Fichtenberg

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Fichtenberg im Landkreis Schwäbisch Hall. Für weitere Bedeutungen von Fichtenberg siehe Fichtenberg (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fichtenberg
Fichtenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fichtenberg hervorgehoben
48.9872222222229.7122222222222345Koordinaten: 48° 59′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 345 m ü. NHN
Fläche: 24,19 km²
Einwohner: 2820 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 74427,
71540 (Hornberger Reute)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 07971,
07977 (Langert)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 023
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 13
74427 Fichtenberg
Webpräsenz: www.fichtenberg.de
Bürgermeister: Roland Miola
Lage der Gemeinde Fichtenberg im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
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Fichtenberg ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Fichtenberg liegt im Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge[2] im unteren Tal des Flüsschens Rot inmitten des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald in 333 bis 490 Meter Höhe, etwa 22 km südlich der Kreisstadt Schwäbisch Hall. Der Rot laufen im Dorfbereich ihr viertlängster Zufluss Diebach von links, ihr längster Zufluss Glattenzainbach von rechts und danach wenig flussabwärts ihr zweitlängster Zufluss Rauhenzainbach wiederum von rechts zu.

Zweitgrößter Ort in der Gemeinde nach dem namengebenden Dorf ist der Weiler Mittelrot etwa 2,5 km östlich und rotabwärts, die kleineren anderen Weiler und Einzelhäuser verteilen sich größtenteils über den im Norden des Rottals anschließenden, südöstlichsten Teil des Mainhardter Waldes und den an dessen Südrand beginnenden, nördlichsten Welzheimer Wald bzw. den äußersten Osten des Murrhardter Waldes am Westrand des Gemeindegebietes. Hier erstreckt es sich bis über die Wasserscheide zu einem Nebental der Murr hinüber, über die an der sogenannten Schanz, einem niedrigen Pass, die wichtige Landesstraße 1066 das Ballungszentrum um Stuttgart mit dem nordöstlichen Landesteil verbindet. Unter diesem sperrenden Kamm zwischen den benachbarten Talsystemen von Murr und Rot führt in gleicher Richtung der Schanztunnel der Bahnstrecke Waiblingen–Schwäbisch Hall-Hessental hindurch.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Osten an die Stadt Gaildorf, im Süden an Gschwend im Ostalbkreis, im Westen an die Stadt Murrhardt im Rems-Murr-Kreis und im Nordwesten an Oberrot.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Fichtenberg gehören 24 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser sowie einige Wüstungen; das Dorf Fichtenberg, die Weiler Dappach, Diebach, Erlenhof, Gehrhof, Hinterlangert, Hornberg, Michelbächle, Mittelrot, Plapphof, Rauhenzainbach, Vorderlangert, das Gehöft Kronmühle und die Häuser Buschhof, Erlenbach, Glattenzainbach, Hornberger Reute, Kleehaus, Retzenhof, Reutehaus, Rupphof, Stöckenhofer Sägmühle, Waldeck und Wörbelhöfle (Winterhaus) sowie die abgegangenen Ortschaften Burg Stauffenberg, Burg Vypperg, Aidelbach, Canspach, Geysgern, Hinteres Höflein, Hinterer Stöckenhof, Ölhäusle, Sägmühle, Tennenbach, Viehhaus, Zainbach und Hofloch.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemalige Pfarrdorf hieß bis zum Jahr 1872 Vichberg, als es auf Beschluss des Gemeinderats auf den heutigen Namen umbenannt wurde.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband „Limpurger Land“ mit Sitz in Gaildorf.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Wald bei Mittelrot befindet sich der Rötherturm, der Bergfried und letzte Rest der aus dem 12./13. Jahrhundert stammenden, ansonsten zerstörten Rötenburg.[4][5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Fichtenberg an der Bahnstrecke Waiblingen–Schwäbisch Hall-Hessental wird werktags (außer Samstag) tagsüber stündlich von den Regionalexpresszügen Stuttgart–Schwäbisch Hall-Hessental bzw. –Crailsheim/Nürnberg bedient. Am Wochenende und an Feiertagen werden die RE Stuttgart–Schwäbisch Hall-Hessental durch erst ab Backnang verkehrende Regionalbahnen ersetzt. Der Bahnhof ist der letzte an der Strecke nach Waiblingen, der noch im Tarifbereich des Kreisverkehrs Schwäbisch Hall liegt. Die Bahnstation in Mittelrot wurde aufgehoben.

Fichtenberg liegt an der Landesstraße 1066, die bis zur Eröffnung der Ortsumgehung[6] am 17. November 2010[7] durch die Ortsmitte führte. Zudem werden die drei Bahnübergänge durch eine Brücke (für die L 1050) sowie drei Unterführungen ersetzt. An einem Übergang war es 2005 zu einem schweren Unglück mit einem LKW gekommen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Gegenüber dem Bahnhof ist der Schrottrecyclingbetrieb Scholz AG vertreten. Das Firmengelände ist mit Rangiergleisen erschlossen, zudem wurde eine Brücke zur neuen Ortsumfahrung erstellt. Die KW automotive GmbH bietet Fahrwerkskomponenten an, die DTS GmbH ist ein Versandhändler für sportliches Autozubehör.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehr.

Bildung[Bearbeiten]

In Fichtenberg gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Realschule und Gymnasium befinden sich in Gaildorf.

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Racing Team Fichtenberg unterhält hier seit ca. 35 Jahren eine der wenigen in Deutschland vertretenen Mini-Car-Rennstrecken für ferngesteuerte Modellautos.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 472–474
  4. http://www.pro-region.de/web/de/home/ueberdieregion/staedteundgemeinden/fichtenberggebaeude.html
  5. Alois Schneider: Die Burgen im Kreis Schwäbisch Hall. Eine Bestandsaufnahme, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1995, S. 87ff
  6. http://www.fichtenberg.de/index.php?id=197?&id=197
  7. Fast freie Fahrt ab Mittwoch