Günter Wallraff

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Günter Wallraff (2013)
Günter Wallraff beim Deutschen Fernsehpreis 2012

Hans-Günter Wallraff (* 1. Oktober 1942 in Burscheid) ist ein deutscher Enthüllungsjournalist und Schriftsteller. Er ist durch seine Reportagen über diverse Großunternehmen, die Bild-Zeitung und verschiedene Institutionen bekannt geworden, für die er sich stets der Methoden des investigativen Journalismus bediente.

Biografie[Bearbeiten]

Wallraffs Vater war erst Arbeiter, später Angestellter bei Ford in Köln. Als der Vater starb, war Günter Wallraff 16 Jahre alt. Seine Mutter entstammte einer südfranzösischen Hugenottenfamilie, ihre Eltern waren Klavierbauer. Wallraff schrieb zu Gymnasialzeiten einige Gedichte und schickte sie Heinrich Böll, mit dessen Neffen er befreundet war. Nach der 10. Klasse verließ er das Gymnasium und begann eine Buchhändlerlehre, die er 1962 abschloss.

Seinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellte Wallraff erst zwei Monate vor der Einberufung, so wurde er zum 1. Juli 1963 eingezogen.[1] Als der Antrag Ende September abgelehnt wurde, legte er umgehend Widerspruch ein. Nach der Genesung von einem Schädel-Hirn-Trauma infolge eines Sturzes schickte man ihn erst zu einem zivilen Psychiater, anschließend in die neurologisch-psychiatrische Abteilung des Bundeswehrlazaretts Koblenz. Anfang des Jahres 1964 erklärte man ihn schließlich für „verwendungsunfähig auf Dauer“ – die militärärztliche Diagnose lautete „abnorme Persönlichkeit“. Während dieser ganzen Zeit schrieb er Tagebuch und wurde später von Böll zur Veröffentlichung ermutigt. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Die ersten Reportagen[Bearbeiten]

Zwischen 1963 und 1965 war Wallraff als Arbeiter in diversen Großbetrieben tätig, unter anderem in einer Sinteranlage eines Stahlwerks von Thyssen. Die Gewerkschaftszeitung Metall druckte 1965 erste Reportagen ab, mit denen er erstmals Aufsehen erregte. Im darauf folgenden Jahr veröffentlichte Wallraff einen ersten Sammelband Wir brauchen dich – Als Arbeiter in deutschen Industriebetrieben (Taschenbuchausgabe 1970: Industriereportagen). Die Reportagen lieferten authentische Einblicke in die industrielle Arbeitswelt. Nachdem Wallraff durch seine Industriereportagen bekannt geworden war, schloss er sich 1965 der Dortmunder Gruppe 61 an. Im darauf folgenden Jahr arbeitete er erst für die Hamburger Morgenpost, dann für die Zeitschrift pardon, ab 1968 schließlich für die Zeitschrift konkret.

Trotz so genannter Wallraff-Steckbriefe[2] in den Chefetagen der von ihm „besuchten“ Unternehmen, mit denen andere Personalbüros vorgewarnt werden sollten, konnte er seine Recherchen unerkannt fortsetzen, indem er stets eine andere Identität annahm. So erschienen 1969 13 unerwünschte Reportagen, für die er beispielsweise in die Rolle eines Alkoholikers in einer psychiatrischen Klinik, eines Obdachlosen, eines Studenten auf Zimmersuche sowie eines potenziellen Napalmlieferanten für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten schlüpfte. Nach der Veröffentlichung des Buches wurde er wegen Amtsanmaßung angeklagt, weil er sich bei verschiedenen Unternehmen am Telefon als „Ministerialrat Kröver von einem Zivilausschuss des Bundesinnenministerium“ ausgegeben hatte. Das Amtsgericht Frankfurt am Main sprach ihn am 9. Dezember 1969 frei und begründete dies mit dem Recht der Öffentlichkeit auf Information.[3]

1971 strahlte das ZDF die von Wallraff geschriebene Fernsehreportage Flucht vor den Heimen aus, in der es um Fürsorgeerziehung ging. Im selben Jahr trat er der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland bei und recherchierte in der Folgezeit mehr und mehr zusammen mit anderen Autoren. So erschien 1973 Ihr da oben – wir da unten und wurde sofort ein Bestseller. Während Bernt Engelmann die Ansichten und Lebensgewohnheiten von Direktoren des Gerling-Konzerns unter die Lupe genommen hatte, war Wallraff in der Rolle eines kleinen Angestellten aktiv. 1974 zeigte das ZDF das Fernsehspiel Ermittlungen gegen Unbekannt.

1982 wies das Oberverwaltungsgericht Münster in einem Berufungsverfahren die Klage Wallraffs gegen die Überwachung seines Telefons im März 1974 zurück und bezeichnete die Durchführung als rechtmäßig.

Protest und Inhaftierung in Griechenland[Bearbeiten]

Als Delegierter des „Ausschusses Griechenland-Solidarität“ kettete sich Wallraff am 10. Mai 1974 an einen Laternenmast auf dem Syntagma-Platz in Athen und verteilte Flugblätter, die das Terrorregime der griechischen Militärdiktatur kritisierten. Da die heraneilenden Geheimpolizisten Wallraff für einen Einheimischen hielten, misshandelten sie ihn an Ort und Stelle. Im Hauptquartier der Sicherheitspolizei wurde er gefoltert, bis er seine Identität offenbarte. Nach seiner Verurteilung zu 14 Monaten Einzelhaft kam er in das Gefängnis in Korydallos. Nach dem Zusammenbruch der Militärdiktatur wurden im August alle politischen Häftlinge freigelassen, unter ihnen Wallraff. In dem Buch Unser Faschismus nebenan. Griechenland gestern – ein Lehrstück für morgen hat Wallraff die gemachten Erfahrungen, mit Hilfe von Eckart Spoo, dargestellt.

Spínola-Aktion[Bearbeiten]

In der Rolle eines Waffenunterhändlers und Franz-Josef-Strauß-Unterhändlers kam Wallraff am 25. März 1976 in Düsseldorf mit dem früheren portugiesischen Staatspräsidenten General Spínola zusammen, dessen Gefolgsleute er während eines dreimonatigen Portugal-Aufenthaltes kennen gelernt hatte. Bevor Spínola seinen Putschplan in die Tat umsetzen konnte, machte Wallraff die Details darüber am 7. April auf einer Pressekonferenz in Bonn publik. Während die Medien im europäischen Ausland sehr ausführlich darüber berichteten, nahmen sich in der Bundesrepublik Deutschland lediglich das ARD-Magazin Panorama, der Stern sowie die auflagenschwachen Blätter antifaschistischer Ausrichtung des Themas an. Wallraff, der zu dieser Zeit vom Bundesnachrichtendienst überwacht wurde,[4] und Hella Schlumberger schrieben dann das Buch Aufdeckung einer Verschwörung. Die Spínola-Aktion.

Die „Anti-BILD-Trilogie“[Bearbeiten]

Im Jahre 1977 arbeitete Wallraff dreieinhalb Monate lang als Redakteur bei der Bild-Zeitung in Hannover. In dem Bestseller Der Aufmacher. Der Mann, der bei „Bild“ Hans Esser war schildert er seine Erfahrungen in der Lokalredaktion Hannover und weist der Bild-Zeitung schwere journalistische Versäumnisse und unsaubere Recherchemethoden nach. Der Deutsche Presserat sprach daraufhin sechs Rügen gegen die Bild-Zeitung aus und rügte auch Wallraff für seine „nicht zulässige verdeckte Recherche“. Die Axel Springer AG verklagte Wallraff daraufhin mehrfach, sodass dieser einige Passagen in der zweiten Auflage weglassen musste. Diese Textteile, die sich vor allem auf wörtliche Zitate einzelner Bild-Redakteure beschränkten, wurden ab der zweiten Auflage demonstrativ geschwärzt angezeigt, sind seit Oktober 2009 allerdings auf WikiLeaks zu finden.[5]

Die Ausstrahlung des 1977 vom WDR produzierten Dokumentarfilms Informationen aus dem Hinterland wurde durch den damaligen Fernsehdirektor Heinz Werner Hübner abgelehnt, da der Axel-Springer-Verlag von der Produktion erfuhr und „sehr ungehalten” war.[6] Der Film wurde später in einigen Programmkinos gezeigt.

1978 rief Wallraff den Hilfsfonds „Wenn Bild lügt, kämpft dagegen“ ins Leben, um Betroffene der Bild-Berichterstattung juristisch zu unterstützen. 1979 erschien das Buch Zeugen der Anklage. Die „Bild“-Beschreibung wird fortgesetzt. Darin äußerten sich erstmals viele Betroffene und langjährige Mitarbeiter des Blattes. 1981 folgte Das „Bild“-Handbuch. Das Bild-Handbuch bis zum Bildausfall als eine Art juristischer Ratgeber für Geschädigte.

Im selben Jahr fand die von der Axel Springer AG eingeleitete Prozess-Serie, die der Repression des Werks diente, ein Ende. Der Bundesgerichtshof entschied weitgehend zu Gunsten Wallraffs.[7] Dagegen legte die Axel Springer AG eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. In seinem Grundsatzurteil vom 25. Januar 1984[8] rügte dieses aber lediglich die teils wörtliche Schilderung einer Redaktionskonferenz.

1987 gab der konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza bekannt, dass er den Großteil der „Anti-BILD-Trilogie“ als Ghostwriter geschrieben habe. Wallraff nahm hierzu in keiner Form öffentlich Stellung.[9][10][11]

Ganz unten[Bearbeiten]

Günter Wallraff bei einer Veranstaltung der lit.Cologne 2007 in Köln
Hauptartikel: Ganz unten

Ab 1983 arbeitete Wallraff zwei Jahre lang als türkischer Gastarbeiter „Ali Levent Sinirlioğlu“ bei verschiedenen Unternehmen, unter anderem bei McDonald’s und Thyssen. Außerdem nahm er an klinischen Studien im Bereich der Pharmaforschung teil. Seine als äußerst negativ empfundenen Erfahrungen, vom Umgangston gegenüber Gastarbeitern über Steuerspartricks der Firmen bis hin zur Verletzung elementarer Arbeitsschutzregeln, beschrieb er ausführlich in dem Buch Ganz unten, das in Zusammenarbeit mit mehreren Mitautoren entstand. Später gründete er den Hilfsfonds „Ausländersolidarität“. Der Dokumentarfilm Ganz unten erschien 1986.[12]

In Israel während des Zweiten Golfkriegs[Bearbeiten]

Nachdem Saddam Hussein am 24. Dezember 1990 gedroht hatte, Israel im Falle eines Angriffs der Koalitionsstreitkräfte zu zerstören, reiste Wallraff 1991 durch israelische Kibbuzim und sprach unter anderem mit jüdischen Holocaust-Überlebenden. Seine Eindrücke und Erkenntnisse beschrieb er in dem Nachwort zu Lea Fleischmanns Buch Gas. Tagebuch einer Bedrohung – Israel während des Golfkriegs.

Bei Abdullah Öcalan in Syrien[Bearbeiten]

Im Dezember 1996 traf sich Wallraff mit dem PKK-Führer Abdullah Öcalan in einem syrischen Ausbildungslager, um mit ihm über Die Suren Apos des kurdischen Dissidenten Selim Cürükkaya zu reden, der aufgrund dieses Buches mit dem Tode bedroht wurde. Wallraff wurde dank seiner Rolle als türkischer Arbeiter „Ali“ von Öcalan freundlich empfangen, scheiterte aber in Bezug auf die Aufhebung des Mordbefehls. Das Gespräch wurde von der Zeit abgedruckt.

Verdacht auf Stasi-Tätigkeit[Bearbeiten]

Im September 2003 wurden Wallraff nach Einsichtnahme der BStU in die Rosenholz-Dateien Verbindungen zum Staatssicherheitsdienst der DDR in den 1960er und 1970er Jahren nachgewiesen, welcher Natur diese waren, ist aber hoch umstritten. So wurde dieser von 1968 und 1971 von der HVA als IM Wagner geführt.[13][14] Wallraff bestreitet dabei nicht, in Kontakt mit der Stasi gewesen zu sein oder als "IM Wagner" geführt gewesen zu sein, sondern jemals aktiv für die Stasi gearbeitet zu haben.[15] Am 17. Dezember 2004 entschied das Landgericht Hamburg aufgrund seiner Klage gegen den Axel-Springer-Verlag, der ihn mehrfach als inoffiziellen Mitarbeiter und Stasi-Mitarbeiter bezeichnet hatte, dass durch die vorgelegten Dokumente der Verlag keinen Nachweis für seine Behauptungen erbringen konnte und diese deshalb zukünftig nicht wiederholen darf. Am 10. Januar 2006 bestätigte das Hanseatische Oberlandesgericht endgültig ein Urteil gegen den Axel-Springer-Verlag, mit dem ihm verboten wird, Wallraff der Mitarbeit in der DDR-Staatssicherheit zu bezichtigen. 2010 gewährte der dänische Geheimdienst Historikern Zugang zu seinen Protokollen über Günter Wallraff aus den 1970er Jahren.[16] Aus diesen geht hervor, dass sich Wallraff unter vier Augen mit dem Journalisten und IM Friedhelm Heinz Gundlach getroffen hatte.[15][16]

Weitere verdeckte Recherchen[Bearbeiten]

Bereits in den 1990er Jahren recherchierte Wallraff in Japan als iranischer Arbeiter. Die dazugehörige Reportage fand im japanischen Fernsehen Aufmerksamkeit.

In Deutschland recherchiert Wallraff seit Mai 2007 für das wiederbelebte Zeit-Magazin Leben. Bei den Recherchen für die erste Reportage dieser Reihe verkaufte er in einem Callcenter der Firma CallOn im Direktvertrieb Systemlotto-Scheine der Firma LottoTeam. Da die Branche keine „älteren Leute“ einstelle, nahm Wallraff mithilfe eines Maskenbildners die Identität eines 16 Jahre jüngeren Mannes an. Wallraff berichtete über die dort und in einem Call-Center der Firma ZIU-International angewandten Methoden und kritisierte neben einer Belästigung der Angerufenen eine Fehlinformation der Mitarbeiter, systematische Verstöße gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und Versuche, Vertragsabschlüsse durch wahrheitswidrige Behauptungen und Einschüchterung der Angerufenen zu erzwingen.[17] Im November 2007 strahlte das ZDF den Dokumentarfilm Bei Anruf Abzocke aus.[18]

Für die zweite Reportage dieser Reihe arbeitete Wallraff 2008 einen Monat lang für die Gebr. Weinzheimer Brotfabrik aus Stromberg, deren einziger Kunde damals der Lebensmitteldiscounter Lidl war,[19] und veröffentlichte im Zeit-Magazin den Artikel Unser täglich Brötchen,[19] in dem er neben der schlechten Bezahlung die Arbeitsbedingungen, Sicherheitsmängel und Hygienezustände kritisierte. Lidl reagierte auf die Veröffentlichung mit einer öffentlichen Stellungnahme,[20] und Bernd Westerhorstmann, der Inhaber der Backfabrik, erstattete Anzeige gegen Wallraff wegen Hausfriedensbruchs.[21] Nach Informationen des NDR sagte der Backbetrieb allerdings zu, seine Mitarbeiter künftig übertariflich zu bezahlen.[22] Im September 2010 wurde über die Schließung des Betriebes, als Folge der Enthüllungen, berichtet.[23] Gegen den Besitzer der Bäckerei soll ein Gerichtsprozess wegen fahrlässiger Körperverletzung geführt werden.[24]

Von Dezember 2008 bis Februar 2009 recherchierte Wallraff in Obdachlosenunterkünften u. a. in Köln, Frankfurt (Main) und Hannover und machte selbst „Platte“, um die Lebensbedingungen von Menschen ohne festen Wohnsitz zu untersuchen.[25] Dabei deckte er zahlreiche Missstände in den Heimen auf: Manche würden nachts von innen verschlossen, es herrsche ein Klima von Angst und Gewalt und es mangele an Betreuungspersonal. Es müsse mehr Sozialarbeiter geben, die sich den Menschen vor Ort zuwenden. Wallraff selbst sieht Obdachlosigkeit als in der Wirtschaftskrise zunehmend zentrales Thema an, das bald jeden treffen könne.[26][27][28][29]

Im April 2009 deckte Wallraff in der Zeit einen weiteren Datenskandal bei der Deutschen Bahn auf.[30]

Die Arbeitsbedingungen beim Logistikdienstleister General Logistics Systems (GLS) waren Inhalt einer im Mai 2012 ausgestrahlten Recherche Wallraffs. Nach einer mehrmonatigen Tätigkeit bei GLS warf der Journalist dem Unternehmen Lohndumping und desolate Arbeitsbedingungen vor. Die Beschäftigten würden in eine Scheinselbstständigkeit gedrängt und müssten bis zu 14 Stunden pro Tag arbeiten. Dies würde durch fingierte Angaben gegenüber Behörden verschleiert.[31][32]

Schwarz auf Weiß[Bearbeiten]

Im Herbst 2009 erschien mit dem Film Schwarz auf Weiß - eine Reise durch Deutschland die nächste Undercover-Reportage von Günter Wallraff. Er hatte sich diesmal mit Hilfe einer Maskenbildnerin zu dunkler Hautfarbe verhelfen lassen. Monatelang tourte er als Somalier Kwami Ogonno mit einem Kamerateam quer durch Deutschland und entdeckte auf vielen Stationen seiner Reise latenten oder offenen Rassismus. Die schwarze Autorin Noah Sow kritisierte diese Aktion unter anderem mit den Worten: „Er äfft unterdrückte Minderheiten nach und erntet damit Geld, Aufmerksamkeit und sogar Respekt.“ Als „angemalter Weißer“ könne man schwarze Erfahrungen nicht machen.[33] Die Methode selbst, so kritisiert die Süddeutsche Zeitung, sei rassistisch. Wallraff betreibe „weniger eine Anklage gegen den Rassismus als eine Inszenierung seiner eigenen Vorurteile“.[34] In einer Stellungnahme wies dieser den Vorwurf während einer Diskussionsrunde des Fernsehsenders ARTE im Januar 2011 zurück und nannte im Gegenzug die Vorschrift, „wie ein Schwarzer zu sein habe“, rassistisch.[35]

Betrugsvorwürfe gegen Wallraff[Bearbeiten]

Im August 2012 berichtete die FAZ über Vorwürfe von Wallraffs langjährigem Mitarbeiter André Fahnemann, er habe auf Wallraffs Anweisung hin eidesstattliche Versicherungen von Informanten gefälscht. Zudem habe Wallraff ihn vier Jahre lang ohne Vertrag und bei geringem Gehalt beschäftigt, während Fahnemann mit seinem Wissen staatliche Leistungen bezogen habe, was den Tatbestand der Beihilfe zum Sozialbetrug erfülle. Helmut Richard Brox, ein anderer Mitarbeiter Wallraffs aus der Obdachlosenszene, widersprach den Vorwürfen. Wallraffs Anwalt Winfried Seibert wies die Vorwürfe ebenfalls zurück und sprach von einer „fiesen Denunziationsarie“: Fahnemann sei nie bei Wallraff angestellt gewesen. Man wisse nichts von Manipulationen und gehe davon aus, dass keine „in diesem Sinne gefälschte eidesstattliche Versicherung zu Gericht gelangt ist“. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.[36][37]

RTL-Produktionen/Team Wallraff[Bearbeiten]

Hauptartikel: Team Wallraff

Am 30. Mai 2012 wurde eine Wallraff-Sendung unter dem Titel „Günter Wallraff deckt auf! Der neueste Fall des Undercover-Spezialisten“ gezeigt. Am 17. Juni 2013 folgte eine weitere Sendung unter dem Titel „Team Wallraff – Undercover-Reporter decken auf“. Im April/Mai 2014 folgte eine Serie von drei Sendungen, die wegen einer Reportage zur Imbiss-Kette Burger King ein großes Medienecho erreichte.[38] Einen Zusammenhang zwischen seiner Zusammenarbeit mit dem Konkurrenzunternehmen McDonald's und den Enthüllungen über Burger King wies Wallraff zurück. Nach einem Bericht des Magazins „Der Spiegel“ hatte Wallraff 2010 mit dem Unternehmen McDonald's kooperiert und dafür Honorare erhalten.[39]

Sonstiges[Bearbeiten]

Günter Wallraff war in erster Ehe mit der Erzieherin Birgit Böll, einer Nichte des Schriftstellers Heinrich Böll, verheiratet. Aus dieser Ehe stammen zwei Töchter. Es folgte eine Ehe mit der Lehrerin Dorlies Pollmann; aus dieser Beziehung ging eine Tochter hervor. Seit 1991 ist Wallraff in dritter Ehe mit der Fernsehjournalistin Barbara Munsch verheiratet, mit der er zwei Töchter hat.[40]

Wallraff ist mit dem britischen Schriftsteller Salman Rushdie befreundet. Nach der Fatwa des damaligen iranischen Staatschefs Khomeini gegen Rushdie hielt sich dieser im Jahr 1989 für einige Tage bei Wallraff versteckt.[41] 2007 führte Wallraffs Vorschlag, in den Räumen der Kölner Moschee aus Rushdies Werk Die Satanischen Verse zu lesen, und die Ablehnung dieses Vorschlags durch die DİTİB, den Betreiber der geplanten neuen Zentralmoschee in Köln, zu vorübergehenden medialen Aufgeregtheiten.[41][42][43][44]

Einige seiner Unterlagen waren im eingestürzten historischen Archiv der Stadt Köln aufbewahrt worden.

Für die Finanzierung von Stipendien für verdeckte Recherchen forderte Wallraff 2008 eine Stiftung, deren Ziel es ist, Projekten junger Journalisten zu helfen.[45] Die Stipendiaten sollen demnach „für ein bis drei Monate“ finanzielle Unterstützung erhalten, um „ungestört recherchieren zu können“. Wallraff erklärte, die Sozialreportage sei „weiterhin aktuell und notwendig“. Sein aktuelles TV-Projekt soll die Praktiken unseriöser Anwaltskanzleien enthüllen.[46]

Recherchestil[Bearbeiten]

Das Wort „wallraffreportage“ in einer schwedischen Kulturzeitung 2011

„[…] man muss sich verkleiden, um die Gesellschaft zu demaskieren, muss täuschen und sich verstellen, um die Wahrheit herauszufinden.“

Günter Wallraff: Vorwort zu Ganz unten, 1985

Wallraff wurde durch seine Recherchemethoden, bei denen er sich meist mit anderer Identität in das unmittelbare Kernumfeld des Reportage-Ziels einschleuste, international bekannt. So entstanden Dokumentationen, die aufgrund von persönlichem Erleben soziale Missstände anprangerten und versuchten, neue Einblicke in die Funktionsweise der Gesellschaft zu vermitteln.

Die auf diese Weise betroffenen Personen oder Firmen kritisierten, dass Wallraff ihr Persönlichkeitsrecht oder Betriebsgeheimnisse verletzt habe, und versuchten die Veröffentlichung seiner Rechercheergebnisse oftmals juristisch zu unterbinden. Die Gerichte, die darüber zu urteilen hatten, stuften Wallraffs Vorgehen als legal ein und begründeten ihre Urteilsfindung mit der Pressefreiheit sowie dem Interesse der Allgemeinheit an Bereichen, die die öffentliche Meinungsbildung betreffen. Vor dem Kölner Landgericht einigte sich Wallraff mit einem Großbäcker auf einen Vergleich, womit er einige negative Äußerungen über diesen zurückzieht oder entschärft.[47]

Für den Recherchestil verwendet man in Schweden und Norwegen den Begriff „wallraffing“, abgeleitet von dem entsprechenden Verb „att wallraffa“ bzw. „å wallraffe“, das sogar in die aktuelle Ausgabe der Wortliste der Schwedischen Akademie aufgenommen wurde.[48]

Diskussion um Urheberschaft[Bearbeiten]

Der Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza behauptete 1987 im Rahmen der Verleihung des als Negativauszeichnung erklärten Karl-Kraus-Preises an Wallraff, dass nicht dieser, sondern er, Gremliza, Autor des Aufmachers als dem wesentlichen Werk der Bild-Trilogie gewesen sei und auch andere Teile derselben geschrieben habe. Er behauptete weiter, Wallraff habe kein einziges seiner Bücher ganz allein geschrieben. Diesen Behauptungen wurde von Wallraff nicht widersprochen, auch nicht, als Gremliza im Januar 2012 erneut öffentlich sagte, er selbst habe den Aufmacher von Anfang bis Ende geschrieben.[49] Uwe Herzog gab an, Teile der Recherchen zu Ganz unten durchgeführt und einen Teil dieses Buches geschrieben zu haben. Wallraff selbst, der die Annahme des Preises verweigerte, bestreitet nicht, mit Ko-Autoren gearbeitet zu haben, hält dies aber für nebensächlich, auch beanspruche keiner von ihnen irgendwelche Rechte an den Werken.[9][10][11][50][51]

Engagement[Bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Wir brauchen dich. Als Arbeiter in deutschen Industriebetrieben. (1966)
  • Vorläufiger Lebenslauf nach Akten und Selbstaussagen des Stefan B. (1968)
  • Meskalin – Ein Selbstversuch. Mit Original-Offsetlithographien von Jens Jensen. (1968)
  • Nachspiele. Szenische Dokumentation. (1968) ISBN 3-923306-02-4.
  • 13 unerwünschte Reportagen (1969) ISBN 3-462-03174-0.
  • Hängt den D. auf! Ein nicht gesendetes Fernsehspiel. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 10, S. 1110–1120 (1969)
  • Industriereportagen. Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben. (1970) ISBN 3-462-02143-5.
  • Von einem, der auszog und das Fürchten lernte. Bericht, Umfrage, Aktion. Aus der unterschlagenen Wirklichkeit. (1970) ISBN 3-921040-01-9.
  • Neue Reportagen, Untersuchungen und Lehrbeispiele. (1972) ISBN 3-462-00856-0.
  • Was wollt ihr denn, ihr lebt ja noch. Chronik einer Industrieansiedlung. Zusammen mit Jens Hagen. (1974) ISBN 3-453-43066-2.
  • Ihr da oben, wir da unten. Zusammen mit Bernt Engelmann (1975) ISBN 3-462-02376-4.
  • Wie hätten wir’s denn gerne? Unternehmenstrategen proben den Klassenkampf. Zusammen mit Bernd Kuhlmann. (1975) ISBN 3-87294-325-1.
  • Unser Faschismus nebenan. Griechenland gestern – ein Lehrstück für morgen. Zusammen mit Eckart Spoo. (1975) ISBN 3-462-01035-2.
  • Die Reportagen. (1976) ISBN 3-462-01128-6.
  • Aufdeckung einer Verschwörung. Die Spinola-Aktion. Zusammen mit Hella Schlumberger. (1976) ISBN 3-462-01180-4.
  • Berichte zur Gesinnungslage der Nation/Berichte zur Gesinnungslage des Staatsschutzes. Zusammen mit Heinrich Böll. (1977) ISBN 3-499-17134-1.
  • Der Aufmacher – Der Mann, der bei „Bild“ Hans Esser war. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1977, ISBN 3-462-02663-1 (siehe auch #Diskussion um Urheberschaft)
  • Zeugen der Anklage. Die „BILD“-beschreibung wird fortgesetzt. (1979) ISBN 3-462-01540-0.
  • Das „Bild“-Handbuch. Das Bild-Handbuch bis zum Bildausfall. (1982)
  • Die unheimliche Republik. Politische Verfolgung in der Bundesrepublik. Zusammen mit Heinrich Hannover. (1982)
  • Nicaragua von innen (1983) ISBN 3-922144-34-9.
  • Mein Lesebuch (1984) ISBN 3-596-25794-8.
  • Bericht vom Mittelpunkt der Welt. Die Reportagen. (1984) ISBN 3-462-01645-8.
  • Befehlsverweigerung. Die Bundeswehr- und Betriebsreportagen (1984) ISBN 3-462-01644-X.
  • Bild-Störung. Ein Handbuch. (1985) ISBN 3-462-01676-8.
  • Enthüllungen. Recherchen, Reportagen und Reden vor Gericht. Mit einem Nachwort von Oskar Negt. (1985) ISBN 3-88243-219-5.
  • Ganz unten Beschreibung des Schicksals von illegal eingeschleusten Arbeitern. (1985) ISBN 3-462-01924-4.
  • Günter Wallraffs BILDerbuch. Nachwort von Heinrich Böll. (1985)
  • Predigt von unten. (1986) ISBN 3-88243-063-X.
  • Reportagen 1963–1974. Mit Materialien und einem Nachwort des Autors. (1987) ISBN 3-462-01796-9.
  • Vom Ende der Eiszeit und wie man Feuer macht. Aufsätze, Kritiken, Reden. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hans Mayer. (1987) ISBN 3-462-01845-0.
  • Akteneinsicht (1987)
  • Und macht euch die Erde untertan. Eine Widerrede. (1987) ISBN 3-88243-084-2.
  • Ganz unten. Mit einer Dokumentation der Folgen. (1988) ISBN 3-462-02193-1.
  • Wallraff war da. Ein Lesebuch von Günter Wallraff. (1989) ISBN 3-88243-116-4.
  • Mein Tagebuch aus der Bundeswehr. Mit einem Beitrag von Flottillenadmiral Elmar Schmähling und einem Dialog zwischen Günter Wallraff und Jürgen Fuchs. (1992) ISBN 3-462-02206-7.
  • Ich – der Andere. Reportagen aus vier Jahrzehnten. (2002) ISBN 3-462-03167-8.
  • Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere. (2009) ISBN 978-3-462-04049-4.
  • Günter Wallraff Undercover Reportagen aus der schönen neuen Welt: „Wo Arbeit wehtut“, „Bei Anruf Abzocke“, „Unter Null“. Regie: Pagonis Pagonakis. Absolut Medien, Berlin 2010, ISBN 978-3-89848-523-4 (DVD, 3 Teile, 117 Minuten).

Herausgeberschaft[Bearbeiten]

  • Heinz G. Schmidt: Der neue Sklavenmarkt. 1985.
  • S. G. Turan: Freiwild. 1992.
  • A. Lessing: Mein Leben im Versteck. 1994.
  • S. Cürükkaya: PKK – Die Diktatur des Abdullah Öcalan. 1997.
  • D. Kaya: Meine einzige Schuld ist, als Kurdin geboren zu sein. 1998.

Artikel[Bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Reinhard Dithmar: Günter Wallraffs Industriereportagen. Kronberg 1973.
  • Christian Linder (Hrsg.): In Sachen Wallraff. Berichte, Analysen und Dokumente. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1975.
  • Neuausgabe: In Sachen Wallraff. Von den „Industriereportagen“ bis „Ganz unten“. Berichte, Analysen, Meinungen und Dokumente. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1986.
  • Frank Berger: Thyssen gegen Wallraff. Chronik einer politischen Affäre. Steidle Verlag, Göttingen 1988.
  • Wilfried Kriese: In meinen Augen Günter Wallraff. Mauer Verlag, Rottenburg am Neckar 2004.
  • Ina Braun: Günter Wallraff interkulturell gelesen. Traugott Bautz, Neuhausen 2006, ISBN 3-88309-207-X (Interkulturelle Bibliothek)
  • Jürgen Gottschlich: Der Mann, der Günter Wallraff ist. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03926-9.
  • Wolfgang Bittner, Mark vom Hofe: Ein Leben mit vielen Gesichtern. Günter Wallraff. In: Ich mische mich ein, Bad Honnef 2006, ISBN 3-89502-222-5.

Filme[Bearbeiten]

  • Roland Gall, Günter Wallraff: Ermittlungen gegen Unbekannt. Fritz Wagner Filmproduktion, 1973/1974
  • Steckbrief eines Unerwünschten. 1975, 105 Min, Interview von Günter Wallraff durch das DDR-Fernsehen mit 3 exemplarischen Fällen als nachgestellte Spielszenen durch die DEFA („Fürst Mönch Emmeram und sein Knecht“, „Melitta-Report“, „Mahlzeit, Herr Direktor“ (Gerling)).[57][58]
  • Informationen aus dem Hinterland. 1977, 78 Min (Dokumentation zu den Recherchen bei Bild-Hannover)
  • Knoblauch, Kölsch und Edelweiß. 1981, (Dokumentation zu Wallraffs Wohnviertel Köln-Ehrenfeld)
  • Jörg Gfrörer, Günter Wallraff: Ganz unten. KAOS Film- und Videoteam GmbH (Köln)/Pirat-Film (Köln)/Radio Bremen (RB), 1985, (Wallraffs Erfahrungen als türkischer Gastarbeiter Ali bei Thyssen)
  • Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß. Captator Film GmbH, Kinostart: 22. Oktober 2009 (Wallraff als Flüchtling aus Somalia)
  • Team Wallraff deckt auf.[59] Fernsehreihe seit dem 28. April 2014, RTL

Interviews[Bearbeiten]

TV-Talkshows[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Günter Wallraff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günter Wallraff: Als Pazifist bei der Bundeswehr ZEIT online
  2. Ina Braun: Günter Wallraff: Leben, Werk, Wirken, Methode. Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3542-5, S. 26.
  3.  Jo, Jo, Jo. In: Der Spiegel. Nr. 51, 1969, S. 86 (15. Dezember 1969, online). Zitat: „Das Gericht sprach Wallraff denn auch auf Kosten der Staatskasse frei, weil er mit seiner Berufung auf ein Informations- oder Notwehrrecht einem ‚Tatbestandsirrtum‘ unterlegen sei, der den strafbaren Vorsatz ausschließe. Der ungenierten journalistischen Ausbeutung einer abgestandenen Blockwarts- und Untertanen-Mentalität mittels vorgetäuschter Titel nach der Art Wallraffs schob das Gericht allerdings einen Riegel vor. Es wollte ‚mit diesem Urteil nicht zum Ausdruck bringen, daß sich in Zukunft jeder als Ministerialrat‘ ausgeben dürfe.“
  4. Otto Köhler: Der „Fall Wallraff“ – Vom Regen in die Jauche. In: der Freitag, 12. September 2003.
  5. WikiLeaks: Guenter Wallraff: Der Aufmacher, unzensiert, 1970
  6. Peter Kleinert: Zensierte Filme ins WDR-Programm. Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer Nr. 24 vom 27. Dezember 2005
  7.  Recht: Das Anstößige. In: Der Spiegel. Nr. 5, 1981, S. 48-50 (26. Januar 1981, online).
  8. Grundsatzurteil vom 25. Januar 1984
  9. a b Hermann L. Gremliza: Preisrede Karl Kraus-Preis 1987 Konkret 11/1987, S. 41.
  10. a b Jan Süselbeck: Ali im Rosenholz. jungle world, Nr. 38 vom 10. September 2003
  11. a b Herman L. Gremliza: von Konkret, Konkret 11/2007
  12. Günter Wallraff - Ganz unten in der Internet Movie Database (englisch).
  13. IM „Wagner“: Behörde bestätigt Wallraffs Stasi-Tätigkeit. In: stern.de. 4. September 2003
  14. Vgl. Jürgen Schreiber: Die Stasi lebt. Berichte aus einem unterwanderten Land. München 2009, S. 174.
  15. a b Evelyn Finger & Annabel Wahba: Günter Wallraff: „Das waren freundliche Herren“. In: Die Zeit. Nr. 18, 26. April 2012
  16. a b Stephanie Kirchner: Stasi-Vorwürfe: Günter Wallraff: Konspiratives Treffen mit Stasi-Mitarbeiter? In: Der Tagesspiegel. 9. September 2010
  17. Undercover, Die Zeit, 24. Mai 2007
  18. ZDF-Dokumentation: „Bei Anruf Abzocke“ vom 11. Dezember 2007
  19. a b Unser täglich Brötchen, Die Zeit, 1. Mai 2008
  20. Stellungnahme von Lidl (Version vom 6. Mai 2008 im Internet Archive) zur Reportage Unser täglich Brötchen von Günter Wallraff
  21. Netzeitung: Billig-Backfabrik zeigt Kritiker Wallraff an
  22. Wo Arbeit weh tut: Die Enthüllungen des Günter Wallraff, Zur Sendung Menschen und Schlagzeilen vom 14. Mai 2008, NDR
  23. Bäckerei schließt nach Wallraff-Bericht: 23 Arbeitslose. Merkur-online.de, 30. September 2010, abgerufen am 3. November 2011.
  24. Bäcker undercover. Der Tagesspiegel, 4. Oktober 2011, abgerufen am 3. November 2011.
  25. DIE ZEIT: Unter null. Wie leben Obdachlose in Deutschland?, 5. März 2009
  26. ZEIT ONLINE: Interview mit Wallraff zu seiner Recherche im Obdachlosenmilieu, 4. März 2009
  27. Zusammenfassung der Reaktionen auf die Recherche in Obdachlosenheimen, 7. März 2009
  28. HR: Reaktionen auf die Recherche in Obdachlosenheimen in Frankfurt (Version vom 9. März 2009 im Internet Archive), 4. März 2009
  29. NDR: Reaktionen auf die Recherche in Obdachlosenheimen in Frankfurt (Version vom 9. März 2009 im Internet Archive), 5. März 2009
  30. Die Zeit: Datenschutz: In Mehdorns Diensten, 23. April 2009. Abgerufen am 2. August 2009.
  31. Wallraff erhebt schwere Vorwürfe gegen Paketdienst GLS. In: Spiegel Online. 30. Mai 2012.
  32. Armee der Unsichtbaren. In: Zeit Online. 31. Mai 2012
  33. "Ein angemalter Weißer ist kein Schwarzer". Interview zum Film "Schwarz auf Weiß". In: tagesschau.de. Archiviert vom Original am 2. März 2013, abgerufen am 2. November 2013.
  34. Andrian Kreye: Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß - Ein Mann will gehasst werden, Süddeutsche Zeitung vom 29. Oktober 2009
  35. ARTE-Diskussionsrunde vom 25. Januar 2011 (21:35 Uhr bis 22:05 Uhr) mit Günter Wallraff und Lilian Thuram unter der Gesprächsleitung von Thomas Kausch.
  36. Michael Hanfeld: Obdachloser verteidigt Wallraff: Der Mann, der bei Wallraff Esser war, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. August 2012
  37. Staatsanwalt ermittelt: Wallraff am Pranger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. August 2012
  38. Spiegel-online: "Nach Wallraff-Bericht: Burger King beklagt Umsatzeinbußen", [1]; hier online, zuletzt eingesehen am 12. Mai 2014
  39. Wallraff erhielt Honorare von McDonald's
  40. Günter Wallraff im Porträt, Mitteldeutscher Rundfunk, abgerufen 5. Juni 2009
  41. a b Der Spiegel: Günter Wallraff will in Moschee aus Satanischen Versen lesen, 10. Juli 2007.
  42. Streit um Moscheen-Lesung: Wallraff beschimpft Islamfunktionär, 25. September 2007.
  43. Süddeutsche Zeitung: Wallraff und die Satanischen Verse – Jämmerlich durchgefallen, 25. September 2007.
  44. Die Zeit: Weiter Streit um Wallraffs Rushdie-Lesung, 25. September 2007.
  45. Verdeckte Recherchen: Günter Wallraff fordert eine Stiftung, Neue Zürcher Zeitung, 20. Juni 2008
  46. DerWesten.de: „Enthüllungsjournalist Wallraff fördert Nachwuchs“, abgerufen am 31. Juli 2010 aus dem Google Cache
  47. Wallraff schließt Vergleich mit Großbäcker Süddeutsche.de, 6. Januar 2012.
  48. Dennis Kittler: Sprachliches Denkmal für Günter Wallraff Leo, 16. Mai 2006
  49. Hermann L. Gremliza: „…der das Buch über Wallraffs Erlebnisse in der Bild-Redaktion von der ersten Zeile des Vorworts bis zur letzten Zeile des Nachworts geschrieben hat, das war ich…“ in Konkret 1/2012, S. 66.
  50. H[eribert] S[eifert]: Moralische Schriftstellerei. In: Neue Zürcher Zeitung, 19. Oktober 2007
  51. Jürgen Gottschlich: Der Mann, der Günter Wallraff ist (2007), ISBN 3-462-03926-1.
  52. Hedwig Neven DuMont wird alternative Ehrenbürgerin; express.de, 19. Juli 2011
  53. http://www.respekt.tv/botschafter/kultur/g%C3%BCnter-wallraff
  54. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/musiker-shahin-najafi-von-irans-ajatollahs-zum-ketzer-erklaert-a-833235.html
  55. http://www.zeit.de/2012/21/Interwiew-Rapper-Najafi
  56. Anti-Mobbing-Award
  57. Steckbrief eines Unerwünschten Filmlexikon von Zweitausendeins
  58. Steckbrief eines Unerwünschten (Version vom 27. November 2011 im Internet Archive) WDR
  59. http://www.rtl.de/cms/sendungen/real-life/team-wallraff.html