Dillstädt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dillstädt
Dillstädt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dillstädt hervorgehoben
50.58333333333310.533333333333340Koordinaten: 50° 35′ N, 10° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dolmar-Salzbrücke
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 13,96 km²
Einwohner: 817 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98530
Vorwahl: 036846
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 016
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 18
98530 Dillstädt
Webpräsenz: www.dillstaedt.de
Bürgermeisterin: Liane Bach (Einzelkandidatin)
Lage der Gemeinde Dillstädt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
Über dieses Bild
Kirche von 1593

Dillstädt ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen des Freistaates Thüringen und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke.

Geografie[Bearbeiten]

Dillstädt liegt an der Hasel im südlichen Thüringer Wald an der Landstraße zwischen Suhl und Meiningen. Südwestlich des Ortes befindet sich der 503 Meter hohe Hölschberg. Sein Name stammt wohl von der Totengöttin Hel oder von der Göttin Holle oder Holda.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Dillstädt gehört der Ortsteil Ziegelhütte.

Geschichte[Bearbeiten]

1206 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, die Wüstungen Germelshausen und Sieholz sogar schon in älteren Urkunden von 800 bis 845. Der Ort gehörte zur Grafschaft Henneberg, ab 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis und lag bis 1815 im sächsischen Amt Kühndorf. Von 1816 bis 1944 gehörte Dillstädt zum Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen.

Am Platz der heutigen Kirche wurden 2010 bei einer archäologischen Grabung Grundmauern einer hochmittelalterlichen Burganlage festgestellt. Zwei freigelegte Turmfundamente deuten auf ein noch unbekanntes, im Ort ansässiges Adelsgeschlecht hin. Die heutige Kirche wurde nach der Kirchenchronik in den Jahren 1593 bis 1596 erbaut, doch lässt der Baubefund erkennen, dass es mindestens einen Vorgängerbau gab.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 934
  • 1995: 956
  • 1996: 941
  • 1997: 935
  • 1998: 926
  • 1999: 930
  • 2000: 949
  • 2001: 932
  • 2002: 889
  • 2003: 884
  • 2004: 880
  • 2005: 866
  • 2006: 863
  • 2007: 853
  • 2008: 840
  • 2009: 846
  • 2010: 847
  • 2011: 826
  • 2012: 821
  • 2013: 817
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Kirche stammt von 1593, das heutige Kirchenschiff wurde 1593–1596 erbaut. Vom gotischen Vorgängerbau sind noch Maßwerkteile, ein Schlussstein und eine Piscina erhalten.
  • Auf der 2,5 km östlich vom Ort entfernten Silbachskuppe befindet sich eine Wallanlage mit einer Kirchenruine in einem stark bewaldeten Gelände. Nach Osten schützen ein Wall und ein Graben dieses Gelände. Die Kirche war eine Wallfahrtskirche St. Laurentius. Im östlichen Teil des Waldes Lorenze liegen mehrere Hügelgräber. Bereits in der Bronzezeit hatte dieser Ort Bedeutung.[4]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. G. Altenkirch: Vom Hel-Berg zum Hölschberg. In: Saarpfälzischer Kalender 2007.
  3.  Jürgen Glocke: Mauern eines Wohnturms aus ottonischer Zeit: Statt auf das vermutete Gräberfeld stieß man bei Bauarbeiten in Dillstädt auf die Reste einer mittelalterlichen Burganlage. In: Evangelischer Presseverband in Mitteldeutschland e. V. (Hrsg.): Glaube und Heimat. Nr. 41, Wartburg Verlag, Weimar 2010, S. 8. (Digitalisat) (PDF; 942 kB)
  4. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 199/200.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dillstädt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien