Leutersdorf (Thüringen)

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Wappen Deutschlandkarte
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Leutersdorf (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leutersdorf hervorgehoben
50.51666666666710.55325Koordinaten: 50° 31′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dolmar-Salzbrücke
Höhe: 325 m ü. NHN
Fläche: 8,39 km²
Einwohner: 251 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98617
Vorwahl: 036949
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchberg 1
98617 Leutersdorf
Webpräsenz: www.vg-dolmar-salzbruecke.de
Bürgermeister: Frank Ehrenberger (CDU)
Lage der Gemeinde Leutersdorf im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
Über dieses Bild

Leutersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke an, die ihren Verwaltungssitz in Schwarza hat.

Geografie[Bearbeiten]

Leutersdorf liegt im Werragrund.

Evangelisch-Lutherische Kirche St. Vitus

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 1057 erwähnt. Der Ort gehörte zunächst als Exklave zum Besitz des Hochstifts Würzburg in der Grafschaft Henneberg. 1435 verpfändete der Würzburger Bischof die Orte Leutersdorf und Vachdorf an die Grafen von Henneberg-Schleusingen. Das Pfand wurde erst 1495 wieder eingelöst. 1542 kam Leutersdorf als Teil der würzburgischen Exklave Meiningen im Tausch an die Grafen von Henneberg-Schleusingen. Nach deren Aussterben kam der Ort mit dem Amt Meiningen im Jahr 1583 an die Wettiner.

Leutersdorf besitzt eine Kirchenburg. Sie steht auf einem kleinen Bergsporn am hochgelegenen Westrand des Dorfes. Ein kleiner Torturm und Gaden sowie Reste der Mauer sind noch vorhanden.[2]

Leutersdorf war 1628–1685 von Hexenverfolgungen betroffen: Sieben Personen wurden in den Hexenprozessen angeklagt, mindestens drei hingerichtet, von drei Prozessen ist der Ausgang unbekannt. 1628 wurde als erstes Opfer Osanna, Barthel Herleins Frau, hingerichtet.[3]

Von 1680 bis 1918 gehörte der Ort zum Herzogtum Sachsen-Meiningen und lag bis 1825 im Amt Meiningen und dann bis 1829 im Amt Maßfeld.

Kirche[Bearbeiten]

St. Vitus (Leutersdorf)

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Leutersdorf setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 6. Juni 2010)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Frank Ehrenberger wurde am 6. Juni 2010 gewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die Bundesstraße 89 von Meiningen in Richtung Themar. Leutersdorf liegt nahe der Bahnstrecke Eisenach–Lichtenfels, hat aber keinen Haltepunkt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Hans Schaub (–1685), ein „armer Junge“, Enkel des Pfarrers Wilhelm Schaub in Leutersdorf, in einem Hexenprozess enthauptet.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler:Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze ,Jenzig-Verlag,2001, ISBN 3-910141-43-9,S.173
  3. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 191f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Leutersdorf, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240-244.
  4. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 191f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Leutersdorf, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240-244.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leutersdorf (Thüringen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien