteten Schulungs- und Eventlocation The Aircraft in Dreieich. Unter dem Namen speed-alliance wurde der Vertrieb von Hochgeschwindigkeitszügen ermöglicht. Erster Eisenbahnpartner war die österreichische WESTbahn[10] und im Sommer 2013 kam das spanische Bahnunternehmen RENFE hinzu.[11]

Flugziele[Bearbeiten]

Hahn Air Lines bietet innereuropäische Linien- und Charterdienste an. Die Route Düsseldorf - Luxemburg bedient sie seit 2010 zweimal wöchentlich mit einem Cessna Citation CJ4[12], seit 2011 wird diese Route im Codesharing mit Luxair durchgeführt.[1]

Flotte[Bearbeiten]

D-CHRA von Hahn Air vor dem Red Bull Hangar in Salzburg

Mit Stand Juni 2014 besteht die Flotte der Hahn Air Lines aus zwei Flugzeugen des Typs Cessna CJ4[13]:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d ticketing.hahnair.travel - Geschichte, abgerufen 19. August 2013
  2. Leitung Hahn Air Lines, abgerufen am 19. August 2013
  3. Luftfahrtakademie, Hans Walch: Kleine Airline - ganz groß, Stand Januar 2013
  4. Angabe zu Besitzverhältnissen, Umsatz und Büros in der der Selbstdarstellung auf der Firmenwebsite, abgerufen am 19. August 2013
  5. traveller-online.at - Zahl der Fluggesellschaften, abgerufen am 19. August
  6. hahnair.aero - About, abgerufen am 19. August
  7. iata.org - IATA-Mitgliedschaft, 2-Letter-Code und Rechnungsnummer, abgerufen am 19. August 2013
  8. Insolvenzversicherung generali.de - für Flugtickets, erstellt am 8. Dezember 2009
  9. hahnair.aero - Inhalt e-alliance, aufgerufen 19. August 2013
  10. hahnair.aero - Westbahn to become Hahn Air`s first partner in the railway sector, Stand 4. September 2012
  11. biztravel.fvw.de - Kooperation von Renfe und Hahn Air
  12. aerokurier.de - Neuer Business-Jet im Linienflugverkehr, 18. November 2011
  13. airframes.org - Flotte der Hahn Air Lines (englisch), abgerufen am 21. August 2013