Ellingshausen

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Ellingshausen; weiterhin gibt es einen Ortsteil Ellingshausen (Knüllwald) in der Gemeinde Knüllwald.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Ellingshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ellingshausen hervorgehoben
50.54666666666710.471944444444310Koordinaten: 50° 33′ N, 10° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dolmar-Salzbrücke
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 6,77 km²
Einwohner: 240 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98617
Vorwahl: 036949
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 46
98617 Ellingshausen
Webpräsenz: www.vg-dolmar-salzbruecke.de
Bürgermeister: Reiner Baumann (CDU)
Lage der Gemeinde Ellingshausen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Ellingshausen ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im fränkisch geprägten Süden von Thüringen.

Geografie[Bearbeiten]

Blick auf die Gemeinde Ellingshausen

Ellingshausen liegt im unteren Haseltal rechtsseitig der Hasel, einem rechten Nebenfluss der Werra, rund fünf Kilometer östlich der Kreisstadt Meiningen. Zwischen beiden Orten erhebt sich mit der Hohen Maas ein bis zu 499 m hohes Bergmassiv. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke an, die ihren Verwaltungssitz in Schwarza hat.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 923 als Eigilgereshusen in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt. Im Mittelalter war der Ort Lehen der Grafen von Henneberg. Der Ort gehörte ursprünglich zur Vogtei Henneberg (späteres Amt Maßfeld) der Grafschaft Henneberg-Schleusingen. Er wurde 1350 an die Herren von Herda verliehen und seitdem dem Amt Maßfeld entfremdet, nachdem die Vogteigerichtsbarkeit an die adligen Dorfherren übergegangen war. Die Burg wurde in der Folgezeit oft verpfändet und auch verkauft. Mehrere Eigentümer gab es: Die Herren von Schaumberg, von Wechmar, von Meusa, von Herda und von Bose. Letztere bauten die Burg um. Der Umbau wurde 1804 abgeschlossen. Die Anlage steht heute sanierungsbedürftig teilweise leer.[2]

Ellingshausen war 1597–1623 von Hexenverfolgungen betroffen: Fünf Personen wurden in Hexenprozessen angeklagt, vier hingerichtet, von einem Prozess ist der Ausgang unbekannt. Erstes Opfer 1597 war Catharina Ritz.[3]

Ellinghausen gehörte ab 1680 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen und seit 1920 zum Land Thüringen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand aus sechs CDU-Mitgliedern. (Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Reiner Baumann wurde am 27. Juni 2004 gewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Am Ort führen die Bundesautobahn 71 und die Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen vorbei. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist die vier Kilometer entfernte Anschlussstelle Meiningen-Süd. Am zwei Kilometer südlich gelegenen Bahnhof Grimmenthal treffen sich die Bahnlinien Eisenach–Meiningen–Sonneberg (Werrabahn) und Erfurt–Schweinfurt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 250.
  3. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes', über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 97f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Ellingshausen, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240-244.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ellingshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien